geroha

Pu-erh verkostet: Jinqiao BingShan2011

2 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen!

Gester Abend habe ich eine der Gratisproben probiert, die meiner letzten Bestellung von Bannacha zugefügt waren:

Jinqiao BingShan 2011 (Link zum Produkt)

im 100ml Gaiwan aufgegossen

[glow=green,2,300]Kurzfassung:[/glow]

Unheimlich lang anhaltend, charaktervoll, herbfrisch-belebend und schön anzusehen.

[glow=green,2,300]Langfassung:[/glow]

Trockenes Blatt: Duft ist zu dezent für mich. Wahnsinnig hoher Anteil an Tipps im locker gepressten Bing. Zwar nicht durchgehend silbern, aber silbrig überhaucht. Im vorgewärmten Gaiwan ein süß-fruchtiger Duft, als würde jemand nebenan Erdbeermarmelade kochen.

Infusion (nach Spülung):

Grüntee, Frucht, Dancong-Oolong – ein enorm vielfältiges Duftbouquet. Aber weder Rauch noch Erde.

1. Aufguss

Helles, leicht grünliches Gelb, klar. Beim ersten Schluck wird gleich klar, dass es ein Sheng ist – ob es eher Geschmack oder Mundgefühl ist, kann ich nicht sagen. Bei aller vordergründigen Süße und Fruchtigkeit (frische Datteln) kommt sofort nach dem Schlucken eine frisch-herbe Bitterkeit, wie ich sie ganz typisch finde für junge Sheng. Im Duft hat der Aufguss etwas von Chanpignons, im Geschmack aber garnicht.

3. Aufguss

Die Süße ist etwas deutlicher geworden, aber die herb-frische Bitterkeit hat eine ungemein belebend-anregende Wirkung.

Musste mit dem Hund raus und hatte den ganzen Spaziergang über den Teegeschmack im Mund – was für eine Präsenz! Außerdem fühlte ich mich etwas berauscht.

10. Aufguss

Immer noch herb-frisch, die Süße ist wieder mehr in den Hintergrund getreten, was verwunderlich ist (meist wird doch in späteren Aufgüssen die Süße stärker?).

12. Aufguss

Trotz mehrerer Minuten Ziehzeit bleibt die Farbe ziemlich blass. Aber die leichte Bitterkeit … immer noch herrlich erfrischend an diesem heißen Tag!

Jetzt kommt huigan / Süße im Nachgeschmack. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, weil der Tag ohnehin so schwül ist, aber irgendwie habe ich das Gefühl, der Tee sei etwas schweißtreibend. Das Gefühl hatte ich schon, bevor ich gelesen hatte, wie alt die Teebäume für diesen Bing sein sollen: 100-300 Jahre. Ob an dem esoterischen Qi-Gedöns bei Tee von alten Bäumen nun was dran ist oder nicht – dieser Tee ist einfach super!

13. Aufguss

Jetzt kommt die vordergründige Süße wieder – aber nur im allerersten Moment, wenn der Tee gerade erst in den Mund kommt. Dann folgt die herbe Erfrischung und ganz laaangsam kommt nach dem Schlucken ein allmählicher Übergang zur huigan Süße.

16. Aufguss

Ich habe ihn klein gekriegt: jetzt ist er nur noch süß … denkt man bis zum Nachgeschmack: POW! Da ist wieder das Herbfrsiche.

17. Aufguss

Der Tee ist noch nicht erschöpft, aber ich muss ins Bett.

Schlussbetrachtung der Infusion:

Das geht jetzt nur total subjektiv: traumhaft schöne Blätter und richtig pralle, satte Knospen – so sieht der Sheng-Himmel aus! Okay, kaum ein Blatt ist intakt, aber die reichlichen Knospen sind einfach schööön.

Fazit:

Klasse – in diesem Tee spürt man, was alte Teebäume für den Charakter bringen. Wieder eine Bestätigung für mich, dass Tees aus der Gegend um Mengku genau die richtigen für mich sind!

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Dass Pu-Erh auch so aussehen kann - erstaunlich.

Trotzdem bleib ich bei meinen Komposthaufen.

Wann bringst du das erste Buch bzw ersten Katalog raus?

;)

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