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Dayi 8582 als Vergleich


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Hallo,

oftmals ist es nötig, zwei Proben miteinander zu vergleichen. Unterschiedliche Tees sollen zeigen, was in ihnen steckt. Deshalb gieße ich dann beide gleichzeitig mit gleichen Bedingungen.

Diesmal war die Sache noch interessanter, weil beide Tees eigentlich gleich, also die gleiche Sorte waren und sich nur im Bezug auf die Lagerung unterschieden. Gerade deshalb galt es noch genauer auf die Einhaltung von gleichen Bedingungen zu achten.

Ein Puerh der so gesehen noch recht günstig in der Anschaffung ist und vom Geschmack her schon noch etwas „Veränderung“ gebrauchen kann, der von jemandem etwa 3 Wochen bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert wurde um dieser Veränderung zu bewirken, versprach ein interessanter Versuch zu werden.

Jeweils 4g gelöster Puerh in einem Gaiwan von 75ml Größe, mit 95Grad Wassertemperatur aufgegossen.

Ich spüle einmal kurz und lassen dann den Tee etwas ruhen. Dann der erste Aufguss . Ich zähle ruhig die Zeit zwischen den Güssen der zwei Schalen, um sie im gleichen Abstand wieder abzugießen. Ziehzeit 10 s. Nun, das Ergebnis sieht farblich ziemlich gleich aus. Der Geschmack erscheint mir allerdings etwas flach. Aber das macht nichts, denn es geht hier um den Versuch.

Zweiter Aufguss, gleiche Prozedur, 15 s Ziehzeit. Ähnliches Ergebnis, wenn der Tee jetzt auch kraftvoller wirkt, so erscheinen beide wieder gleich. Kräftiger aber nicht bitter. Und doch, überlege ich mir erscheint mir etwas nicht so gut in dem Tee, wie ich es erwartet hätte. Er erscheint irgendwie etwas spröde, kantig. Wie ich so überlege, fällt mir mein „Wasserstatus“ ein.

Brittafilter, 25 Liter schon durch, gerade gemessene Wasserhärte von 7 grad dH!

Nun, das ist eigentlich sonst kein Problem. Aber vielleicht doch verfälschend für das Ergebnis?

Also radikaler Schnitt! Hab noch eine Flasche „Plose“ – Wasser im Schrank, schön weich.

Noch ein Aufguss mit 2 min. Ziehzeit!  Ohne Erbarmen zwinge ich etwas Bitterkeit hervor, Aber eben keinen Unterschied. Womit ich nicht sagen will, dass der Tee nicht schmeckt.

Große Vorbereitung, gleiche Bedingungen wie oben beschrieben. Das Plosewasser hatte ich für einen leichten Grüntee aufgehoben, um einmal gegen hartes Wasser einen Vergleich durchzuführen. An sich ist es aber zu teuer, um es ständig zu verwenden.

Nun gieße ich nach den gleichen Regeln.

Spülen, kurz Ruhen lassen, 10 s Ziehzeit.

Aber farblich und geschmacklich kann ich wieder keinen Unterschied feststellen. Der Tee ist nicht ganz so kratzig, sonst wieder wie der erste. Jeder Aufguss ist ähnlich. 10 s, 25 s, 1 min., 2 min., ... Zum Schluss etwas radikaler. Vielleicht ist der rechte etwas milder? Jetzt fange ich langsam an Gespenster zu sehen. Ist der rechte vielleicht etwas runder, weniger bitter? Mh, ich würde eher sagen nein. Ich lasse mich nicht täuschen.

Für mich hat dieser Versuch gezeigt, dass zwei Tees, die ich im Abstand zugeschickt bekam, doch fast gleich scheinen und ich diese Gemeinsamkeit auch erkennen kann. Nur eben der Unterschied ist für mich nicht erkennbar.

Gut, vielleicht ist es ja so.

Aber so einfach kommt mir dieser Puerh nicht davon. Eine weitere Idee wäre, ihn noch höher dosiert zu gießen. In einer anderen Sitzung natürlich, wenn ich meine Geschmacksknospen wieder gepflegt habe. Aber dazu ein andermal mehr.

Gruß Krabbenhueter



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Du hast Pozellan als Brühgefäß genommen? Ich muss es selbst mal ausprobieren, habe aber selbst nur noch genug Bruch für eine Session mit "P"-8582



Geruchlich (grade beim Öffnen?) hast du auch kein Unterschied festgestellt? Also bei mir waren das Welten, und ich bin ja Raucher und deswegen rieche ich das nicht so krass normal, aber das war eine Bombe. 


Wenn sich da aber geschmacklich nicht viel getan hat... dann war das ganze doch eher "unnötig" ... mal sehen was die anderen sagen!


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Ja, ich habe Porzelan genommen, weil ich keine zwei gleichen Tonkannen habe, die beide für Puerh eingetrunken sind.

Ich werde natürlich in den nächsten Tagen auch noch damit aufgießen.

Heute morgen hatte ich noch mal die "Arbeitsvarinate" mit hartem Wasser.  Da möchte ich sagen, dass der Tee an sich schon interessant ist. Und er ist auch realtiv unempfindlich bei "Verstößen" Im Gegensatzt zu anderen Puerhs. Wenig bitter und in meiner schwachen Dosierung auch was drin zum trinken. Da bin ich dann auf die eingetrunkene Tonkanne gespannt.

Nur der Unterschied ist für mich nicht so deutlich.

Eine etwas gewagte Vermutung wäre, dass der "ältere" Tee bei mir auch etwas gelagert hat. Denn er gefällt mir jetzt insgesamt besser als ich es in meiner Erinnerung aufgeschrieben habe. Das ist für mich auch sehr schwierig zu beurteilen. Kann ich mir da vertrauen?

Der lag in seiner Tüte in einer Blechdose mit anderen vergleichbaren Proben. Und so gesehen ist er schon etwas dunkel an sich für sein Alter.

Ich bin dann mal auf die Beurteilungen der anderen gespannt.

Gruß Krabbenhueter



Nachtrag:

Ich hatte gestern hier eine Mischung aus einem jungen grünen sheng Puerh ( eine Probe die an sich nicht weiter erwähnenswert ist) und einem warscheinlich feucht gelagerten 1990er der etwas medizinisch schmeckt. Und da hatte ich schon ähnliche geschmackliche Eindrücke. Na, vieleicht war der noch etwas "dunkler" und erdiger. Aber eben nicht mehr so streng jung aber auch nicht zu extrem nach dem alten.

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Hab dem Zweiten noch weitere Versuche unterzogen und bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob der Bereich innen der etwas fester gepresst scheint anders für mich ist als der außen, der lockerer ist.


Mir war auch so als wenn die ersten Aufgüsse von innen etwas bitterer waren. Wogegen die äußeren etwas weniger stark.



Der erste Versuch in der Tonkanne ging daneben, weil ich eine ganz kleine nahm, die aber nur sehr langsam ausgießt, was für Puerh doch zu lang ist.


Der zweite war angenehmer und zeigte wieder ganz andere Qualitäten.


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Hallo zusammen,



heute habe ich endlich auch mal die beiden Versionen des 8582 gegeneinander probiert. Vorher habe ich extra nur sehr oberflächlich in diesem Thread gelesen, damit ich nicht zu sehr beeinflusst werde.


Zurzeit hat mich entweder eine Erkältung erwischt oder mein Heuschnupfen kommt doch noch durch - jedenfalls bin ich etwas beeinträchtigt und habe daher den Versuch nicht zu hoch aufgehängt: jeweils 3g im Teataster-Set, kochendheißes Wasser und 3 Minuten.



Die P-Variante (die andere habe ich für mich x genannt - stammt aus einem frischen Bing, den ich zusammen mit dieser Aktion bei Chris gekauft habe) war nach meinem Empfinden schon etwas anders. Ich habe mal das Whisky-Quadrat genommen, das Krabbenhueter hier vorgestellt hat, um meine unterschiedlichen Eindrücke auf den Punkt zu bringen.


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Was ich im Quadrat nicht darstellen kann: die P-Variante hat für mich eher etwas Fruchtiges während die x-Variante mich mehr an Tabak erinnert. Aber wer weiß, ob das nur Einbildung ist.



Um mal die Kriterien aus Krabbenhueters Thread "Puerh beurteilen" zu verwenden, sind meine Ergebnisse für die Vergleichsverkostung:



Duft (P=3,5 / x=3,5) d.h. P nicht stärker, nur anders


Geschmack (P=3 / x=2,5)


Adstringenz (P=3 / x=4)


Mundgefühl (P=2,5 / x=2)


Nachgeschmack (P=2,5 / x=2,5) ist nicht zu unterscheiden, wenn man beide parallel verkostet


Mundkribbeln (P=2 / x=3,5)



Die Farbe in der Tasse war ungefähr gleich dunkel, für mein Empfinden aber vielleicht einen Hauch rötlicher bei P. Kann aber auch dran liegen, wie die Tassen zum Licht standen.



Mein Fazit: da lohnt es sich, nochmal reinzuschmecken, wenn ich meine Sinne wieder richtig beisammen habe. Aber ob dann noch der Effekt von Chris' spezieller P-Lagerung bemerkbar ist, oder verfliegt das in der Zwischenzeit?



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die LDPE-tüte sollte die feuchtigkeit zumindest ein bisschen halten können. ist halt keine barriereapplikation, sondern eher hygienischen gründen geschuldet.



wenn du in einer oder zwei wocher wieder von der rüsselseuche erlöst bist, probiere es einfach noch mal, der pu hatte ja genug zeit sich vollzusaugen, das sollte nicht sooo schnell verfliegen. der reifung haben die drei wochen natürich fast gar nichts gebracht. es ging nur darum, zu sehen, ob das was in dem englishen blogartikel (bei dem ich jetzt nicht mehr den link habe) sich auch bei uns so dramatisch zeigt. bei mir war der geruch noch bombe, bei euch scheint da schon einiges flöten gegangen zu sein. 



immerhin: du scheinst ja einen leichten unterschied rauszuschmecken, samples hast du ja noch genug, frage wie es der rest vom fest empfindet? wenn ich krabbe recht verstanden habe, waren die unterschiede für ihn kaum wahrnehmbar. bei gero schon etwas deutlicher. 


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Bischen wenig los in der Pu-Erh Ecke :(



Da will ich doch wenigstens mal meine Eindrücke von der Verkostung des Dayi 8582 reinstellen, "spät kommt ihr doch ihr kommt Graf Isolan..." (schaut man heute im Netz nach und man weiß von wem es ist - schön langweilig )


Langweilig ist der 8582 mit P oder ohne auf jeden Fall nicht. Im Duft fand ich die P-Probe schon stärker und intensiver, das hielt auch die beiden ersten Aufgüsse, da lag P an Intensität und Aromenvielfalt sicher vorne;  nach dem 3. Aufguß hatte der "normale" Tee aufgeholt und ich konnte keine Unterschiede mehr schmecken.


Fazit: Als erstes ist Chris für seine Mühe zu danken, die er sich gemacht hat; die Unterschiede waren am Anfang für mich wahrnehmbar aber nicht so stark wie ich erwartet hatte.


Man sollte die Geschichte ruhig auch noch mal mit einem anderen Pu probieren.


Ihr entschuldigt, wenn ich nicht bei dieser Whiskyquadratgeschichte mitmachen kann, das ist für mich schon höhere Mathematik ;)


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Bei mir waren die Unterschiede nicht stark. Ich war im Zweifel ob ich mir nur was einrede oder etwas erkenne. Deshalb ist meine Vermutung eher, das mein gelagerter 8582 ohne P nun auch nachgelagert hatte und sich deshalb dem anderen mit P angenähert hatte.



So netto ohne Vergleich hatte ich schon den Eindruck, dass mir der Pu nun noch angenehmer im Geschmack war als aus der Erinnerung.


Aber mein Geschmack selbst hat sich auch geändert, so dass ich etwas unsicher deswegen bin.


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