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Welchen Tee nimmst du mit auf die einsame Insel?


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Folgendes Szenario: Wir schreiben das Jahr 2049, der Verkauf von Drogen und Alkohol sind gesetzlich verbrieftes Monopol der globalen Pharmakonzerne, alles andere ist ILLEGAL! ALLE Länder haben mittlerweile die Menschenrechts-Charta unterzeichnet und die Todesstrafe ist weltweit abgeschafft, seit einigen Tagen sogar in den USA. Nur diesen beiden Tatsachen hast du es verdanken, dass du nicht entweder lebenslänglich eingesperrt oder auf eine tendenziell unästhetische Art und Weise standrechtlich hingerichtet wirst, denn das “Illegal Substance Department” deiner Stadt hat die nicht als geringfügig zu erachtende Menge von 100g einer illegalen Substanz bei dir gefunden, die die Legacy-Bezeichnung “Tee” trägt.

Einer kürzlich auf Basis der Verwirklichung von MEHR Menschenrechten durchgeführten Reform des Strafvollzugs hast du es zu verdanken, dass du den Rest deines Lebens auf einer einsamen Insel im Süd-Pazifik verbringen darfst. Du darfst alles mitnehmen, was du willst: Deine Platten-/CD-Sammlung, einen Wireless Internet PC mit 2TB zusätzlichem externem Speicher, Schweizer Schokolade bis zum Abwinken, Erwachsenenmagazine, Heizung/Klima, HD-Fernsehgerät usw,

ABER NUR EINE (!) SORTE TEE (oh Gipfel der Unmenschlichkeit!!!). Und nun die Frage: WELCHEN TEE WÜRDEST DU WÄHLEN?

ACHTUNG! ECHT-SZENARIO! Ein späteres Ändern deiner Meinung ist NICHT ERLAUBT (Spielregel), also GUUUT nachdenken, bevor du dein Urteil unterschreibst!

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Hallo,

eine interessante Frage. ::)

Schon die Möglichkeit, dass ich Internet, TV u. ä. auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, die ich aber niemals mehr verlassen könnte, um diese andere Mensch, die mir dort (web, tv) begegnen direkt sehen zu können, lässt mich nachdenklich werden. Letztendlich würde ich mich eher von dem ganzen Kram trennen, weil es mir sinnlos erschein mich mit etwas zu beschäftigen, wozu ich eigendlich nicht mehr gehöre. Also würde ich mir eher einige "Geräte", Werkzeuge mitnehmen, die mir das Leben auf der Insel erleichtern sollten.

Ich hole deshalb soweit aus, weil das letztendlich wieder zurück zum Thema Tee führt. ;D

Wieviel Tee darf ich denn mitnehmen. 1kg, 1000kg, soviel, dass es für den Rest des Lebens reicht?

Außer im letzteren Fall würde der Tee dann eher früher als später sowieso alle sein, so dass ich dann darauf auch verzichten könnte. Eher interessant wäre die Frage, ob es mir gelingen würde Pflanzen oder Samen rüberschmuggeln zu können, damit ich so neben der Beschäftigung auch Perspektive in der Versorgung hätte ;) .

Aber eigendlich verstehe ich auch den tieferen Sinn der Frage, dem ich bis jetzt eher erfolgreich ausgewichen bin :D .

Es wäre mir ein Graus mich für eine Teesorte entscheiden zu müssen, einfach aus dem Grund, weil ich mich nicht mehr verändern könnte. Weiß ich denn, welche Teesorte mir in einem oder zwei Jahren so besonders gefallen könnte, dass ich sie bevorzugen würde? Ich wechsle ständig die Sorten. Ich bin vieleicht noch nicht am Ziel.

Im Teeladen lasse ich mir ständig andere Sorten anbieten, damit ich erkenne, wie sich mein Geschmack verändert. Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben. ( langfristig möchte ich mal alten Puerr probieren und weiß jetzt noch nicht einmal, wie ich damit umgehen sollte)

Also so gesehen würde ich momentan einfach einen "mittelmäßigen" Oolong auswählen, so halbfermentiert, den ich zu " besonderen Anlässen" dann einfach trinken würde und mich dann auf der Insel eher danach umzusehen, was man dafür als "Ersatzt" nehmen könnte. Und wenn es heißes Wasser wäre, das ich mit einem bestimmten Ritual konsumieren würde, um mir einen meditativen Charakter zu bewahren.

Ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

Gruß Krabbenhueter

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JA, WOW! SIE HABEN GEWONNEN!!! Nun bist du doch von allen Antwortern auf Facebook, meiner Seite und hier der einzige, der sich doch noch auf was festlegt: den Standard-Oolong. In einer nicht-virtuellen verbalen Diskussion gab ein Bekannter von mir (unter Zwang) letztlich eine annähernd identische Antwort: Einen schwach fermentierten, fast grünen Oolong, aber etwas höherwertiges dürfe es sein, ein N° 12 oder N°17 aus Taiwan oder Thailand (womit wir schon wieder bei der lästigen Jade-Oolong-Diskussion angelangt wären).

Ich selbst habe mich ja bisher auch um eine Antwort auf meine eigene Frage herumgedrückt und muss sagen, auch ich schlage in die gleiche Kerbe: Seit 2 Wochen habe ich einen fast grünen Osmanthus-Tee (Fermentierungsgrad 6-10% schätzungsweise), von dem ich mir vorstellen könnte, dass ich ihn IMMER trinken könnte. Ähnliches gilt für einen ebenfalls fast grünen 4-Season-Tee aus Nordthailand (das Original wächst in Taiwan, Thailands Chinesen importierten die Pflanze vor etwa 15 Jahren).

Aber klar, du darfst so viel davon mitnehmen wie du willst... Samen mitnehmen geht laut Spielregel nur für legale Substanzen gemäß Szenario, also nicht Tee, haha, aber da fällt dir sicher was ein...

Und du hast vollkommen Recht: Der ganze andere Kram gehört unter diesen Umständen natürlich auf den Müllhaufen (nicht ins Meer werfen! Das arme Meer!) ... tut der armen Konsumentenseele sonst nur weh (stell dir vor: all die Talkshows, und NULL Chance je selbst an einer teilzunehmen...)

Gruß,

anartom 

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Da bis auf Wasser, für mich kein Getränk einen wirklich hohen, existenziellen Stellenwert hat und alle anderen Variationen eher zu den Genussmitteln zählen, wäre Tee in diesem Fall wohl weniger wichtig für mich. Was aber auch nach wie vor auf einer Insel ein hohe Gut ist, ist die Gesundheit und unter diesem Aspekt würde ich mich wohl für einen entsprechenden Kräuter-Gesundheitstee entscheiden, welcher mir bei Bedarf wieder auf die Füße hilft.

Dies wäre meine einfache und praktische Wahl.

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Hallo,

es soll ja Tees geben, die man relativ lange lagern kann, und die manche fast als "Altersvorsorge" betrachten.

Das wäre ja eine Alternative. Nur kenne ich mich mit diesen Sorten nicht aus, weshalb ich dazu nichts sagen kann.

Mein mittelmäßiger Oolong bietet den Vorteil, das er die einzigste Sorte ist, die ich momentan das ganze Jahr über verwende. ( Siehe Tee und Jahreszeiten) Das lässt dann Spielraum nach unten genauso wie nach oben.

Mit einem mittelmäßigen bin ich mir bewust, dass es nicht der schlechteste ist und habe nicht das dekadente Gefühl, dass ich jemandem das Beste wegnehme, von dem ich keine Ahnung habe, also ständig Tee trinke, der eigendlich an mir verschwendet ist.

Das könnte natürlich in einigen Jahren anders sein und wird es warscheinlich auch.

Also ich musste mich nicht zu dieser Antwort zwingen und wundere mich, was daran denn so schwierig sein soll. Sich entscheiden und dann damit leben.

Wenn ich schon nen paar Jahre auf der Insel ohne Tee leben würde, hätte ich auch keine Bedenken wenn ne Kiste mit Tee aus dem Supermarkt - Aldi oder so angespült wird. Aufreißen und gießen ;D

Gruß Krabbenhueter

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Die vielen unterschiedlichen Feedbacks (in unterschiedlichen Foren), reichend von blanker Empörung bis herzhaftes Gelächter beim Lesen meines zugegebenermaßen etwas ironisch-sarkastischen, fast zynischen Szenarios, machen dieses Thema gerade zu meinem Lieblingsthema, gerade weil es so tief geht und über die Frage nach DEM Tee hinaus ein recht breites Spektrum an Aspekten eröffnet.

Ich kann schon einmal sagen, dass die allgemeine Tendenz zum "goldenen Mittelweg", sprich Oolong, und nicht unbedingt ein besonders edler, sondern einfach ein guter, nicht ganz grün, nicht zu stark fermentiert, nicht aromatisiert und wenn, dann nur äußerst subtil, auf das Balance-Bewusstsein und das fehlende Extremdenken des typischen Teetrinkers hinweisen, was ich für interessant halte: vielleicht ein fruchtbarer, leicht zugänglicher, problemlos finanzierbarer und möglicherweise hocheffizienter Therapieansatz für den sonst doch oft sehr zu Extremen neigenden "modernen Menschen": Tee ist ein Sinnbild für WAHRE Balance und Ausgeglichenheit. Womit wir wieder bei dem Konstrukt "einsame Insel" wären, denn Balance und Ausgeglichenheit wären da wohl stark gefordert, wenn man das beste aus der Situation machen wollte.

Damit meine ich auf GAR KEINEN FALL die aufgesetzte Balance und Ausgeglichenheit von Business-Spiritualisten und -Esoterikern, welche in Wirklichkeit eigentlich eher ein Extrem unter den Extremen sind (die unendliche Toleranz der roten Tomate angesichts einer identischen anderen roten Tomate und die noch viel unendlichere Ignoranz derselben roten Tomate gegenüber einer grünen Tomate, wobei nur der mit der aufgesetzten Balance und Ausgeglichenheit einhergehende aufgesetzte Pazifismus ein "Blutbad" verhindert, bzw. es manchmal auch nicht verhindert. 

Nein, der Teetrinker-Mensch steht zwar im wahrsten Sinne des Wortes drüber, ist sich dessen aber nicht bewusst, daher auch nicht stolz darauf, und wirkt somit letztlich nicht arrogant, was ihn final symphatisch macht, jedenfalls für Nicht-Extremler. Aua, kann mir jemand folgen? Wenn nicht, ist es meine Schuld...

Gestern war ich auf Amazon.de und wollte mir dort das Buch "Lu Yu - Cha Ching" kaufen, leider war es ausverkauft (was irgendwie aber auch wieder ein gutes Zeichen ist, denn vor wenigen Wochen war es dort noch wahlweise neu oder gebraucht zu haben. Was ich dort aber fand, war ein wirklcih unglaublich tolles Zitat in der einzigen dort vorhandenen Kundenrezension des Buches, über das ich viel nachdenken musste, und das ich mir zur gelegentlich Wiederverwendung gespeichert habe, weil ich finde, dass SOOO viel Wahrheit darin liegt:

Für Lu Yu ist Tee das Ergebnis aus der Verbindung der fünf Elemen- te Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde, von denen jedes Element die Vollkommenheit seiner eigenen Natur erreicht hat. Somit ist Tee der Inbegriff perfekter Harmonie. Doch gebietet Lu Yu andererseits wieder Einhalt: "Die Natur des Tees ist bescheiden und man darf mit dem Wasser nicht übertreiben" und verweist darauf, dass Einfachheit, Mäßigkeit sowie ein beson- nenes Gleichgewicht zwischen seinen Hauptelementen die Kultur des Tees erst ausmachen.

Nun, das passt doch!

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Hallo,

genieße ich den Tee für mich oder für andere?

Stelle ich mich zur Schau?

Gieße ich Tee wegen der Zeremonie?

Trinke ich Tee wegen der Inhaltsstoffe?

So vielfältig wie die Fragen sich stellen, so verschieden sind auch die Antworten betreff der Mitnahme von Tee auf eine einsame Insel.

Ich habe das Buch auch schon gesehen und über einen Kauf nachgedacht. Andererseits möchte ich mir den Blick auf Tee weit und offen lassen. Wenn ich auch vieles falsch verstehe und oft meinen Tee falsch behandle, trägt jeder Misserfolg auch dazu bei ihn etwas besser zu verstehen und für mich einen eigenen Weg des Umgangs zu entwickeln. Ich habe die Freiheit alles zu versuchen. Vieleicht später mal könnte es eine Ergänzung sein, wo ich dann beim Lesen feststelle, was ich genauso oder ebend ganz anders mache.

Einfachheit möchte ich mir beibehalten und doch möchte ich auch verschiedene Methoden erst einmal ausprobieren.

Gruß Krabbenhueter

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Hallo Krabbenhueter!

Du hast ja vollkommen Recht. Das von mir gepostete Zitat beschreibt einen wichtigen Aspekt/Bereich des Tees zwar sehr gut, ist aber für sich alleinstehend puristisch, und das ist wie alle Extreme eben immer sehr einseitig.

Ich selbst erlege mir da auch keine Schranken auf: Was ich probieren mag, probiere ich, und was ich dann mag, dazu steh' ich, welcher Philosophie auch immer es entsprechen/widersprechen mag. 

Ich weiß sowohl den "reinen" Teegenuss als auch viele seiner "Abarten" (ich weiß, schlechtes Wort, aber mir fällt gerade kein anderes ein) zu schätzen. Teebeutel sind da eine Ausnahme, aber das ist rein persönlich und muss nicht für andere gelten).

Besonders Besuchern meines Hauses/Gartens (Dank der thailändischen Dauer-Open Air-Kultur habe ich derer viele), die eigentlich gar keine Teefreunde sind, serviere ich sehr gern geschmacklich ansprechende aromatisierte Tees (bei denen ich mich zugegebenermaßen nur wohl fühle, wenn die Aromatisierung mit natürlichen Mitteln realisiert wurde), da ich sie auf diese Weise überrraschen kann, was in manchen Fällen sogar schon zu einer "Konvertierung" zum Teefreund geführt hat.

Was du in dieser Hinsicht von mit Thai-Reis aromatisiertem Tee hältst, werde ich ja nun bald erfahren. Mit diesem "konvertierte" ich bisher vor allem Thais, haha... Ein kleiner Tipp zu diesem: wie bei so vielen Dingen ist auch bei diesem Reistee weniger oft mehr. Geschmack und Aroma dieses Tees sind und wirken natürlich, überlagern aber den Original-Geschmack des Tees fast vollständig und können bei zu vielen von den Kügelchen auf zu wenig Wasser insbesondere bei längerem Ziehen aufdringlich werden. Daher wenig nehmen, und nicht länger als 2 Minuten (eine ist okay!) ziehen lassen. Dann UNGLAUBLICH!

Gruß,

Anartom     

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auf die einsame insel - da nehm ich nur folgendes mit...

1. meine liebste frau

2. mein ipad

3. eine wurzel vom jiaogulan-tee - kraut der unsterblichkeit -

und wir (meine liebste frau) und ich werden für ewig auf dieser insel sein - jiaogulan kann mann auch essen als gemüse und so weiter...!

wir brauchen nichts weiter!

mit dem ipad bleiben wir mit den ausserirdischen verbunden...!

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iPad und Jiaogulan sind okay, die liebste Frau ist laut Spielregell leider keine Option: Eine einsame Insel ist nicht deshalb eine einsame Insel, weil die Insel einsam ist, sonder weil derjenige/diejenige, der/die sich darauf befindet, einsam ist. Man müsste überlegen, ob du in dem Fall den Tee noch wählen könntest, denn Jiaogulan ist letztlich nicht wirklich ein Tee. Ich für meinen Teil würde mich deinem Votum sonst auf keinen Fall anschließen. Trinke selbst regelmäßig Jiaogualan, aber nicht des Geschmacks, sondern eher der gesundheitlichen Benefits (insbesondere der antioxidanten Eigenschaften) wegen. Hätte ich auf besager Insel nur Jiaogulan, würde mir Tee sehr bald sehr fehlen.   

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tom - da steht NICHTS in deinem posting - meine frau und ich sind EINS - gehört zusammen - einsam zusammen...!

und wegen tee oder nicht-tee - oder eben jiaogulan - habe deine mir zugesandten tee-muster alle am wochenende ausprobiert - die teeblätter sind uns schon aus den ohren rausgewachsen - aber wir konnten uns nicht wirklich damit anfreunden - werden aber weiterhin aus praktischen gründen weitertrinken, damit wir mitreden können...!  :-*

iPad und Jiaogulan sind okay, die liebste Frau ist laut Spielregell leider keine Option: Eine einsame Insel ist nicht deshalb eine einsame Insel, weil die Insel einsam ist, sonder weil derjenige/diejenige, der/die sich darauf befindet, einsam ist. Man müsste überlegen, ob du in dem Fall den Tee noch wählen könntest, denn Jiaogulan ist letztlich nicht wirklich ein Tee. Ich für meinen Teil würde mich deinem Votum sonst auf keinen Fall anschließen. Trinke selbst regelmäßig Jiaogualan, aber nicht des Geschmacks, sondern eher der gesundheitlichen Benefits (insbesondere der antioxidanten Eigenschaften) wegen. Hätte ich auf besager Insel nur Jiaogulan, würde mir Tee sehr bald sehr fehlen. 

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  • 2 Monate später...

Find ich eigentlich ganz einfach: ich würde selbstverständlich meinen absoluten Lieblingstee mitnehmen:

Asatsuyu No 1!

Er ist einfach der der beste japanische Grüntee den ich bislang getrunken habe. Für mich hat er ein nahezu perfektes Verhältnis von Süße, Umami und Bitterkeit. Leider kann ich ihn mir bei einem Preis von über 30 Euro pro 100 Gramm leider nicht so oft leisten wie ich es gerne würde :-)

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Es ist ein reinrassiger tiefenbedampfter japanischer Sencha mit dunkelem, grünen schimmernden, Blatt und einer fluoriszierend grünen Tassenfarbe. Er aus einer speziellen Untergattung namens Asatsuyu hergestellt wird, die auch den Beinamen natürlicher Gyokuro trägt, da sie ihm geschmacklich vor allem wegen ihrer Süße ähnelt. Aus Asatsuyu und Yabukita (der am häufigsten verwendeten Japanteesorte) wurde in den 90ern auch die Untergattung Sae Midori gezüchtet. Sie hat mE auch ein sehr schönes Aroma allerdings ist sie mir zu süss und gemüselastig, ich vermisse ich dort etwas die edle Süsse, die ein guter Sencha für mich haben muss.

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Vielen Dank für die ausführliche Auskunft! Du scheinst sehr viel von Tee zu verstehen. Irgendwo auf dieser Seite habe ich einmal eine Diskussion der Frage "Was ist eigentlich Jade Oolong?" angeregt. Die Frage wurde nie erschöpfend beantwortet, eigentlich wurde sie gar nicht beantwortet. Vielleicht kannst du ja was dazu sagen, das Licht ins Dunkel bringt!?

Gruß,

Anartom

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Oh, und noch was, David! Hast du dich schon mit den Features auf dieser Seite vertraut gemacht? Du kannst Fotos an deine Kommentare anhängen. Es wäre interessant, die von dir beschriebene japanische Grüntee-Sorte (die ja nicht ganz billig zu sein scheint, und jetzt wahrscheinlich schon gar nicht, da alle japanischen Tees, die vor Fukushima geerntet wurden, gerade wahnsinnig nachgefragt werden) einmal zu sehen.

Gruß,

Anartom

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Es ist ein reinrassiger tiefenbedampfter japanischer Sencha mit dunkelem, grünen schimmernden, Blatt und einer fluoriszierend grünen Tassenfarbe. Er aus einer speziellen Untergattung namens Asatsuyu hergestellt wird, die auch den Beinamen natürlicher Gyokuro trägt, da sie ihm geschmacklich vor allem wegen ihrer Süße ähnelt. Aus Asatsuyu und Yabukita (der am häufigsten verwendeten Japanteesorte) wurde in den 90ern auch die Untergattung Sae Midori gezüchtet. Sie hat mE auch ein sehr schönes Aroma allerdings ist sie mir zu süss und gemüselastig, ich vermisse ich dort etwas die edle Süsse, die ein guter Sencha für mich haben muss.

Da kann ich mich anartom nur anschließen.

Meine Erfahrungen mit japanischen Tees - Sencha sind sehr oberflächlich, so dass ich dazu nicht sehr viel sagen kann.

@anartom: Welchen Teil der Frage "Jade-Oolong" möchtest du denn noch mal speziell beantwortet haben? Siehe dort.

Gruß Krabbenhueter

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  • 2 Wochen später...

Hallo Chaja,

das ist ja immer subjektiv, aber ich habe vor einigen Monaten in einem kleinen Teeladen mal danach verlangt und ein Päckchen mit der Beschriftung 'Bengalfeuer' bekommen - sehr lecker!

Weil ichs so toll fand, habe ich dann später bei Teegschwendner den mit 'Indian Chai' bezeichneten Gewürztee gekauft, den ich aber nicht ganz so toll finde.

VG vom Jan.

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Kennt sich jemand von euch mit Chai Tee aus? ich bin auf der Suche nach einer leckeren Sorte nachdem ich den Milford Sweet Chai nicht mehr finde und der vom Yogi Tee total ruined schmeckt nicht nach Chai Tee

Mach Dir doch selbst Chai Masala. Gewürzmischung kann man fertig kaufen, z.B. unter dem Namen "T-Plus Masala". Bereite einen starken Tee zu, am besten Assam. Danach gib von der Gewürzmischung und Zucker dazu. Als letztes dann die Milch. Wenn Du Chai Masala mit viel Milch magst, selbige lieber vorher erhitzen, sonst wird das Getränk zu kalt. Für einen üblichen Becher, wie man ihn bei Starbucks bekommt, empfehle ich 300 ml doppelt starken Assamtee, 1 TL Gewürzmischung und 2 TL Zucker. Mit Milch auffüllen.

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Wie ich sehe, ist den meisten Tee-Freunden das obig geschilderte Szenario grundsätzlich zuwider. Ich kann das mittlerweile nachvollziehen... jetzt würd' ich mit meinem Jiagulan oder meinem Oolong No. 17 auf der einsamen Insel sitzen, um müsste im Internet "mit ansehen", wie in der freien Welt andere Tees entdeckt werden, die ich meiner ursprünglichen Wahl womöglich vorgezogen hätte...

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Arrogant sind wir überhaupt nicht, oder?

Ich würde hier wirklich nicht verallgemeinern. Erstens kannst Du sowieso nur von den Teefreunden sprechen, die Du kennst…und vielleicht sind die ja nicht repräsentativ. Und zweitens haben viele Leute Vorurteil gegenüber Chai Masala, obwohl sie ihn nur als Instantgetränk kennen. Die Gewürzmischung, die ich für meinen Chai Masala verwende, enthält: Anis, Kardamom, grünen Kardamom, Zimtstange, Ingwer, schwarzen Pfeffer, Nelken, Sternanis. Dir ist klar, daß Gewürze mal etwas sehr Kostbares waren, das um die ganze Welt verschifft und für bares Gold verkauft wurde? Heutzutage sind sie für jedermann erschwinglich, aber sie sind immernoch etwas Wertvolles.

Oolong, ganz davon abgesehen, trinke ich auch, und meine Lieblingsmischung mit Goji-Beeren würde wohl zu dem gehören, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

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Huch, Amalie! GROOOOSSES Missverständnis! Ich bezog meinen Post auf die Themenstellung hier: "Welchen Tee nimmst du mit auf die einsame Insel?". Die Themenstellung war von mir, deshalb konnte ich mich dran erinnern... sorry, habe nichts gegen Chai Masala, würd' ich wahrscheinlich sehr mögen. Hab' auch nichts, aber auch rein gar nichts gegen Gewürze, und weiß deren Wert durchaus zu würden. Wie gesagt, Missverständnis. Hatte mich nicht an eurem Diskussionsfaden orientiert.

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Wie ich sehe, ist den meisten Tee-Freunden das obig geschilderte Szenario grundsätzlich zuwider. Ich kann das mittlerweile nachvollziehen... jetzt würd' ich mit meinem Jiagulan oder meinem Oolong No. 17 auf der einsamen Insel sitzen, um müsste im Internet "mit ansehen", wie in der freien Welt andere Tees entdeckt werden, die ich meiner ursprünglichen Wahl womöglich vorgezogen hätte...

:D  "mit ansehen" hat natürlich den Vorteil, dass man nicht riechen oder schmecken muss, was man so verpasst.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, dir hängt dein Tee irrgendwann zum Halse raus, weil zwar gut aber immer der gleiche oder du könntest alles trinken - auch Wasser nur wenn du schon die Erinnerung an deinen Tee enthalten hast.

Gruß Krabbenhueter

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