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Warum zahlt man bei Teebeuteln eigentlich so heftig drauf?


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Der Hersteller Teekanne führt in seinem Online-Shop auf, wieviel die einzelnen Beuteltees auf 100 Gramm kosten. Das hat mich inspiriert, ein paar Vergleiche mit loser Ware aus einem von mir ausgewählten Teeladen anzustellen. Ich habe versucht, Tees rauszusuchen, die dem Teekanne-Produkt mindestens ebenbürtig sind.

Ostfriesen-Teefix kostet 4,25 Euro. Lose im Teeladen: Ostfriesenmischung Broken Gold: 3,20.

"Nero" (angepriesen als sehr starker Assam) kostet 6,30. Lose im Teeladen: Assam CTC 2,60    Finest Darjeeling kostet 9,11 Euro. Lose im Teeladen: Darjeeling SF TGFOP Castleton 4,70.    Finest English Breakfast kostet 7,11 Euro. Lose im Teeladen: Bio Englische Blattmischung: 3,30.

Kostet das automatisierte Verpacken von Tee in dünnes Papier wirklich so viel Geld, oder ist es eine Abzock-Masche?

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Hi Amalie,

diese Frage stellt sich mir gar nicht, weil mir kein Beuteltee in die Tasse kommt.

Bei Beuteltees fehlt mir die Vielfalt, aber auch die Individualität.

Tee kann sich im Beutel nicht entfalten, vielleicht bis auf schwarzer Tee als Dust.

Wie macht sich ein Oolong in einem Beutel?

Weiterhin möchte ich die kleinen Importeure unterstützen. Die,

wo der Inhaber noch selbst das Angebot auswählt und prüft.

(Vielleicht sogar selbst in die Anbauländer fährt.)

Und das sind zu 99% keine Beuteltees.

Glückauf,

Edwin

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Zu dem Thema kann ich aus eigener Erfahrung etwas sagen.

Wie immer muss man erstmal überlegen, wie der jeweilige Anbieter seine Verkaufspreise kalkuliert: meist geht er von der Zahlungsbereitschaft seiner Zielgruppe aus und rechnet rückwärts, um zu prüfen, ob nach Abzug aller Kosten genug für ihn übrig bleibt. Oder rechnet er alle seine Kosten zusammen, schlägt seinen Gewinn drauf (irgendwovon muss er ja auch sein Einkommen bestreiten) und hofft, dass zu dem Preis die Produkte auch Käufer finden.

Die meisten Unternehmen gehen den ersten Weg. Dafür wird überlegt, was dem Kunden die Bequemlichkeit des Beuteltees wert ist. Und dann ist das ganz einfach: wenn der Tee zu dem aufgerufenen Preis auch in ein paar Jahren noch verkauft wird, dann ist er seiner Zielgruppe auch den Aufschlag wert. Die meisten von uns hier im Forum sind einfach nicht die Zielgruppe, daher erscheint vielen der Aufschlag als überzogen.

Jetzt nach der Begründung aus Konsumentensicht mal die Produzentenseite, wie ich sie kenne:

Wenn man ein innovatives Produkt bringen will, das sich von der Massenware absetzt (also nicht der Supermarkt -08/15-Beutel), kann man nicht auf allgemein verfügbare Maschinen zurückgreifen, sondern muss selber die Abfüllanlagen entwickeln und bauen. Das kostet viel Zeit und Geld (stecken eben auch Fehlversuche drin) bis man zur Marktreife gekommen ist. Wenn man sich also überlegt, einen Tee aus der Mischtrommel kommend nicht in Kilobeutel zu packen, sondern in 2bis4g-Portionen abzupacken, ist das ein viel größerer Aufwand. Statt ca. 30g Folienbeutel für ein ganzes Kilo braucht man 200 Mal Filterpapier, Sortenetikett, Aromaverschweißung, 50 Schachteln, fortwährenden Maschinenverschleiß, Personalkosten (an jeder Maschine sitzt ein echter Mensch, sortiert schiefe Beutel aus und verpackt von Hand die Ware in Schachteln) und und und.

Aber persönlich habe ich viel zu viel Spaß am Hantieren mit Kanne oder Gaiwan, als dass ich Beuteltee kaufe ... da kann der Preis noch so gerechtfertigt sein, ich kaufe das Produkt trotzdem nur in Ausnahmefällen.  ;)

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Hmm…abgesehen davon, daß die Zubereitung von losem Tee tatsächlich Spaß machen kann…frage ich mich, ob Teebeutel wirklich so bequem sind. Auch die muß man rausnehmen und wegwerfen…und vorher möglicherweise aus dem Einzelkuvert rausnehmen. Ansonsten…losen Tee in einem Teemeister schmeißen, aufgießen und das Ding auf einen Becher stellen ist ja nun auch nicht so schwer. Es gibt Situationen, da sind Beutel tatsächlich praktisch, zum Beispiel auf Wandertouren…da will man nicht unbedingt zusätzliches Equipment mitschleppen, und Sachen ausspülen geht auch nicht so leicht.

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[gelöscht]

Es gibt Situationen, da sind Beutel tatsächlich praktisch, zum Beispiel auf Wandertouren…da will man nicht unbedingt zusätzliches Equipment mitschleppen, und Sachen ausspülen geht auch nicht so leicht.

Vielleicht hier OT,

aber Tee auf Wandertouren:

- Eintages-Touren: Tee zuhause kochen und in Thermoskanne mitnehmen

- Mehrtages-Touren mit Übernachtung in Pension, Hotel etc:  losen Tee, Teefilterhalter, Teefilter, Thermoskanne - kochendes Wasser brauch man auch bei Teebeutel

- Trecking-Touren (also mit Zelt): losen Tee, Teefilterhalter, Teefilter - kochendes Wasser und Wasser zum Ausspühlen brauch man auch bei Teebeutel

Also wie man sieht, braucht man auch auf Wandertouren keine Teebeutel.

Frage:

Wie kochen denn Menschen in Asien (Tibet, Mongolei etc.) ihren Tee, wenn sie wochenlang umherziehen?

Mit Teebeutel wohl kaum!

Glückauf,

Edwin

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Die Bequemlichkeit fängt schon früher an. Der Tee ist fertig dosiert und für eine Tasse mit 350ml ausreichend. Heißes Wasser - fertig. Losen Tee muss man selbst dosieren - da fängt das Problem an. Nicht jeder hat eine feine Wage und Einsteiger haben es schwer die richtige Menge abzuschätzen. Du brauchst auch keine zusätzlichen Filter kaufen und musst die Ziehzeit nicht so genau nehmen, da die meisten Beuteltees toleranter sind. Mich haben solche Gedankenspiele lange Zeit skeptisch ggü losem Tee gemacht, aber irgendwann dank einer Mitbewohnerin, dann doch riskiert  ;D

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Ich weiß nicht, für mich war teetrinken schon immer eine große Kanne, ca. 1 Liter und loser Tee in irgendeiner Ziehmöglichkeit, sei es das tolle Bauwollsieb, Papierteefilter oder Dauerfilter aus Metall. Beuteltee war für mich immer nur Ersatz oder Notlösung für Unterwegs mit keiner richtigen Möglichkeit zum Tee zubereiten.

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Naja, Kriegszustand, so wie in Polen damals ausgerufen wurde, macht eben alles etwas anders. Da brüht man das auf, was man hat. Als ich in Polen war, da habe ich auch nur Beutel getrunken. (Hehe, wie das klingt, als ob man einen Teebeutel als solchen trinken könnte.) Lipton Yellow Label, glaube ich…Lipton's Beuteltee, den es so ziemlich in jedem Land auf der Welt gibt, nur nicht in England. Wo wir schon von England sprechen…die Engländer sind natürlich teebeutelsüchtig. Als ich 1999 dort war, habe ich auch Beuteltee zu trinken bekommen. Tetley, wahrscheinlich, waren runde Beutel. Kanne und losen Tee zu verwenden, das wird von vielen Leuten abschätzig als "posh" bezeichnet. Aber wahrscheinlich sind die geschmacklichen Unterschiede nicht so leicht zu erkennen, wenn man den Tee sehr lange ziehen läßt und mit Milch und Zucker trinkt.

Ich habe gestern mal ausprobiert, ob sich der Unterschied zwischen Tee a) im Teemeister, B) in einem Papierfilter und c) in einem Dauerfilter schmecken läßt. Zubereitet habe ich Darjeeling SF, gleiche Teemenge, gleiche Wassermenge, gleiche Ziehzeit…und ja, man konnte es schmecken. Aus dem Teemeister schmeckte der Tee am aromatischsten, der mit Papierfilter schon fast wäßrig, der aus dem Dauerfilter lag dazwischen. Um übrigens beim Testen nicht irritiert zu werden, habe ich die Teetassen am Boden markiert.

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Oha, eine Kennerin der polnischen Geschichte. Das wissen heutzutage nicht viele.

Zu deinem Versuch. Das überrascht mich etwas, ich benutze ja immer "nur" einen Dauerfilter. Diesen dann wiederum nur in Verbindung mit Becher, die ca. 400ml fassen können. Welche Mengen hast du denn zubereitet mit deinem Test?

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Mich hat es auch überrascht. Nun, ich habe jeweils 300 ml aufgegossen. Die Tassen fasten 100 ml. Besagter Dauerfilter ist dieses Teil: http://www.d-living.de/product.php?MerchantID=froogle&product_sku=0304022091&epp=lOQ7hhEoLVptuK/feowocIQqog1QOnzwKUQXC0cLfcG/epx7WKSpWQZq+osrv5P6s6mGRAzzSypXt+aTDQ3Qpg==

Die Papierfiltertüten stammten von Rossmann.

http://www.d-living.de/product.php?MerchantID=froogle&product_sku=0304022091&epp=lOQ7hhEoLVptuK/feowocIQqog1QOnzwKUQXC0cLfcG/epx7WKSpWQZq+osrv5P6s6mGRAzzSypXt+aTDQ3Qpg==

Vielleicht wäre das Resultat besser ausgefallen, wenn ich eine andere Marke genommen hätte.

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