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Kurze Fragen zur Zubereitung


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Guten morgen zusammen,

Ich bin bei meinem ersten Zubereiten von gutem Pu'Erh auf ein paar Probleme gestoßen und konnte dazu in den drei Pu Bereichen leider nichts zu finden.

1. Welche Wassertemperatur für Jungen Sheng? Kochend wie bei anderem Pu oder 80°?

2. Wasser direkt auf den Tee gießen oder so außenherum?

3. Tee als Brocken in Gaiwan/Kanne legen oder zerbröseln? Falls im ganzen, kann man den Bruch dann auch verwenden?

4. wie viele Waschgänge, welche Temperaturen jeweils und auch bei Sheng?

Zur letzten Frage gibt es ja bereits eine Diskussion. Ich hatte beim Aufgießen des 7542 mit 80° Wasser das Problem, dass er sich nicht gelöst hat und trotz zweier Waschgänge in den ersten paar Aufgüssen nur sehr dünner Tee herauskam, der praktisch keinen Geschmack hatte. Ich habe dann den gewaschenen Tee ein bisschen auseinandergenommen.

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Guten Morgen,



zu 1). Ich würde junge Sheng erstmal kühler spülen. D.h., mit weniger Temperatur, als Du für die folgenden Aufgüsse verwenden wirst. Da sind 80-85°C nicht schlecht. Für die Aufgüsse würde ich wenigstens 90°C temperiertes Wasser verwenden. Ein interessanter Ansatz für junge Sheng, ist auch die Zubereitung nach dieser Methode hier, click! Kann ich wärmstens empfehlen!



zu 2). Das würde ich testen. "Aggressiveres" aufgießen (heisses Wasser direkt auf den Tee), beeinflusst den Geschmack. Ebenso wenn Du den Tee gefühlvoller aufgießt. Wenn der junge Sheng stark zum bittern neigt, würde ich eher vorsichtig aufgießen. Bei späteren Aufgüssen kannst Du immer noch mit mehr Schmackes vorgehen um mehr Intensität zu erreichen. Älterer Sheng ist häufig dankbarer was das Aufgießen und die Temperatur betrifft. Auch längere Ziehzeiten nimmt er häufig nicht krumm.



zu 3). Beides, sowohl ganzer Brocken als auch gelöstes Blattgut ist interessant. Ein fest gepresster Brocken brauch deutlich mehr Zeit, bis er denn schließlich seine ganze Aromenpalette offenbart. Ich zerbrösele fest gepresste Brocken wenn überhaupt nur bei Shu. Bei Sheng möchte ich die Blätter ungern zerbrechen und nehme gerne ein längeres "öffnen" des Brockens in Kauf. Auch hier ist es wohl eine Geschmacksfrage. Auf alle Fälle verzeihen intakte Blätter ein zu langes ziehen i.d.R leichter, als kleingebröseltes Blattgut, will sagen, zerbröckelte Blätter (gerade bei jungem Sheng) neigen auch mehr zum bittern.



zu 4.) Bei fest gepressten Brocken braucht es ja z.T. eine ganze Weile, bis sich diese lösen. Geschmacklich kommt bis zu diesem Zeitpunkt nicht so viel rüber. Bei älteren, fest gepressten Sheng würde ich mit 95-100°C spülen und außerdem einige Minuten zwischen den Spülgängen abwarten. Das gibt dem Brocken auch Zeit sich zu lösen. Bei sehr jungem Sheng würde ich kühler spülen, auch wenn es dadurch länger dauert, bis der Brocken sich löst. Hetzen ist bei Pu sowieso nicht angebracht!  ;) Lieber gebe ich dem Tee einige Minuten um sich zu entfalten, als durch aggressives Spülen Bitternis zu forcieren und die feinen Geschmacksnuancen zu zerstören. Das mit dem vorsichtigen zerteilen per Hand nach dem Spülen ist natürlich auch eine Möglichkeit, die man gerne in Betracht ziehen kann.


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Das ist sehr hilfreich, vielen Dank!

Die Videos habe ich jetzt jeweils zwei mal angesehen. Da ich kein Chinesisch kann, habe ich folgendes aus dem Vorgehen des Mannes gefolgert: Zwei Waschgänge mit nicht kochendem Wasser, das Wasser nicht direkt auf den Tee kippen, pro Waschgang das Wasser etwa 1min im Gaiwan lassen und den Deckel nicht aufsetzen. Dann mit heißem/kochenden Wasser den ersten Aufguss machen und dabei wieder keinen Deckel auf den Gaiwan setzen. Zwei Aufgüsse machen und zusammen kippen?

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Die Videos haben aber englische Untertitel ;)

Oh das wusste ich nicht. Untertitel gibt es wohl nicht in der mobilen Version, dann muss ich das nachher nochmal am PC schauen.

Zwei Waschgänge, jeweils 30 Sekunden. Einmal Temperatur zwischen 50-60°C, einmal zwischen 60-70°C. Danach die eigentlich Aufgüsse 95°-100°C. Wasser immer langsam! am Rand des Gaiwan einfüllen. Die Kontaktzeit Tee mit Wasser, sollte immer ca. 30 Sekunden betragen.

Ich trinke die Aufgüsse einzeln.

Wie sieht es mit dem Deckel aus? Hat es einen nennenswerten Vorteil, wenn man ihn weglässt oder war das nur zu Demonstrationszwecken? Edited by rdmn
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