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Wu Ye Dan Cong

Bevor ich mich in den nächsten Tage in den Sommerurlaub verabschiede - aller Voraussicht nach wohl ohne Internet - möchte ich mit euch meinen letzten Dan Cong Parallelvergleich teilen. Vielleicht fragt ihr euch auch: schon wieder ein Parallelvergleich? Auf der anderen Seite haben sogar Schweizer Beobachter der Teezui 2016 aus der Ferne kürzlich festgestellt, dass es bereits eine ganze Paralleltrinkerfraktion zu geben scheint. Ich sehe das inzwischen ganz schmerzlos - es lässt sich einfach viel effektiver durch die ganzen Teevorräte trinken, die wir hier so anhäufen, wenn man in jeder Hand einen Gaiwan hält und zeitgleich abgießt :D

Diesmal stehen zum Vergleich der Dark Leaf Dan Cong, März 2015, von Cha-Shifu (links in den zusammengesetzten Bildern) sowie der 2014 Da Wu Ye Big Dark Leaf von Teahabitat. Und letzterer zeigt sofort, dass hier "großes dunkles Blatt" Programm ist! Ansonsten hat Michaels Tee ein deutlich dunkleres Blatt, fast schwarz, mit sehr stark fruchtigem Duft, während die von Imem eingekauften Teeblätter oliv-braun sind, d.h. vermutlich weniger stark oxidiert und geröstet wurden, und blumig sowie nach Kräuter duften. Auf jeweils knapp 4g Teeblätter im 80-100ml Gaiwan kam kochendes mineralarmes Flaschenwasser.

Nach dem Waschgang riecht der linke Gaiwan nach Dörrobst, Litschi sowie weiteren Fruchtnoten, auch erkenne ich etwas was mich an einen taiwanesischen Gui Fei Oolong erinnert. Rechts finde ich Schokolade, Vanille, Kräuter und süße blumige Noten. Aber lasst uns den Tee endlich probieren! Der dunkle Ritter zu meiner linken eröffnet im ersten Aufguss sehr leicht und erfrischend während Imem mit feinsten Orchideennoten, tollem Körper und cremiger Textur kontert. Interessanterweise finde ich keine bitteren Noten, obwohl ich durch das Parallelsetup sicherlich sogar etwas länger ziehen lasse. Daher habe ich den dritten Aufguss bewusst überzogen und war überrascht. Denn Michaels Tee ist hier nur leicht bitter geworden und auch bei Imem - sogar noch einen Tick weniger bitter und dies schlägt sehr schnell in eine angenehme Süße über.

Die insgesamt 6 Aufgüsse, die ich mit beiden Tees gemacht habe, verfestigt das Bild, dass sich schon vor dem ersten Aufguss abzeichnete: Michaels Wu Ye Auswahl geht für mich eher in die fruchtige und frische Richtung während Imems Selektion klar blumig ist. Außerdem hat ihr Tee aus meiner Sicht die Nase vorne hinsichtlich Huigan und Körper sowie ein tolles Mundgefühl durch seine super cremige Textur. Wirkung war natürlich auch vorhaben und zwar nicht zu knapp durch die doppelte Menge Tee :D Allerdings kann man in so einem Setup schwer die Wirkung den einzelnen Tees genauer zuschreiben. Damit komme ich zu meiner Bewertung: 

Dark Leaf Dan Cong 2015 (Cha-shifu) 90-92

Da Wu Ye Big Dark Leaf 2014 (Teahabitat) 91-94

Insgesamt ein echtes Tee-Highlight für mich, da ich seit längerem keine Dan Congs mehr getrunken habe. Positiv überrascht war ich, dass mir diese tendenziell doch eher "grün" produzierte Sorte Dan Cong so gut gefallen hat. Auch waren beide Tees sehr verzeihlich was Ziehzeiten angeht. Wer Imem und Teahabitat noch nicht kennt: für Dan Congs sicherlich deutlich mehr als ein Geheimtipp! Da aber das Preisniveau bei Michael deutlich angenehmer ist, kann ich beide Tees guten Gewissens empfehlen.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Schön!

Finde das fundierte auseinander setzten, dass eine Parallelverkostung bietet sehr lobenswert :)

Langes Blattgut hat es bei DC häufiger, hier grüner Yashi

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Sag mal, jetzt hast du also auch schon bei Imem reingeschnuppert! :thumbup:

Hast du in der Zwischenzeit bei Shunan (tea-drunk.com) eigentlich auch schon mal etwas probieren können?

Ich komm irgendwie kaum mehr dazu, neue Shops auszukundschaften - zwei, drei Mal etwas Geld, ich möchte nicht sagen in den Sand gesetzt, aber doch in die Richtung. Da wird man zurückhaltender. Schön, dass du scheinbar durchwegs gute Erfahrungen zu machen scheinst.

 

PS: Schöne Ferien!

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    • Von Jinx in Tee mit Jinx
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      Was ist Mate?
      Mate ist kein Tee, sondern die Blätter eines südamerikanischen Strauchs. Es ist das südamerikanische Nationalgetränk, das bereits den indigenen Völkern bekannt war und von den Einwanderern übernommen wurde. Mate gehört zu den koffeinhaltigen Getränken und ist 
      In Europa kennt man Mate vor allem als Brause. Doch das ist geschmacklich von echter Blatt- oder Pulvermate meilenweit entfernt. Es handelt sich streng genommen auch nicht um Mate, sondern um matehaltige Erfrischungsgetränke, die - wie alle Limonaden - vor allem aus Wasser und Zucker bestehen. Sie werden aus Mate-Extrakt hergestellt, und es gibt bessere und schlechtere Varianten. Letztere lassen auch beim besten Willen kaum Mate-Geschmack erkennen. 
      Diese Brausen können jedoch einen Einstieg in den echten Mate-Genuss bieten, denn Mate ist für Europäer recht gewöhnungsbedürftig, da sie immer einen herb-bitteren Geschmack hat, den wir uns dank hochverarbeiteter und zuckerhaltiger Lebensmittel erfolgreich abtrainiert haben. Durch die hochwertigeren dieser Limonaden lernt man den Geschmack kennen und oft auch lieben. Die Konsumenten, für die es dann etwas mehr sein darf, landen manchmal bei echter Mate. 
       
      Wie trinkt man Yerba Mate?
      Ein Grund, warum Mate hier nie richtig populär wurde, ist vermutlich auch, dass es kein besonders niederschwelliges Getränk ist. 
      Für den, der es probieren will, reicht ein Beutel mit Blatt- oder Pulvermate und eine Bombilla (traditioneller Mate-Trinkhalm aus Metall oder Bambus mit Lochsieb am Ende) nebst beliebiger Tasse aus. Auf die Bombilla kann man allerdings nicht verzichten, da ein normaler Strohhalm nicht geeignet ist, Man braucht einen mit Filterfunktion, sonst hat man den Mund voller Krümel. Wichtig ist, dass das Wasser nicht kochen darf. Die Empfehlungen variieren, ich erhitze das Wasser meist auf 80 Grad. Im Sommer kann man Mate auch kalt aufgießen und erhält ein unglaublich erfrischendes Getränk. 
      Man darf am Blatt oder Pulver nicht sparen. Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte gefüllt. Trotzdem ist es ein sparsames Getränk, denn verwendet Gefäß von der Größe eines Kaffebechers, verträgt eine Matefüllung gern zwei oder mehr Liter. Man gießt immer wieder auf. Wenn der Geschmack nachlässt, "wendet" man den Inhalt und kann weitertrinken.  
      Für die korrekte Zubereitung konsultiert man am besten das Internet. Da Mate in Deutschland nicht sehr bekannt ist, sind die meisten Anleitungen auf Englisch oder Spanisch. Eine bebilderte Anleitung für die korrekte Zubereitung von Mate in deutscher Sprache gibt es hier, ein Video da.
       
      Warnhinweis
      Es gibt Mate auch in Drogeriemärkten in Beutelform. Diese auf keinen Fall kaufen. Diese Beutel sind böse. Erstens liegt die Qualität des Beutelinhalts ungefähr auf dem Niveau von auf den Boden gefallener und zusammengekehrter Reste in einem mateabfüllenden Betrieb, und zweitens ist das die falsche Zubereitungsart. Mate ist nämlich kein Kräutertee, sondern braucht eine gewisse Konzentration. Beutel-Mate schmeckt einfach nicht und vermittelt auch keinen Eindruck von dem korrekten Geschmack und dem Trinkerlebnis echter Mate. Wir erinnern uns noch an die Pu-Erhs in Beuteln, die als Schlankheits-Wundermittel verkauft wurden? Eben. Auch Mate wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben, und daher bieten findige Geschäftsleute Mate in Beutelform an, denn den Abnehmwilligen kann man jeden Scheiß andrehen. 
       
      Wenn es etwas mehr sein darf
      Wer sich nach den ersten Testläufen für Mate begeistern kann, wird feststellen, dass das Getränk nicht nur wach, sondern auch gute Laune macht. Manche nutzen es als mildes, natürliches Antidepressivum. Wer dabei bleiben will, wird sich für ein Mategefäß interessieren. Man hat eine große Auswahl. In .den Teegeschäften, die auch Mate verkaufen, gibt es oft auch Calabazas, ausgeöhlte Kürbisse, die traditionell zum Trinken von Mate verwendet werden. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr günstig und unzerbrechlich sind. Der Nachteil ist, dass man sie erst einem Prozess unterziehen muss, der curing oder seasoning heißt - man füllt die Calabaza mit Mate und heißem Wasser, lässt sie über Nacht einweichen und kratzt am nächsten Morgen eventuelle Reste des aufgeweichten, an der Schale haftenden Fruchtfleischreste heraus. Danach muss das Gefäß erst mal wieder völlig durchtrocknen. Das ist nichts, wenn man endlich loslegen will mit der echten Mate in der natürlichen Umgebung eines passenden Gefäßes. Außerdem kann die Calabaza leicht anfangen zu schimmeln, wenn man nicht aufpasst und sie nach jedem Genuss nicht sofort leert, ausspǘlt, reinigt und trocknen lässt. Regelmäßigen Matetrinker benötigen daher mehrere dieser Hohlkürbisse. Eine angeschimmelte Calabaza muss man übrigens wegwerfen.
      Eine Alternative sind Calabazas oder Cujas aus Ton, Porzellan, Glas oder auch Holz. Sie sind bedeutend pflegeleichter und kommen - bis auf die Holzvariante - ohne Vorbereitung aus. 
       
      Pur oder mit Zusatz
      Mate muss man nicht pur trinken, wobei sich das bei sehr hochwertiger, handwerklich hergestellter Mate empfiehlt, sondern kann mit allem, was einem so einfällt, angereichert werden. Bekannt sind Zucker, Zitrone, Orangensaft (kalt aufgegossen), aromatische Kräuter, Sirup, Stevia oder auch Guarana (für alle, die eine zusätzliche Dröhnung wünschen). Die Möglichkeiten sind endlos. Es gibt sogar Leute, die Mate mit Cola aufgießen. Kalt genossene Mate, die sogenannte Tereré wird gern aus einer ausgehöhlten Grapefruit, einem Apfel oder einer kleinen Melone getrunken. So nimmt die Mate den Geschmack des Gefäßes auf. Der Angang ist generell weniger puristisch als bei Tee oder Kaffee. Erlaubt ist, was schmeckt und gefällt. 
       
      Mate - das Ritual
      Es gibt übrigens ein einfaches, aber sehr schönes Ritual mit echter Mate. Man lässt ein großes Trinkgefäß in geselliger Runde kreisen, jeder trinkt daraus und gibt es weiter. Es ist sehr lustig, so etwas mal mit südamerikanischen Teilnehmern zu erleben: Man haut sich in irgendeine Ecke, sitzt, wo Platz ist, zur Not auch auf dem Boden, und bildet einen Kreis um das Trinkgefäß. Der "Gastgeber" füllt das Trinkgefäß und gibt es an den nächsten weiter. Der nimmt einen Schluck, dann ist der nächste dran. Der Gastgeber füllt immer wieder auf. Es ist eine sehr soziale Angelegenheit - und eine sehr lustige. Eine muntere Mate-Runde kann auch die drögste Umgebung in eine Partyzone verwandeln, denn - wie gesagt - Mate macht einfach gute Laune. 
       

    • Von Jinx in Tee mit Jinx
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      Warum Teealtar?
      Ehrlich, ich bewundere alle, die ihren Nicht-Alltagstee aus immer derselben Tasse und der immer gleichen Kanne trinken. Das ist eine Art der Reduktion, die ich bewundere, denn sie hat so eine lässige Hab-ich-nicht-brauch-ich-nicht-Attitüde, die mir fehlt. Vielleicht bin ich zu sehr Hedonistin. 
      Vor allem aber bin ich Kunsthistorikerin, praktiziere Meditation und habe auch Erfahrung mit schamanischen Praktiken. Und bei dieser Kombi landet man praktisch automatisch bei der Überzeugung, dass alles irgendwie eine Auswirkung und eine Bedeutung hat. Und dass das Leben ohne Schönheit nicht wirklich lebenswert ist. 
      Daher habe ich mir angewöhnt, aus meinem nicht-alltäglichem Teekonsum ein Ritual zu machen, wenn auch oft nur ein kleines. Der Tee-Altar ist bei mir immer temporär angelegt (ich habe genug Staubfänger in der Wohnung) und nimmt sehr wenig Platz weg. Er kann praktisch überall stehen. Er hilft mir, zu fokussieren, mich auf das Teetrinken zu konzentrieren und außerdem einem Wunsch, einer Stimmung oder einem Gefühl einen sichtbaren, symbolischen Ausdruck zu verleihen. Über allem schwebt der Tee, sozusagen. Er hilft mir bei der Verinnerlichung. 
       
      Die Frage der Traditionen
      Ich habe einiges über Teetraditionen gelesen. Nach meinem Verständnis teilen die sich grob in zwei Gruppen - die eher gesellige Zeremonie im Stil der britischen Tea Time, der friesischen Teezeremonie, der usbekischen,  russischen, der marokkanischen oder der türkischen Variante. Hier geht es vor allem darum, Menschen um den Tee zu versammeln und gemeinsam nicht nur den Tee zu genießen, sondern auch die passenden Beigaben in Form von kleinen Speisen. Es ist grundsätzlich eine gesellige Veranstaltung, auch wenn es selbstverständlich möglich ist, auf türkische, russische, britische oder andere Art Tee auch allein auf eine sinnvolle Weise zu genießen. 
      Die andere Gruppe kann gesellig sein, muss aber nicht. Hier steht der Tee im Mittelpunkt, Zugaben in Form von Speisen sind fakultativ, marginal und manchmal störend. Dazu zähle ich das Teetrinken im chinesischen Stil (was man hier so Gong Fu Cha nennt) oder auch die japanische (wobei beide Länder natürlich auch gesellige Teerunden kennen, man sollte diese Einteilung also nicht zu eng gefasst sehen).
      Persönlich mag ich beides, aber der temporäre Altar kommt bei mir nur bei der zweiten Variante zum Einsatz, selbst wenn ich meinen marokkanischen Minztee trinke oder den Caydanlik nur für mich auf den Herd stelle. 
      Wichtig ist mir der persönliche Ansatz: Ich habe einiges über die verschiedenen Teetraditionen gelesen, vor allem über die asiatischen, aber um sie zu meinen zu machen, muss ich sie verändern. Denn ich kann mir nur etwas aneigne, was ich verstehe, und damit meine ich nicht die intellektuelle Durchdringung. Die ist nämlich der einfache Teil. Wenn ich über die Hintergründe der chinesischen und japanischen Teezeremonien lese, verstehe ich das intellektuell, aber wenn ich es imitiere, dann bleibt die Handlung auf der gefühlsmäßigen Ebene irgendwie unbehaust, weil ich in diesen Traditionen nicht zu Hause bin. Also übernehme ich, worin ich mich zu Hause fühle und lasse beiseite, was mir zu wenig bedeutet, als dass ich es sinnvoll praktizieren könnte.
       
      Der temporäre Altar
      Hier bin ich deutlich von meiner schamanischen Praxis beeinflusst, und zwar von der Tradition der Mesa. Nicht, dass ich Schamanin wäre oder über viel Erfahrung verfügen würde. Aber die Mesa sagt mir etwas - zumindest das, was ich daraus für mich gemacht habe. Es geht darum, ein reales Abbild von etwas zu schaffen - einem Wunsch, einem Zustand, einem Gefühl. Wobei es mir von vornherein um ein ideales Abbild geht, kein reales (man stellt z .B. nicht sein chaotisches Leben oder eine Krankheit dar,- das wäre ganz furchtbar -, sondern das Leben, das man gerne führen würde, keinen Streit, sondern die Versöhnung etc., also nicht das Problem, sondern die Lösung). Dazu ist es wichtig, symbolische Gegenstände auszuwählen, die einem wirklich etwas bedeuten. Man wählt, was man als Symbol für das Thema für angemessen hält, und nicht das, was man nur optisch ansprechend findet oder was einem die Oma geschenkt hat, was einem aber an sich gleichgültig ist. Was meine Tee-Altäre von einer schamanischen Mesa unterscheidet, ist, dass ich darauf verzichte, den Prozess abzubilden, z. B. das Abbild von Trauer, das sich durch Veränderung der Mesa zur Bewältigung wandelt. Das wäre mir für ein Teeritual viel zu kompliziert, und daher setze ich dort an, wo sich im schamanischen Ritual der Endpunk befindet. Schließlich will ich Tee trinken und nicht tiefgreifende Probleme bearbeiten. 
      Hinzu kommt, eine traditionelle Mesa ist meist wahnsinnig voll, und wenn man da noch eine Teekanne dazustellt, würde man sich zwangsläufig in den Details verlieren, sodass man den Tee auch gleich weglassen kann. Also reduziere ich die Mesa-Idee auf das Allerwesentlichste, auf ein oder zwei Gegenstände, die ein kleines Thema symbolisieren, denn ich will ja Tee trinken und nicht die Welt retten. Meine Tee-Altäre sind monothematisch und sehr minimalistisch. Die äußere Form hilft mir, mich auf einen Gedanken zu fokussieren, der das Teetrinken begleitet, wobei der Tee im Vordergrund steht. Es ist eher ein Grundton, ein Hintergrund, und nicht das Hauptthema. 
      Überhaupt: das Thema. Ich achte darauf, das nicht zu überfrachten, um den Tee nicht aus dem Blick zu verlieren. Oftmals geht es nur um Harmonie. Oder darum, mir bewusst zu machen, wie gut es mir eigentlich geht (man wird ja im Alltag so schnell undankbar). Es kann auch um Erinnerung gehen, um Achtsamkeit ...  Wenn ich wirklich Probleme oder Details bearbeiten will, wähle ich lieber eine andere Form der geistigen Fokussierung.
       
      Welchen Tee fürs Ritual?
      Ich wähle für meine kleinen Teerituale immer einen Tee, den ich kenne und der zum Thema passt (also, für mich). Um Tees zu verkosten, ist der Teealtar nicht die richtige Form. Nichts wäre störender, als ein Altar zum Thema Harmonie, wenn der Tee sich als ausgesprochen kratziger, unrund schmeckender Trank entpuppt. Um Tees kennenzulernen, wähle ich zwar gern ein Setting, das für mich zu dem Tee passt (oder von dem ich das zumindest glaube), aber da tut es eine Unterlage, eine Schale und eine Kanne. 
      Beispiele für meine Tee-Altäre finden sich in meiner entsprechenden Galerie. 
       
       

    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich endlich eine Töpferscheibe zugelegt. Leider ziemlich gleichzeitig auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung.   Superdoof!  Deshalb wurde die Gute bis jetzt erst 2 mal benutzt, was mich immens ärgert. 
      Aber es hat mich doch ganz schön in den Fingern gejuckt, daher hab ich dann doch mal wieder eine kleine Session eingelegt. Ohne E-Scheibe. Nur einen kleinen Klumpen Ton, komplett freihand um die Handgelenke etwas zu schonen.
      Dabei herausgekommen sind ein kleines Yunomi im Chawan-Look, ein Yunomi oder Guinomi in Hammerschlag-Optik und eine Schale, ebenfalls mit "Hammerschlag".

    • Von Cel in Broken Pieces
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      Oft wird im Forum über unglasierte Ware gesprochen, verschiedene Wirkungen auf unterschiedliche Tees diskutiert und ob die Eine jetzt besser ist als die Andere. Diesem Thema versuche ich später noch einen Bericht zu widmen, wenn es denn klappen sollte das ich doch noch den Kern finde. 
      Hier soll es aber einmal um Glasuren gehen. Allzuoft werden sie vernachlässigt obwohl sie eine Spielwiese sind, die in Ihren Möglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Oftmals sieht man nur einfarbige und einfache Glasuren, doch ist das nur die Spitze. Wenn man sich die Hagi Keramik aus Japan ansieht, merkt man erst wie vielfältig eine simple Glasur sein kann.
      Die Hagi Glasur basiert auf einer simplen Fedspat Glasur, wobei jeder Töpfer seine eigene Rezeptur besitzt. Zwischen feminin und maskulin, zarter Glasur und zerklüfteter Oberfläche ist alles möglich. Im Zusammenspiel mit verschiedenen Scherben (Tonkörper) entsteht eine Dynamik die selten zu finden ist. Wer sich die Möglichkeiten verinnerlichen will, dem empfehle ich einfach einmal eine Suchmaschine zu nutzen und sich die Bilder über Hagi Yaki anzusehen. Auch das Farbenspiel nimmt bei dieser Glasur immer mehr zu. Ein weiterer Vertreter dafür ist die Shino Glasur, bei der viel mit Unterglasurmalerei gearbeitet wird.
      Im Bereich der Tokoname Kannen sieht man ab und an Glasuren die sich durch das Spiel des Feuers verändern, entsprechend wie der Körper der Feuerquelle ausgesetzt ist. 
      Ein sehr urtümlicher Vertreter, in seiner Dynamik aber sehr vielfältiger ist die Ascheglasur. Bizen Keramik und, Iga und Shigaraki sind die bekanntesten Städte dafür. In seiner Ausführung sehr einfach, da der Tonkörper ohne jegliche Glasur in den Ofen gestellt wird, ist es mit die unberechenbarste Methode. Die Asche vom Feuer fliegt frei im Holzofen umher und schmilzt auf dem Tonkörper zu einer natürlichen Glasur. Die Form wird nicht überall und nicht gleichermaßen glasiert. Jedes Stück wird einzigartig.
      Eine Glasur die mich immer aufs neue fasziniert ist Tenmoku. Von glänzenden tiefschwarz, mit eingelegten Blättern, über braun bis hin zu blauen Flecken ist alles möglich. Diese Glasur sollte sauerstoffarm gebrannt werden um seine Möglichkeiten voll nutzen zu können. Leider ist auch hier der Zufall so hoch, dass man sich jedes Mal auf ein Neues überraschen lassen  uss.
      Eine weitere tolle Glasur ist Kinyo aus dem chinesischen Raum. Die verschiedenen in sich laufenden Farben gefallen mir sehr gut, leider sieht man selten wirklich gute Vertreter davon.
      Wer auf der Suche nach einer universellen Kanne ist und sich bei der Auswahl etwas Zeit lassen kann, sollte sich Kannen mit verschiedenen Glasuren ansehen. Es gibt so viele tolle die einem das Herz erfreuen.
      Zum Ende noch ein paar Eindrücke verschiedener Glasuren.







    • Von Cel in Broken Pieces
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      Der Begriff Wabi Sabi ist einer der unfassbaren Begriffe für die es in unserer Sprache keine Umschreibung oder Übersetzung gibt. Nahezu alle japanischen ästhetischen Künste tragen den Kern des Wabi Sabi in sich. Als erstes bin ich mit dem Begriff in Berührung gekommen als mein Interesse an Bonsai erwachte, danach im Ikebana und letztlich im Bereich des Tee. Was macht aber Wabi Sabi so speziell. Um das zu beantworten müssen wir uns von manchen Blickwinkeln unserer eigenen Kultur lösen. Wabi Sabi ist so etwas wie der Kontrapunkt unseres Schönheitsideals. Vieles empfinden wir als ansprechend was dem Ideal der Perfektion sehr nahe geht. Im Bereich des Wabi Sabi sollte man sich davon lösen. Gerade der Fehler macht im Wabi Sabi die Schönheit aus. Die zerbrochene Schale die in mühevoller Kleinstarbeit mithilfe von Kintsugi neu zusammengefügt wurde. Die Hagi Keramik in Ihren sich verändernden Stadien. Die Patina auf einer wunderschönen Bonsaischale oder Teekanne. Der Riss im Holz. Die (mit Absicht) nicht perfekte Form japanischer Keramik. Wenn man seine Augen einmal dafür geöffnet kann man Anklänge fast überall dafür finden. Es gibt ein paar Richtlinien die die Grundzüge dieses Ideals bilden, wobei das Wort Ideal Wabi Sabi abwertet. Zwei Punkte treten als Kernpunkte hervor auf denen sich das ganze Aufbaut. Natürliche Materialien auf der einen Seite, die Zeit auf der anderen. Auch in unserer Kultur findet man Anklänge davon, z. B. bei den Liebhabern von Antiquitäten. Ein Objekt wird nicht trotz seiner Fehler wahrgenommen, sondern aufgrund eben dieser. Bei den natürlichen Materialien gibt es wiederum einige beliebtere. Dunkle Braun- und Erdtöne sind z.B. beliebter als Rottöne. Hier findet man auch eine Analogie zur Yixing Keramik. In früheren Zeiten waren die braunen Kannen beliebter als die roten, wovon viele nach Europa verkauft wurden. Heute wird der rote Ton wegen seiner Vorzüge jedoch mehr geschätzt, was wiederum nicht die braune Keramik abwertet, sondern diese einfach anders ist. Holz und Stein sind auch zwei sehr beliebte Materialien, Metall ebenso. Was hat es aber mit der Zeit auf der anderen Seite zu tun. Wichtig ist, das sich das Material mit der Zeit verändert, an Reife gewinnt. Viele aus unserem Kulturkreis würden die Zeit am liebsten stoppen und einfrieren damit sich nur nichts verändern kann. Die Zeit sollte man loslassen können um die tiefe von Wabi Sabi zu begreifen. Hier spielt viel die Lehre des Zen und daoistischen Leitbildern hinein. Soweit diese beiden teils auseinander liegen, so eng sind sie miteinander verknüpft. Ein Objekt, Lebewesen, alles, beinhaltet von Anfang an was es war, was es ist und werden wird. Es gibt keine Trennung von all dem. Nur den Moment, das hier und jetzt. Doch trägt es seine Vergangenheit stolz in sich, zeigt es durch seine Veränderung (Patina, Risse, Sprünge, Reperaturen), seine Zukunft ist auch schon da, nur nicht sichtbar. Ein Objekt das in Stillstand ruht kann nie die Ehrwürdigkeit von Wabi Sabi in sich tragen, weshalb Aluminium zum Beispiel nie verwendet wird. Wenn ich jetzt von Fehler spreche ist es kein Fehler im Sinne dessen, sondern soll der Perfektion widersprechen. Ein altes japanisches Sprichwort sagt: "Perfektion ist den Göttern vorbehalten" Und jetzt wird es erst richtig kompliziert. Japanische Keramik ist beliebter wenn es Wabi Sabi in sich trägt und kann Preise erreichen die für einen kleinen Guinomi (Sakeschale) schier unglaublich sind. Doch weshalb ist das so? Es ist der Geist der in allem steckt. Es wird davon gesprochen das man nur mit dem richtigen Geist (Zen) ein "vollendetes" Werk erschaffen kann. Diese Vollendung ist nicht die der westlichen Welt. Das Objekt ist so fehlerbehaftet das sich der Geist nicht daran stoßen kann. Man muss über das Objekt meditieren können um im Geiste die Form zu vollenden. Ein Fehler ist dafür da, das er da ist und nicht das er kaschiert wird. Jedoch dürfen diese Fehler nicht die Absicht sein, sondern "passieren". Hier wird hoffe ich der schwere Aspekt in der Keramik sichtbar. Der Fehler in einer Keramik soll natürlich sein und sich in die Gestaltung einfügen. Damit das Ganze noch komplizierter wird ist die Form des Objektes wichtiger als das Objekt an sich. Auch wenn das Objekt schon lange verschwunden ist (z.B. ein Baum, die zerbrochene Schale, die Bambusvase), lebt die Form ewig weiter. Hier spielen religiöse und philosophische Aspekte hinein, die in der westlichen Welt undenkbar sind. Die Zeit ist der wichtige Faktor des Wabi Sabi. Stillstand ist der Tod, Veränderung zeigt uns, das die Welt doch immer gleich bleibt. Wenn man vor dem Spiegel steht und sich über neue Falten freuen kann, wenn etwas geliebtes zerbricht und man Lächeln kann, dann kann man Wabi Sabi sehen. Zum Ende bleibt noch immer die Frage offen was Wabi Sabi eigentlich ist. Wabi Sabi ist das Zeichen der Zeit in unserem Alltag in seiner ursprünglichen natürlichen und einfachsten Form und doch so viel mehr. Es ist eine stille Meditation an die Existenz und deren Ende. ...
  • Gleiche Inhalte

    • Von Winkla
      Viele haben bestimmt mitbekommen das ich in letzter zeit sehr viel an verschieden Sorten koste. Da ich bis vor kurzem fast nur auf Japanischen Tee war.
       
      Da ich nicht immer täglich schreibe und größere zusammenfassungen nicht so gut in den "Welcher Tee ist heute in eurer Tasse" thread passen. Erzähle ich euch hier meinen einstieg in die Teewelt
      auserhalb Japans

      Da ich auch nicht bereit bin jegliche preise zu bezahlen war ich am anfang lange auf der Suche nach einem Geschäft das meiner Meinung nach für angemessene Preise Tee da hat. Fündig wurde ich dann durch ein Forenuser @Stiefelkante , bei dem Shop Teavivre.

      Bestellt wurden 2 Pu Erh probe sets mit insegesmt 10 verschiedene Pu Erh Proben jede ist aber 2x vorhanden. Dann habe ich noch einige mir empfohlene Oolongs bestellt. Diese wurden jeweils in einer Preiskategorie bestellt die ich von Japanischem Tees gewöhnt bin (ca.15€/100g)  und einmal in einer höheren. Damit ich vergleiche ziehen kann wo bei mir der Mehrwert zum Preis aufhört.
      Die zwei Pu Erh Sets
      https://www.teavivre.com/puerh-tea-sample-packs.html
      https://www.teavivre.com/featured-puerh-cake-assortment.html
      Desweiteren wurde folgendes bestellt
      Longjing
      Dong Ding
      Tie Guan Yin
      Lao Cong  (gab es nur in einer Qualität)
      Da Hong Pao  (gab es nur in einer Qualität)
      Außerdem wurde bei @nannuoshan eine bestellung für die Tees 2018 aufgegeben um mal wirklcih hochwertiges zu Kosten. Hier nochmal ein Großes dankeschön für
      die zusammenstellung eines Probesets. So wie dem beiliegenden Zettel wie ich gewisse Tees am besten aufgieße.
       
      Zu Temperatur und Ziehzeiten angeht halte ich mich momentan ziemlich genau an die vorgaben aus den jeweiligen Shops. Da ich es mir momentan noch nicht zu traue das selbst in die Hand zu nehmen. Deswegen werde ich hierzu nicht so viel Schreiben
      Als dann die bestellung von Teavivre da war habe ich als erstes die kostenlos beigelegt Probe probiert das war der Ripende Cube Tuocha Mini Break 2006. Dazu habe ich schonmal was geschrieben.
      Aber nochmal kurz Zusammengefasst. Auch wenn ich anfänglich das gefühl hatte das Stinkt und wie kann man das freiwillig trinken war ich doch recht schnell sehr angetan von dem Tee. Obwohl ich immer noch der meinung bin das dieser nicht der beste einstieg für jedermann wäre
       
      Die ersten Pu Erh verkostungen
      Danach wurde der Menghai Palace Ripened Pu erh Cake Tea 2008 gekostet.
      hier muss ich sagen er schmeckte ähnlich wie Tuocha bloß weniger vielfalt teilweise nur eine einzige geschmacksrichtung die mir gar nicht zusagte. Obwohl der Geschmack ähnlich war. Diese verkostung wurde dann von mir frühzeitig abgebrochen.
      Fengqing Old Tree Raw Pu Erh 2013
      Wunderschöner Pu. Erinnerte mich beim trinken irgendwie an Wald und Wiese. Hatte einen anflug von Anis oder Minze auch wenn das nicht wirklich den Geschmack beschreibt wüsste es aber nicht besser zu beschreiben. Vielleicht einfach Frische? Freue mich hier schon auf die zweite Probe die noch vorhanden ist
      Fengqing Arbor Tree Ripened Pu Erh 2010
      Ich muss gestehen ich weis es gar nicht mehr genau. Ich empfand ihn als gut/trinkbar aber nicht herausstechend besonders. Kann mich auch kaum an ihn Erinnern obwohl es nur ein paar tage her ist.
      Also weder im guten noch im schlechten sinne.
       
      Longjing und Oolong
      Longjing
      Diesen Tee habe ich an zwei Tagen in Zwei Qualitäten probiert. Was mich hier sehr erstaunte war das der über doppelt so Teure Tee schlechter Schmeckte wie der Billige.
      Die Tees kosten ca. 18€/100g  und 40€/100g. Der Billige hatte viel mehr tiefe vielfalt und war lange nicht so langweilig und kaum schmeckend wie der Teure. Da ich aber jedes Sampler nochmal habe
      mal schauen was dabei rauskommt. Vielleicht Heißer aufgießen?

      zum Longjing im allgemeinen. Mich hat der Tee sehr positiv überrascht wie ähnlich er einem Japanischem Sencha Schmeckt und gleichzeitig völlig anders mit gefühlt mehr Tiefe. Denke gerade da werde ich mir demnächst mal etwas mehr holen.
      Dong Ding.
      Dieser Tee hat mir in beiden Quälitäten nicht sehr groß gefallen. Es war ziemlich geschmacklos, würde ich sagen. Vielleicht bin ich aber einfach noch nicht da angekommen, um alle herauszuschmecken.
      Da mir häufiger die etwas kräftigeren Tees besser Schmecken. Bei den anderen habe ich oft das gefühl von "ich Trinke heißes Wasser".

      Erst der Dong Ding von Nannuoshan hat mir gezeigt das es auch mit mehr geschmack geht. Aber dieser war mir trotzdem etwas zu leicht. Werde mich wohl mal auf die stärker gerösteten Oolongs fokussieren.
      Da Hong Pao
      Wie war das mit dem stärker geröstet Dann kam gestern nämlich mein bisheriger lieblinge der Oolongs in die Schale. Dieser gab es auch relativ billig auf Teavivre und ich war gespannt was diese Qualität zu bieten hatte. Auch wenn er lang nicht so gut war wie den wo ich mal von diekunstdestees hatte. Hat er mir schon besser geschmeckt wie alle drei Dong Ding. War etwas kräftiger im Geschmack und hatte eine leichte bitterkeit die ich angefangen habe zu mögen. Aber natürlich machte er Geschmacklich nicht so viel her. Nach 3 Runden war dann auch schon gefühlt Schluss.
       
      Respekt an die, die bis hierhin alles gelesen haben und sich für mein Geschreibe interessieren Was gibt es noch zu sagen?

      Ich trinke jetzt das zweite Longjing Sample und zwar die Schlechtere bessere Qulität xD
       
      PS: Bei mir gibt es vom Set Up eher weniger bilder da es immer gleich aussieht. Glasgaiwan mit meiner Schildkröten Schale besitze sonst nur noch eine Kyusu die ich für Sencha nutze so wie eine Matcha Schale für Matcha (Wer hätte es gedacht )
       
    • Von chenshi-chinatee
      Ab kommender Woche habe ich auch wieder die neuen Liyang (Tianmuhu) Tees (schwarz, grün und weiß) von Herr Zhang (im blauen Anzug  ) im Sortiment.
      Im Rahmen dessen gibt es 12% Rabatt auf das Teesortiment bis einschließlich 8.5. (d.h. gilt auch auf Pu und Co.)
      Gutscheincode lautet hier "vorbestellerTMH".  Hier geht es zum Shop  und wer Herr Zhang und sein Farm noch nicht kennt darf hier schauen:
       
      Bei Fragen etc. gerne via PM oder Mail melden!
       
    • Von cml93
      Kurz bevor die diesjährigen Shinchas ankommen, habe ich frisch von meiner Japan-Reise neue Oolongs und Schwarztees mitgebracht:
       
      Einen Qing Xin aus Japan: Süß, sehr blumig, buttrig-weich und angenehm auf Zunge.

      Ein Oolong und Schwarztee des Cultivars "Fuji Kaori:"  Ein seltenes Cultivar, welches übersetzt "Glyzinien Duft" bedeutet. Seinem Namen entsprechend sind beide Versionen sehr blumig und duftig (Glyzine und etwas Jasmin), dazu süß-fruchtig (Weintrauben und schwarze Johannesbeere), jedoch insgesamt sehr ausgeglichen im Geschmack

      Ein Oolong und Schwarztee des Cultivars "Izumi." Ein altes Cultivar, welches ursprünlich für Kamairicha gedacht war, sich allerdings über die Jahre als exzellentes Cultivar für Oolong und Schwarztee erwies. Sehr mild und rund, dazu tolle Pfirsich-Fruchtnoten und eine schöne Süße.

      Als letztes ein Schwarztee des Cultivar "Benitsukuba:" Ein Cultivar, welches aus Ibaraki stammt und auch nur dort angebaut werden darf. Dunkle Schokolade, die von einem fruchtig-süßen Kirscharoma untermalt wird und eine Würze besitzt, die stark an Lebkuchen und Gebäck erinnert.

    • Von Winkla
      Hallo,
      ich habe keine ahnung wohin mit meinen Post da ich einige Fragen zu einigen verschiedenen dinge habe und nicht 5 verschiedene Themen aufmachen wollte.
      Yuuki-Cha, Gyokuro, Shincha
      Ich trinke ja schon seit einiger Zeit Grünen Tee, vorallem aus Japan. Habe auch hier schon öfters mal eine frage gestellt und sachen gepostet. Jetzt wollte ich demnächst mal wieder bei yuuki-cha bestellen da ja jetzt die ersten Shincha kommen. Kann man dazu empfehlungen treffen?
      Mein Gyoukuro von Maiko geht mir auch langsam zu neige (Shupin-Gyokuro). Hat hier jemand erfahrung mit dem von Yuuki Cha? War jetzt mein erster ich fand ihn gut aber i.wie hat er mich noch nicht so ganz gepackt.
       
      China Grün Tee - Erste versuche
      Demnächst wollte ich mich langsam mal in die Welt der Chinesischen Tees vorwagen oder zumindest mal antesten, da diese ja um einiges vielfältiger sein sollen. Wo kann man da gut bestellen oder gibt es vielleicht empfehlungen für 1-2 gute Tees von Teegschwendner, habe ihr einen direkt vor Ort.
       
      Aufguss und Trinkgefäße
      Ich tinke sehr gerne Grünen Tee doch ich muss zugeben das ich mein Geschirr eher etwas vernachlässige. Ich habe nicht das gefühl 1000 verschiedene Kännchen und Schälchen besitzen zu müssen.
      Vielleicht übe ich auch das Hobby nicht so stark wie andere hier aus.
      Ich würde mir aber gerne demnächst eins zwei neue Schalen, Gaiwan oder vll auch mal eine Shiboradashi zulegen. Wobei es mir hier relativ egal ist ob aus Ton,  Porzelan, ob 100 Jahre alt oder gestern erst hergestellt. Sie sollt nur einigermaßen erschwinglich sein. Gibt es da gute anlaufstellen?