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RobertC

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Bevor ich mich in den nächsten Tage in den Sommerurlaub verabschiede - aller Voraussicht nach wohl ohne Internet - möchte ich mit euch meinen letzten Dan Cong Parallelvergleich teilen. Vielleicht fragt ihr euch auch: schon wieder ein Parallelvergleich? Auf der anderen Seite haben sogar Schweizer Beobachter der Teezui 2016 aus der Ferne kürzlich festgestellt, dass es bereits eine ganze Paralleltrinkerfraktion zu geben scheint. Ich sehe das inzwischen ganz schmerzlos - es lässt sich einfach viel effektiver durch die ganzen Teevorräte trinken, die wir hier so anhäufen, wenn man in jeder Hand einen Gaiwan hält und zeitgleich abgießt :D

Diesmal stehen zum Vergleich der Dark Leaf Dan Cong, März 2015, von Cha-Shifu (links in den zusammengesetzten Bildern) sowie der 2014 Da Wu Ye Big Dark Leaf von Teahabitat. Und letzterer zeigt sofort, dass hier "großes dunkles Blatt" Programm ist! Ansonsten hat Michaels Tee ein deutlich dunkleres Blatt, fast schwarz, mit sehr stark fruchtigem Duft, während die von Imem eingekauften Teeblätter oliv-braun sind, d.h. vermutlich weniger stark oxidiert und geröstet wurden, und blumig sowie nach Kräuter duften. Auf jeweils knapp 4g Teeblätter im 80-100ml Gaiwan kam kochendes mineralarmes Flaschenwasser.

Nach dem Waschgang riecht der linke Gaiwan nach Dörrobst, Litschi sowie weiteren Fruchtnoten, auch erkenne ich etwas was mich an einen taiwanesischen Gui Fei Oolong erinnert. Rechts finde ich Schokolade, Vanille, Kräuter und süße blumige Noten. Aber lasst uns den Tee endlich probieren! Der dunkle Ritter zu meiner linken eröffnet im ersten Aufguss sehr leicht und erfrischend während Imem mit feinsten Orchideennoten, tollem Körper und cremiger Textur kontert. Interessanterweise finde ich keine bitteren Noten, obwohl ich durch das Parallelsetup sicherlich sogar etwas länger ziehen lasse. Daher habe ich den dritten Aufguss bewusst überzogen und war überrascht. Denn Michaels Tee ist hier nur leicht bitter geworden und auch bei Imem - sogar noch einen Tick weniger bitter und dies schlägt sehr schnell in eine angenehme Süße über.

Die insgesamt 6 Aufgüsse, die ich mit beiden Tees gemacht habe, verfestigt das Bild, dass sich schon vor dem ersten Aufguss abzeichnete: Michaels Wu Ye Auswahl geht für mich eher in die fruchtige und frische Richtung während Imems Selektion klar blumig ist. Außerdem hat ihr Tee aus meiner Sicht die Nase vorne hinsichtlich Huigan und Körper sowie ein tolles Mundgefühl durch seine super cremige Textur. Wirkung war natürlich auch vorhaben und zwar nicht zu knapp durch die doppelte Menge Tee :D Allerdings kann man in so einem Setup schwer die Wirkung den einzelnen Tees genauer zuschreiben. Damit komme ich zu meiner Bewertung: 

Dark Leaf Dan Cong 2015 (Cha-shifu) 90-92

Da Wu Ye Big Dark Leaf 2014 (Teahabitat) 91-94

Insgesamt ein echtes Tee-Highlight für mich, da ich seit längerem keine Dan Congs mehr getrunken habe. Positiv überrascht war ich, dass mir diese tendenziell doch eher "grün" produzierte Sorte Dan Cong so gut gefallen hat. Auch waren beide Tees sehr verzeihlich was Ziehzeiten angeht. Wer Imem und Teahabitat noch nicht kennt: für Dan Congs sicherlich deutlich mehr als ein Geheimtipp! Da aber das Preisniveau bei Michael deutlich angenehmer ist, kann ich beide Tees guten Gewissens empfehlen.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Sag mal, jetzt hast du also auch schon bei Imem reingeschnuppert! :thumbup:

Hast du in der Zwischenzeit bei Shunan (tea-drunk.com) eigentlich auch schon mal etwas probieren können?

Ich komm irgendwie kaum mehr dazu, neue Shops auszukundschaften - zwei, drei Mal etwas Geld, ich möchte nicht sagen in den Sand gesetzt, aber doch in die Richtung. Da wird man zurückhaltender. Schön, dass du scheinbar durchwegs gute Erfahrungen zu machen scheinst.

 

PS: Schöne Ferien!

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  • Aktuelle Blogeinträge

    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Bio Sencha Miyazaki Premium von TKK für 13,90€ pro 100g
      Laut der Beschreibung ist dieser Tee mild, süß, fruchtig, frisch
      und besteht aus dem Kanaya Midori Kultivar.
      Dieser Tee ist ein Blend aus der Präfektur Miyazaki wie der Name schon sagt.
      Zubereitungsempfehlung 1tl auf 200ml bei 60-70 Grad und 1min ziehen.
       
      Aussehen: viele längliche nadelförmige Blattstücke und etwas Bruch.
      Meistens ein intensives dunkelgrün und ein paar hellgrüne Blattstücke sind auch dabei.
      Der Tee sieht auch etwas glänzend wachsig aus, das habe ich noch nie bei einem Tee gesehen.
      Als Vergleich habe ich links den Uji Kyoto Sencha hingelegt, der sehr anders aussieht.

      Geruch:
      Intensiver als die anderen Senchas die ich schon hatte und etwas anders.
      Wenn sich dieser feine Sencha Geruch etwas verflogen hat,
      riecht es etwas nach gefriergetrockneten Himbeeren oder Erdbeeren und minimal nach gekochten Brokkoli.
      Feucht riecht es ziemlich ähnlich nur wärmer minimal nussig

      Aufguss:
      Ich werde dieses Mal ostfriesische Teebecher nehmen,
      in den Schalen ist mir der Tee schneller abgekühlt, als ich trinken konnte.
      Ich verwende dieses Mal etwas weniger, damit dieser Tee mir nicht zu stark wird.

      60Grad 1,5g
      1 Min 20 s, 20s, 30s, 40s, 60s
      Die Aufguss Farbe ist ein frisches gelbgrün und einiges an kleineren Blattstücken Aufguss riecht intensiv nach dem trockenen Tee
      Geschmacklich sehr anders zu den Senchas die ich kenne.
      Es schmeckt zur Hälfte wie es riecht und minimal herbe ist im Hintergrund. Keine Süße.
      Die andere Hälfte ist eine eigene Kategorie an frischen Grünteearomen, die ich noch nicht kenne.
      Es schmeckt nicht nach Früchten, Algen, Fisch oder Gemüse. Langer Abgang 

      20 Sekunden
      Aufguss Farbe fast ein Neon gelbgrün, so etwas habe ich noch nicht gesehen.
      Diesen Aufguss habe ich fotografiert.
      Dieses Mal habe ich ein Teesieb genommen und es sind nur 2 kleine Blattstücken drin gelandet.
      Schmeckt etwas frischer, im Hintergrund etwas herb, minimal so als wären die kleinen Blattstücken etwas zu lange gezogen.
      Minimale Adstringenz, die erst nach ein paar Schlucken hervorkommt.

      Eigentlich nur 2 gute Aufgüsse der 3. war wie eine Mischung aus einen einfachen gröberen Grüntee und nur ein bisschen von diesem Sencha, der zu lange gezogen hat.
      Ab da wurde es schnell schwächer. 5 Aufgüsse insgesamt.
       
      Zwischenfazit:
      Interessanter guter Geschmack, aber leider ziemlich schnell aufgebraucht.
      So ist es etwas wenig Tee fürs Geld. Hoffentlich wird dieser Tee mit anderen Aufguss Methoden besser.
       
      Bei der 70Grad Methode war dieser Tee herber und geschmacklich sehr in Richtung eines einfachen Senchas und ab dem 3. Aufguss wurde es schon grasig.
       
      Für westliche Aufgüsse eignet sich dieser Tee für mich leider auch nicht. 
      Der Erste war schwächer als mit Gongfu und der zweite war wie ein günstiger grasiger Grüntee.
       
      Ich hatte dann versucht mit mehr Tee auf weniger Wasser und kürzeren Ziehzeiten mehrere gute Aufgüsse raus zu bekommen.
      Also dieselbe Menge Tee also 1,5g im halb so großen Gaiwan.
      30s, 5s, 5s uns so weiter 
      War keine so gute Idee, weil es mir zu stark wurde und nach sehr konzentrierter Kombu Brühe und kaum nach Grüntee geschmeckt hat. 
      ich habe dann auch Wasser bis zum Rand hinzugegeben und es war immer noch zu stark. 
      Später wurde es nur schwächere Kombu Brühe mit nassen Teeblättern.


      Mein momentaner Favorit für diesen Tee ist der Kaltaufguss 1TL auf 750ml und über Nacht ziehen lassen, 
      weil ich einen guten Aufguss mit diesen speziellen Aromen und viel Flüssigkeit bekomme und dafür nicht so viel Tee brauche.
      Nur schade, dass ich die fruchtigen Aromen, die in diesem Tee drin sein sollen, nicht ins Wasser bekommen habe.
       
      Meinen Monitor Farbprofil habe ich auf das der Kamera umgestellt,
      die Umwandlung von dem Farbprofil von den Fotos auf das von meinem Bearbeitungsprogramm erstellte Monitorfarbprofil,
      hat die Farben und Helligkeit etwas durcheinander gebracht und meine vorherigen hochgeladenen Fotos wurden leider viel zu hell.
      Jetzt passen die hochgeladenen Fotos und die in meinen Bearbeitungsprogramm wieder über ein.
      Ich werde in den nächsten Tagen, wenn ich Zeit finde die zu hellen Fotos auszutauschen. 



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Bio Japan Bancha von TG für 5,90 € pro 100g

      Laut Beschreibung ist dieser Tee ausgewogen, mild und Sencha-Ähnlich.
      Es steht geerntet zum Ende der Ernteperiode dabei, ich vermute ab Anfang August.
      1Min bei 80Grad wird empfohlen
       
      Aussehen:
      Dunkelgrüne und gelbgrüne gröbere Blattstücke und etwas kleinere Blattstückchen.
      Ein Paar grüne Blattstängel sind auch dabei. Insgesamt etwas gröber als Sencha.
       
      Geruch:
      Nach verdorbenes Leinöl, wenn der unangenehmen Geruch verflogen ist riecht es angenehm nach feinen grünen Tee,
      etwas süßlich nussig und etwas nach weißer Schokolade.

      Feucht riecht dieser Tee nach eine Mischung aus Sencha mit Houjicha.

      Aufguss:
      1 Min 20s, 20s,30s,40, 1Min 60Grad 2,26Gramm im vorgewärmten Porzellan Kännchen
      Gelbgrüner Aufguss und einiges an Partikeln und kleinen Blattstücken sind in der Schale gelandet.
      Der Geruch vom Aufguss ist bei diesem Tee stärker und ist sehr ähnlich zu dem Geruch von dem trockenen Tee blättern.
      Sehr mild und etwas frisch, sehr einfach. Es hat einen einfachen gesamt Geschmack, kaum spezifische Aromen sind auszumachen.
      Wirkt nicht wie eine Mischung aus Feinen Sencha Aromen mit gröberem Nebeltee Aromen,
      sondern wie aus mittleren Aromen bei denen sich die beiden Richtungen nicht rausschmecken lassen.
      Adstringenz ist minimal.

      Dieser milde einfache Grüntee wird ab den 3 Aufguss zum groben herben Grüntee mit kratzigen Röstaromen.
      Es ist als hätte jemand den Tee ausgetauscht gegen einen herben groben Grüntee und etwas von meinen Houjicha dazu gegeben.

      Fazit:
      Ich denke, dieser Tee braucht noch unbedingt einen Versuch mit der westlicher Aufguss Methode, damit aus dem was wird.
      Die ersten zwei Aufgüsse sind angenehm mild und unkompliziert.
       
      Westlich: 60Grad und 0,75g
      2min
      Mild, etwas nussig, Grünteearomen sind im Hintergrund und nicht grob und minimale Adstringenz
      3min
      Etwas grobe Grüntee Aromen sind im Vordergrund.
      4 min
      Ähnlich wie zuvor minimal nach nassen Teeblättern, noch gut trinkbar.
       
      Westlich aufgegossen ist das ein brauchbarer Alltagstee der sogar etwas nussig ist.
      Preislich ganz in Ordnung für einen einfachen Bio Bancha.



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Heute habe ich mir einen Gunpowder Temple of Haven Bio von TG (5,50€/100g) vorgenommen
      Diesen Tee habe ich im Dezember in einem TG Laden gekauft
      Laut der Beschreibung besteht dieser Tee aus fein grollten kleinen Blatt und ist explosiv und fruchtig. 11G auf 1Liter weiches Wasser bei 75Grad und 2min.

      Explosiv ist vielleicht ein Synonym zu kräftig oder TG meint, dass dieser Tee eine geschmackliche Explosion auslöst.
      Fruchtig ist eine seltenere Beschreibung von Gunpowder nach meiner kurzen Internet Recherche durch ein paar Onlineshops.

      Aussehen:
      Dieser Tee besteht zum großen Teil aus kleinen zusammengerollten Kugeln.
      Die Farbe ist etwas gelblicher helleres grün, gleichmäßig mal etwas heller oder dunkler fällt nur beim genauen Hinsehen auf.

      Geruch:
      Die Blätter riechen trocken angenehm nach Grüntee und es riecht etwas sanfter als der andere Gunpowder.
      Feucht riecht es warm ein bisschen geröstet in Richtung Hojicha. 

      Aufguss:
      Ich werde 75Grad probieren und 1min,20s,30s,40s,1min,1min30
      Viele kleine Partikel, Aufgussfarbe ist ein gedämpftes Gelb und nicht so intensiv.
      Etwas blumig und grobe Grüntee Aromen sind schwächer ausgeprägt und andere Aromen sind Vordergrund, die ich nicht zuordnen kann.
      Etwas Adstringenz, Abgang ist nicht lang anhaltend.

      Der Tee wurde in den nächsten Aufgüssen jedes Mal etwas stärker nach groben Grüntee, frischer und etwas nach Kamille wir beim Nebeltee nur stärker.
      Der 3 Aufguss wurde etwas herber.
      3 Gute Aufgüsse und ab den 4 wurde es schwächer.

      Zwischenfazit:
      Interessanter brauchbarer Alltagstee der mehr nach Kamille schmeckt als der Nebeltee.
      Etwas günstiger preislich als der andere Gunpowder. Mal gucken wie dieser Tee westlich schmecken wird.

       
      Westlicher Aufguss:
      2min 75Grad 0,5g vorgewärmt
      Aufgussfarbe ist heller als beim Gongfu Aufguss und viel weniger Partikel sind in der schale
      Frischer Geschmack und intensive grobe Grünteearomen. In Richtung Nebeltee und minimal grasig im Hintergrund
      Keine Adstringenz und Herbe.

      3 min
      Aufgussfarbe ist minimal dunkler geworden und wieder einiges an Partikel in der schale
      Weniger frisch wie zuvor und etwas blumigkeit ist dazu gekommen.
      Grünteearomen sind etwas gröber geworden und minimal herbe und Adstringenz ist hinzugekommen

      2 Gute Aufgüsse und ab dem 3. wurde dieser Tee schwächer.
      So ist der Tee weniger interessant als der andere Gunpowder und ich werde den nochmal bei 80Grad probieren.
       
      1min,20s,30s,40s,1min,1min 30
      Viele Partikel, der Aufguss ist ein intensives dunkleres gelb.
      Blumiger als mit 75 Grad und grobe Grünteearomen. Ähnlich wie der Nebeltee nur etwas gröber und weniger frisch.
      und etwas Adstringenz Abgang ist nur einen Moment.
       
      Beim zweiten Aufguss hat die Blumigkeit abgenommen, es ist beim 3 wieder stärker geworden und etwas herber.
      Zum 4. hatte ich eine kleine Pause von 5-7min, weil ich noch etwas Anderes erledigen sollte.
      Den 4. habe ich mit 85 Grad aufgegossen um das Abkühlen auszugleichen. Tee wurde deswegen leider etwas rau, kratzig, herb und Adstringenz hat auch zugenommen.


      Fazit:
      Ähnlich zu Nebeltee nur etwas grob. Nicht ganz so meine Richtung schade das der auch etwas kratzig und rau geworden ist.
      Ich sollte nicht auf 85 Grad gehen, wenn der Gaiwan abgekühlt ist.
      Es ist trotzdem ein brauchbarer Altgastee nur etwas weniger gut als der andere Gunpowder, der etwas mehr eigen ist und mir etwas besser schmeckt.
      Es kann sein das die Aufgüsse nicht ideal geworden sind weil ich noch etwas zu tun hatte
      und die Blätter in dem Gaiwan mit der Restfeuchtigkeit vom Vorwärmen so 5-7min drin lagen und ich es nicht gleich aufgegossen habe.
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Nach diesen eher milden Tees ist mir nach etwas anderem und ich habe mir einen einfachen Bio Gunpowder von CH'UAN (5,75/100g) vorgenommen,
      den ich im Dezember in einem Reformhaus gekauft habe um etwas davon mit Bergamotte zu aromatisieren. 

      Dieser Tee ist laut Beschreibung kräftig, Feinherb und belebend.
      80Grad und 2-3 min für einen Teelöffel pro Tasse.

      Aussehen:
      Dieser Tee ist eher kleinteilig und besteht oft aus gebrochenen Blättern die zusammen geknüllt und gedreht sind.
      Es sind kaum Teekugeln die für Gunpowder typisch sind dabei, es sieht anders aus als erwartet.
      Es sieht nach verschieden Grüntönen zusammen gemischt aus, Blattstücke sind in den Farbtönen gelbgrün, dunkelgrün, bläuliches Grün und bräunliches Grün.
       
      Geruch:
      Die Blätter riechen trocken nach groben Grüntee.
      Feucht riechen es nach groben Grüntee mit Röstaromen wieder in Richtung Houjicha.

      Aufguss:
      Ich versuche es gleich mit 80grad um ein eventuelles schlechtere erste Erfahrung mit 70Grad aus dem Weg zu gehen.
      1Min, 20s, 30s, 40s, 1Min, 1Min 30s, 2Min 80Grad 1,5g Gaiwan 3min vorgewärmt

      Wenige kleine Partikel und zwei Blattstücke.
      Aufguss ist ein etwas gebrochenes gelb minimal in Richtung orange, erinnert an einen hellen Honig.
      Grobe Grünteearomen sind im Vordergrund und minimal blumig und herb im Hintergrund.
      Langer angenehmer Nachhall und keine Adstringenz.
      Es sind auch Aromen vorhanden, die ich nicht einordnen kann, in einer geschmacklich warmen milden Richtung.
       
      Dieser Tee wurde in den nachfolgenden Aufgüssen jedes Mal ein bisschen herber, frischer, adstringierender und grasiger. 
      Die Blumigkeit hat sich auch langsam verabschiedet.

      Ab den 3 Aufguss hatte ich ein leichtes Kratzen im Hals.
      4 Gute Aufgüsse und die letzten 2 waren schon sehr schwach.

      Interessanter ordentlicher Alltagstee der geschmacklich von warmer zu frischer Richtung sich entwickelt.
      Gut zum nebenher trinken, aber ein bisschen von diesem Tee wird dabei verpasst.
      Ich vermute die kräftige feinherbe Richtung würde sich eher bei westlicher Aufguss Methode entwickeln, bei mir ist ein milder Tee herausgekommen.
      Preislich ist dieser Tee ganz in Ordnung.

      Westlich:
      Dieses Mal verwende ich nur 1/3 also 0,5g damit dieser Tee mir nicht zu stark aufgegossen wird und verlängere die nachfolgenden Aufgüsse um 1Min.

      2Min
      Der Aufguss riecht leicht nussig und ist heller als beim Gongfu-Aufguss.
      Dieses Mal schmeckt dieser Tee auch nicht herb und kräftig, sondern nach milden Grüntee mit etwas Haselnuss dabei. Gute Intensität für mich, die Menge war passend.
      3min
      ein bisschen grasig und die Haselnüsse schmecken etwas unreif und es ist frischer geworden.
      Irgendwie speziell und es sind Aromen dabei, die ich nicht zuordnen kann.
      Nachhall ist bei dieser Aufguss Methode auch lang anhalten und angenehm.
      Minimale Adstringenz

      Ab dem 3 Aufguss ist es etwas grasiger, herber und schwächer geworden.

      Interessant das dieser Tee für diese Aufguss Methode gut brauchbar ist, sogar nach Haselnuss schmeckt und der zweite Aufguss nicht schwächer als der erste ist.
      Vielleicht muss ich den 3min beim ersten Aufguss ziehen lassen damit dieser herb und kräftig wird. 
      2 günstigere Grüntees sind noch übrig, die ich erst mal durch Haben möchte, bevor ich mit den hochwertigeren Tees anfange, ToH Gunpowder und Japan Bancha von TG .
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Das neue Jahr fange ich in China mit einem Jadewings Superior Bio (5,80-6,00 €/100g) von dem Teekontor Speyer an.
      Eigentlich kostet dieser Tee 6,00 € pro 125g aber ich habe den in einem Laden in St. Martin letztes Jahr im Herbsturlaub gekauft und dort kostete es 7,50 € pro 125g.
       
      Der Beschreibung nach sind es leicht gedrehte Blätter und der Tee hat einen milden leicht bekömmlichen Geschmack.

      Dem Aussehen nach sehen die Blätter auch zusammen gedreht und gekrümmt aus.
      Ich kann noch nicht richtig erkennen, ob die Blätter etwas kleiner sind als bei anderen Tees oder es Blattstücke sind und die deswegen etwas kleiner wirken.
      Insgesamt sind die größeren Stücke etwas kleiner als bei den anderen chinesischen Tees, die ich hatte und nur sehr wenige sehr kleinteilige Stücke sind dabei.
      Wenige kleine Asttücken sind auch dabei und der Tee sieht etwas blass aus, silbrig grün und ein paar Blätter die gelblich grün sind.
       
      Der Tee riecht nur leicht nach grünen Tee und ein bisschen eine Richtung die ich nicht zuordnen kann.🤔
      Feucht riecht es etwas geröstet und nicht so wirklich nach grünem Tee.
      Ich verwende 1,5 gram für meinen vorgewärmten Gaiwan und meine 2 weißen Porzellanschalen,
      es kann sein das die Tonschalen bei den vorherigen Tees etwas beeinflusst haben.

      60 Sekunden 70Grad

      Kaum kleine Partikel sind in dem Schälchen gelandet und der Aufguss ist in Richtung eines minimal schmutzigen gelb, welches leicht in die grünliche Richtung geht,
      als würde ein neutrales Gelb mit etwas braun und ein Hauch grün gemischt werden.
      Aufguss riecht kaum nach etwas.
      Der Tee ist minimal grasig und schmeckt anders als Nebeltee, aber ähnlich grobe Aromen
      und auch ein bisschen feine Aromen im Hintergrund die nicht so sehr in die Sencha Richtung gehen.
      Etwas Adstringenz kommt im Abgang zum Vorschein.

      20 Sekunden 75 Grad Gaiwan ist mir abgekühlt

      Der Aufguss sieht dieses Mal etwas intensiver und ein bisschen grünlicher aus.
      Schmeckt etwas intensiver mit einem Hauch blumigkeit und geröstet im Abgang.
      Sehr schwach kommt der Geruch vom Hojicha als Geschmack im Abgang durch.
      Also nicht diese seltsamen Aromen nach Kräutern, sondern die Röstaromen bei den ersten Aufgüssen dabei waren.
      Feine Aromen sind etwas weniger raus zu schmecken und Adstringenz wie vorher.
      Diese feuchten Teeblätter riechen jetzt nach Hojicha nur, ohne den stechenden Geruch dabei zu haben, etwas weniger stark und bisschen anders.

      30 Sekunden 75 Grad schon wieder ist der Gaiwan abgekühlt 
      Diesmal sind viele Partikel in dem Schälchen gelandet.
      Röstaromen sind stärker geworden und mehr im Vordergrund, die Grüntee Aromen sind intensiver als die Röstaromen.
      Blumigkeit ist minimal stärker geworden, die feinen Aromen sind schwächer geworden und sehr im Hintergrund.
      Geschmacklich noch mild und die Adstringenz ist wie vorher.

      40 Sekunden 70Grad
      Ein bisschen grasiger geworden und die Röstaromen sind schwächer geworden und wieder im Hintergrund,
      die Adstringenz ist etwas stärker geworden.
      Feine Aromen sind kaum noch raus zu schmecken und die Grüntee Aromen sind schwächer geworden.

      1min
      Grüntee ist weniger raus zu schmecken und es ist etwas herber grasiger geworden.
      Kaum Röstaromen, Adstringenz wie vorher.

      1min 30
      Grüntee ist kaum noch herauszuschmecken und minimal pikant ich habe ein Gefühl von ein bisschen schärfe auf der Zunge.
      Noch Grasiger geworden, etwas in richtig feucht gewordener Tee und Adstringenz ist wie vorher.

      2min 75 Grat
      etwas pikanter geworden, schmeckt noch weniger nach Tee und ist demnach aufgebraucht.
      Kaum noch Adstringenz.


      Zwischenfazit:
      Ich finde diesen Tee als Alltagstee ganz in Ordnung, aber nicht ganz so interessant vom Geschmack wie Nebeltee,
      weil der Geschmack nach frischem grünen Tee etwas schwächer ausgeprägt ist und dieser Tee geschmacklich in eine etwas andere Richtung sich bewegt.
       
      Ergänzung
      Für die Fotos habe ich meinen Monitor anders eingestellt und mithilfe des Kalibrierungsprogramm von Paint Shop Pro 2020 und mit der Internetseite Simpelfilter.de kalibriert,
      mit dem ich auch die Fotos bearbeite.
      Meistens habe ich bei meinem Monitor die wärmere Lese Einstellung eingestellt die Farben etwas verfälscht, zum Fotobearbeiten schalte ich das um.
      Vorher hatte ich die sRGB Einstellung ein paar mal verwendet.
      Am Anfang musste ich lernen die Fotos zu bearbeiten und habe nicht an meine Monitor Einstellung gedacht.
      Ich weiß nicht mehr ab welchen Tee ich von Lese auf sRGB gewechselt bin.
      Ich schneide unwichtige Teile weg damit es weniger Speicher braucht und helle zu dunkle Fotos auf und verringere die Sättigung weil mein Smartphone die Farben zu intensiv abspeichert.



  • Gleiche Inhalte

    • Von der Teetyp
      Zu Valley of Tea konnte ich hier im Forum - hoffentlich bin ich nicht einfach zu doof zum Suchen - noch keinen Thread finden, also mache ich mal einen auf. Ich gehe erst mal davon aus, dass Valley of Tea bloß ein anderer Name für irgendeine Massenabfertigung ist.
      Hintergrund: Ich wollte mal einen Pouchong probieren und die sind nicht leicht im lokalen Handel zu finden, insofern habe ich bei Amazon zugegriffen. 12,82 Euro für 50 Gramm derzeit. Drauf steht „Chinese“, aber Taiwan ist ja nicht so recht chinesisch. (Zack, schon Einreiseverbot in China. 😀) Da ich zurzeit nicht zu Hause bei meiner Gusseisernen bin, habe ich mal die klassische Zubereitung „Sieb im Kaffeebecher“ bei 90 Grad und etwas zu langer Ziehzeit - ich hätte mir einen Timer stellen sollen, mach ich beim nächsten Aufguss... - gewählt.
      Ich bin völliger Teeverkostungslaie, aber ich dachte, ich schreibe mal was drüber:
      Farbe: Grün mit deutlichem Olivanteil. Mundgefühl: Seidig weich, dann adstringierend (naja, is’ halt Tee). Nase: Irgendwie dünn, aber das könnte an meiner Tagesform liegen. Der Tee riecht erstaunlich salzig (wie im Saunadampfbad), aber auch leicht orangefruchtig. Mit der Zeit stellen sich Kräuter wie Heidekraut heraus. Geschmack: Meine erste Assoziation war Zitrone(nschale), aber dabei kein bisschen bitter; dahinter Muskatnuss (immer stärker werdend) und Vanille, dazu wieder die Kräuter aus der Nase. Ich frag’ mal die Expertenrunde: Sind Pouchongs immer so? Ich könnte mich daran gewöhnen.



    • Von MrHilarious
      Hey Leute, 
       
      Da ich zu diesem Thema nix gefunden habe. (Könnt mich auch gerne hinleiten, falls es schon was sinnvolles dazu gibt.)
      Würden mich gerne die Gesundheitlichen Aspekte des Teegenußes, also der Teepflanze allgemein (egal ob grün oder schwarz) interessieren.
      Mit Gesundheitlichen Aspekte meine ich aber eher nicht die positiven sondern eher die "Gefahren" vor allem in Bezug auf die Leber. Allgemein ist ja bekannt das es schon einmal zu einem Vorfall mit Extrakten gekommen ist in Verbindung mit Hepatitis. Was ja eher nicht so bedenkenlos ist. Ich frage mich aber schon, wenn man jeden Tag einen halben Liter Tee trinkt und das über Jahre hinweg ob das auf Dauer die Leber oder dem Organismus belasten kann. Ich habe im Internet nur wenig dazu gefunden, außer schlank macher, bla bla. Die Seite vom Schweikart schneidet das auch nur so kurz an ohne irgendwelche festen Belege. Fest steht ja auch das Polyphenole und Catechine im Übermaß nicht so gut sein sollen. Habe mittlerweile einfach leichte Bedenken, wenn ich meinen tee mal so als finisher dann 10min zeihen lasse. Im Endeffekt weiß ich ja gar nicht was sich da alles für Stoffe lösen, lösen können. Auch auf die Pestizide bezogen. Meine Frage nun an euch ob ihr vlt. irgendwelche informationen dazu gefunden habt oder es selbst erlebt habt, das sich Jahrelanges Teetrinken auf die Gesundheit negativ Auswirken könnte, auch evntl. bezogen auf Koffein. Habe auch schon die Erfahrung gemacht, das wenn ich lange Dunkle Pu erhs trinke und viel Aufgüsse mache, mein Hals / Mund sich irgendwie leicht angegriffen anfühlt. Kennt ihr das vlt. auch?
       
      Viele Grüße,
      Markus
    • Von Joaquin
      Auch das Oolong Forum wurde nun aufgeteilt in folgende Oolong Forenbereiche:
      Oolong Tee allgemein
      Allgemeine Oolongtee-Themen, welche in kein anderes Oolong-Forum gehören. Taiwan - Formosa Oolong Tee
      Taiwan oder auch Formosa Oolong Tee. Oolongs u.a. aus Nantou, Jiayi / Chiayi, Yilan, Taizhong / Taichung mit Alishan Oolong, Wenshan Baozhong / Pouchong, Dongding / Dong Ding / Frozen Peak, Dongfang Meiren / Oriental Beauty, Lishan Oolong, Ruanzhi, Jinxuan / Jin Xuan und Dayuling. Wuyishan Oolong Tee / Felsentee (China)
      Ort Wuyishan, aus dem nördlichen Teil Fujians in China. Auch bekannt als Wuyi, Bohea, Felsentees, Steintees, Da Hong Pao / DHP (Big red robe / Große rote Robe), Yancha, Shuixian / Shui Xian, Bai Ji Guan / Bai Jiguan (Weißer Hanenkamm), Tieluohan und Rougui. Anxi Oolong Tee (China)
      Anxi Oolong Tee aus dem südlichen Teil Fujians in China. So u.a. Te Kwan Yin, Ti Kuan Yin / Tie Guan Yin / Tieguanyin (Eiserne Guanyin), Iron Goddess, Benshan, Maoxie, Foshou (Buddha's Hand) und Huangjingui / Huangjin Gui (Golden Cassia).   
    • Von Anima_Templi
      Der erste Yancha von txs (Tong Xin She): 2020 Huang Guan Yin
      Gebrüht im Duanni-Kännchen, 8,3gr.
      Dieser Tee wurde vom Tea Research Institute of Fujian in den Jahren von 1977 - 1997 entwickelt. Außerdem wurde diese Varietät offiziell von der chinesischen Regierung zertifiziert. Die Kreuzung erfolgte zwischen Tie Guan Yin (Mutterpflanze) und Huang Dan (Vaterpflanze).
      Das trockene Blatt duftet stark floral, leicht süß-fruchtig. Die Röstung ist für Yancha Verhältnisse sehr dezent. Definitiv ein Tee, der auf baldigen Verbrauch und nicht zur langfristigen Lagerung produziert wurde.
      Das nasse Blattgut zeigt die Kopfnoten deutlich intensiver. Stark floral und leichte Frucht.
      Wie in der Nase dominieren auch geschmacklich florale Noten, welche im Nachhall einer eher subtilen, nichtsdestotrotz feinen Mineralität weichen. Der Tee wirkt stark auf die Mundschleimhaut und die Zähne, insbesondere die frühen Aufgüsse hinterlassen im Mundraum eine angenehme! Pelzigkeit.
      Der Körper ist, wie die Röstnoten auch, eher leicht. Nach dem Schlucken verbleibt eine frische Zitrussäure. Wenn die feine Mineralität nicht wäre, könnte man ihn fast als ätherisch bezeichnen.
      Diese Mineralität rettet ihn auch. Mir ist er nämlich ein wenig zu floral ausgelegt. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Geschmacksmuster bei Yancha existiert. Ob da wohl die Mutterpflanze ihren Stempel aufgedrückt hat..? 
      Trotz allem ist der Tee nicht nuttig, eben dank der Mineralität und des schönen Mundgefühls.
      Es war eine sehr interessante Session, die ich sehr genossen habe. Der Tee hatte keine Off-Noten und hat sich, trotz der hohen Dosierung, auch bei längeren Ziehzeiten keinen schlechten Aufguss geleistet. Auch die Ausdauer war mit ca. 12 Aufgüssen absolut ordentlich.  Ein sehr interessanter Start!




    • Von Zip
      Hallo liebe Teefreund*innen
      Gelegentlich habe ich neben meinem Fable für japanische Grüntees auch mal über den Tellerrand zu Oolong und Puerh geschielt, insbesondere da hier ja fast täglich von der Geschmacksvielfalt zu lesen ist. Meine Versuche blieben bislang immer vereinzelt. Nun ist es mal wieder so weit: Ich hätte Lust, zwei, drei Oolongs auszuprobieren. Und da wollte ich einfach mal fragen, ob nicht wer hier von Euch was übrig hat, was er*sie mir als Probierset zuschicken könnte Im Gegenzug biete ich bei Interesse verschiedene japanische Grüntees, aber Einzelheiten gerne dann per PN.
      Wonach suche ich? Geschmacklich interessieren mich mal Tees, die dem Schwarzteespektrum näher kommen, damit ich einen guten Kontrast zu den Japanern bekomme Wenn ich wählen könnte gerne süß, kräftig, nicht zu rauchig/holzig. Vielleicht etwas, was Ihr gerne nachmittags/abends trinkt, um Gemütlichkeit einzuläuten.
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