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Tie Luo Han Direktvergleich

Dieses Mal wollte ich zwei schöne Yanchas parallel trinken, also machte ich mich auf die Suche nach vergleichbaren Kandidaten. Fündig wurde ich in zwei stärker gerösteten Tie Luo Han (TLH) jeweils geerntet im Frühling 2014.  Beide habe ich irgendwann im letzten Jahr gekauft - einen von JKTeashop (JKT, in den zusammengesetzten Bildern immer links) und den anderen von Chenshi Chinatee (Chris).

Das Blattgut bei JKT hat leider einiges an Bruch dabei während Chris hier mit schönen intakten Blättern punkten kann. Farbe und Röstgrad sind sehr ähnlich und beide Tees duften nach Dörrobst. Bei Chris ist dieser Duft etwas intensiver und fruchtiger. Nach dem Spülen kommt noch Vanillegebäck bei JKT und getrocknete Pflaumen bei Chris dazu.

In der Tasse haben beide Tees eine schöne Mineralität, die von der starken Röstung unterstützt wird. Der TLH von JKT kommt dabei im Aufguss etwas dunkler daher, allerdings ist er etwas unharmonisch mit einem leichten harschen off-taste. Der Tee von Chris ist sehr harmonisch, schmeckt zunächst nach getrockneten Aprikosen und später süß und fruchtig. Wirklich eine runde Sache, ich traue dem Tee von Chris sogar zu mit den Jahren noch etwas an Komplexität zu gewinnen.

In den Bildern seht ihr die Aufgüsse 1, 3 und 5, danach habe ich nur noch einen der beiden Tees aufgegossen.

JKT 88-89

Chris 91-94+

Fairerweise muss angemerkt werden, dass der Tee von Chris mehr als zweimal so teuer ist, aber meine Bewertungspunkte  bezieht sich ausschließlich auf Qualität und Geschmack, nicht auf das Preisleistungsverhältnis. 

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Schöner Beitrag!

Mich würde auch dein persönliches Fazit an der Teezui zwischen Chris' TLH vs. Eugene's TLH interessieren ...

 

PS: Mit der Parkerpunkteskala tue ich mir etwas schwer, ich finde sie durch die Parkerbewertungen sehr vorbelastet, ich meine ausschliesslich ins oberste Fünftel zentriert. Man muss sich das nur einmal genau vorstellen: ein 88, 89 Punkte Wein ist vielleicht ein halbwegs anständiger Alltagswein, hingegen ein 96, 97 Punkte Wein bereits ein grandioser Weltklassewein. In der Bewertung sind da aber keine 10% Unterschied! Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu. Ich meine, z.B. aufs Weinwisser-Rating umgemünzt wäre selbst der halbwegs anständige Alltagswein bereits knapp 18 Punkte und bei der chinesischen Tee Qualitätsbewertung von 1-4 gar alle in Kategorie 1! :D

Gut, Parker gibt schon nur 50 Punkte dafür, dass ein Wein Alkohol hat und 15 weitere, dass er aussieht wie Wein. Das war nur ein halber Scherz - ich habe mal bei einer Versteigerung eine Flasche gesehen, die "nur" 69 Parkerpunkte hatte. Dazu stand in etwa: Wenn sie mal wissen wollen, wie eine richtig schlechte Parkerbewertung schmeckt, das ist ihre Gelegenheit dazu. Dabei wäre auf Schulnoten umgemünzt 69 Punkte noch ziemlich gut (also etwa 2,25)!

bearbeitet von GoldenTurtle

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Zu meiner Punkteskala hatte ich im Beitrag zum Atong Seminar kurz etwas geschrieben. Sie reicht von 50 bis 100, kennt also 51 Abstufungen. Das ist grob vergleichbar sowohl mit dem Schulnotensystem der USA als auch den Weinbewertungen nach Robert Parker (https://de.wikipedia.org/wiki/Parker-Punkte). Z.B. wären in diesem System 70 bis 79 Punkte durchschnittlich (siehe auch Wikipedia!), also nach deutschen Noten eine 3, wobei ich den Vorteil darin sehe eine 3 in insgesamt 10 Abstufungen geben zu können (aus meiner Schulzeit kenne ich nämlich sonst nur eine 3-,3 und die 3+). Der Bereich 80 Punkte und mehr entspricht also den Noten 1 und 2, d.h. gut, sehr gut bis hin zu außerordentlich. Damit verwundert es mich garnicht, fast ausschließlich Parkerpunkte im Bereich 80 und mehr zu sehen. Es sind auch nicht 20%, sondern etwas mehr als 41% (21 von 51 Abstufungen) der Skala. Denn warum sollte der "Weinpabst" durchschnittliche oder schlechtere (am Markt verfügbare) Weine regelmäßig trinken und dann auch noch deren Bewertung veröffentlichen? McDoof kommt meines Wissens auch nicht in Restaurantführern vor.

Mir ist schon klar, dass es im Allgemeinen keine faire und perfekte Punkteskala geben kann und auch das ich mich damit immer angreifbar mache. Aber wenn ich ausschließlich mit beschreibenden Worten bewerte (quasi Waldorfschul-"Noten") und ggf. noch den Preis berücksichtige, dann ist eigentlich jeder Tee toll, so wie z.B. bei unseren Freunden von TeaDB. Ich hoffe aus der Kombination von Beschreibung mit einer Zahl die Tees soweit es geht vergleichbar zu machen und somit für Transparenz zu sorgen.

Falls weiteres Interesse an Yancha Direktvergleichendieser Art besteht, lasst es mich einfach wissen, ich hätte noch interessante Rou Guis aus mindestens 3 Quellen (DKdT, Cindy Chen via Diz und von Cha-Shifu).

PS Um es kurz zu machen, den TLH von Eugene fand ich noch etwas besser (92-95), etwas leichter geröstet und daher ausdauernder und hinten raus noch besser. Aber ich wollte hier im Blog nicht einfach unseren Vergleich von der Teezui wiederholen sondern lieber etwas neues präsentieren.

 

 

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vor einer Stunde schrieb RobertC:

Zu meiner Punkteskala hatte ich im Beitrag zum Atong Seminar kurz etwas geschrieben.

Entschuldige diesbezüglich, ich habe ihn noch nicht ganz durchgelesen! Ich habe aktuell einige Texte auf dem Forum, die ich mir bei genügend Ruhe und einer schönen Tasse Tee noch ganz genau anschauen muss!

vor einer Stunde schrieb RobertC:

Falls weiteres Interesse an Yancha Direktvergleichendieser Art besteht, lasst es mich einfach wissen, ich hätte noch interessante Rou Guis aus mindestens 3 Quellen (DKdT, Cindy Chen via Diz und von Cha-Shifu).

Na klar!

vor einer Stunde schrieb RobertC:

Aber wenn ich ausschließlich mit beschreibenden Worten bewerte (quasi Waldorfschul-"Noten") und ggf. noch den Preis berücksichtige, dann ist eigentlich jeder Tee toll, so wie z.B. bei unseren Freunden von TeaDB.

:D

PS: Bewertungen wie 92-95 sind übrigens nur für verfrühte Vorverkostungen von noch nicht erhältlicher Subskribtionsware zulässig. :P;)

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ja, es stimmt, dass Robert Parker diese Punktespannen idR bei Fassproben von unfertigen Weinen veröffentlicht und sich erst später, idR nach Flaschenabfüllung, auf genau eine der 51 Abstufungen festlegt. Aber ich bin weder Rober Parker noch der Teaparker (den gibt's ja in Taiwan wirklich) und Tee ist auch nicht genau wie Wein.

Was ich selbst mir dieser Punktespannen zum Ausdruck bringen will ist die Unsicherheit aufgrund verschiedene Zubereitunsparameter (welches Wasser, Temperatur, Ziehzeiten, ggf. Tonkanne(n) oder Skill des Zubereitenden etc.). Also sobald ich z.B. den TLH von Eugene so oft auf verschiedene Arten zubereitet habe, dass ich die wirkliche Essenz dieses Tees verstanden habe, dann brauche ich keine Punktespanne mehr ;)

PS Wobei, vielleicht treffe ich dann einen anderen Teetalker, der noch eine andere Zubereitung anwendet. Tee ist in vielerlei Hinsicht ein sehr komplexes Thema, das macht es aber gerade für mich so interessant. :love:

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    • Von RobertC in Mein digitales Teetagebuch
         2
      Heute habe ich zwei unterschiedliche Gyokuro Qualitäten von Marukyu-Koyamaen parallel mit Eiswürfeln zubereitet - Suiteki vs. Hisa Homare.
      Teegenuss wie für diesen Sommer gemacht 😍 und eine wie immer sehr lehrreiche Parallelverkostung 🙏




    • Von AnnaRosenblatt in Anna Rosenblatt
         1
      Matcha Tee gehört in Japan und China bereits seit Jahrhunderten zum Grundnahrungsmittel und ist bekannt für seine gesundheitlichen Vorteile. In Europa setzt sich der Wundertee auch immer mehr durch, und das zu Recht. Sogar Buddhistische Mönche schwören auf die entspannende Wirkung des Matcha Tees. Diese trinken ihn nämlich um innere Ruhe zu erlangen und der Tee wird deshalb auch vor Meditationen empfohlen.
       
      Woran das liegt? Wer Matcha Tee trinkt, fördert die Produktion von Alpha-Wellen im Gehirn durch dessen Anteil der Aminosäure L-Theanin. Wir werden also nicht schläfrig, sondern sind stattdessen wachsam und entspannt. Dadurch kann auch der Stressfaktor effektiv gesenkt werden und der grüne Wunder- Tee wirkt als fantastischer Stresskiller.
       
      Die vielseitige Teepflanze kommt aus Japan und ihr Anbau, die Ernte und Verarbeitung der Blätter ist alles andere als einfach. Ca. drei Wochen vor der Ernte wird die Pflanze beschattet, was zur Folge hat, dass Koffein, Aminosäuren und Chlorophyll zusammen mit Bitterstoffen in den Blättern angereichert werden. Sind die frischen Blätter dann aber gepflückt, werden sie getrocknet, um danach in mühsamer Handarbeit die Stängel zu entfernen. Das leuchtende Grün des Tee Pulvers entsteht dann in einem langwierigen Mahlprozess in einer Steinmühle. Dies erklärt auch, warum der mittlerweile in Europa so beliebte Tee ziemlich teuer sein kann. Nur etwa 4% der Matcha Tee Ernte wird aus Japan exportiert und die Nachfrage ist groß.
       
      Matcha wird im heimatlichen Japan mit 80 Grad heißem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen aufgeschlagen. Man zelebriert in einer traditionellen Teezeremonie dieses sehr edle Getränk. Hierzulande darf das Pulver aber auch mit dem Milchschäumer vermischt werden. Viele Teeläden bieten allerdings eine gute Auswahl an Utensilien zur authentischen Verarbeitung an.
       
      Die Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe in einer Tasse Matcha Tee ist deutlich höher als bei einer normalen Tasse Tee und kann zu 100% vom Körper aufgenommen werden. Matcha ist sehr reich an Vitaminen A, B und E. Es wird dem Grünen Tee sogar nachgesagt, mehr Vitamin C als eine Orange zu haben, was das Immunsystem stärkt und zu einem gesunden Lebensstil beiträgt.
       
      Wer gerne ein paar Kilo Körpergewicht verlieren möchte, dem hilft Matcha ebenfalls, da der Tee den Stoffwechsel steigert und den Cholesterinspiegel reduziert. Nicht umsonst wird er oft auch als “Trank der Unsterblichkeit” angepriesen. Nicht nur unterstützt er das Immunsystem, er reguliert den Blutdruck und wirkt verjüngend auf die Zellkultur der Haut. Zusätzlich unterstützt er eine schützende Wirkung von Karies, aufgrund von Fluorverbindungen. Matcha Tee kann also Cholesterin senken, Blutdruck senken und beim Abnehmen helfen- was will man mehr?  
       
      Matcha ist wohl am meisten bekannt, als gesunde Alternative zu Kaffee. Da das Koffein erst im Darm freigesetzt wird, spürt man einen belebenden Effekt erst nach einiger Zeit, dafür hält er aber viel länger an. Anders als bei Kaffee, dessen Koffein bereits im Magen freigesetzt wird - die Wirkung tritt sofort ein, hält aber deutlich kürzer an. So wirkt der Tee konzentrationssteigernd und das für einen deutlich längeren Zeitraum als Kaffee.
       
    • Von Jinx in Tee mit Jinx
         3
      Was ist Mate?
      Mate ist kein Tee, sondern die Blätter eines südamerikanischen Strauchs. Es ist das südamerikanische Nationalgetränk, das bereits den indigenen Völkern bekannt war und von den Einwanderern übernommen wurde. Mate gehört zu den koffeinhaltigen Getränken und ist 
      In Europa kennt man Mate vor allem als Brause. Doch das ist geschmacklich von echter Blatt- oder Pulvermate meilenweit entfernt. Es handelt sich streng genommen auch nicht um Mate, sondern um matehaltige Erfrischungsgetränke, die - wie alle Limonaden - vor allem aus Wasser und Zucker bestehen. Sie werden aus Mate-Extrakt hergestellt, und es gibt bessere und schlechtere Varianten. Letztere lassen auch beim besten Willen kaum Mate-Geschmack erkennen. 
      Diese Brausen können jedoch einen Einstieg in den echten Mate-Genuss bieten, denn Mate ist für Europäer recht gewöhnungsbedürftig, da sie immer einen herb-bitteren Geschmack hat, den wir uns dank hochverarbeiteter und zuckerhaltiger Lebensmittel erfolgreich abtrainiert haben. Durch die hochwertigeren dieser Limonaden lernt man den Geschmack kennen und oft auch lieben. Die Konsumenten, für die es dann etwas mehr sein darf, landen manchmal bei echter Mate. 
       
      Wie trinkt man Yerba Mate?
      Ein Grund, warum Mate hier nie richtig populär wurde, ist vermutlich auch, dass es kein besonders niederschwelliges Getränk ist. 
      Für den, der es probieren will, reicht ein Beutel mit Blatt- oder Pulvermate und eine Bombilla (traditioneller Mate-Trinkhalm aus Metall oder Bambus mit Lochsieb am Ende) nebst beliebiger Tasse aus. Auf die Bombilla kann man allerdings nicht verzichten, da ein normaler Strohhalm nicht geeignet ist, Man braucht einen mit Filterfunktion, sonst hat man den Mund voller Krümel. Wichtig ist, dass das Wasser nicht kochen darf. Die Empfehlungen variieren, ich erhitze das Wasser meist auf 80 Grad. Im Sommer kann man Mate auch kalt aufgießen und erhält ein unglaublich erfrischendes Getränk. 
      Man darf am Blatt oder Pulver nicht sparen. Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte gefüllt. Trotzdem ist es ein sparsames Getränk, denn verwendet Gefäß von der Größe eines Kaffebechers, verträgt eine Matefüllung gern zwei oder mehr Liter. Man gießt immer wieder auf. Wenn der Geschmack nachlässt, "wendet" man den Inhalt und kann weitertrinken.  
      Für die korrekte Zubereitung konsultiert man am besten das Internet. Da Mate in Deutschland nicht sehr bekannt ist, sind die meisten Anleitungen auf Englisch oder Spanisch. Eine bebilderte Anleitung für die korrekte Zubereitung von Mate in deutscher Sprache gibt es hier, ein Video da.
       
      Warnhinweis
      Es gibt Mate auch in Drogeriemärkten in Beutelform. Diese auf keinen Fall kaufen. Diese Beutel sind böse. Erstens liegt die Qualität des Beutelinhalts ungefähr auf dem Niveau von auf den Boden gefallener und zusammengekehrter Reste in einem mateabfüllenden Betrieb, und zweitens ist das die falsche Zubereitungsart. Mate ist nämlich kein Kräutertee, sondern braucht eine gewisse Konzentration. Beutel-Mate schmeckt einfach nicht und vermittelt auch keinen Eindruck von dem korrekten Geschmack und dem Trinkerlebnis echter Mate. Wir erinnern uns noch an die Pu-Erhs in Beuteln, die als Schlankheits-Wundermittel verkauft wurden? Eben. Auch Mate wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben, und daher bieten findige Geschäftsleute Mate in Beutelform an, denn den Abnehmwilligen kann man jeden Scheiß andrehen. 
       
      Wenn es etwas mehr sein darf
      Wer sich nach den ersten Testläufen für Mate begeistern kann, wird feststellen, dass das Getränk nicht nur wach, sondern auch gute Laune macht. Manche nutzen es als mildes, natürliches Antidepressivum. Wer dabei bleiben will, wird sich für ein Mategefäß interessieren. Man hat eine große Auswahl. In .den Teegeschäften, die auch Mate verkaufen, gibt es oft auch Calabazas, ausgeöhlte Kürbisse, die traditionell zum Trinken von Mate verwendet werden. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr günstig und unzerbrechlich sind. Der Nachteil ist, dass man sie erst einem Prozess unterziehen muss, der curing oder seasoning heißt - man füllt die Calabaza mit Mate und heißem Wasser, lässt sie über Nacht einweichen und kratzt am nächsten Morgen eventuelle Reste des aufgeweichten, an der Schale haftenden Fruchtfleischreste heraus. Danach muss das Gefäß erst mal wieder völlig durchtrocknen. Das ist nichts, wenn man endlich loslegen will mit der echten Mate in der natürlichen Umgebung eines passenden Gefäßes. Außerdem kann die Calabaza leicht anfangen zu schimmeln, wenn man nicht aufpasst und sie nach jedem Genuss nicht sofort leert, ausspǘlt, reinigt und trocknen lässt. Regelmäßigen Matetrinker benötigen daher mehrere dieser Hohlkürbisse. Eine angeschimmelte Calabaza muss man übrigens wegwerfen.
      Eine Alternative sind Calabazas oder Cujas aus Ton, Porzellan, Glas oder auch Holz. Sie sind bedeutend pflegeleichter und kommen - bis auf die Holzvariante - ohne Vorbereitung aus. 
       
      Pur oder mit Zusatz
      Mate muss man nicht pur trinken, wobei sich das bei sehr hochwertiger, handwerklich hergestellter Mate empfiehlt, sondern kann mit allem, was einem so einfällt, angereichert werden. Bekannt sind Zucker, Zitrone, Orangensaft (kalt aufgegossen), aromatische Kräuter, Sirup, Stevia oder auch Guarana (für alle, die eine zusätzliche Dröhnung wünschen). Die Möglichkeiten sind endlos. Es gibt sogar Leute, die Mate mit Cola aufgießen. Kalt genossene Mate, die sogenannte Tereré wird gern aus einer ausgehöhlten Grapefruit, einem Apfel oder einer kleinen Melone getrunken. So nimmt die Mate den Geschmack des Gefäßes auf. Der Angang ist generell weniger puristisch als bei Tee oder Kaffee. Erlaubt ist, was schmeckt und gefällt. 
       
      Mate - das Ritual
      Es gibt übrigens ein einfaches, aber sehr schönes Ritual mit echter Mate. Man lässt ein großes Trinkgefäß in geselliger Runde kreisen, jeder trinkt daraus und gibt es weiter. Es ist sehr lustig, so etwas mal mit südamerikanischen Teilnehmern zu erleben: Man haut sich in irgendeine Ecke, sitzt, wo Platz ist, zur Not auch auf dem Boden, und bildet einen Kreis um das Trinkgefäß. Der "Gastgeber" füllt das Trinkgefäß und gibt es an den nächsten weiter. Der nimmt einen Schluck, dann ist der nächste dran. Der Gastgeber füllt immer wieder auf. Es ist eine sehr soziale Angelegenheit - und eine sehr lustige. Eine muntere Mate-Runde kann auch die drögste Umgebung in eine Partyzone verwandeln, denn - wie gesagt - Mate macht einfach gute Laune. 
       

    • Von Jinx in Tee mit Jinx
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      Warum Teealtar?
      Ehrlich, ich bewundere alle, die ihren Nicht-Alltagstee aus immer derselben Tasse und der immer gleichen Kanne trinken. Das ist eine Art der Reduktion, die ich bewundere, denn sie hat so eine lässige Hab-ich-nicht-brauch-ich-nicht-Attitüde, die mir fehlt. Vielleicht bin ich zu sehr Hedonistin. 
      Vor allem aber bin ich Kunsthistorikerin, praktiziere Meditation und habe auch Erfahrung mit schamanischen Praktiken. Und bei dieser Kombi landet man praktisch automatisch bei der Überzeugung, dass alles irgendwie eine Auswirkung und eine Bedeutung hat. Und dass das Leben ohne Schönheit nicht wirklich lebenswert ist. 
      Daher habe ich mir angewöhnt, aus meinem nicht-alltäglichem Teekonsum ein Ritual zu machen, wenn auch oft nur ein kleines. Der Tee-Altar ist bei mir immer temporär angelegt (ich habe genug Staubfänger in der Wohnung) und nimmt sehr wenig Platz weg. Er kann praktisch überall stehen. Er hilft mir, zu fokussieren, mich auf das Teetrinken zu konzentrieren und außerdem einem Wunsch, einer Stimmung oder einem Gefühl einen sichtbaren, symbolischen Ausdruck zu verleihen. Über allem schwebt der Tee, sozusagen. Er hilft mir bei der Verinnerlichung. 
       
      Die Frage der Traditionen
      Ich habe einiges über Teetraditionen gelesen. Nach meinem Verständnis teilen die sich grob in zwei Gruppen - die eher gesellige Zeremonie im Stil der britischen Tea Time, der friesischen Teezeremonie, der usbekischen,  russischen, der marokkanischen oder der türkischen Variante. Hier geht es vor allem darum, Menschen um den Tee zu versammeln und gemeinsam nicht nur den Tee zu genießen, sondern auch die passenden Beigaben in Form von kleinen Speisen. Es ist grundsätzlich eine gesellige Veranstaltung, auch wenn es selbstverständlich möglich ist, auf türkische, russische, britische oder andere Art Tee auch allein auf eine sinnvolle Weise zu genießen. 
      Die andere Gruppe kann gesellig sein, muss aber nicht. Hier steht der Tee im Mittelpunkt, Zugaben in Form von Speisen sind fakultativ, marginal und manchmal störend. Dazu zähle ich das Teetrinken im chinesischen Stil (was man hier so Gong Fu Cha nennt) oder auch die japanische (wobei beide Länder natürlich auch gesellige Teerunden kennen, man sollte diese Einteilung also nicht zu eng gefasst sehen).
      Persönlich mag ich beides, aber der temporäre Altar kommt bei mir nur bei der zweiten Variante zum Einsatz, selbst wenn ich meinen marokkanischen Minztee trinke oder den Caydanlik nur für mich auf den Herd stelle. 
      Wichtig ist mir der persönliche Ansatz: Ich habe einiges über die verschiedenen Teetraditionen gelesen, vor allem über die asiatischen, aber um sie zu meinen zu machen, muss ich sie verändern. Denn ich kann mir nur etwas aneigne, was ich verstehe, und damit meine ich nicht die intellektuelle Durchdringung. Die ist nämlich der einfache Teil. Wenn ich über die Hintergründe der chinesischen und japanischen Teezeremonien lese, verstehe ich das intellektuell, aber wenn ich es imitiere, dann bleibt die Handlung auf der gefühlsmäßigen Ebene irgendwie unbehaust, weil ich in diesen Traditionen nicht zu Hause bin. Also übernehme ich, worin ich mich zu Hause fühle und lasse beiseite, was mir zu wenig bedeutet, als dass ich es sinnvoll praktizieren könnte.
       
      Der temporäre Altar
      Hier bin ich deutlich von meiner schamanischen Praxis beeinflusst, und zwar von der Tradition der Mesa. Nicht, dass ich Schamanin wäre oder über viel Erfahrung verfügen würde. Aber die Mesa sagt mir etwas - zumindest das, was ich daraus für mich gemacht habe. Es geht darum, ein reales Abbild von etwas zu schaffen - einem Wunsch, einem Zustand, einem Gefühl. Wobei es mir von vornherein um ein ideales Abbild geht, kein reales (man stellt z .B. nicht sein chaotisches Leben oder eine Krankheit dar,- das wäre ganz furchtbar -, sondern das Leben, das man gerne führen würde, keinen Streit, sondern die Versöhnung etc., also nicht das Problem, sondern die Lösung). Dazu ist es wichtig, symbolische Gegenstände auszuwählen, die einem wirklich etwas bedeuten. Man wählt, was man als Symbol für das Thema für angemessen hält, und nicht das, was man nur optisch ansprechend findet oder was einem die Oma geschenkt hat, was einem aber an sich gleichgültig ist. Was meine Tee-Altäre von einer schamanischen Mesa unterscheidet, ist, dass ich darauf verzichte, den Prozess abzubilden, z. B. das Abbild von Trauer, das sich durch Veränderung der Mesa zur Bewältigung wandelt. Das wäre mir für ein Teeritual viel zu kompliziert, und daher setze ich dort an, wo sich im schamanischen Ritual der Endpunk befindet. Schließlich will ich Tee trinken und nicht tiefgreifende Probleme bearbeiten. 
      Hinzu kommt, eine traditionelle Mesa ist meist wahnsinnig voll, und wenn man da noch eine Teekanne dazustellt, würde man sich zwangsläufig in den Details verlieren, sodass man den Tee auch gleich weglassen kann. Also reduziere ich die Mesa-Idee auf das Allerwesentlichste, auf ein oder zwei Gegenstände, die ein kleines Thema symbolisieren, denn ich will ja Tee trinken und nicht die Welt retten. Meine Tee-Altäre sind monothematisch und sehr minimalistisch. Die äußere Form hilft mir, mich auf einen Gedanken zu fokussieren, der das Teetrinken begleitet, wobei der Tee im Vordergrund steht. Es ist eher ein Grundton, ein Hintergrund, und nicht das Hauptthema. 
      Überhaupt: das Thema. Ich achte darauf, das nicht zu überfrachten, um den Tee nicht aus dem Blick zu verlieren. Oftmals geht es nur um Harmonie. Oder darum, mir bewusst zu machen, wie gut es mir eigentlich geht (man wird ja im Alltag so schnell undankbar). Es kann auch um Erinnerung gehen, um Achtsamkeit ...  Wenn ich wirklich Probleme oder Details bearbeiten will, wähle ich lieber eine andere Form der geistigen Fokussierung.
       
      Welchen Tee fürs Ritual?
      Ich wähle für meine kleinen Teerituale immer einen Tee, den ich kenne und der zum Thema passt (also, für mich). Um Tees zu verkosten, ist der Teealtar nicht die richtige Form. Nichts wäre störender, als ein Altar zum Thema Harmonie, wenn der Tee sich als ausgesprochen kratziger, unrund schmeckender Trank entpuppt. Um Tees kennenzulernen, wähle ich zwar gern ein Setting, das für mich zu dem Tee passt (oder von dem ich das zumindest glaube), aber da tut es eine Unterlage, eine Schale und eine Kanne. 
      Beispiele für meine Tee-Altäre finden sich in meiner entsprechenden Galerie. 
       
       

    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
         3
      Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich endlich eine Töpferscheibe zugelegt. Leider ziemlich gleichzeitig auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung.   Superdoof!  Deshalb wurde die Gute bis jetzt erst 2 mal benutzt, was mich immens ärgert. 
      Aber es hat mich doch ganz schön in den Fingern gejuckt, daher hab ich dann doch mal wieder eine kleine Session eingelegt. Ohne E-Scheibe. Nur einen kleinen Klumpen Ton, komplett freihand um die Handgelenke etwas zu schonen.
      Dabei herausgekommen sind ein kleines Yunomi im Chawan-Look, ein Yunomi oder Guinomi in Hammerschlag-Optik und eine Schale, ebenfalls mit "Hammerschlag".

  • Gleiche Inhalte

    • Von Quorton
      Nach eingen Wochen und mindestens 100g Tee, fühle ich mich bereit ein bisschen über diese Yanchas aus Hong Kong zu berichten. Wie manche es vielleicht schon gemerkt haben, schreibe ich oft mit Jay, den Teeverkäufer aus Hong Kong (TealifeHK) und auch mit anderen Usern auf einen Tee-Server auf Discord. Irgendwann lies ich mich durch die Beschreibungen überzeugen und bestellte vier Oolongs. Jay verkauft auch viele Pu'Erhs aber da ich keinen trinke, kann ich darüber nichts sagen.
       
      Zurück aber zum Thema. Hong Kong Oolong sollen üblicherweise ein ganz anderer Stil von Tee darstellen in dem sie deutlich höher geröstet werden als es jetzt üblich ist. Diese Röstungen sowie höhere Oxidation werden immer weniger populär was man gut mit den Extremfall Tie Guan Yin sieht. 
       
      Ich persönlich trinke aufmerksam Tee seit jetzt 2 Jahren und seit ungefähr einen Jahr bin ich fast ausschließlich auf Yanchas fokussiert. Ich mag auch andere Tees aber da fühle ich mich am wohlsten. 
      Dieser Post ist ein Sammelsorium an Eindrücken und Bildern aber keine Qualitätsbeurteilung oder irgendeine Kaufempfehlung. Der Grund: ich traue mir es nicht zu nach nur 1-2 Jahren. 
      Zu meiner Yancha Erfahrung: ich habe fast das ganze Sortiment von Cha Dao in der Tasse gehabt (es lebe die Cha Dao Teeauswahl) inklusive einen hoch gerösteten Yancha der aber nicht im Online-Angebot war. Zusätzlich habe ich relativ viele Tees von "Die Kunst des Tees" probiert. Neben den zwei hier bekannten Verkäufern, bestellte ich Yanchas auch bei Mei Leaf und What-Cha. 
      Ach, ja, die Tees. Paar Details zu Vorbereitung:
       
      1) Alles wurde in einen 70ml Jianshui vorbereitet. 
      2) Ich fülle das Kännchen meistens bis zu einen drittel mit Teeblättern. Die Ausnahme ist der TGY, da war es vielleicht 1/4.
      3) Kochendes Wasser. Immer.
      4) Ziehzeiten nach Gefühl. Ich tendiere eher zu längeren als es üblich ist laut Internet-Gongfu-Meistern.
      5) Aufgusszahl variiert zwischen 5 und 6 für jeden Tee. Vielleicht 7 für den TGY weil gerollt.
       
      Aged Da Hong Pao (2005-2006)
      Hier haben wir einen gealterten und hoch gerösteten Da Hong Pao. Unter Da Hong Pao versteht man alles und nichts. Ich persönlich bin der Meinung, dass DHP hat eine gewisse Note die immer präsent ist und auch sehr schwer zu beschreiben ist.
       
      Der Geruch ist hauptsächlich röstig aber was erwartet man beim trockenen Blatt.
       
      Die Farbe ist sehr Rot und ohne starken Licht wie hier, geht sogar ins wirklich dunklere. Ich hatte manchmal übertrieben Aufgüsse die eher richtig Shou Pu'Erh gingen.
      Und wenn man von Shou Pu'Erh spricht, das erste was mir hier Aufgefallen ist, ist diese sehr sanfte, kremige Konsistenz und Gefühl wie bei einen Shou. Ich habe ein paar Shou probiert und mochte diesen Aspekt, was mich erschreckte war das Aroma. 
      Dieser DHP hat das charakteristische Aroma eines DHP aber es ist nicht sehr aufdringlich. Insgesamt aber sehr beeindruckendes Gefühl im Mund und ein sehr angenehmer Kaffee-artiger Nachgeschmack. Im Vergleich zu anderen DHP, ist der eher wenig explosiv. Dafür ist er sehr dickflüssig und kremig. Der Nachgeschmack ist auch eine angenehme dunkle Spiegelung des Tees in der Tasse. Auch Elemente von süßen Gewürzen sind präsent.
      Das Hong Kong Pendant zu Milchkaffee mit Schuss? Auch das leichte kratzige des Schnapses ist da.
       
       
       
      Classic HK Shuixian (grade 1)
      Das jetzt das mittlere Spektrum was Röstung angeht. Und das merkt man deutlich. Diese typische Röstaromen sind hier eben fehlend. Die Röstung soll nur den Teegeschmack selbst verändern und nichts dazugeben. 

      Man sieht es schon am Blatt selbst. Aber wie verhält es sich mit den Aufgüssen?
       

      Hier ist es deutlich heller. Und die Fruchtigkeit die aus der Tasse kommt ist etwas was ich noch nie in keinen Yancha hatte. Es gibt einen leichten süßlichen Karamel Aroma aber die Fructigkeit dominiert. Man hat zwei Aspekte: süße Fruchtigkeit und eher saure Fruchtigkeit. Das ganze bezeichne ich wie eine Mischung aus Erdbeeren und Grapefruit. Ich muss sagen, ich war nicht sehr begesitert davon am Anfang (hey, ich bestellte Röstaromen nicht das Ding da), aber mit der Zeit und mit der Ruhe ist es glaube ich sogar mein Favorit geworden (vielleicht). Die Ausgewogenheit ist der Schlüssel zum Erfolg hier. Zusätzlich ist die Fruchtigkeit wirklich ungewöhnlich und interessant. Der Tee wirkt eher an den Seiten der Zunge und auf den oberen mittleren Bereich. Würzigkeit ist nur in den Aromen.

       
      Three Stamp Shui XIan
      Jetzt fängst es an.
       
      Der Darth Vader der Tees. Die höchste Röstung des Ladens und vermutlich die höchste die noch sinnvoll ist. Vor allem ist die Röstung auch relativ frisch (2017). Das Blatt ist absolut dunkel. Riecht nach Röstung. 
       

      Entsprechend tief rot ist der Aufguss. Dieser Tee hat die meiste Variation zwischen den Aufgüssen. Erster Aufguss wird von der Röstung dominiert mit Elementen der Würzigkeit. Allerdings finde ich eigentlich diesen Aufguss angenehm um auch die Röstung mal zu fühlen. Ich mag das. Der zweite Aufguss hat immer noch diese Röstung aber die Würzigkeit dominiert. So schmeckt für mich üblicherweise ein Shuixian. Es ist leicht säuerlich aber dieser Tanz auf der Zunge mit den Zimt und einen hauch Schokolade ist das Hauptelement. Weiter Aufgüsse gehen komplett in die Karamell Richtung. Kennt ihr die Riesen, diese Karamell Bonbons mit dunkler Schokolade übergossen? So ist das. Der Tee der am nächsten den steht ist der Bei Dou DHP von Cha Dao. Je mehr Karamell man hat desto weniger ist die Röstung spürbar. Auch die Würzigkeit nimmt ab. Insgesamt meine vollkommene Komfortzone.
       
      Eine Person bezeichnete den Geschmack als ein bisschen wie "Cola" was ja das gleiche wie ein hauch verkohltes karamell ist. Er merkte auch Kirsche wo ich leider nicht mithalten kann. Aber so sind die Geschmäcker: feiner und weniger fein (ich).

       
      High Fire Tie Guan Yin
       
      Jetzt kommen wir zum letzten Tee. Es handelt sich um einen TGY der von der gleichen Familie von Röstern wie der Three Stamp stammt. 

      Sieht wie normaler TGY nur in schwarz. 

      Die Farbe ist ein bisschen heller als die anderen Hochröstungen aber dunkler als der classic Shui Xian. Dieser Tee ist, wenn ich wirklich sagen müsste, der wo ich mir ziemlich sicher bin, dass 1) es ist wirklich gutes Blattgut, 2) die Röstung ist nicht da um alles zu zerstören.
      Es ist ein wunderbarer Tie Guan Yin im Mund deren charakteristische Grapefruit-artige Noten sehr präsent sind. Es hat den Nachgeschmack, den Geschmack, den Effekt auf der Seiten der Zunge und im Gaumen. Zusätzlich aber, hat der Tee diese Karamell, Kakao und Kaffee Aromen (nur in der Nase, im Gegenteil zu Three Stamp und DHP) die als Begleitung präsent sind. Sehr elegant. Nicht so komplex wie manches von Atong Chen, aber wirklich eine tolle Sache. Es ist aber kein Effekt wie oft bei TGY, wo man das Gefühl hat einen Blumenstrauß ins Gesicht bekommen zu haben.

       
       
      Ein paar Schlussgedanken
      1) Wir haben sehr viel über den Tees mit anderen Leuten auf Discord aber auch mit Laien, die die Tees an meiner Geburtstagsfeier probiert haben, diskutiert. Was auffällt ist, dass es Leute gibt die nur Röstung merken. Sie sind frustriert nach den Trinken. Es gab große Versprechen aber für sie, könnte es auch eine Aschensuppe sein. Andere sind sofort begeistert und können eine halbe Stunde ihre Eindrücke teilen (Insbesondere die Unterschiede zwischen den Three Stamp Aufgüssen fällte Leuten auf). 
      2) Diese Tees sind eher wenig für die Aromen gemacht. Die sind da, aber das Spannende passiert im Mund und im Nachgeschmack. Die Aromen sind eher die nette Begleitveranstaltung als der Main Stage.
      3) Es ist einer andere Welt als sehr viele der Yanchas die ich getrunken habe. Komplett andere "Persönlichkeiten". Sogar der Cha Dao hoch gerösteter Yancha war sehr anders da die Röstung da war um die Fruchtigkeit bis zum einen fast absurd intensiven Punkt zu bringen. Komplett andere Ziele als hier.
      4) Diese Tees hängen sehr von persönlichen Geschmack ab. Ich liebe schwarze 90% Schokolade, habe nie in Getränk in meinen Leben absichtlich gesüßt und Bitterkeit/rauchige Aromen haben mich nie abgeschreckt. Diese Tees entsprechen meinen Vorlieben sehr. 
       
       
      Am Ende sind diese Tees sehr charaktervoll, schamlos und bieten eine sehr interessante Erfahrung. Im Zeiten wo das florale siegt, ist der Feuer für mich sehr willkommen. Auch weil insgesamt scheint die Kunst der Röstung eher an Popularität zu verlieren. Diese Tees scheinen weit Weg von den Wuyi bergen zu sein und eine andere Logik zu verfolgen.
       
       
    • Von Roberts Teehaus
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      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Robert