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Hallo,
 
hab gearde etwas über Whisky nachgedacht, weil mir alte Ideen über Tee-aroma-räder und so über den Weg kamen.
 
Dabei fiel mir auf, dass die Whisky-leute recht aktiv darin sind Aromen zu erkennen und zu bestimmen.
 
Außerdem sind einige Zusammenhänge nicht zu übersehen.
 
Dabei fiel  mir auch folgendes Video zu:
 
>https://www.youtube.com/watch?v=fgPjksE4M4w
 
eine siebenteilige Videoreihe inerhalb einer längeren Sammlung zu Proben usw.
 
Also möchte ich jetzt nicht mit "Trinken" anfangen. Aber mal etwas genauer hineinriechen schon.
 
Vieleicht gibt es in diesem Beitrag noch einiges über Zusammenhänge zwischen den Themen zusammenzutragen?
 
Gruß Krabbenhueter

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Riechen ist ok, aber daß Schnaps oder feiner: gebranntes Wasser Gift für Deine Caliculi gustatorii (Geschmacks-  oder Schmecknospen) sind ist schon klar :P , ebenso Rauchen und scharfe Gewürze.


Pech! Ich stelle mir gerade vor, wie Du an einem Single malt riechst und ihn dann in den Ausguß gießt.



Interessant ist das Thema allemal, ich wollte auch schon mal damit anfangen. Aromaräder kennt der interessierte Laie, da reden dann alle über Grün und Melone usw. aber der Teufel steckt im Detail.



Wie Geschmack und Geruch funktionieren ist grob klar (siehe Wikipedia oder man befrage einen befreundeten Naturwissenschaftler) aber wie aus den Geruchs- und Geschmacksinforationen im Hirn Assoziationen entstehen und wie die benannt werden  - das ist nicht ohne!!!! Jemand mit geringem Wortschatz hat´s da schwer; Jemand der viel Fertignahrung zu sich nimmt hat´s da auch schwer, weil seine Geschmacksnerven korrumpiert sind (Hans-Ulrich Grimm: Die Suppe lügt, Die schöne neue Welt des Essens).


Leute die viel selber kochen  und gut essen taugen da besser, den sie sind geschult auf Geschmacksfeinheiten.



Nun mal ein  Beispiel: Wir haben einen sheng pu, der in seiner Bitterniss an Äpfel erinnert, aber an welche? An den grünnen Granny Smith aus dem Supermarkt  (den der nach saurem Styropor schmeckt) oder nach einem sonnengereiften, am frühen Morgen im Herbstnebel gepflückten Boskopp?


Ich hoffe Krabbenhueter Du wußtest auf was Du Dich da eingelassen hast ;)

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Also das mit dem Ausguss vergessen wir mal wieder ganz schnell !!!!!


Aber mal im Ernst: Ich glaube nicht, dass bei meinen geringen Mengen an Prozentigem, was ich bis jetzt hatte, schon Kahlschlag herrscht.


Da ist wegen Schärfe schon mehr passiert.



Außerdem ist vieleicht das beschriebene Zulöffeln von Wasser etwas hilfreich.



Aber die Art wie gerade dieser Ralfy beschreibt, mit welchem Glas wie er diesen Geruch wahrnimmt, finde ich interessant.Das erinnert etwas an Kungfucha mit Riechbecher.



Und er sagt selbst, dass man es nicht übertreiben sollte und einfach auch beim Genießen  nur etwas darauf achten kann, was man erkennt. Keine Haarspalterei wegen Kleinigkeiten. Erst einmal grobe Unterscheidungen und dann feiner werden.



Im richtigen Glas mal 1cl von drei Sorten vergleichen das ist schon nicht übertrieben. Und da hab ich gleich richtig angesetzt und mich im Fachladen nach Miniaturen (5cl) umgeschaut. Das geht nicht so ins Geld und ist Vergleichbar wie Puerh-scheiben als Proben schicken lassen.



Und ganz ehrlich betrachten ist das für mich eher ne Ausnahme, weil ich nur ungern meine Wahrnehmung einschränke.



Gruß Krabbenhueter


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Oh Weh, Oh Jammer; Oh Not!!!

Die führenden Zungen im Teetalk begehen "Gustatorischen Selbsmord" :sick:

Wie sollen wir da im internationalen Wettbewerb bestehen?



@Krabbenhueter

das mit den Gläsern ist eine Binse (!) da schau mal bei den Weinleuten.

Daß das Gefäß den Eindruck den man von einem Getränk hat mitbestimmt ist offensichtlich. Anbei ein link von the leaf, in dem zu hübschen "essentielle Spielereien" eingeladen wird. Ich hab sie selber schon öfter durchprobiert und es ist tatsächlich ein Unterschied zu schmecken, ob Du den Tee mit einem Sevierkännchen oder nur durch ein Sieb in die Schale bringst, daß die Farbe sich in weißen Schalen allein durch die Form unterscheidet ist schon fast ein Gemeinplatz usw usw.

http://the-leaf.org/Issue3/wp-content/uploads/2008/08/gong-fu-tea-tips-issue-3.pdf

Egal ob Du das mit Whisky, Tee oder blankem Wasser machst, du hast auf jeden Fall den Effekt, daß Du Deine Sinne schärfst - und das ist doch schon mal was?

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Hm, jammi, single Malt - leckeer ;) so hin und wieder, weil das gute Zeug ist ja verdammich teuer. Ich selbst hab da herzlich wenig Ahnung von; aber nen Bekannten, bei dem ich hin und wieder mal was hingestellt bekomm.



Wegen der Geschmacksnerven... Nun ja, Chinesen sind nicht unbedingt für mildes Essen bekannt -  und haben den Tee immerhin 'erfunden'.


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Das mit dem Whiskey war auch nur ein Tribut an unseren?/meinen Durst. Der Dampf aus dem Kessel war halt schon raus. Da konnte man sich gegen 3 Uhr nachts doch mal eine Auszeit gönnen!



Und keine Angst, das macht nicht Schule, war eben nur ein merkwürdiger Exkurs, inwieweit das Röstaroma gegen den Whiskey bestehen kann, nachdem wie schon gesagt, alle Zungen von Tee betäubt waren.


Gepantscht wird erst einmal nichts mehr   B) und ich für meinen Teil hatte auch ohnehin schon chazui 茶醉


Edited by chenshi-chinatee
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Ich denke die Sache ist an sich gar nicht so verkehrt, denn auch Kaffee wird oft in Variationen mit Alkohol getrunken.



Evtl. hätte man hier im Thread besser nach "Tee und Alkohol" fragen sollen, wobei Tee und Rum ja schon eine gewisse Tradition unter den Friesen hat. Cognac könnte ich mir in diesem Zusammenhang auch ganz gut vorstellen.



Ich persönlich bin kein Whiskey-Trinker und um diesen beim Treffen dann in Glas weg stecken zu können, habe ich etwas mehr Tee in das Glas getan als die andern :D


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Eigendlich hatte ich gedacht, dass ich ein paar Tips von anderen zu diesem Thema bekommen könnte.



Gut, fang ich erst mal mit meinem gefährlichen Halbwissen an:



Das bei über 50% Alkoholgehalt die Geschmacksknospen leiden ist mir auch bekannt. In wiefern das auch auf die Riechzellen in der nase zutrifft, weiß ich nicht.


Der Taster bevorzugt deshalb auch etwas hochprozentigere Flaschen, damit er genügend Potential zur Verdünnung mit Wasser hat. Das senkt dann den A.gehalt auf um die 40%.



Der gewollte Nebenefekt ist, dass kurz nach dem Verdünnen wärend des Mischvorgangs verstärkt Aromen entweichen und diese gerochenen Aromen fast noch interessanter sind als der Schluck. Bei  meinen wenigen Erfahrungen kann ich  mir das aber auch vorstellen.



Wie gesagt, das erinnert mich ein wenig an Riechbecher.



Und Riechen kann man am Nosing-Glas auch, wenn nur wenig drin ist.



Die Wahl des passenden Wassers erinnert mich direkt an die Wahl von passendes Teewasser.



Und dann gibt es die gleiche Disskussion um große Flaschen und kleine Proben wie bei Puerh-scheiben.


Dann ist Teuer auch dort eine Frage der Menge und Qualität die man so über die Zeit verbraucht.



Gruß Krabbenhueter


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kurze zwischen frage zu den wenxiangbei oder riechbechern:



nutzt die jemand von euch wirklich im alltag, oder eher einmalig beim entdecken? bis vor kurzem habe ich die teile eigentlich nur als platzverschwender angesehen, aber das trifft bei mir auch immer noch auf die teezange und den anderen holzkram zu, ich brauch das gar nicht :)



nun ist aber so das der wenxiangbei doch seine daseinsbereichtigung hat (haben muss). Ich ertappe mich dennoch ständig dabei, das ich als den normalen tässchen trinke und die riechtässchen total ausser acht lasse.


Edited by chenshi-chinatee
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Ich habe mein Gongfu Cha Set einmal benützt. Es ist mir einfach zu unpraktisch obwohl ich diese Teezeremonie, so wie ich sie ja schon 2 mal in Stuttgart hatte liebe.


In der Praxis sieht es eher so aus, dass ich dem Tee in der Glaskanne zuschauen kann und nach dem abgießen den Deckel hebe und am Inhalt, also den nassen Teeblättern rieche. Zuhause geht dann diese Kännchen auch mal reihum.


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Ich finde mich da überhaupt erst hinein. Ich habe einen Gaiwan, eine Glaskanne und eine Teeschale in passender Größe. Das Teeschiff kommt demnächst, eine Oolong-Kanne projektiere ich. Ich rieche momentan am geleerten Teebecher und am Gaiwan. Das muss einfach erst mal reichen. Ich habe auch noch kein Schalen/Riechbecher-Set gefunden, das mir gefällt. 


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