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"Kennenlernen und Prüfen" von Oolong


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Nach einem Beitrag von Formosa Wulong werde ich nun einige Oolongs nach dieser Methode probieren...

3g auf 150 ml Wasser

Bei mir Brita mit derzeit 6,97 grad dH

Ja, nach 2 min. Kann ich schon Aromen feststellen...

Ach so, ich hab vergessen den Tee vorzustellen: in diesem Fall ein ganz einfacher Taiwan Oolong sehr grün und sehr preiswert...

Nach 5 bis 10 Minuten Probe mit dem Löffel. Ja, es gibt schon typische Aromen und der Oolong ist nicht unangenehm, wenig bitter aber auch sonst einfach wenig drin...

Nach ca. 30 Minuten ist der Tee Zimmerkalt und die Blätter sind aufgegangen.

Mh, ich merke Bitterkeit, aber auch florale und leicht cremige Anteile, es kratzt etwas im Hals...

Da ich den Tee schon kenne, wenn er lange geschlossen steht, kann ich anfügen, dass er dann durchaus auch sehr dunkel werden kann. Warscheinlich auch durch das lange Halten der Wärme.

Ist eben ein Oolong fürs schnelle Frühstück mit wenig Aufgüssen zum Essen dazu...

Aber es geht hier um die Methode, nicht um den Oolong.

Als Nachtrag noch die Frage: Ob es nicht günstiger ist, zumindestens zu Beginn mit geschlossenem Deckel zu probieren, denn mir war der erste Versuch nach 2 min. schon zu weit abgekühlt?

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Das mit Deckel geht spricht auch gar nicht gegen die Methode. Im Gegenteil, es würde den Tee eher sogar noch mehr fordern. 



Von deinem Aufgussgefäß konnte ich jetzt nicht erkennen, wie hoch im Verhältnis zur Breite es war. Ideal wäre natürlich eine Schale, die nicht zu Flach ist. 


Dadurch wird die Temperatur länger gehalten.



Ideal wäre vielleicht eine 150 ml Gaiwan oder eine Deckeltasse. Nach 3-5 min kann man ja den Deckel dann runternehmen. 



In der Praxis wird es in Taiwan beim Teeeinkauf (Großhändler) jedoch aus praktischen Gründen so gemacht, dass die Tees in entsprechenden Schalen aufgegossen werden und einfach direkt so stehen gelassen werden (ohne Deckel)


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taste/teste gerade meinen donding, über den ich vor einiger zeit häufiger geschrieben hatte.

hab statt einer schale ein gaiwankännchen genommen. ist innen ein gaiwan, besitzt aber einen richtigen ausguss mit filter innen vor der tülle. nehm ich ganz gerne zum tasten, und es passen etwa 150 ml rein. tee waren es 3,2g geworden. normal hätte ich wohl etwa die doppelte menge genommen.

ehe ich einen kleinen schluck in die dünnwandige porzellantasse giesse, rühre ich mit einem plastiklöffel um.

bin jetzt bei 2 und 5 minuten angekommen, 10 minuten klingeln gerade.

interessante sache...


...bestätigt, was ich vorher über den donding geschrieben hatte. ist ein feiner tee.

jetzt entwickelt er natürlich einen sehr intensiven geschmack, bleibt aber lecker - nicht zu herb oder gar bitter. volles aroma...

von jedem verkostungsdurchgang hätte ich gerne mehr getrunken. ;)

Edited by Key
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Der springende Punkt ist den Tee ohne ihn abzugiessen stehen zu lassen bis er kalt ist. Denn erst in der kalten Tasse zeigt er was er alles in sich trägt. 



Es ist fast so, als ob man einen Teefilm anschaut. Von Anfang bis Ende kann einem der Tee dann langsam seine Geschichte erzählen. 



Will man einen Tee auf Herz und Nieren prüfen ist das mit die beste Methode die ich kenne


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Auch wenn die "Grünen Wulongs" zweifelsfrei ihren Platz in der Welt des Tees gefunden haben und zuletzt, wie Cha Shifu gesagt hat eben, die Wahl und scheinbare Marktsteuerung beim Kunden liegt (ich kann diese Meinung eben nicht teilen), so kann man durch solch eine einfache Probe doch sehr schnell erkennen wo die Probleme der modernen "Grünen Wulongs" liegen und warum hier die Meinungen auseinandergehen gehen können. Im heissen Aufguss zeigen sie sich von ihrer schönen Seite, im Dauertest  zeigen sie ein ganz anderes Gesicht.


Der Anspruch an einen traditionellen Wulong wäre der, dass er auch im Dauertest stabil bleibt (man sagt, er hat einen stabilen Charakter) und nicht in's grasig grüne und bittere umkippt. Hierzu muss der Tee eigentlich nur nach den Regeln der Handwerkskunst verarbeitet werden. Das hat nichts mit Premium oder billig; geröstet oder nicht geröstet zu tun, sondern entscheidet sich allein beim kontrollierten Oxidationsvorgang. Das steht jedoch nicht im Widerspruch dazu, dass es schon die Bandbreite von leicht oxidiert bis stark oxidiert gibt. Die Schwelle wann der Wulong aber Grün und wann traditionell ist, ist hier in der Wandlung der Inhaltsstoffe zu suchen und hat wie gesagt auch nichts mit dem Röstgrad zu tun.



Die Gründe warum es zu den Grünen Wulongs kam und was dabei für Überlegungen anstanden sind jedoch sehr komplex und müssten bei Gelegenheit mal in einem eigenen Thread diskutiert werden. Geschmacklich im Dauertest kann das jedoch manchmal zu überraschenden Ergebnissen führen. Hier geht es dann nicht mehr um Theorie, sondern der Tee beginnt für sich selber zu sprechen. Nach eingehender Prüfung kann dann hier der Kunde entscheiden, was ihm am besten schmeckt und wie er seinen Tee trinken möchte.



Noch ein anderer Gesichtspunkt.


Traditionell sagt man in China, dass Grüntee "kühlend" wirkt und im Frühling und Sommer getrunken wird, während Wulong/Oolong "wärmend" wirkt und wohltuend auf den Magen wirkt. Tatsache ist, dass das auf die Grünen Wulongs nicht mehr zutrifft und man bei Dauergenuss sich auch einen empfindlichen Magen einhandeln kann. 


Deswegen wird ein traditioneller Grüntee eben im Sommer getrunken; mit reduzierter Temperatur; relativ kleiner Menge Tee auf relativ viel Wasser; von kleinblättrigen Teepflanzen wird möglichst zart gepflückt; Je früher im Frühling und je höher das Anbaugebiet, desto edler der Tee. Das hängt alles damit zusammen, möglichst die unangenehm bitteren Faktoren zu reduzieren und das floral süssliche zu fördern.

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Ich muss aber sagen das bei mir diesbezüglich massive Unterschiede aufgefallen sind. Ich hab schon unendlich viele Grüne Tees, als auch grüne Oolongs aus China und Taiwan getrunken. Aber die grünen Oolongs hatten bei mir immer eine wärmende Wirkung und mir ging es mit dem Magen immer blendend, da sie auch mich eher eine beruhigende Auswirkung hatten und haben. Doch bei Grün Tees egal ob China mit Maofeng, Taiping Houkui Longjing oder Bi Luo Chun oder Japan mit seinen Sencha, Gyokuro oder Kabusecha hatte ich immer nach zu viel Genuss ein gewisses innerliches Kältegefühl und vor allem Zustände in denen mein Magen nicht mehr ganz freudig war und vor allem mein Nervensystem weit ab von ruhigen Händen lag, da fing wahrlich etwas langsam zum zittern an. Also ich denke es muss da dennoch einen Unterschied geben, wenn ich von der einen Sorte Literweise trinken kann mit gänzlich anderer Auswirkung und von der anderen Seite mit dem Konsum doch recht eingeschränkt bin ;)


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Wie gesagt, Grüner Wulong ist ja hier auch nur ein Schlagwort. Ob ein Wulong wirklich "Grün" ist, oder ob er einfach nur leicht oxidiert ist, sind wirklich zwei paar Stiefel. Denn leicht oxidiert muss nicht "Grün" bedeuten. Beim "grünen" ist jedoch beim Oxidationsvorgang etwas qualitativ zu wenig passiert, was ihn zu einer Art Zwitter werden lässt. Zum leicht oxidierten Wulong reicht irgendwie noch nicht ganz, aber Grüntee ist es eben auch nicht. Es ist eben ein nicht wirklich zu Wulong verarbeiteter Wulongtee.



Unterm Strich kann man aber sagen, dass wenn ein Tee ins bittere umschlägt, er auf Dauer auch nicht positiv auf den Magen anzusprechen ist. Ich möchte hier jetzt nicht wieder in Fachchinesisch ausufern. Nur soviel: der Geschmack bitter ist in der chinesischen Medizin der Qualität kalt/kühlend zugeordnet. Entsprechend wirkt das eben auch auf den Körper. 



Wie gesagt, ob Grün oder nicht, hat hier nichts mit der Tassenfarbe und dem Blatt zu tun, sondern mit der Wandlung der Inhaltsstoffe und muss immer konkret am Tee geprüft werden. Das kann man so nicht pauschal sagen.


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Heute hatte ich den gelagerten Dongding gleich nochmal probiert. Und da zeigt sich schon, dass der gut ist.

Und doch kann ich nicht viel von dem kalten Aufguss trinken, ohne dass mein Magen mir was sagt.

Aber ich habe dann heiß Wasser zugegeben, so etwa 1 zu 1 und dann schlürft sich dass so weg...

Ein weiterer Aufguss der Blätter zur Probe mal, mit Wasser knapp bedeckt und etwas länger ziehen lassen, schmeckt wie durch...

Da ist nichts mehr zu machen :-)

Zu den Grünen: Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Grün ist kühlend. Und doch gibt es Oolongs, die grün scheinen, aber wärmen. Ich hatte letzten Sommer als es warm war, Shincha und war sehr zufrieden. Kühlend im rechten Maß.

Und jetzt finden auch langsam einige meiner Beobachtungen zusammen und erklären sich.

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Da früher Tees eigentlich nur dann "gelagert" wurden, wenn sie übriggeblieben waren, hatte das natürlich auch immer seine Gründe ;)



Einen Tee mit entsprechender Methode auf Herz und Nieren zu prüfen soll einem ja auch einfach nur noch mehr Facetten, sozusagen den ganzen Film, eines Tees zeigen. Für eine faire  Beurteilung eines Tees muss man immer zwischen sehr vielen Faktoren abwägen und kann eigentlich auch immer nur im konkreten Fall etwas sagen. Da stößt Theorie und pauschale Aussagen einfach an ihre Grenzen.



Wenn ich jedoch manchmal Blindverkostungen mit Freunden auf diese Art mache, sind sie oft sehr überrascht, wie ein Tee, der ihnen im heißen Aufguss noch gut geschmeckt hat, wenn er dann kalt ist kaum noch geniessbar war. Andere Tees wiederum waren im heissen Aufguss eher Verhalten, je länger sie aber standen, desto mehr deutlicher und angenehmer wurden sie in Geschmack und Aroma. Das deckt sich auch mit der Erfahrung an anderer Stelle hier im Forum (Ich glaube Key hatte das irgendwo geschrieben), dass sich Geschmack und Aroma bei ca 30 Grad am besten entfaltet haben. Eine ideale Trinktemperatur wäre wahrscheinlich wohl Körpertemperatur plus minus 5 oder 10 Grad nach oben und unten. 




Edited by Formosa Wulong
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Neugierig habe ich die von Formosa Wulong vorgestellte Kennenlern-Methode auch mal ausprobiert. Testkandidat war der "Hilltribe Gourmet Oolong", den mir Bekannte vor Jahresfrist mal aus Thailand mitgebracht haben und der bis heute sein Dasein verschlossen im Kühlschrank gefristet hat. 

 

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Dieser Tee hat sogar ein eigenes Zubereitungsvideo auf Youtube, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Bevor ihr das anklickt, muss ich aber eine Warnung aussprechen, sonst seit ihr vielleicht "schockiert". Zur Zubereitung wird ein Teeei (!) verwendet und der Aufguss erfolgt in einem Weinglas (!); zugedeckt wird zwischendurch mit einem Plastikdeckel, der wohl von einem Kaffee-togo-Becher stammt (!)

 

Aber seht selbst:

 

>https://www.youtube.com/watch?v=kyQVDEdL5dA

 

Zurück zum Test: 3g auf 150ml Wasser und 30 Minuten stehen lassen - so weit, so gut.

 

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Die Entwicklung von Duftaromen hielt sich in Grenzen, der Geschmackstest nach ca. 10 Minuten ergab schwache blumige Noten und erst der abgekühlte Tee nach einer halben Stunde schmeckte dann intensiv nach Pfirsich; insofern ein ganz interessanter Werdegang. Ich bin gespannt, wie der Tee sich bei Gelegenheit im Gaiwan bzw. im Tonkännchen beim Gongfucha schlägt. In diesem Zusammenhang ein Wort zum Preis bzw. PLV: Bei Amazon habe ich den Tee für 25$/50g gefunden. Wenn er das wert ist, habe ich wohl ein echtes Schnäppchen gemacht, denn meine Bekannten haben in einem Supermarkt in Bangkok 84 Thailändische Baht gezahlt, was nach meinem Währungsumrechner ca. 2,30€ entspricht!

 

Bemerkenswert fand ich noch, dass selbst nach einer halben Stunde sich nicht alle Blätter komplett ausgerollt hatten, sondern teilweise noch zusammengekugelt waren. Für das folgende Foto habe ich einige Blätter manuell entrollt

 

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Hier kann man dann ganz gut die von der Oxidation hervorgerufene Verfärbung an den Blatträndern erkennen, die vom hellbräunlichen in leichtes violett übergeht

 

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Was, hab keine likes mehr?!

Aber das mit dem Teeei ist schon erstaunlich. Das hätte doch fast explodieren müssen, bei der Menge...

Zum Thema:

Die Methode ist das Eine. Aber die Schulung der Wahrnehmung dauert auch so einiges an Zeit.

Deshalb sind es viele Punkte, die da für mich ineinandergreifen.

Wenn ich nicht weiß, in welche Richtung ich schauen soll, werde ich auch nicht erkenen können, worin die Qualitäten der Tees liegen.

Natürlich kann ich sagen, ob mir selbst der Tee einfach gefällt oder nicht.

Aber es gibt eben auch Qualitäten, im Bezug auf die Ernte zum Beispiel, wie die Blätter aussehen oder die Stängel, dass muss ich erst einmal erkennen lernen...

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Einen Tee zu beurteilen ist wirklich ein ziemlich komplexes Unterfangen und spielt sich auf vielen Ebenen ab.



Eine Ebene ist eben die, dass der Kunde einfach sagt: "Das schmeckt mir, das schmeckt mir nicht". Das muss man so auch erst einmal stehen lassen.



Eine weitere Ebene ist, der Kunde ist sehr beeinflusst von Moden und Strömungen und sein Geschmack richtet sich unbewusst danach. Und der Mensch hat die Gewohnheit, unter bestimmten Einflüssen Dinge als gut zu beachten, die er unter anderen Einflüssen vielleicht als nicht so gut erachten würde, oder als wenn er einfach nicht einer Modeströmung folgen würde. (Offtopic@Cha Shifu. Hier merkt man dann oft sehr schnell, dass eben nicht der Kunde den Markt steuert (oder nur sehr sehr begrenzt), sondern das der Markt bewusst gesteuert wird und den Kunden eben das zur Auswahl gegeben wird, was Marktwirtschaftlich am rentabelsten ist. Und ob das was am wirtschaftlichsten ist dann das Beste für den Kunden ist  ---- da muss sich jeder selber beantworten. Denn unbewusst ist eben für die meisten Kunden eben doch Geiz geil. Für manche auch weil sie einfach nicht anders können, als jeden Pfennig umzudrehen. Und da Geiz nunmal geil ist, machen Märkte eben meist nicht das was für den Kunden Sinnvoll und gut wäre, sondern eben das was für den Geldbeutel kurzfristig rentabel. Auch Modetrends kommen ja nicht vom Kunden und die Produzenten richten sich dann danach, sondern Modetrends werden bewusst geschaffen)



Bei genauerer Betrachtung kommen aber auch noch sehr viele sehr komplexe Ebenen (Teekategorie, Teesorte, Anbaugebiet, Preis-Leistung, Klima, Zielsetzung....) mit hinein und nur ein abwägen und berücksichtigen vieler Gesichtspunkte führt dann zum Schluss zu einer Schlussfolgerung, bei der die Meinung unter Fachleuten auch noch oft auseinander geht. 



Was ich bei oben genannter Methode, die auch auf Taiwan sehr viel im Grosshandel praktiziert wird, sehr schön finde, ist dass ein Tee schon sehr stark unter "Stress" (100 Grad Wasser, lange ziehen lassen) gesetzt wird und das Innere aus ihm herausgedreht wird. Gerade bei Wulong ist das wirklich eine sehr gute Methode. Und zum Schluß kommt man oft zu ganz anderen Aufschlüssen, als wenn man nur die kurzen Heißaufgüsse aus der Gaiwan trinkt.


Bei anderen Teekategorien funktioniert das im Prinzip auch genauso, nur müssen hier andere Beurteilungsmaßstäbe angelegt werden.






Edited by Formosa Wulong
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ist immer interessant, selbe formulierungen zum tee ("stress" in diesem fall) zu lesen...

...wird ja an anderen stellen auch gerne von teehändlern benutzt. sie stressen ihren tee.

wie weit geht das auf deinen teemeister in taiwan zurück, formosa wulong? wie hiess er? aton, atong oder so ähnlich...

Edited by Key
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Ich habe jetzt einen Pu-Erh aufgegossen. 2g 100ml Gaiwan. Geruch nach 2 min. nicht so toll. Geschmack nach 10 min. normal. Lauwarm bis kalt, über den Gaiwan in eine Teeschale abgegossen und zwar immer portionsweise! 1. Schale angenehm, 2. auch. 3 schon kräftiger und die 4. und letzte, praktisch der Bodensatz, hammerhart und sehr kräftig mit übervollen Aromen.


Das ist jetzt was für ganz Harte diese zu kräftig mögen. :devil:


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Nein, das geht nicht auf meinen Teelehrer zurück.



(Eigentlich Chen Huantang, Atong ist ein Name der sich hier irgendwie eingebürgert hat, so aber eigentlich nur von Gleichaltrigen engen Freunden genannt wird. Wenn ich Ihn so nennen würde wäre das sehr unhöflich. Das würde sich ungefähr so anhören, wie wenn ich Wolfgang Müller nicht nur nicht mit 'Sie' anreden würde, sondern ihn auch noch 'Wolfi' nennen würde ;) ).



Habe das aber so bei ihm kennengelernt. Die viel größere Kunst ist dann noch, aus dem Tee zu lesen: Sorte, Verarbeitungsprobleme, Wetter, Jahreszeit Jahrgang uvm.) In Taiwan in den Anbaugebieten beim Einkauf und bei der Herstellung von Tee wird das meistens so gemacht. 


In den traditionellen Anbaugebieten im Norden (Pinglin, Nan'gang, Shiding etc) ist es noch Gang und Gebe. An anderen Orten wird man aber auch Automatisch einfach an den Teetisch gebeten und der Tee wird in kurzen Aufgüssen in der Gaiwan serviert. Da muss man dann schon sehr geschulte Geschmacksnerven und viel Erfahrung haben hier den Zustand des Tees herauszuschmecken. Oder man muss ganz einfach verlangen, dass der Tee in der Schale aufgegossen wird. Das war aber vor noch gar nicht so vielen Jahren Standard.


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