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Tee aus japanischen Anbaugebieten - radioaktive Kontamination


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Hallo und guten Abend!
 
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: mein Interesse gilt vor allem Tee aus japanischen Anbaugebieten. Ich habe mich hier registriert, weil ich diesbezüglich nach wie vor Bedenken habe hinsichtlich möglicher radioaktiver Kontamination. Bekanntlich werden die Bestimmungen der Europäischen Union für die Einfuhr von japanischem Tee werden immer mehr gelockert, zuletzt mit der Durchführungsverordnung Nr. 322/2014 vom 28. März 2014:
 
>http://eur-lex.europ...14R0322&from=DE
 
Zitat: "Bei Tee aus der dritten Vegetationsperiode wurde keine radioaktive Belastung festgestellt. Es ist daher angebracht, nicht länger die Probenahme und Analyse vor der Ausfuhr in die Union für Tee mit Ursprung in Präfekturen außer Fukushima zu verlangen."
 
Das bedeutet, dass z.B. Tee aus Kagoshima/Kyushu vor der Ausfuhr in die EU nicht mehr auf radioaktive Belastung untersucht werden muss. Es obliegt nun also den Händlern, diese Tests durchzuführen, und nach Rücksprache mit einigen Händlern verzichten - aus Kostengründen - inzwischen wohl einige auf diese Tests. Wie können wir also sicher sein, dass Tee aus Japan radioaktiv nicht belastet ist? Wie seht Ihr das?
 
Viele Grüße und danke im voraus für Eure sehr geschätzten Meinungen!
 
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Guten Tag AbcTee



Ich verstehe deine Bedenken. Als Betreiber eines kleinen Onlineshops für japanischen Grüntee kann ich zwei Dinge bestätigen. Erstens, dass du nicht der einzige mit diesen Bedenken bist. Und zweitens, dass eine Analyse nach radioaktiven Rückständen nicht ganz günstig ist. Wir handhaben die Thematik so: Unser Haupt-Lieferant lässt seine Tees nach Radioaktivität testen und legt der Lieferung jeweils ein umfassendes Produkteblatt bei. Zudem lassen wir bei Stichproben Laboranalysen in der Schweiz durchführen. Die Tees stammen übrigens aus den Regionen Uji (Kyoto) und Yame (Kyūshū).



Andererseits finde ich - das ist meine persönliche Meinung - können wir unseren Behörden doch ein gewisses Mass an Vertrauen entgegenbringen. Die Massnahmen werden nicht willkürlich festgelegt, sondern basieren auf den Resultaten von vielen Laboranalysen und fachmännischen Einschätzungen.



Um wirklich auf Nummer Sicher zu gehen, bleibt dir wohl nichts Anderes übrig, als vom Händler eine Laboranalyse zu verlangen.



Viele Grüsse


Jürg


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Grundsätzlich ging ja nur ein Bruchteil der damals ausgetretenen Radioaktivität tatsächlich in Japan nieder, der Süden Japans hat m.E. sogar weniger abgekriegt als Nordamerika. 


Hier eine interessante Karte.


Mandeln (ca. 84% der Welternte kommen aus den USA) machen mir gerade zur Vorweihnachtszeit mehr Sorgen.   :(






Das bedeutet, dass z.B. Tee aus Kagoshima/Kyushu vor der Ausfuhr in die EU nicht mehr auf radioaktive Belastung untersucht werden muss. Es obliegt nun also den Händlern, diese Tests durchzuführen, und nach Rücksprache mit einigen Händlern verzichten - aus Kostengründen - inzwischen wohl einige auf diese Tests. Wie können wir also sicher sein, dass Tee aus Japan radioaktiv nicht belastet ist? Wie seht Ihr das?




Mir wäre unwohl, wenn ausschließlich bei der Ausfuhr analysiert würde - hier wie bei Pestiziden: es soll ja Länder geben, wo leichter unbedenkliche Ergebnisse attestiert werden.


Ansonsten stimme ich japantee durchaus zu, es gibt Importeure und Großhändler, die ihre eigenen Tees kontrollieren lassen und die Testergebnisse veröffentlichen oder auf Nachfrage "herausrücken". 

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@AbcTee Ich sehe gerade, dass du mit den Antworten hier nicht zufrieden warst und einen weiteren wortgleichen Thread aufgemacht hast: http://www.teetalk.de/topic/5112-tee-aus-japanischen-anbaugebieten-radioaktive-kontamination/-das ist dann wohl eher Spam oder bewusste Panikmache als Interesse.


Vielleicht könnte man die beiden Threads zusammenführen oder den hier wegen allgemeinerer Überschrift löschen?


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Gemäss meinen Quellen gab es bis nach Shizuoka radioaktiven Fallout. Wir führen deshalb nur Tee aus Kyoto und südlicher im Sortiment. Den Messungen der japanischen Behörden traue ich persönlich nicht. Aber das muss jeder für sich entscheiden.


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  • 3 months later...

Ich habe immer darauf geachtet, Tee weit weg von Fukushima zu bestellen. Kyoto, Kagoshima etc. habe ich da als unbedenklich empfunden.

Nun sehe ich aber, dass einer meiner Hauptlieferanten O Cha nicht mal 60km entfernt vom Fukushima Reaktor gelegen ist:

https://www.o-cha.com/about.html

Wie seht ihr das, wenn man Kagoshima Tees etc. bestellt, die dort zwischengelagert wurden?

Wikipedia schreibt zumindest, dass zahlreiche Menschen von dort weg gezogen sind weil sie Angst vor radioaktiver Strahlung haben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Iwaki

 

Würde nur ungern auf den Händler verzichten, da er mir mit die beste Ware aus Japan liefert.

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Ich habe in einem anderen Thread ein Statement und eine darauf folgende Diskussion gefunden, die die Frage gut beantwortet.

https://www.teetalk.de/forums/topic/1261-o-cha/#comment-12216

Ich habe keine Probleme, dort wieder zu bestellen.... zumal wenn sie die Tees dort nicht öffnen...

Mehr Gedanken mache ich mir eher in Richtung anderer Schadstoffbelastungen in Bezug auf Tee allgemein.... 

z. B. wenn man das hier so alles liest...

http://www.gruenertee.de/pestizide/

 

Edited by Verdana330
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vor 8 Minuten schrieb T-Tester:

Die letzte URL scheint deine Lieblingsseite zu sein, guck mal ins Impressum, das relativiert für mich den Eindruck erheblich.

Das würde ich nicht sagen. In Bezug auf den Anbieter Sunday habe ich mich hier im Forum auch schon sehr kritisch bezüglich dieser Seite geäußert. 

Was dort im Allgemeinen zu Schadstoffen geschrieben wird, das halte ich für ganz brauchbar.... deswegen muss ich ja nicht 100% hinter der Seite stehen (und auch nicht zu 75% :D)....

Wie sind denn deine Gedanken zum Thema Schadstoffe in japanischen Tees (oder auch chinesischen.... ich würde ja eigentlich gerne Jasmine Dragon Pearls bestellen aber ich traue chinesischen Tees nicht vom Schadstoffaspekt her....)?

Edited by Verdana330
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Ich bestelle meist bei Händlern in Deutschland, die ich für vertrauenswürdig halte auch in Bezug auf Schadstofftests. Die also die Tests selber bei unabhängigen Labors im Inland in Auftrag geben (soweit es nicht schon der Großhändler erledigt hat). Schon nur, weil z.B. "bio"-Siegel in China andere Voraussetzungen haben als bei uns.

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vor 3 Stunden schrieb Verdana330:

zumal wenn sie die Tees dort nicht öffnen...

Naja, es ist ja schon nicht so, dass die Strahlung lediglich in offene Packungen fliegt. Trotzdem stimme ich dir dahingehend zu, dass es viele reellere Gefahren gibt als radioaktiv verstrahlten Tee. :)

Edited by theroots
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vor 3 Minuten schrieb theroots:

Naja, es ist ja schon nicht so, dass die Strahlung lediglich in offene Packungen fliegt. Trotzdem stimme ich dir dahingehend zu, dass es viele reellere Gefahren gibt als radioaktiv verstrahlten Tee. :)

Allein die dort gemessenen Werte sprechen doch schon eine Sprache für sich. Da bleibt mein Puls ganz ruhig.

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vor 36 Minuten schrieb Verdana330:

Allein die dort gemessenen Werte sprechen doch schon eine Sprache für sich. Da bleibt mein Puls ganz ruhig.

Bei diversen dokumentationen wird aber auch gezeigt das sie halt öffentliche Plätze wo gemessen wird stärker reinigen lassen (neue erde).

Bei manchen Farmern welche ihre Shiitake Pilze etc messen haben lassen wurden 30 oder wars sogar 3000? mal höhere werte festgestellt als zugelassen.

Muss ja jetzt bei Tee natürlich nicht so sein. ;) Aber Sie nehmen ja die reaktoren bald wieder in Betrieb obwohl sie noch nichtmal richtig dicht sind und wollen sogar noch mehr Kraftwerte bauen. Ich denke da wird auch viel verschwiegen. (Geht ja um viel geld)

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