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Also, Poesie stimmt soweit nicht, aber Literatur ist das wohl schon, worin ich folgende Aussage gefunden habe:


Vorbemerkung: Im Englischen bezeichnet man Kaffee mit Milch als white coffee.



[...] it is difficult to explain why tea with milk is not generally referred to as 'white tea'.




Für uns ist das natürlich ganz leicht! Weißer Tee ist doch was ganz aaanderes !!!!11 Mensch.


bearbeitet von miig

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"Wann erscheint Tee zum erstenmal in anständiger Literatur?" eine Frage, die viele von euch mir schon als mail geschickt haben und die jetzt entlich (nein, kein Schreibfehler siehe Duden! außerdem erinnert es mit t so hübsch an Ente) mal geklärt werden soll:



Soll ich lang drumrumreden oder "quick and dirty"?: Samuel Pepys, Tagebücher!


Am 25. September 1660 läßt sich Samuel Pepys im Flottenamt zum ersten mal dieses exotische Getränk servieren und schreibt darüber in seinem Tagebuch - das uns GottseiDank erhalten ist.



Tagebücher der älteren Schwester, die sie abgeschlossen unter dem Bett verwahrt sollte man natürlich nicht lesen, die von Pepys schon! Ein Kleinod der Tagebuchliteratur und das zu den unaufgebbaren Fundamentbalken einer halbwegs anständigen Bildung zählt. Bei Pepys wird dann Bildung zum Vergnügen.



1633 geboren,  wurde er später (selbstverständlich nicht sofort) Leiter der Proviant-Abteilung im Flottenamt seiner Majestät des Königs von England und schrieb Tagebuch bis zu seiner Erblindung. Wenige Tagebücher sind so amüsant weil so ehrlich. Er schreibt über alles: über die Schönheitspflege seiner Frau (ärgerlich über meine Frau, die sich den Urin von jungen Hunden ins Gesicht geschmiert hat - wie Tante Wight, die damit etwas gegen ihr häßliches Gesicht tun will), über seine Seitensprünge, den Brand von London und die Zustände an europäischen Königshöfen (der König von Spanien pißt nur, wenn ein andere ihm den Nachttopf hält).



Eine preiswerte Ausgabe bei Reclam:


http://www.reclam.de/detail/978-3-15-010693-8/Pepys__Samuel/Tagebuch_aus_dem_London_des_17__Jahrhunderts__



Wer gerne eine kurzweilige Einführung in das spannende und amüsante Gebiet der Tagebuchliteratur lesen möchte:



Michael Maar, Große Tagebücher von Samuel Pepys bis Virginia Woolf  bei C.H. Beck erschienen und außerordentlich hüsch und unterhaltsam gemacht.



Viel Vergnügen beim lesen und der dazugehörigen Tasse Tee.


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*Räusper*, wenn Tagebücher zählen, dann zählen doch auch die der Jesuiten, lieber Paul. Und die haben über "cha" schon etwas früher berichtet ;) Mindestens 45 Jahre früher!


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Das rettet dich jetzt nicht ;) Die Aufzeichnungen sind anständig genug, um in der Wissenschaft eine Rolle zu spieden. Zu gegebener Zeit werde ich mal ein paar interessante Beobachtungen über Tee zitieren. Davon sind einige ebenfalls amüsant!

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Eine Diskussion auf dem Felde der Literatur mit dir kann ich nur verlieren. Ich werde dich daher versuchen, mit den angekündigten Zitaten zu überzeugen :)

bearbeitet von luke

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gestern hab ich nochmal in meine unterlagen reingesehen. hast du zu russischem tee was, luke?



da waren ja diese geheimnisvollen kosaken, die bereits 1567 tee nach russland gebracht haben sollen. allerdings wird das wohl eher ein kurzer eintrag in einem buch als originale quelle sein - zudem weiss man ja auch, dass tee die phantasie beflügelt.



zuverlässiger ist die jahreszahl 1638, evtl. noch 1618. wenn du zu ersten teekontakten in russland noch nichts hast, kann ich das posten. ist quasi schon fertig. war dieses posting, bei dem ich mich völlig verhaspelt hatte, weil ich zuviel reinpacken wollte.



bei den portugiesen, die du vermutlich meinst, hab ich noch nichts fertig.


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Arno Schmidt z. B. der ist schräger als Jesuiten und Kosaken zusammen und er hätte am 18. d.M. 100. Geburtstag. Feiern kann er ihn nicht mehr, denn er ist schon am 3. Juni 1979 gestorben. Seine Frau Alice ist  schon tot, Kinder hatte er  keine, also "Gras über das der Wind geht".


Aber er hat die vielen Arno Schmidt Freunde, die Arno Schmidt Stiftung und Jan Philipp Reemtsma, die GASL und die ASml-News (kein Witz, bitte Nachlesen).



Ich habe keine Lust in das Horn der Arno Schmidt Liebhaber zu blasen und auch das der Arno Schmidt Hasser ist mir zu ausgelutscht.


Er war sicherlich keiner dem das Leben leicht fiel, treffen hätte ich ihn auch nicht wollen, ein sehr unangenehmer Bursche, hochfahrend und überheblich, keiner den man als Freund hätte  haben wollte; ein paar haben es versucht und sind auf die Schnauze gefallen, alles in allem einer, den ich als Mensch gemieden hätte - aber warum habe ich nun fast alles von ihm gelesen?


Weil er furios mit der Sprache umging,  weil er ein "Schmerzensmann" war, weil man herrlich bei seinen Geschichten lachen kann und weil einem das Lachen im Hals stecken bleibt., und und und .....



Für Arno Schmidt Interessierte seien als Einstieg: Seelandschaft mit Pocahontas, oder die Ländlichen Erzählungen empfohlen. Viel Spaß!


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der hatte für mein entspanntes leben eine zu schwierige kindheit. aber du kannst gerne ein teechen zu seinen ehren kippen... ;)



derweil guck ich, ob die beiden kosaken wirklich Petrov und Jalychev hiessen. wenn du das rausfindest paul, les ich 10 seiten von zettel`s traum... ;)


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Peter Rohrsen, Der Tee,  C.H.Beck München 2013, 127 Seiten


E.E. Cummings, Like a perhaps hand, Poems - Gedichte, Mit einem Nachwort von Lars Vollert, C.H.Beck München 2013, 111 Seiten



Zwei Neuerscheinungen aus dem C.H.Beck Verlag, die der Beachtung würdig sind. Fangen wir im Teeforum mit dem Teebuch an? Natürlich nicht, wäre ja viel zu einfach: Vor den Tee hat der Herr das Gedicht gesetzt:



Verschiedene von euch haben mich per PN aufgefordert doch mal was über Gedichte zu schreiben, gehört doch die Rezitation von ihnen zu einer anständigen Teerunde. Die Reihe Textura bei Beck brauche ich Lyrikliebhabern nicht vorzustellen, E.E. Cummings schon: "Whatever sages say and fools, all’s well" die Zeile, die jedem Lyrikfan bei ihm sofort einfällt, seine Bilder (gezeichnete wie gedichtete) und das Photo von ihm mit offenem Mantel und Händen in den Hosentaschen.



seeker of truth



follow no path


all paths lead where



truth is here



Ein Gedicht von ihm aus dem angezeigten Band. Die Übersetzung von Lars Vollert steht gegenüber auf Seite 87. Der Band ist also zweisprachig, und da sind wir schon an der ewigen Kampfline der Lyrik/Poesie Besessenen. Sollte man Gedichte übersetzen? Nur im Original? Übersetzung ist Nachdichtung? Das Gelände ist vermint, jeder Schritt birgt Gefahren.



Lars Vollert, 1970 geboren, lobt in seinem Nachwort Eva Hesse die großartige Übersetzerin von Cummings - das ist brav! Er reitet ein wenig den Bildungsgaul und zitiert Lessing, Futuristen und Dadaisten - das muß man nicht zeigen, daß man sein Handwerkszeug in Ordnung hat, davon gehe ich aus. Er ist halt noch recht jung und ficht gegen eine riesige Übermutter. Man möchte ihm manchmal bei seinen Übersetzungen zurufen. Mehr Mut!



C.H.Beck ist auf jeden Fall zu loben! Cummings in solch einer hübschen Reihe, das freut einen. Das läßt einen auch übersehen, daß bei Geburtsdatum  und Todesdatum nur die Jahre genannt werden und nicht wie es sich gehört: 14. Okt. 1894 - 3. Sept. 1962 das ganze Datum. Auch daß bei den Gedichten das Entstehungsdatum fehlt sei dem Verlag am Tag des Gerichts nicht angerechnet.



Sucher der Wahrheit



folge keinem pfad


alle pfade führen hin wo



wahrheit ist hier



Der Vollertsche Versuch, über den man lange und mit viel Spaß reden könnte und dabei Tee trinken.





Nun zum Teebuch: Klein nett handlich!



Dr. Peter Rohrsen, der auch auf der Rückseite des Buches als einer der ersten IHK - Tee-Sommeliers ( ihr erinnert euch über die Diskussion im Forum über diese Ausbildung? ;) ) angepriesen wird  was natürlich in jeder Besprechung wieder erwähnt wird! Aber nirgendwo habe ich bei einer Besprechung diesen hübschen Link gefunden:


http://www.teegschwendner.de/AxCMSwebLive_PremiumSample/upload/Teecetera_21_802.pdf


Noch nicht mal auf dem Waschzettel des Verlags!



@Gero


Ich nehme gerne ein paar Proben von TeeGschwendner entgegen für die Werbung - aber nur aus der Edmontsserie :) . In seinem hübschen Vorwort erwähnt Herr Rohrsen: Albert Gschwendner und Thomas Holz - das mußte mal erwähnt werden!



Und nun mal ohne Flachs. Der hat sich große Mühe gegeben der Herr Rohrsen, alles genau aufgelistet, die Daten stammen von 2011, einem Tee-talk Fuchs kann er natürlich nichts Neues erzählen, aber man hat die Informationen kompakt zusammen und schnell greifbar.



@key


Es wird Dir gefallen!



Ich habe bei genauem Durchlesen keine signifikanten Fehler gefunden und das ist doch schon mal was! Ein hübsches Geschenk für Anfänger und für Fortgeschrittene ein schnelles kleines Nachschlagewerk. Für 8.95 € o.k. und man bekommt es in jeder deutschen Buchhandlung ohne Paypal ;)



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Wie, keine Bemerkungen zu Arno? Haltet euch mal ran, in zwei Tagen hat er Geburtstag ;)

Den habe ich glücklicherweise verpasst. Wird mir eine schöne Fete gewesen sein. Nein also mit dem ist nicht gut Kirschen essen. Eine Romanfigur in einem Werk eines anderen Authors ist vom Lesen dessen Werke, ja man kann es nicht anders sagen, total irre geworden.

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Ich wollte eigentlich nichts zu diesem diskriminierden Beitrag von TeeStövchen schreiben, aber diese Form von Chauvinismus gehört angeprangert. ;)

Den anderen klein machen um dardurch größer zu erscheinen; schlimm schlimm! Wo bleibt den da der Genderbeauftragte?

Na ja von Uhland ist ja auch nichts anderes zu erwarten :yahoo:

Dann mal ein Zitat von einem echten Dichter:

Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich auf das Ende sehe!!

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Der gute Soldat Svejk, ein Shu-Trinker?



Ein Mann von der dunklen Seite des Tees? Überraschende Ergebnisse aus den verborgenen Abgründen der Literaturwissenschaft! Lesen Sie morgen an dieser Stelle die Enthüllungen über: "Die Abenteuer des guten Soldaten Svejk im Weltkrieg"



Heute am Tag des einjährigen Bestehens des Tee in der Literatur/Poesie Forums im TeeTalk, danke, danke liebes (Virtuelles) Auditorium für die Ovationen, soll die Besprechung eines ganz besonderen Buches den Ehrentag krönen. Es ist entlich eine Neuübersetzung des Svejk erschienen - bei der Reclam Bibliothek, die dafür nicht genug zu rühmen ist.



Aber wir heute in der Redaktion müssen den Ehrentag feiern und die vielen herzergreifenden Glückwünsche lesen und die Präsentkörbe leerfressen und -trinken die uns in so großer Zahl zugegangen sind, daß der Redaktionsdiener um 18 Uhr mit einem Bandscheibenvorfall inś Krankenhaus Links der Isar eingeliefert wurde.



Bitte sehen sie von weiteren telephonischen Glückwünschen ab, unsere Vermittlungsfräuleins tanzen schon auf den Tischen und lassen die Redaktion hochleben.



Also freuen sie sich auf morgen, gleiche Stelle gleiche Welle und lesen sie dann, warum man den Schwejk getrost in unsere Riege der shu-Trinker aufnehmen kann und muß.



Humpa humpa tätäräh humpa humpa tätärah, Schampus Fräulein Kesselmüller! :yahoo: :yahoo: :yahoo:


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Der gute Soldat Svejk, ein Shu-Trinker?



SELBSTVERSTÄNDLICH!



Aber warum, dazu muß man ein wenig ausholen.


Mit einem nassen Tuch um den Kopf - die Feierlichkeiten zum einjährigen Bestehen des Tee/LiteraturForums dauerten bis in die frühen Mittagsstunden. Leicht verkatert, traf sich die Redaktion um sechs nach dem Fest und trank ein Bier, aber ein Dunkles.



Muß man eigentlich einem Menschen erklären wer der Svejk ist? In der Redaktion konnte sich keiner vorstellen, daß es jemanden gäbe, der des Lesens mächtig, dieses eherne Denkmal der Subordination nicht kennt.



Aber eine kleine Hinführung aus der Feder des Redaktionsboten sei erlaubt: Der Svejk stammt von Jaroslav Hasek, Tscheche,  begnadeter Biertrinker "Wie Arztberichte zeigen, bewältigte er bis zu fünfundzwanzig "Halbe" also siebzehneinhalb Liter Bier am Tag." geboren am 30. April 1883 in Prag und gestorben am 3. Januar 1923. In diesen 39 Jahren hatte er nach den glaubhaften Bekundungen kenntnissreicher Biographen niemals eine eigene Wohnung, sondern schlief in den Gasthäusern oder auf den Sofas von Freunden. Dabei schuf er ein riesiges Werk von Geschichten und den Svejk!



Der wurde 1926 von Grete Reiner ins Deutsche übersetzt. Sie schuf dafür eine eigene Sprache, das Böhmakeln, das alle noch im Ohr haben von der schrecklichen Rühmannverfilmung des Buches. Diese k. u. k. Komödienstadlsprache war alles andere als eine getreue Übersetzung. Im Original spricht Svejk ein differenziertes Umgangstschechisch. Die neue Übersetzung von Antonin Brousek tut dem Werk wohl, mehr als wohl, sie gibt ihm einen neuen Sinn.



Weg mit dem komödiantischen, volkstümelnden kleinmachenden muffigen, hübschen Lokalkolorit der guten alten Zeit.


Hier steht der Svejk als das was er ist: ein erschreckend moderner Roman!



Die Leitung der Redaktion ist konservativ, wie unsere verehrten Leser wissen - das Alte ist das Gute! Aber hier stehen wir auf wie ein Mann, zusammen mit den gestern erwähnten Damen  von der Telephonvermittlung  und sagen: Die Neue Übersetzung ist Besser!



Dank dem Reclamverlag, der in der Reihe Reclam Bibliothek diese Neuübersetzung herausgebracht hat. Ein wunderbares Buch: Lesebändchen, Anmerkungen, die Zeichnungen von Josef Lada im Anhang, und was zu Begeisterungsstürmen in der Redaktion führte: Eine Karte der Budweiser Anabasis von Svejk. Wer die Hereinnahme dieser Karte zu verantworten hat wird gesegnet sein von dem Gott der Literatur bis ins siebte und achte Glied!



Währungen, Dienstgrade und Fachausdrücke werden erklärt. Das ein Feldkurat ein Militärgeistlicher ist, weiß der Gebildete, daß er im Range eines Hauptmannes steht wissen schon wenige, aber daß die österreichische Armee sogar Feld-Rabbiner und Feld-Imame hatte wußte selbst das Redaktionsfaktotum nicht!



Alles in allem ein Buch das man/frau unbedingt haben muß zumal es recht wohlfeil zu haben ist. Also nichts wie los in die nächste Buchhandlung und kaufen!!!



Dann treffen wir uns alle um sechs abends beim Kelch; dort gibt es Großpopowitzer Bier und "Mädl gibt's dort auch!" schrie Svejk.



P.S. Ein Wermutstropfen sei in das Großpopowitzer Bier oder den Shu gegossen: Es fehlt in dem Buch der letzte Satz aus Alfred Polgars Vorwort:


"Der brave Soldat Schweik glaubte an Gott, der die Flinten wachsen ließ, aber auch das Korn, in das man sie wirft."


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Lieber Paul, heute im Verlauf des Tages habe ich endlich wieder mal etwas Zeit, auch etwas längere Beiträge zu lesen. Ich war die ganze vergangene Woche im Staatsdienst und ziemlich absorbiert.



@Anima: bei einer ganz anderen Suche auf Amazon habe ich zu meiner Verwunderung dieses Buch gefunden über Tee in Chicago:



http://www.amazon.de/gp/product/1424330505/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=1424330505&linkCode=as2&tag=kaffee-tee-21


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Schöne Bücher für kluge Frauen



(wie viele Frauen haben wir eigentlich im Teetalk? Was ist eigentlich aus Amalie georden, deren Beiträge über ihr Inselleben und die Treffen ihrer Familie ich immer mit besonderem Interesse gelesen habe; hoffentlich hat sie uns nicht verlassen, das wäre ein herber Verlust! Amalie bitte melden!)



Der opener ist der Slogan des Elisabeth Sandmann Verlags, dessen hübsche table-books hier schon öfter besprochen wurden. Ich hatte ja auch schon rumgezickt, daß man mit so einem Slogan uns Männern  arg wehtut usw. usw.



Zwei Bücher aus diesem Verlag seien euch ans übervolle Portemonnaie gelegt:



1: Extravagante Engländerinnen, Adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty



Es ist ja bekannt, daß man mich mit Alliterationen leicht einfangen oder wenigsten freundlich stimmen kann; daneben bin ich auch noch ein Hühnerfreund. Also vollkommenhilflos bei diesem Buchcover! Die Duchess von Chatsworth, Deborah Devonshire beim Füttern ihrer geliebten Hühner!


Debora in einem Abendkleid, dreireihige Perlenkette um den Hals, in der linken Hand einen Blecheimer mit Hühnerfutter (?), in der Rechten einen großen (SilberLöffel) zu ihren Füßen jede Menge Hühner.


Deborah ist nicht mehr die Jüngste, aber die Haltung. Großartig! Es geht auch ohne Botox, und wenn ich die Wahl hätte einen Tee mit einem aufgespritzten Botoxsemiprominacktstralettdieterbohlenzombie zu trinken oder bei Deborah meinen Tee zu nehmen - vielleicht mit einem Eiersandwich - dann doch lieber zu der Duchess of Chatsworth.


Schaut euch das Cover an und zählt das Geld, es ist gut angelegt;  wenn es zu der Erkenntniss führt daß es eine Schönheit gibt jenseits der faltenlosen Totenmasken heutiger Modells und Promis.



Es geht natürlich nicht nur um Hühner, sondern auch Downton Abby, Edith Sitwell, The Women's Land Army und um die Mitford Schwestern. Letztere sind besonders spannend, eine Kommunistin, eine Nazi-Sympathisantin und eine Schriftstellerin  (Nancy Mitford liegt auf dem Nachttisch eines jeden gebildeten Menschen, auch von Männern!)



Fazit: Hübsches Buch, sollte man kaufen, lesen und verschenken. macht was her und macht Spaß!


bearbeitet von Paul

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Ladys in Gummistiefel, von Claudia Lanfranconi



(der Titel ist leider nicht von mir und deswegen sind alle eventuellen Vorwürfe wegen Frauenfeindlichkeit an die Verfasserin des Buches zu schicken.)


Ein Buch über gärtnernde Frauen im Teeforum? Ja und das mit Recht!


Es geht in diesem liebevoll gemachten Buch um Gartengestalterinnen,  Pflanzenjägerinnen, Pionierinnen der Blumendekoration und um Blumenmalerinnen.


Wer sich ein wenig in Gärten auskennt trifft hier die ein oder andere Bekannte. Schöne Photos auf denen schöne Frauen in schönen Umgebungen stehen, sitzen liegen, oder die Schere/Hacke schwingen, mit ihren treuen Airdales an der Seite. Alles so richtig nett und adrett.



Warum aber nun die Vorstellung dieses Buches in diesem Forum? Aus einem einfachen Grund: Es wird Frühling! Ich kann meinen Tee wieder im Garten trinken, das hab ich auch im Winter gemacht, ab und an, aber das ist nicht dasselbe!


Man sitzt, schaut in den Garten und trinkt Tee. Man mäht keinen Rasen, schneidet keine Rosen, pflanzt keine Blumen, fällt keine Bäume, pflanzt keine Bäume, sondern sitzt einfach nur da und trinkt Tee.


Man schaut dem Gras beim wachsen zu, freut sich über die ersten Löwenzahnblüten und macht nichts außer Tee trinken und der Zeit beim Vergehen zuzuschauen.


Man schmunzelt vielleicht ein wenig über den "männlichen"  Eifer all dieser Gartengestalterinnen, man denkt an den Prediger Salomonis aus dem alten Testament, freut sich über den Wind, der über die Gräser streicht und trinkt Tee, während die Damenwelt von einem Gartenereignis zum anderen rennet und flüchtet. Von den weißen Gärten durch die Parks der Schlösser und Herrenhäuser, intrigiert, lügt, besticht und alles menschenmögliche versucht  auf die Highlights der Gartensaison eingeladen zu werden, die beste Freundin verrät, die eigene Seele dem Teufel überschreibt um diese einzigartige Blumenknolle in den eigenen Garten zu bekommen und man selbst sitzt da und trinkt Tee. Wie wunderbar!



P.S. Angemerkt soll werden, daß der Rezensent schmerzlich einen Hinweis auf: Elizabeth and her German Garden, von Elizabeth von Arnim vermißte, Pinnegars Garten , von Reginald Arkell und die Briefe  Hermann von Pückler-Muskaus an seine Frau, als er in England  war und mit Wissen und Billigung seiner Gattin eine reiche Zweitfrau suchte - keine Angst, keine Angst, es hat ja nicht geklappt.


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Extravagante Engländerinnen; Ladys in Gummistiefeln.



Was muß man denn noch bringen um euch zu Kommentaren zu bewegen?


Key, TeeStövchen, Schildkröte, keine ....   Bemerkungen ;)


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