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Java OPSS Taman Sari von TG


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Wenn ich in der Altstadt von Osnabrück bin, dann gehe ich immer bei TeeGschwendner vorbei. Nicht, dass es in Hamburg keinen gäbe, nein, es gibt sogar drei, aber in Osnabrück gibt es die Tees aus der Edmons-Kollektion direkt als Proben zum Kauf verpackt. Da ich ja immer gerne Neues probiere, bietet ein Besuch immer wieder eine gute Gelegenheit, sich mit neuen Sorten einzudecken, ohne dabei ein Vermögen ausgeben zu müssen.

Vor einiger Zeit ist ein indonesischer Tee neben einigen anderen in meinem Einkaufsbeutel gelandet. Und weil der Tee einen optisch guten Eindruck machte, habe ich einen Versuch gewagt, den Tee mit einer alternativen Zubereitungsmethode zu brühen. Hat leider nicht ganz geklappt, wie ihr in meinem Blog nachlesen könnt.

Richtig zubereitet, und damit meine ich die gewöhnliche Zubereitungsmethode für Schwarztees, erinnert mich dieser Tee überraschenderweise an malzige Assam-Tees (mag ich sehr!). Bei einer kurzen Recherche ist mir aufgefallen, dass die Hochlandtees Javas mehr mit Ceylon-Tees oder chin. Hong Cha verglichen werden. Vielleicht ist dieser aber einfach eine Ausnahme? Gero, du darfst gerne noch ein paar Infos ergänzen ;)


P.S.: Die Blätter sind einfach klasse!

DSC_0079.JPG

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von diesen allgemeinen vergleichen halt ich recht wenig.



ich hatte ja gerade erst einen nilgiri, und nilgiri werden gerne mit ceylon-tees verglichen.



nur, der den ich hatte, schmeckte nicht nach ceylon, zumindest nicht nach denen, die ich kenne, und das sind einige. er schmeckte richtung darjeeling, und zu einem ähnlichen ergebnis kam auch ein anderer taster hier aus dem forum beim selben tee.




auch das leomon- oder zitronenartige aroma, das bei ceylon-tees so oft genannt wird, konnte ich nicht so regelmässig wiederfinden, zudem auch nicht intensiv.




mag sein, dass das alles mal stimmte, aber ich hab ehrlich gesagt mittlerweile den eindruck, dass vielfach nur das wiederholt wird, was anderswo mal geschrieben wurde. :)



ist immer gut, sich nicht von sonem verkrusten geschwafel irritieren zu lassen.


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Also muss man sich doch wieder alles neu erarbeiten :P Zu den Citrus-artigen Ceylon-Tees hat ja mal ein Nutzer hier geschrieben, dass es früher viele davon gab und heute aufgrund der lohnenderen Massenproduktion diese Sorten zunehmend verschwinden. Aber du hast schon Recht, man sollte nicht immer alles glauben, was irgendwo im Internet so geschrieben steht. Da ich mich mit Jav-Tees aber kaum auskenne, wollte ich die Frage trotzdem offen lassen - vielleicht hat ja jemand hier mit diesen Tees mehr Erfahrungen?


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Heute habe ich den Tee am Nachmittag im Büro getrunken. Was mir zunächst auffiel: er war sowohl farblich als auch geschmacklich leichter als ich meinte ihn in Erinnerung zu haben (oder war ich durch Deinen Blog beeinflusst?). Einer Kollegin habe ich etwas davon eingeschenkt und sie um ihre Meinung gebeten, ohne ihr zu sagen, um welchen Tee es sich handelt. Sie hatte Probleme, den Tee zu erkennen - auf meine Frage, ob er nicht wie ein milder Assam sei, meinte sie, dass er eher wie eine Mischung aus Assam und Ceylon sei. Da haben wir wieder die Ceylon-Note. :)

Zum Teil muss ich Key beipflichten: Schubladen-Denken und stereotype Kategorisierungen von Teeregionen können dafür sorgen, dass man nicht offen ist für das, was man wirklich in der Tasse hat. Das erlebe ich immer wieder bei Blindverkostungen. Wenn ich ganz neue Puer probiere, versuche ich vorher möglichst wenig über den Tee zu lesen, um mir keine Scheuklappen aufzusetzen.

Auf der anderen Seite sprechen zwei Argumente für solche Kategorisierungen:
Viele Hersteller produzieren entsprechend der Herkunftsstereotype - wenn ein Darjeeling-Produzent seine Tees von reinen Assamica-Pflanzen erntet, sehr stark rollt und oxidiert, dann würde der Tee gar nicht nach typischem Darjeeling schmecken. Die Kunden wären überwiegend enttäuscht und würden den Tee nicht nachkaufen.

Wenn man in einem Teebereich noch ganz neu ist (so wie ich beim Sheng), dann sehnt man sich danach, Bestätigungen zu finden und Erkenntnisse zu zu ordnen. Wenn ich meine, allmählich zu erkennen, was typisch für Jingmai ist, dann freue ich mich über die Erfolgserlebnisse. Im Hinterkopf sollte ich dabei aber behalten, dass es mindestens soviele unterschiedliche Jingmai-Tees gibt wie Teebäume ... und alle diese Tees auch noch je nach Zubereitung ganz anders schmecken können.

Für die paar Java-Schwarztees, die ich kenne, empfinde ich diesen Kompromiss aus Assam und Ceylon als recht typisch. Bei uns im festen Sortiment gibt es einen Javatee, der lange als ziemlich arm an Gerbstoffen galt (empfinde ich in den letzten jahren nicht mehr so). Dieser geringe Gehalt an Gerbstoffen ist in meinen Erfahrungen die einzige Parallele zu chinesischen Schwarztees.

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Vielen Dank, dass du den Thread mit deinem Eindruck zu dem Tee bereichert hast. Mit dem dritten Absatz gehe ich absolut konform! Jetzt bin ich aber trotzdem etwas über die Aussage deiner Kollegin irritiert. Ich kenne ja einige Ceylon, aber die sind auch in sich nicht homogen. Teilweise können sie sogar weit auseinander gehen, der eine ist fruchtig wie Blaubeeren, der andere sehr würzig, wieder andere sind leicht und eher duftend. Aber ich nehme das einfach mal so hin, ihr habt da ja sehr viel mehr Erfahrung vorzuweisen und verfügt über bessere Vergleichsmöglichkeiten. Und ich habe noch viel zu lernen :)


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Das ist wahrscheinlich die Krux bei uns: wer nicht gerade in unserer Teeabteilung arbeitet und dort die ganzen Muster (auch unaufgefordert eingesandte) verkostet, bleibt natürlich immer in unserem Sortiment. Dann trinkt man unsere Ceylon Tees - davon auch nicht wirklich regelmäßig alle Sorten abwechselnd - und dann findet man das, was unsere Ceylon Tees gemeinsam haben, als das typische Ceylon-Charakteristikum.


Die von mir erwähnte Kollegin arbeitet nicht in der Teeabteilung und hat auch keine große Ceylonbegeisterung. Vermutlich wird sie ebenso wie ich in Sachen Ceylon von Dir Luke noch einiges lernen können!


(Asche über mein Haupt - wenn Ceylontees verkostet werden, platze ich nicht in unseren Verkostungsraum rein um mitzuschlürfen, wie ich es bei Japan, China und Nepal so gerne mache).


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Ich verstehe die Problematik durchaus. Einigen wir uns darauf. Und lernen können wir wohl alle (mehr oder weniger) voneinander. Und von dir darf ich ja immer wieder sehr viel lernen.Auf jeden Fall bleibt die Erkenntnis, dass Ceylon-Tees vielfältig sind. Komisch, da doch die Insel eigentlich überschaubar ist und die Anbaubedingungen, abgesehen der Höhenlagen, nicht so weit auseinandergehen dürften. Bei Ceylon fehlt mir das Typische. Bei Assam oder Darjeeling ist es (für mich) z.B. einfacher Gemeinsamkeiten festzustellen. Aber es muss dann wohl an der Verarbeitung liegen, wie du es oben ja bereits angesprochen hast.


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