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Spoiler: Probe B von William


geroha

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So, hier nun also meine Eindrücke zu Williams Probe B. Will mal vorausschicken dass der Bericht nicht den bekannten Strukturen folgt, zum Einen weil ich über einen authentischen Beginner’s Mind verfüge, sprich, ich hab nahezu keine Ahnung oder Vorerfahrung mit gealterten Pu-Erh. Ausserdem versuche ich gar nicht erst, einem analytischen Ansatz zu folgen, sondern beschränke mich auf eine komplett subjektive Schilderung meines Tee-Erlebnisses. Und wie ihr entsetzten Auges feststellen müsst, ist dieses durchaus üppig ausgefallen.
Die am Vortag verkostete A-Probe war schon sehr gut, war aber eine (überaus gelungene) Variation dessen was ich von Chris‘ Proben bereits kenne, namentlich der Fuhai 7536. Die Tüte mit dem kleinen B drauf jedoch führte mich in neue, unentdeckte Lande.

Aber der Reihe nach: Zunächst fällt bei der optischen Begutachtung auf, dass es sich wieder um loses  Material handelt, mit inhomogenem, kleinteiligem Blatt. Kann natürlich auch ein gut getrennter Kuchen sein, jedenfalls sah es für mich seltsam aus, von Two Leafs And A Bud keine Spur.

Dann mal ganz zaghaft die Nase in die Tüte gehalten und BÄM! Zombie-Angriff: Eine vermoderte, untote Faust aus schimmlig-scharfem Geruch fährt mir in die Nase und knallt mich gegen die nächste Wand. Mir fällt der Keller eines Hauses ein, in dem ich mal gewohnt hab: Die Gemäuer sind über vierhundert Jahre alt und der Keller ist so feucht dass da unten sogar die Autoreifen meines Mitbewohners binnen zwei Jahren so verschimmelt sind dass der Mechaniker sich geweigert hat, sie nochmal zu montieren.

Ich hab schon von feucht gelagerten Shengs gelesen, und wenn das hier keiner davon ist, dann will ich den Bessen fressen, mit dem ein PU-Lagerhaus gekehrt wurde. Jedenfalls, hätte man mir diesen Tee vor einem Jahr, als ich hinsichtlich postfermentierter Tees noch vollständig jungfräulich war, unter die Nase gehalten, so hätte  ich ohne zu zögern und mit fachmännischer Miene erklärt dass dieser Tee total verschimmelt und verdorben ist.  Aber der gute Bill weiß sicher was er tut, also schreite ich furchtlos voran.

Das Teekännchen wird also aufgewärmt und mit einem Viertel der Probe bestückt. Es sieht wenig aus, der Boden ist grade mal gut bedeckt. Aber grade am Anfang will ich mal nicht alles verballern. Vorsichtiges Schnüffeln: Oha! Schon viel angenehmer! Der Modergeruch tritt in den Hintergrund und macht einem wirklich üppigen Bouqet Platz, das mir wirklich viel abverlangt um einzelne Noten zu identifizieren. Zunächst sei hier feuchter Waldboden im besten Sinne genannt, an einem frühen Morgen, zu dem noch Wolkenschwaden durch die Baumwipfel ziehen. Tabak vielleicht? Leder? Altenheim? Jedenfalls eine angenehme Geschichte. Also forsch zweimal 5 Sekunden waschen (diesem Gesellen trau‘ ich doch noch nicht so ganz) und dann für ein paar Sekunden aufgießen.

Oha! Die Farbe des Aufgusses ist fast dunkelrot und schmeckt... BRRRRR! Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Der Moder ist wieder da, mächtiger und ähm, modriger als je zuvor. Ich hab sogar ein leichtes Ekelgefühl wie man es hat wenn man merkt dass man was Verdorbenes gegessen hat. Aber ich weiß ja dass das so seine Richtigkeit hat. Und auch vor Shu hats mir anfangs total gegraust, wohingegen ich mit dem bisschen Gewöhungszeit, die zwischenzeitlich vergangen ist das verfrühte Weihnachtsgeschenk fast schon verschlungen habe. Dennoch fühle ich mich wieder wie ein Kind, dass angesichts eines Schluckes Bier oder Rotwein gruselnd fragt, warum die Erwachsenen alle so verrückt nach diesem bizarren Zeug sind. Aber sie sind es, und ich bin entschlossen, das Geheimnis zu ergründen.

Ich verkneife mir archäologische Metaphern, setze meinen Indiana-Jones-Hut auf und steige hinab in die modrige Gruft. Unerhört! Diese Tasse ist doch so viel kantiger, fordernder, unangepasster als der Geruch der Blätter in der Kanne es vermuten ließ. Hätte nicht gedacht dass ein Sheng so dermaßen sperrig sein könnte.  Ich denke an einen feucht gelagerten Sheng den ich im Cha Wang Shop gesehen habe, der den Hinweis enthielt, bitte vorher eine Probe zu bestellen und nicht einfach den Bing zu ordern. Sowas muss da im Spiel sein. Ich trinke mich durch den ersten, zweiten Aufguss, und  stelle zufrieden fest wie der Schock nachlässt.Der Tee wird weniger eckig, und da... schaut mich der Hund mit traurigen Augen an und sagt mir dass wir jetzt rausmüssen wenn wir noch einen Spaziergang im Sonnenschein haben wollen. Kann ich diesen Tee stehen lassen? Hahaha, ich glaub den könnt ich eine Woche im Sommer stehen lassen ohne dass er beeindruckt wäre.

Zwei Stunden später mach‘ ich mich also an den dritten bis fünfzehnten Aufguss (Zahl geschätzt). Das Blattgut ist mittlerweile gut aufgegangen und das Kännchen fast bis zur Hälfte gefüllt.  Die anfängliche Sperrigkeit wird zwar nur langsam weniger, aber wir gewöhnen uns aneinander. Mir gehts ein bisschen wie mit einem Lied von der alten Juliette Greco, oder meinetwegen auch Johnny Cash: Die Elastizität der Jugend ist nicht mehr da, aber mit knorriger, etwas kauziger Abgeklärtheit lädt mich der Moderpu ein, mich zu ihm auf die Parkbank zu setzen und einige der vielen Geschichten zu hören, die er schon erleben konnte. Drum passt auch das

hier so gut: Die alte Juliette blickt mit knarzender Stimme hier auf ihr ereignisreiches Leben zurück.

Genau das passiert mir während ich mit Opi auf der Banksitze und Geschichten höre von Wäldern Erden Lüften Jaheszeiten Wässern Temperaturen... wir schauen den Jungspunden von Oolongs und Grüntees dabei zu wie sie balzen und flirten und wegen Nichtigkeiten welterschütternde Dramen erleben, lehnen uns zurück und erinnern uns wie lange all dies schon her ist, und blicken auf das, was uns das Leben jenseits dieser adoleszenten Intensität alles zu bieten hat. Also eigentlich nicht mir, der ja garnicht so alt und weise ist, sondern ihm, dem PU-Opa, der womöglich garnicht so alt ist, dessen faltige Modrigkeit aber so herrlich alt wirkt und die nach vielen Aufgüssen, die immer und immer milder geworden sind, an Charakter aber nicht vermissen ließen, immernoch die vordergründige Note darstellt.

Mittlerweile ist es früher Abend geworden und ich kann unmöglich sagen, wie oft ich den Opi bisher aufgegossen habe. Er wird langsam müde, weigert sich aber, deutlich heller zu werden und schreit nach einem halbstündigen, finalen Aufguss. Ich denke darüber nach, wie selten einem ein derart bahnbrechendes Erlebnis mit einem Tee vergönnt ist... wirklich nicht oft. Der erste Tie Guan Yin, der erste Dan Cong... man genießt später natürlich viel bewusster, aber wie ein Kind, mit offenem Mund und aufgerissenen Augen staunend durch die Welt eines neuen Tees zu stolpern und ein völlig neues geschmackliches Korrdinatensystem kennenzulernen, sich anzupassen, zu verstehen glauben und dann doch wieder eines Neuen belehrt werden... diese Offenbarungen kann man nicht oft haben... oder?

Mit einer Mischung aus Vorfreude und Besorgnis erwarte ich die Rezensionen der andren, der Wissenden, und die Aufdeckung des Rätsels, was sich hinter diesem faszinierenden neuen Tee verbirgt, der mich nun fast einen ganzen Urlaubstag lang fasziniert und gebannt hat. Wie amüsant wäre es, handelte es sich hier um was total Banales, das durch meine durch Nichtwissen offene Haltung solch ein Spektrum offenbart hat? Das wäre wirklich herrlich. Fakt ist, es wäre durchaus möglich, aber natürlich ist es nicht wahrscheinlich dass William uns hier was Billiges schickt... ah ja. Da ist das diskursive Denken wieder im Schwung und diese Reise ist zu Ende.

Schön wars, danke Opi!

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Ich habe den B heute morgen zum Frühstück,



seit ihr sicher, dass es kein Shu ist?



Sehr starker erdiger, modriger Geschmack mit Arzneimitteln gemischt. Nach dem waschen ist der Geruch noch stärker.


Trotz kurzer Ziehzeiten bleibt der typische Shu-Geschmack. Ab der 4. Schale habe ich dann Magenzwacken bekommen und den Tee weg gekippt.


Vorsicht ist sicher nicht zum Frühstück oder auf nüchternen Magen geeignet!


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Hehe danke phoobi! Der Witz ist dass das Zeug noch nichtmal ein Shu ist, es hieß ja dass es alles ältere Shengs sein sollen.


Und ich find' auch den Charakter ganz anders: Der anonyme Shu von Gero und der auch überaus leckere 2006er Bulang Shu  :wub:  von Chris sind rahmig, sahnig und mild... richtig easy-drinking im Vergleich zu diesem Brummer.



Und, Klaus, du Armer: Die Zombiefaust zum Frühstück?  :o  Haha da wärs mir auch komisch geworden!


Edited by miig
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Probe B erste unfertige Eindrücke:

Dosierung 5 gr. auf 150 ml Quellwasser,  im Gaiwan

1x waschen, ruhen,

1.A. 45 s Geruch, sheng älter,  Lagerung Hong Kong dann Malaysia?, rotbraun, nicht dunkel genug, Kampfer, medizinisch, starkes Qui

2.A. 60 s  Geruch: älterer Sheng, kräftig, aber undifferenziert

3.A. 120 s Geruch noch da, Farbe läßt nach, Trübungen, baut ab, Medizinische Anmutung ist noch da

mal sehen, was er noch durchhält.

Ich hatte mal eine Probe von Tobias, das war ein EOT sheng aus den 80 zigern glaube ich, der das war, was der hier noch werden will, ganz nett, der typische Geschmack von alten shengs kommt langsam, aber die Tiefe und Vielschichtigkeit von den shengs von Tobias hat er nicht, nicht zu reden von den 1950 er shengs von Herrn Thamm, die haben einem die Beine weggezogen und da war nur noch Schweben; immerhin dieser ist ganz nett er stößt einen ein wenig an, aber haut nicht um. Mal sehen was er kostet, wäre ein hübscher Nachmittagstee für einen Besuch bei Tobias, auf dessen Beurteilung ich ganz besonders gespannt bin.

Und nun will ich mal sehen, was die anderen schreiben.


@miig

schöner Bericht!

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So,



jetzt in der magenfreudlichen Variante von 2,5g auf 50ml Wasser. Riecht nach wie vor sehr kompostig, erdig, feuchtes Heu, muffig. Schmeckt aber nicht ganz so und ist in der abgeschwächten Version trinkbar, hat aber nichts mit mögen zu tun. Bei der 5. Schale wird mein Mund pelzig und gebe wiederum auf.


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Beim Öffnen des Päckchens muss ich zunächst auch an (meinen bisher einzigen) Shu denken - ledrige, feuchter, moosiger Waldboden. Der Tee hat Wumms! Das schlägt sich in den ersten Aufgüssen zusammen mit Holz nieder. Etwas Medizinisches kann ich auch vernehmen. Was mir aber besonders in den ersten Beiden auffällt, der Tee schmeckt gesalzen! Das nimmt jedoch schnell ab. Beim weiteren Aufgießen wird der Tee immer geschmeidiger und runder. Bis auf den für mich gewöhnungsbedürftigen Anfang ein wirklich toller Tee :)

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So, nun meine Erfahrungen zur Probe B:



5 Gramm auf 100ml, im Gaiwan gebrüht.



Duft trockenes Blattgut: Man könnte denken es wäre ein Shu! Waldboden und Keller.



Duft gespültes Blattgut: Intensiv nach Moss/Waldboden/Keller. Dann auf einmal Süße! Süße wie von einem guten Virginia-Tabak! 



1ster Aufguss, 95°C 10sek.



Erstaunlich leicht, erdig. Etwas einseitig.



2ter 95°C, 15sek.



Sehr dunkle Aufgussfarbe, erinnert mich an 15-20 Jahre alten Sheng. Die Erdigkeit ist intensiver, aber es mangelt an mehr.....


Die Konsistenz im Mund gefällt mir.



3ter 95°C, 30sek.



Kaum Veränderungen bemerkbar.



4ter 1min.



Intensität lässt deutlich nach.



5ter 1.45min.



Keine merkliche Veränderung, nur wieder leichter...



Bei diesen 5 Aufgüssen ließ ich es bewenden... Er war recht langweilig, fand ich. Viel zu einseitig. Trinkbar auf alle Fälle.



Ich finde B deutlich verträglicher als A, aber A geschmacklich deutlich interessanter als B....!  ;)



Nachtrag: Ich habe doch noch einen 6ten Aufguss gestartet, kochendes Wasser 3:30 Ziehzeit, wieder so lala... 


Edited by Anima_Templi
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"Die Erdigkeit ist intensiver, aber es mangelt an mehr.....

Er war recht langweilig, fand ich. Viel zu einseitig. Trinkbar auf alle Fälle."

 
Kann ich volll unterschreiben; und so jemand geht ins Coca Cola Land ;)
 
Na Du bleibst uns ja hoffentlich im Forum erhalten
 
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Ich will noch nicht allzu weit ausholen, aber ich fand den Tee wirklich gut! Genauere Beschreibung kommt noch,


aber an Intensität und Reife fehlt es diesem einer Meinung nach nicht. Ich trinke ja auch gern die älteren Vertreter


von sheng pu´erh, aber finde diesen wirklich gelungen! Von Muff keine Spur!


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Also außer miig scheint ihr ja alle einen anderen Pu-Erh bekommen zu haben?

@Paul: deine langen Ziehzeiten sind mir ein Rätsel, ich habe nur Ziehzeiten im Sekundenbereich und trotzdem war mir der Pu-Erh zu intensiv.

Ich hatte im Gegensatz zu Anima auch 5 gr auf  150 ml das ist eine Menge mehr;  Du hattest 5 gr auf 50 ml - ich hatte dreimal soviel Wasser wie Du, da kann er schon länger ziehen und Du darfst nicht vergessen, daß ich einer von den irren shu Trinkern bin, die ticken sowieso anders :) außerdem war er meiner Meinung nach ein Blender, der am Anfang stark daher kommt aber auf Dauer nichts im Arm hat  - mehr Schein als Sein.

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Heute nun B

Für mich ist dieser etwas getrennt von den A und C, was ich schon beim Öffnen der Tüte festgestellt habe.

Da wusste ich gleich, was mich erwartet.

Also 3,5 g auf 60ml kurze Zeiten.Tonkanne

Der ist nichts auf nüchternem Magen.

Aber in etwas Verdünnung ist er sehr interessant, wenn auch nicht mein Favorit.

Der Aufguss ist dunkel und erdig mit nassem Holz und etwas Schuppen oder Keller.

Meine kleine Kanne gießt relativ langsam, so dass ich rein und gleich wieder rausgieße um nicht zu lang zu warten. Diese Kanne ist nur für solche Sorten reserviert und deshalb nicht so oft im Gebrauch.

Wenn die feuchten Blätter nicht dagegen sprechen würden, hätte ich erst auf Shu getippt. So denke ich an feuchte Lagerung.

Gruß Krabbenhueter

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Da habe ich mir nun zum ersten Mal während einer Aufgusssitzung "akribisch" Notizen gemacht, um auch mal so eine ausführliche Rezension zu schreiben, wie die Profis hier ;)

 

Gerade will ich mich daran machen loszulegen, da stoße ich auf den Verkostungsbericht von Anima und mir entgleisen die Gesichtszüge - den könnte ich ja fast wörtlich abschreiben :lol:

 

Abgesehen von einer um 1 Gramm höheren Dosierung und einer höheren Zahl an Aufgüssen habe ich fast die selben Vergleiche notiert: Kellermuff des trockenen Blattgutes, nach Aufguss feuchter Holzschuppen auf modrigem Waldboden usw. usw....

Die für einen Sheng ungewöhnlich dunkle Aufgussfarbe habe ich ebenso aufgeschrieben wie die Formulierung "Kaum Veränderungen bemerkbar"

Nur die Süße und den Tabak habe ich bei diesem Tee nicht erschmecken können, wenngleich auf alle Fälle trinkbar.

 

Daher will ich euch gar nicht weiter mit Einzelheiten langweilen, sondern vielleicht nur mein kurzes individuelles Fazit anbieten:

 

Der A hat mir besser geschmeckt, weil für mich irgendwie Sheng-typischer. Kaufen würde ich den B wohl eher nicht, werde ihn aber auf jeden Fall zum Vergleich auch noch im Yixing-Kännchen aufbrühen.

 

 

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[...] Mir fällt der Keller eines Hauses ein, in dem ich mal gewohnt hab: Die Gemäuer sind über vierhundert Jahre alt und der Keller ist so feucht dass da unten sogar die Autoreifen meines Mitbewohners binnen zwei Jahren so verschimmelt sind dass der Mechaniker sich geweigert hat, sie nochmal zu montieren. [...]

übrigens, Dinostein, das hier ist das Haus von dem ich gesprochen hab. Erkennst dus?

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Edited by miig
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