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Da fährt man fast dreißig Jahre die Kreuz und die Quer im Dienste des Herrn durch das südliche Niedersachsen; an Alfeld vorbei und denkt sich nix!

Plötzlich ist da eine TeeOase am Weg.

www.liu-tea-art.com

Ein junger Mann aus Hannover, der lange in China gelebt hat und jetzt als ordinierter daoistischer Mönch zurückgekehrt ist,  eine junge Chinesin im sechsten Monat schwanger, ein Kater der kastriert werden soll und zwei große heulende Hunde.

Eine Teeverkostung mit Tees von ihrem eigenen Teefeld; zwei GrünTees und ein RoterTee sowie zwei FuBricks einer benachbarten Teefabrik.

Teesetzling für ein geplantes Teefeld, chinesische Kleidung und Taschen bemalt mit chinesischen Motiven von der Hausherrin persönlich.

Es war kalt im Verkostungsraum, aber umso wärmer war die Aufnahme des Gastes.

Ich wünsche den Beiden viel Glück auf ihrem Weg und danke an dieser Stelle ergebenst für zwei schöne Teestunden.

 

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Teeoase scheint mir eine sehr passende Beschreibung. Da haben die beiden sich ja einen wunderschönen Ort zum Leben gewählt.
Das Angebot sieht sehr interessant aus. 
Vielen Dank für den Bericht, Paul.

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    • Von doumer
      Wir haben auf der diesjährigen Teezui u.a. diese beiden Tees in zwei Duchek-Schieferkännchen gegeneinander antreten lassen, um diesem "Long Process" auf die Spur zu kommen. Laut David stammen beide Tees aus dem selben Garten bei Leng Shui He, beides ein Frühjahrstee und "Long Process" definiert er als einen länger dauernden Kill-the-Green Prozess bei niedriger Temperatur. Er wurde von einem Freund vor Ort auf diese Verarbeitungsmethode aufmerksam gemacht, der folgendes sagte: "Yancha and Liubao both have heat in the processing that transforms the tea and makes it more vibrant and light, splashing up in the back of the palate with the aroma emerging from the nasal cavity after swallowing." Zusammen haben Sie das dann ausprobiert und wir das Ergebnis probiert:
      Bereits beim ersten Aufguss zeigt sich ein deutlicher Farbunterschied, der 2016er ist viel dunkler als der 2017er und das nasse Blatt gibt ein ganz anderes Aroma ab, als der 2017er. Auch geschmacklich zeigen sich bereits deutliche Unterschiede: der 2017er ist geschmacklich zwar sehr dezent, zeigt aber schon beim ersten Schluck sehr viel subtile Kraft, die direkt in den eigenen Körper übergeht. Der 2016er hat auch diese Kraft, allerdings weit weniger dezent – eine sehr schwere, etwas an Hongchas erinnernde Süße (aber ohne Malzigkeit wie es bei "rot" produzierten Shengs der Fall ist) und leichte Würze ist direkt vorhanden. Das Qi lässt sich natürlich nur schwer bei solchen Parallelverkostungen beurteilen, ich würde aber schätzen dass beide da gleichauf sind. Während den weiteren Aufgüssen kommt der 2017er was den Geschmack angeht deutlich später in Fahrt während der 2016er schnell zunimmt, dafür aber auch etwas früher wieder nachlässt – insgesamt aber immer deutlich kräftigere und ganz andere Geschmacksnoten bietet als der 2017er. Vor allem fällt aber auf, dass der 2016er sehr viel älter wirkt, als "nur" 1 Jahr mehr – blind verkostet hätte ich ihn locker auf 4-6 Jahre geschätzt. David schreibt dazu aber auch "the tea has aged more than expected in the past year", was ich zwar erst im Nachhinein gesehen habe, sich aber voll und ganz mit unseren Beobachtungen deckt. Super spannend wäre natürlich wenn beide Tees aus dem selben Jahr wären, da ich den 2017er direkt beim erscheinen gekauft habe und er daher 1 Jahr EU-Lagerung hinter sich hat, während der 2016er 2 Jahre Malaysia-Lagerung hinter sich hat, was zumindest bei etwas mehr Jahren einen sehr deutlichen Unterschied macht, wie der Parallelverlgeich des 2012er Bulangs von EoT gezeigt hat – dennoch ist der Unterschied zu groß, als dass man das Gefühlte Alter nur auf die unterschiedliche Lagerung und 1 Jahr älter zurückführen kann (zumindest ist das die Vermutung, denn selbst wenn der Tee aus dem selben Garten stammt kann es natürlich bei unterschiedlichen Ernten unterschiedliche Ergebnisse geben).
      Zusammengefasst lässt sich Folgende Vermutung äußern (denn mehr ist bei einem Vergleich mit nur 2 Tees nicht möglich): "Long Process" macht den Tee schwerer und älter – auf jeden Fall anders. Es sind beides großartige Tees, die zwar einen hohen Preis haben, dem aber auch gerecht werden.
      Über weitere Anmerkungen und andere Sichtweisen der werten Mittrinker würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen – auch wenn sonst jemand mehr Infos zu dem Thema "Long Process" hat oder an anderer Stelle schon einmal darüber gestolpert ist.

      sehr früher Aufguss, links der 2016er Long Process, rechts der 2017er
      (wie man sieht haben wir sogar vorbildlich mit einer Waage gearbeitet)
    • Von linda_leniem
      Ich mag diese Schale sehr gerne, aufgrund dem Farbzusammenspiel :)
    • Von linda_leniem
      Hallo  
       
      Ich hab vergessen mich vorzustellen und hole das nun nach:
       
      1990 geboren in Berlin, aber vor zwei Jahren der Arbeit wegen nach Leipzig gezogen. Ich fühle mich hier wohl und hoffe, dass ich hier noch länger bleiben kann. In meiner Freizeit trinke ich fast nur Tee, lerne ich japanisch, beschäftige mich viel mit der Kultur, mache kreativen Stuff, koche asiatisch, fotografiere gerne, lese, gucke Serien / Filme und unternehme Sachen mit Freunden, spiele Tischtennis und zocke(Heroes of the Storm). Durch meine Fernbeziehung und meine Familie, die noch in Berlin wohnt und viele Freunde ist fast auch schon Bahnfahren zu meinem Hobby geworden.
      Meine Lieblingstees sind Zealong Black, Jasmintee, Genmaicha, Mugicha, Sobacha, milder Sencha, Schwarztee mit Milch, Ceylon, Bananentee, Earl Grey Blue, und diverse aromatisierte Roi und Honeybuschsorten. Früchtetee mag ich auch gerne, da allerdings eher die, die ohne Hibiskus sind. Mit Kräutertee kann ich fast nichts anfangen, Bambus und Kamillentee mag ich aber sehr gerne, außerdem noch Minztee aus frischer Minze und Apfeltee.
      Ich habe Ausbildungen und Berufserfahrung als 3D(Game) Artist und Mediengestalter Digital+Print, orientiere mich zur zeit beruflich aber neu^^
      Deswegen ist dieser Link etwas veraltet und nicht aktuell, aber hier ein paar Eindrücke meiner alten  Arbeiten und im Anhang eine Zusammenstellung eines nicht fertigen Projektes, was ich weitermachen werde, wenn ich mich beruflich neu orientiert habe:
      Portfolio
       
      Ich freue mich, in diesem Forum aktiv zu sein und Neues zu lernen :-) !
       
       
       

    • Von linda_leniem
      Hi

      Ich war vor kurzem in Berlin in einem chinesischem Restaurant (Hey Cheuk Lau) essen. Meine Mutter bestellte sich nen Jasmintee, ich meinte noch, brauch ich nicht unbedingt kosten. Irgendwie hab ichs dann doch gemacht-und war super glücklich, aber die Tage danach auch sehr grübelig drüber.
      Grüner Tee in Kanne, lose, mit einigen weißen Jasminblüten drin. Ansich nichts spannendes-was ich aber spannend fand- der Tee hat sehr floral und weich geschmeckt, auch gegen Ende gar nicht bitter. So kenne ich Jasmintee (bzw. grünen Tee generell)-egal welcher Grad-nicht. Ich habe auch nachgefragt-natürlich wollte man mir darauf keine Antwort so richtig geben. Man meinte nur, dass in Charlottenburg wohl ein Asia Markt sei, wo man Jasmintee kaufen kann? Und so wie ich ihn verstanden habe, wurden die Blüten nachträglich zugemischt(sie waren sehr weiß, hatten nichts mit diesen bräunlichen Jasminblüten zu tun, die ich einmal gesehen habe...)
      Ich kenne aus den Asia Märkten nur diese beiden, der eine lose und in meinen Augen furchtbar:
      https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51Eunir6i%2BL.jpg
      Und in Beuteln-ok, aber kaufe ich eigentlich auch nicht mehr:
      http://www.mtspring.com/standard/images/items/jasmine_tea_100.jpg
       
      Hat irgendwer ne Idee, was das gewesen sein könnte? War jemand auch schonmal da und hat evtl. ne Idee? Ich will diesen Tee, hätte den sogar abgekauft.. 
       
      LG Linda
       
    • Von Raku
      Immer mal wieder taucht das Thema auf und ein paar Mal hatte ich bereits den Gedanken gehabt, ein paar Überlegungen hierzu zu posten. Nachdem es jetzt gerade aktuell durch die beiden Interviewveröffentlichungen von der letzten Teezui mit @Joaquin, @Ann und @Pazuzu auch um dieses Thema ging, greife ich das hiermit mal auf. Ich sehe das eigentlich recht unkompliziert, was auch der Grund ist, weshalb ich es bisher dann doch unterlassen hatte, einen Thread zu eröffnen, doch anscheinend gibt es ja Diskussionsbedarf?
      In meinem Leben traf ich verhältnismässig auf mehr Frauen, als Männer, die sagen, dass sie Tee trinken. Wenn ich jedoch überlege, welche Art Tee sie dann trinken, woher sie ihn beziehen  und wie sie den zubereiten, dann ist es fast immer der Supermarkttee und eine große Glas- oder Porzellankanne. Wirklich tiefer in die Materie steigen die, denen ich ausserhalb des Teeforums begegnet bin, eigentlich nicht ein und das höchste der Gefühle ist dann Tee aus einem Teefachgeschäft zu kaufen.
      Die Art, wie hier bei den aktiven Forumsmitgliedern Tee genossen wird, ist doch eine viel tiefer gehende, Tee wird erlebt, zelebriert und gelebt.
      Und hier gibt es die nächsten Unterschiede der Herangehensweise. Alles was hier mit dem Vergleich von Teesorten und -Arten, der Zubereitung, dem Messen von Gramm und Temperaturauswahl, das Definieren von welcher Kanne mit welcher Größe, Form und Materialart, dem Anbau, Herkunft und all diesen Feinheiten angeht, ist eine sehr Technische bis Wissenschaftliche. Ich gehöre zu der Art Frauen, die das im Ansatz interessant und auch sehr informativ findet, doch dann langweilt es mich einfach. Es ist nicht mein Zugang, ich bin einfach kein Wissenschaftler und es ist nicht das, was mich am Tee erfreut.
      Es gibt immer mal wieder Frauen, die hierher in den Teetalk finden. Nicht immer ist das die Fraktion der Gesundheitsteetrinker oder Freunde aromatisierter Beutelteekreationen. Da gab es auch diejenigen, die spirituell an das Thema Tee herangegangen sind oder den Teeweg gehen und sich mit Teezeremonien im klassischen Sinn  befassen. Hier sind zwar auch Männer, die diesen Weg gehen, doch - so sehe ich das - sind das Teile des Lebens, die man erfahren muss und über die man weniger schreibt. Vor einigen Wochen ging es auch mal in dem Video einer jungen Frau um Spiritualität und Tee und das Video versuchte etwas zu vermitteln, was man eben schwer in Worte fassen kann und das wird dann dem Thema schwer gerecht.
      Es wurde angemerkt, dass der Ton hier mitunter ein rauher sei. Das wundert mich, gerade, als ich vor ein paar Jahren anfing, hier im Teetalk zu lesen, empfand ich gerade das Miteinander und die Art, wie man sich hier artikuliert, doch sehr viel zarter und angenehm altmodisch, gerade im Vergleich zu anderen Foren. Ich habe mich erst lange Zeit später selber angemeldet, mittlerweile hat sich die Hauptbesetzung der Aktiven und auch die Art der Kommunikation etwas  geändert, doch bis auf ein paar wenige Ausnahmen, geht es hier doch sehr umgänglich zu. Ausserdem kann ein Gewitter auch reinigend sein und ist mitunter auch mal notwendig. Wer sich mal längere Zeit in einem Katzenforum aufgehalten hat, wo der Frauenanteil bei ca. 99,5 % liegt, der lernt ganz andere Umgangsformen kennen. Doch das sind Erfahrungen aus einem früheren Leben.
      Es ist also aus meiner Sicht heraus nicht das Thema, das so wenig Frauen mitschreiben lässt, sondern die Art der Herangehensweise an den Tee. Selbst bei meinen eigenen Beschreibungen habe ich mich von dem leiten lassen, wie es hier im Forum gängig ist, was aber eigentlich nicht mir selbst entspricht. Das ist wohl auch der Grund, weshalb ich relativ wenige Tees selber vorstelle, denn während ich trinke möchte ich mich auf den Tee einlassen und das Fotografieren, Notizen machen und überlegen, lenkt mich zu sehr vom für mich Wesentlichen ab und artet geradezu in Anstrengung aus. Sehr angenehm empfand ich deshalb die schon einige Wochen zurückliegende Beschreibung von @Frau Mahlzahn.
      Ich will keinesfalls aussagen, dass dieses oder jenes besser sei, ich finde auch nicht, dass irgendwas verändert werden soll. Es wäre fatal, würden das Forum nun mehr Frauen als aktive Mitglieder aufweisen, aber dafür auch eine steigende Anzahl von Offtopicthemen und viele Katzenfotos (jaja, ich habe selber welche gepostet, aber mit Tee!) und das Forum dadurch seinen Charakter verlieren. Jeder soll sein, wie er ist und seinen Teeweg gehen, wohin er ihn führt. Es ist nur ein Gedankengang, warum hier manches so ist, wie es ist. Man kann hierher finden, in diese spezielle kleine Welt und daran teilhaben und eben jeder so, wie es für ihn richtig ist. Es wird heutzutage so viel zu erzwingen versucht, hier und da geregelt und sinnlose Quoten eingeführt. Dabei kann es so einfach sein.
      Was zusammenpasst, kann sich finden.
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