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Ich habe vor geraumer Zeit mal eine Huang Pian getrunken, den ich für maßlos überteuert hielt. Im letzten Jahr dann eine Probe von einem Jing Mai Huang Pian (farmer-leaf). Der war äußert ansprechend und ist ausverkauft. Hat jemand Erfahrung mit Huang Pian? Es findet sich bei den üblichen Händlern nicht viel. Wie sind z.B. die Huang Pian von bitterleaftea oder der von crimsonlotustea? Was gibt es noch?

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Einer Bestellung von Tea Urchin lag mal eine überraschend riesige Probe bei, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Insbesondere in der einfachen Aufgussvariante, die manchmal als Grandpa-Style bezeichnet wird, zeigte sich der Tee vollmundig, leicht süßlich und im positivsten Sinne süffig. Im Shop habe ich den Tee damals leider nicht gesehen.
Aus dem Cha Dao hatte ich auch mal eine kleine Probiermenge, die leider nicht an den von Tea Urchin rankam.

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Huangpian ist für mich wie Autumn (wenn man mal die Auswirkung auf die Pflanze bei einer Herbsternte außen vor lässt) ein etwas zweischneidiges Schwert: Wie ein Autumn-Sheng hat ein Huangpian IMMER einen anderen anderen Charakter als der "normale" Sheng, den man aus der Region kennt, allerdings im Gegensatz zu einem Autumn-Sheng weniger einheitlich (die sind oft doch sehr ähnlich, was den eher gedämpfteren, samtigen Charakter anbelangt) aber doch oft eher zweite Wahl für meinen Geschmack da sie in den für mich wichtigen Punkten (Schwere, Qi, Intensität) nicht mit einer regulären Frühjahrsversion mithalten können – ABER es gibt hier durchaus auch gute und interessante Beispiele. Gerade der von Paul angesprochene LME Huangpian von Yu ist ein richtige schönes Beispiel für diese Kategorie da er mit sehr außergewöhnlichen Geschmacksnoten aufwarten kann. Vor allem Bitterleaf hat dieses Jahr ja sehr viele HP im Angebot (was angesichts der 2018er Preise durchaus verständlich ist) – wenn man nicht mit der Erwartungshaltung einen typischen Sheng vorzufinden ran geht kann das ggf. schon lohnend sein, sich die mal genauer anzuschauen, wenn man eine Alternative zu den Autumn-Shengs sucht.

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@Getsome Ich trinke fast nur Sheng unter 2-3 Jahren, deshalb eher jünger. Einige verlieren ja schon nach einem Jahr ihren Geschmack, wobei das sehr unterschiedlich sein kann. Interesse besteht bei mir aber auch an Pu der über 10 Jahre gereift ist. Wie Huang Pian altert weiß ich nicht, da gibt es auch recht wenige im Verkauf...

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Der Lao Man'E kostet 5x so viel wie andere Huang Pian, was mich etwas irritiert, denn für den Preis bekomme noch immer ganz gute Sheng. Wenn keine Vorschläge mehr kommen bestelle ich mal bei einem der Händler vor Ort. Vielleicht sogar aus der Werbeagentur W2T wegen Designer-Verpackung;)

 

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@ChaQi naja, ist ja auch ein LME und dazu noch von Yu – im Verhältnis zum "normalen" LME von Yu stimmt das Verhältnis wieder und der Tee ist deutlich preiswerter ;)
Die üblichen Preisunterschiede der Regionen gelten hier skaliert natürlich trotzdem.

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@doumer Dieser ominöse Yu scheint wie König Midas zu sein. Mir kommt das so vor wie Müller-Thurgau für 50EUR, den man auch für 15EUR bekommt. 

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Mit Wein kenn ich mich nicht aus, aber ich will jetzt hier keine allgemeine Qualitäts- und Kosten-Diskussion lostreten, da im Grunde genau das selbe gilt wie "normalen" Pu – du kannst dir einen Yiwu Bing für 40€ oder für 400€ kaufen, genau das selbe gilt auch für Huangpian und Herbst-Sheng, nur eben auf einem anderen Qualitätslevel (siehe meine vorherige Antwort).

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Ich würde genau das bestreiten, es geht nicht nur um Qualität. Es geht darum, was Leute bereit sind dafür zu bezahlen. 

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Wie gesagt, da das nichts mit dem Thema zu tun hat möchte ich hier mit nicht anfangen.

Nur so viel: Es gibt ganz klare Qualitätsunterschiede, das ist definitiv ein Fakt (wenn du ein Auto kaufst merkst du neben dem preislichen Unterschied auch einen Qualitätsunterschied z.B. zwischen einem Dacia und einem Maybach, es sind trotzdem beides Produkte vom Typ "Auto" und kosten nicht das selbe) – es ist aber auch so wie du sagst, dass bestimmte Hersteller (und Regionen) teurer sind, als andere (von den zisch weiteren Faktoren wie Alter der Pflanzen, Plantage vs Wild, Pestizide etc. mal ganz zu schweigen). Wenn nur letztes gelten würde, würde ich nur noch Bings für 15$ das Stück kaufen und hätte trotzdem den besten Tee, aber so einfach ist es leider nicht. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wie viel man für was bezahlen möchte – und der Umkehrschluss gilt natürlich nicht: Nur weil ein Tee teuer ist, muss er noch lange nicht gut sein. Wie gesagt, mit dem Thema könnte man Bücher füllen und Gesellschaften spalten 9_9

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@doumer Das sehe ich ganz genauso, außer dass ich Preis-/Leistungs-Diskussionen durchaus für relevant halte. Ich würde gerne mal den genannten Lao Man'E Huang Pian mit anderen in einer Blindverkostung sehen. 

Bei bitterleaf finde ich z.B. interessant, das sich die Preise für die "normalen" Sheng nicht in den Preisen für die Huang-Pian-Version widerspiegeln. 

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...bin ja auch niemand, der generell immer auf den Yu-Zug aufspringt, aber man muss den Tees natürlich zugestehen, dass schon ziemlich gutes
  Ausgangsmaterial verwendet wird und die Tees auch gut produziert sind. Kann jetzt nichts zu dem oben genannten HuangPian sagen, bzw.
   kenne auch keine aktuellen Tees von Yu, aber es sind doch schon richtig gute Sachen.

Merke gerade selbst, dass ch von etwas rede, dass ich eigentlich nicht direkt belegen kann, aber die Tees, die ich früher von Yu getrunken habe waren
schon top! Wer dafür wieviel zahlt, bzw. ob einem das persönlich so viel Wert ist, ist ja die generelle Frage bei Tee.

Oft gibt es auch ältere Tees z.B. in brick-Form, die auch oft "HuangPian" genannt werden, aber man sollte auch nicht die Blattgröße von alten Tees mit der
Blattgröße von HuangPian vergleichen. Großes Blatt, das lange am Baum wächst ist nicht gleich "großes Blatt" das von einer frischen Ernte aussortiert wird. 

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Da hilft wohl wirklich nur eine Blindverkostung - oder vom *billigen* zum hochpreisigen wechseln und hinterher entscheiden, ob es einem das Geld wert ist bzw., um ein Aha-Erlebnis zu haben. Ich weiß nicht genau, ob sich der Markt so richtig regelt, Tea ist Vertrauenssache. Und jeder Name hat natürlich auch mal einen Ausfall, außerdem: Es ist viel Marketingsprech dabei. Gesundes Mißtrauen hilft da wie immer immer. Kosten, selber entscheiden. 
Aber hier wird eine große Unsicherheit angesprochen, die auch mich Ahnungslosen immer wieder beschleicht. Was ist gut, was ist schlecht, gerade bei dieserart Tee ist befremdliches Geschmacksempfinden nicht immer auch gleich ein schlechter Tea. Ich habe sogar gelernt: Das Gegentum ist oft der Fall. 

Und im Zweifel: Einfach mal hinfliegen. Womit natürlich der preiswerteste vor Ort erworbene Tea unterm Strich ziemlich teuer ist. Wenn man es nicht schafft, monetäres einfach mal beiseite zu lassen. 
 

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@ChaQi für nicht relevant halte ich das Preis-/Leistungsthema keinesfalls, es hat nur wenig mit dem Thread zu tun da das allgemein für alles gilt ;)
Eine Parallelverkostung fände ich auch sehr spannend, aber ich hab nur diesen einen LME HP und planen nicht, mir einen weiteren zuzulegen – solltest du dir aber einen anderen zulegen, meld dich nochmals via PN dann können wir uns dazu sicherlich austauschen :)

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vor 4 Stunden schrieb Krabbenhueter:

Wer hat sich schon mal gefragt, was Huang Pian eigendlich bedeutet:

https://crimsonlotustea.com/blogs/puerh/15296929-what-is-huang-pian

Und damit ist doch eigentlich alles gesagt :).

Das kannst Du nicht verlangen, @Krabbenhueter , daß ich das lese. Wer so schlecht schreibt, dem geb ich drei Sätze aber nicht mehr!

"An aging man takes a break from picking tea as he naps on the cool stone in this shade. His dog shares the moment of relaxation and recognizes our intrusion with a momentary twitch of his ear. Flies, foreigners, and the heat are inconsequential to these two."

Hemmingway für ganz Arme. Ist deren Tee genau so schlecht wie ihre Schreibe?

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vor 21 Minuten schrieb Paul:

Das kannst Du nicht verlangen, @Krabbenhueter , daß ich das lese. Wer so schlecht schreibt, dem geb ich drei Sätze aber nicht mehr!

"An aging man takes a break from picking tea as he naps on the cool stone in this shade. His dog shares the moment of relaxation and recognizes our intrusion with a momentary twitch of his ear. Flies, foreigners, and the heat are inconsequential to these two."

Hemmingway für ganz Arme. Ist deren Tee genau so schlecht wie ihre Schreibe?

Das Zitat dient nur zur Unterstützung der Aussage, das Huang Pian die Aussortierten, weil in Größe oder Farbe abweichenden Blätter sind, die früher der Bauer selbst getrunken hat.

Daher der etwas geringere Preis. Wie gut nun das Ausgangangsmaterial ist entscheidet dann natürlich auch über die Qualität des Aussortierten.

 

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Ich habe den Huang Pian von crimsonlotus nun zum ersten mal verkostet. Für einen Huang Pian sehr bitter und wenig andere Nuancen. Er erinnert sehr stark an frische klassische factory sheng im besten Sinne. Zum jetzt trinken für mich noch nicht unbedingt etwas. Ich nehme aber an, dass er sich gut zum lagern eignet. Alles in allem ein ganz anderer Eindruck von Huang Pian für mich.

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...muss die ganze Zeit an sowas denken, wenn ich HaungPian denke:

https://www.tea-exclusive.de/1960-Yiwu-Pu-Erh-Tee

ist immer eine gute Wahl, wenn man mal ältere Tees probieren will... sind aber auch nicht diese "aussortierte gelbe Blätter" sondern auch reifes
Blattgut, dass auch länger gewachsen ist, bzw. auch extra dafür gepflückt wurde... 

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Der Huang Pian von crimsonlotus macht sich nach einiger Zeit in mitteleuropäische Gefilden schon ganz gut. Durch spielen mit Temperatur und Menge kann man das Bittere reduzieren und bekommt einen sehr angenehmen Tee.

Ich finde ist ihn besser als den Fade und den Demonslayer (sind fast zur gleichen Zeit mit der Post angekommen). Von den beiden bin ich etwas enttäuscht, denn sie sind etwas eindimensional langweilig. Der Demonslayer hat für mich etwas unangenehm-erdiges, das fast alles überdeckt. Hab bei dem Preis nicht viel erwartet, aber dafür gibt es schon auch besseres Material.

 

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