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Japan. Buch zu Yixing und Tokoname, INAX Museum


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  • Gleiche Inhalte

    • Von Shibo
      Es ist ein viel diskutiertes Thema. Allein hier im Teetalk lassen sich unzählige Aussagen über verschiedene Tonarten in Kombination mit jeder nur erdenklichen Teesorte finden. Dabei scheinen sich auf den ersten Blick viele Aussagen zu widersprechen, was angesichts der Unübersichtlichkeit der Thematik nicht verwunderlich ist.
      Ich bin der Meinung, dass diese Diskussion rund um den Ton nochmal eine Bündelung vertragen kann. Insbesondere könnte man hier mit einer breiteren Perspektive starten, als in diesem ergiebigen, aber mittlerweile doch schon älteren Thread über Yixing-Kannen. In der Zwischenzeit sind bestimmt viele Erfahrungswerte der Teetalk-Mitglieder hinzugekommen und auch die Informationsgrundlage im Netz ist heute eine andere: Es gibt mehr Fragen und weniger definitive Antworten. Ein sicheres Zeichen für Fortschritt in der Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema .
      Ich starte einmal damit, ein paar Aussagen des amerikanischen Töpfers Mark Mohler stichpunktartig, wiederzugeben. Sie stammen aus einem sehr empfehlenswerten Interview, das teilweise ziemlich tief in die Materie einsteigt und mir in Erinnerung gerufen hat, dass ich diesen Thread schon länger erstellen wollte.
      Kenne man lediglich die Tonart, ließen sich kaum generelle Aussagen über ein aus ihr hergestelltes Tongefäß treffen: "Selbst aus dem Grundstoff für Porzellan kann man ein poröses Gefäß herstellen." Resultierend aus Punkt 1: Die Art der Verarbeitung habe einen größeren Einfluss auf das Gefäß, als der Ton selbst. Der Ton gebe allerdings vieles vor: Die Temperatur, bei der ein Ton verglast, sei ausschlaggebender, als die tatsächliche Temperatur, mit der gebrannt wurde. Mangels Wissen über die konkreten chemischen Vorgänge auf Molekularebene, geht Mohler für sich von einem anderen, besonders wichtigen Faktor für das Zusammenspiel von Ton und Tee aus: Wärmerückhaltevermögen [er spricht in diesem Zuge aber auch Wärmeleitfähigkeit an]. Dies sei wiederum von drei zentralen Eigenschaften des gebrannten Tons abhängig: Oberfläche: z.B. sehr viel größere Oberfläche bei Tonsorten mit mikroskopisch feiner, kristalliner Oberflächenstruktur, als bei glatteren Tonsorten. Wandstärke Dichte bzw. Porösität. Gerade anfänglich habe ein poröserer Ton ein höheres Wärmerückhaltevermögen, da die im Ton eingeschlossene Luft isolierend wirkt. Als zusätzlicher Faktor komme die Absorption von Tee durch porösere Stücke hinzu, die sich über die Temperaturfrage hinaus auswirkt. Diese Aussagen stellen keine erschöpfende Heuristik o.Ä. dar, ich habe sie lediglich als ersten Anreiz für einen Austausch hier gesammelt. Für mehr Kontext empfehle ich das Interview.

      Was mich besonders interessiert: Worauf basiert ihr eure Entscheidungen, welches Gefäß ihr für welchen Tee benutzt? Wie verläuft der gedankliche Prozess hinter einer solchen Entscheidung? Inwiefern lasst ihr euch von rationalen Überlegungen oder vielleicht auch von rein intuitiven oder ästhetischen Aspekten leiten? Eigentlich wollte ich selbst noch etwas dazu schreiben, aber damit der erste Beitrag nicht noch länger wird, gebe ich den Stift erst einmal ab.
    • Von Joaquin
      Das Forum Tee-Aufgussgefässe ist mit der Zeit gewachsen. Um es übersichtlicher zu gestallten, wurde es nun aufgeteilt in:
      Tee-Aufgussgefässe allgemein
      Allgemeine Tee-Aufgussgefässe, welche in kein anderes Tee-Aufgussgefässe-Forum gehören. Henkelteekannen - Kleinvolumig (Yixing, Chaozhou usw.)
      Henkelteekannen. Kleinvolumige Teekannen aus Yixing, Chaozhou, Nixing, Jianshui usw. oder aus anderen Materialien oder Herstellungsorten. Kyūsu
      Kyūsu, das traditionelle, japanische Aufgussgefäß. Regulär bekannt als Seitengriffteekanne. Gaiwan
      Gaiwan, das chinesische Aufgussgefäß.
    • Von Seppo
      Hallo zusammen,
      über mehrere Umwege ist folgende schöne kleine Teekanne bei mir angekommen.
      Diese wurde mehrmals weiterverschenkt und bekommt bei mir nun hoffentlich ihre verdiente Wertschätzungen.
      Leider ist der Ursprung dieser Kanne dadurch völlig abhanden gekommen und ich würde gerne mehr darüber erfahren.  
      Ich kenne mich nicht sonderlich gut aus und bin recht neu in dieser Szene. Sie wirkt aber sehr hochwertig verarbeitet und ist
      bis auf die eingeprägten Schriftzüge fast schon zu perfekt. Ein fake aus gegossenem Ton wird es aber nicht sein,
      dafür ist die Innenseite viel zu offenporig und rau. Ein Zertifikat oder ähnliches lag leider nicht bei.

       
      Diese flache Form in Kombination mit diesem hellen Ton(Duan Ni?) scheint nach meiner Recherche nicht sehr gängig zu sein.
      Das richtige Einsatzgebiet scheint dadurch recht eingeschränkt zu sein. Allgemein finde ich die Tee Empfehlungen zu solchen hellen Tönen
      teilweise recht widersprüchlich. Wie sehen euere Erfahrungen aus? Welche Teesorten sind dafür empfehlenswert?
       
      Viele Grüße
      Sebastian
    • Von Toko
      Endlich habe ich ein Rätsel gelöst, dass mich seit meiner Kindheit beschäftig: "Was ist das für ein japanischer Teller den mein Opa da 1940 gekauft hat?" 
      Vor gut 20 Jahren schenkte er ihn mir dann. Es ist und war immer "Der Japanische Teller" mit einem Haiku auf der Rückseite. Das war es bis vor ein paar Tagen.
      Ich suchte gerade nach Informationen zu japanischer Keramik und stolperte dabei - wie so oft - über einen interessanten Beitrag über 薩摩焼 Satsuma-yaki. Ein Teller sah meinem ähnlich. Also begann ich weiter zu suchen und fand bald heraus, dass hinten wohl auch eine Kennzeichnung vorhanden sein müsste. Aufgefallen ist mir noch nie was. Na vielleicht ist diese genau unter einem Dreieck aus Metall in der Mitte des Tellers, welches als Ankerpunkt für die Aufhängung dient? Ich sehe nur einen Schatten  - ist ziemlich schmutzig da unten. Mit einem Wattestäbchen reinige ich den vermeintlichen Schatten, und siehe da, es kommt ein japanischer Schriftzug zum Vorschein, den ich mit meiner Makrolinse abfotografiere. Danach mache ich mich auf einer niederländischen Database für Satsuma-Keramik auf die Suche und durchforste am letzten Wochenende ein gut 250 Seiten langes PDF; ebenso eine Excelfile mit über 2200 Zeilen (jede Zeile ein Künstler oder ein Atelier). Es wird nichts! Also schreibe ich an ein Museum mit Satsuma-Exponaten in Kyoto und erhalte ein paar sehr brauchbare Informationen. Danke!
      Die Kennzeichnung ist: 保土田造 (gemacht von Hododa). Schön blöd von mir; das ich die Schriftzeichen auf den Kopf gestellt hatte ... da konnte ich Es.. ja nix finden 🤔 ! 保土田 Hododa Takishis Visitenkarte war dann schnell gefunden: https://www.worthpoint.com/worthopedia/1890s-trade-card-t-hododa-satsuma-yokohama --> 1890s TRADE CARD T.HODODA SATSUMA YOKOHAMA JAPAN, ebenso eine noch genauere Bio als vom Museum: https://www.asianart.com/phpforum/index.php?method=detailAll&Id=117688





      Eine Sache möchte ich noch herausfinden: ob nach dem Farbauftrag nochmals gebrannt wird?
       
      * ein Excelfile
    • Von SeniorSpielbergo
      Ich überlege derzeit mir eine Yixing Teekanne zu kaufen. Da ich bisher keine Erfahrungen mit Yixing Teekannen habe, versuche ich mich aktuell etwas einzulesen und bin dabei auf dieses Forum gestoßen.
      Da meine Suche im Forum noch nicht ganz die richtigen Antworten auf meine Fragen geliefert hat, schreibe ich diesen Beitrag in der Hoffnung, dass die Experten mich hier etwas beraten können.
      Zu meinen Fragen:
      * Auf der Suche nach Shops, die Yixing Teekannen verkaufen, bin ich bisher auf recht erhebliche Preisunterschiede gestoßen (zwischen 50€ und 600€ habe ich mittlerweile alles gesehen) und habe bei der weiteren Recherche (u.a. hier im Forum) gelernt, dass dies teilweise mit dem Künstler / Meister zusammenhängt, der die Kanne hergestellt hat und ob es ein antikes / älteres Stück ist. Zunächst interessiert mich hier, was aus eurer Sicht noch weitere Faktoren (neben einem Import nach Deutschland) sind, die eine Rolle bei diesen Preisunterschieden spielen (z.B. vielleicht die Tonqualität, generelle Verarbeitung, ...)?
      * Weiterhin habe ich gelesen, dass aufgrund der offenporingen Struktur der Yixing Teekannen von erfahrenen Teekennern empfohlen wird immer nur eine Teeart (Oolong, Darjeeling, ...) oder noch extremer nur eine Teesorte der jeweiligen Teeart für eine Kanne zu nutzen. Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt eine Grundsatzdiskussion lostrete bzw. mich bei den Teeexperten hier im Forum unbeliebt mache, interessiert mich, ob ich z.B. Oolong und Darjeeling (meine häufigsten Schwarztees und Haupttees für die geplante Kanne) in einer Yixing Teekanne zubereiten kann / sollte? Oder hat dies aus eurer Sicht so dermaßen negative geschmackliche Auswirkungen, dass ihr mir direkt davon abratet?
      * Da ich als Anfänger nicht gleich den Lamborghini der Yixing Teekannen kaufen wollte, habe ich mich gefragt, worauf ich eurer Meinung nach beim Kauf vor allem achten sollte und was für den Start vielleicht ein realistischer Preisrahmen ist? Weiterhin hatte ich gehofft, dass mir vielleicht jemand hier im Forum einen guten deutschen Shop für so eine preisgünstige Kanne oder vielleicht sogar direkt eine gute "Yixing Einsteigerkanne" empfehlen kann.
      Viele Grüße
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