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Meine alte Liebe für Tie Guan Yin ist frisch wie am ersten Tag. Inzischen weiss ich in etwa, welchen Stil ich mag und habe etliche probiert. Das Sortiment von Nannuoshan kenne ich gut und bin sehr zufrieden. Jetzt möchte ich weitere probieren. Habt ihr Tipps für großartige TieGuanYin? Meine Kriterien: online bestellbar, moderate Versandkosten (also aus Deutschland oder ähnlich teuer).

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vor 4 Stunden schrieb Charlie:

Das Sortiment von Nannuoshan kenne ich gut und bin sehr zufrieden. Jetzt möchte ich weitere probieren. 

Das Problem hierbei ist - was TGY betrifft bist du da schon ziemlich an der Spitze.
Ich weiss zwar nicht ob das bei allen zutrifft, aber zumindest manche sind vom Anxi Chen, das ist ein alter Teebauernfreund von Atong.
Von den Anxi-TGY von Atong, die du möglicherweise bei Schnorr kriegen kannst, stammt das Pflückgut i.d.R. von exakt diesem Bauern, sind aber von Atong anders weiterverarbeitet - Atong bezieht den Maocha (was unfertiger Tee bedeutet - bei Oolong bedeutet das, dass er noch nicht geröstet ist) ... insofern ist das schon auch interessant für dich zum Vergleichen, denn Atong versteht ja zweifellos das Rösten, oder anders gesagt das Finishing resp. die Veredelung von Oolongs.

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Jetzt habe ich mit ein bisschen Suche erstmal gefunden wer Atong ist, haha Chen HuanTang, unter diesem Namen sagt er mir was. Der alte Herr hat etwas spezielle Meinungen zu Tieguanyin. Mir sagte er bei einem Besuch, dass er in Taiwan keinen finden kann, der ihm TGY so macht wie er es für richtig befindet. Was da wohl der Rest der TGY Farmer in Taiwan dazu sagt? Weswegen er ihn in auch China machen lasse (aber von einem Taiwanesen) - zumindest der Tee, den er mir vorgesetzt hatte, ist aber schon ein paar Jahre her.

Sein TGY ist in der Tat eher ähnlich wie das was man auch in China oder HK als gerösteten TGY bekommen kann. Feiner gemacht natürlich, aber so in derselben Geschmacksschiene. Seine Dongding gefallen mir im Schnitt aber besser. Die typischen lokalen Taiwan TGY gefallen mir selten, aber das ist alles Geschmackssache, fruchtiger sind sie jedenfalls im Vergleich zu China TGY, die würde ich eher als "trocken" bezeichnen. 

 

 

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vor 42 Minuten schrieb Bok:

dass er in Taiwan keinen finden kann, der ihm TGY so macht wie er es für richtig befindet. Was da wohl der Rest der TGY Farmer in Taiwan dazu sagt?

Das war vielleicht etwas radikaler rübergekommen als gemeint - er produziert ja schon auch taiwanesischen TGY, bspw. aus Muzha, aber es ist vergleichbar mit der Bi Luo Chun Geschichte - die taiwanesischen Pendants sind etwas Gutes, aber dennoch etwas ganz anderes.

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Kontroverse Meinungen hat er einige… Gaoshan braucht man gar nicht erwähnen, das ist für ihn kein richtiger Tee. Ist halt einer von der alten Schule mit allen Vor- und Nachteilen… 

Ist ja auch Nebensache, er macht sein (Dong)Ding und das macht er gut. Ansonsten Ohren auf Durchzug stellen und freundlich nicken, das bewährt sich immer.

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vor 5 Minuten schrieb Bok:

Kontroverse Meinungen hat er einige… Gaoshan braucht man gar nicht erwähnen, das ist für ihn kein richtiger Tee.

Das kommt auch nur so polarisierend rüber, weil er den verhältnismässig zu niedrigen Stellenwert von "Tiefland"-Wulong korrigieren möchte.
Ich habe von ihm auch exzellente Hochland-Wulongs.

PS: Fyi @Bok - mehrere lokale Teefreunde haben bei ihm ne Ausbildung gemacht, gearbeitet u.ä., kenne ihn auch persönlich, war vor Jahren an Seminaren von ihm und an etlichen kleinen Teerunden, hab an einer grossen Feier die sonderbarsten Dinge für ihn auf dem BBQ zubereitet (Schweineöhrchen, Schweineschnäuzchen und Schweineschwänzchen - sowas mag er!) - dann wäre der Plan gewesen, dass er mal bei mir im Garten Unkraut jäten kommt (er liebt ja das Gärtnern und wäre bestimmt von unserem europäischen Unkraut beeindruckt gewesen), aber daraus wurde leider nichts, weil ich dann in einem ums Seminar rum auflodernden Teehändler-Konflikt zwischen die Fronten gekommen bin (darüber aber keine Details). 🙄

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 39 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Das kommt auch nur so polarisierend rüber, weil er den verhältnismässig zu niedrigen Stellenwert von "Tiefland"-Wulong korrigieren möchte.
Ich habe von ihm auch exzellente Hochland-Wulongs.

PS: Fyi @Bok - mehrere lokale Teefreunde haben bei ihm ne Ausbildung gemacht, gearbeitet u.ä., kenne ihn auch persönlich, war vor Jahren an Seminaren von ihm und an etlichen kleinen Teerunden, hab an einer grossen Feier die sonderbarsten Dinge für ihn auf dem BBQ zubereitet (Schweineöhrchen, Schweineschnäuzchen und Schweineschwänzchen - sowas mag er!) - dann wäre der Plan gewesen, dass er mal bei mir im Garten Unkraut jäten kommt (er liebt ja das Gärtnern und wäre bestimmt von unserem europäischen Unkraut beeindruckt gewesen), aber daraus wurde leider nichts, weil ich dann in einem ums Seminar rum auflodernden Teehändler-Konflikt zwischen die Fronten gekommen bin (darüber aber keine Details). 🙄

Herrlich, Öhrchen, Rüssel und Schwanz vom Schwein. Mag ich auch sehr. Kein wunder, dass mir seine Tees auch gefallen.

Bearbeitet von Charlie
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    • Von Wastl
      Hallo, ich habe mir eine Ton Zisha bestellt und habe vor sowohl Oolong als auch PuErh darin zuzubereiten. Das Problem ist nur, dass die Kanne unglasiert ist…Kann ich trotzdem beides darin aufbrühen oder wäre das nicht empfehlenswert?
      LG wastl
    • Von SoGen
      An anderer Stelle hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich mir für das 1. Semester 2022 als kleines Studienprojekt, das ich hier nach und nach vorstellen möchte, das Thema Yancha gewählt habe. Dabei geht es mir nicht darum, das Angebot eines bestimmten Händlers zu prüfen sondern darum, über die doch recht vielfältige Welt der verschiedenen Yancha-Sorten einen besseren Überblick zu gewinnen - und dabei etwas über den Tellerrand der üblichen Verdächtigen, also der "vier grossen berühmten Teebüsche" (Si Da Ming Cong - i.e. Da Hong Pao, Tie Luo Han, Bai Ji Guan und Shui Jin Gui) hinauszuschauen.
      Den Beginn machte heute ein Shui Xian (Narzisse, wörtl. 'Wassergeist') - eine Varietät, die mir bislang lediglich aus dem Fenghuang-Terroir Guangdongs und aus Zhangping (gepresst, deutlich anderer Charakter) bekannt war, die jedoch im Wuyi Shan ebenfalls seit langem beheimatet ist; der auf ca. 400 Jahre geschätzte älteste Teebusch des Wuyi Shan ist ein Shui Xian. Übrigens ein Typus, der nicht zu meinen Favoriten zählt - weswegen er auch als erster antreten darf. Der Name weist jedenfalls unmissverständlich darauf hin, was man da erwarten darf.
      Das trockene Blatt duftet vage blumig; schwach sind Röstnoten identifizierbar, die dann später in den Aufgüssen jedoch gut eingebunden und als solche nicht mehr identifizierbar sind. Das bekannte 'Narzissenaroma' ist unverkennbar, allerdings grundtöniger, 'schwerer' als ich es von Fenghuang Dancong kenne. Diese Grundtönung nimmt im Verlauf der Verkostung einen zunehmend mineralischen Charakter an - falls mich da meine Erwartungshaltung nicht getäuscht hat. Die Intensität des Geschmack lässt mit dem 5. Aufguss allmählich nach, die Aromenstruktur wird undifferenzierter, 'weicher' - und sogar ein wenig harmonischer. Der 'dunkle' Narzissenduft in der Nase bleibt hingegen bemerkenswert konstant und verblasst erst (dann freilich deutlich) im 9. Aufguss. Obwohl stark aufgesetzt (8 gr / 120 ml) keinerlei bittere Noten, auch keine Adstringenz. Sehr unauffällige Textur, was aber mE typisch für einen floralen  (hua xiang) Shui Xian ist.
      Aufgegossen - wie es sich gehört - in Yixing, das Kännchen ist seit einigen Jahren für Yancha reserviert und wurde im wesentlichen mit DHP gefüttert; hier im Eröffnungsposting kurz vorgestellt:



    • Von Anima_Templi
      Hallo, zusammen.
      Leider ist die Auswahl an Händlern welche ein (gutes) Yancha-Angebot im innereuropäischen Raum anbieten sehr überschaubar. Eine gute Sache bzgl. den neuen Medien ist es, dass man relativ schnell auf neue Shops aufmerksam wird. Bei diesem Shop wird das Hauptaugenmerk bis jetzt auf Felsentees, Pu-Erh und Heicha, sowieso Schwarz- und Weißtees gerichtet. Der Händler ist selbst Chinese und lebt in Spanien. Die Preise suggerieren ein qualitativ hochwertiges Niveau. 
      Weil die Tees komplett ohne evtl. Zollstress geordert werden können habe ich mich getraut und das komplette Felsentee-Angebot - nebst ein paar Pu-Samples - geordert, um einen groben Überblick über die Tees zu gewinnen. 
      Den Anfang machte gestern der Qi Lan, ein Kultivar, welcher erst in den 90er Jahren in die Wuyi-Region kam und ursprünglich in Fujian kultiviert wird.
      Qi Lan bedeutet wörtlich übersetzt wilde Orchidee und der Name ist bei diesem Tee Programm.
      Das Röstlevel ist recht ordentlich, auch wenn der Tee bereits ein Jahr Ruhe nach der letzten Röstung hatte. Das Blattgut ist intakt und gefällt optisch.
      Die Mineralität ist eher zurückhaltend, ebenso der Körper. Der Fokus liegt hier ganz klar bei den floralen Noten die sich über viele Aufgüsse sehr präsent zeigen. Mir persönlich ist der florale Faktor hier etwas zu stark ausgeprägt, für einen Yancha ist mir auch das mineralische Fundament zu subtil. Einzig die Röstnoten schaffen es die Orchidee in der Schale etwas zu zügeln, der leicht Süße Nachhall hingegen weiß wiederum zu gefallen.
      Ein gut produzierter Yancha. Die Röstung soll hier ein Gegengewicht zu den ausgeprägten floralen Noten bilden, schafft dies aber nur bedingt. Ein blumiger Tee, der genau das liefert, was die Beschreibung vermuten lässt. Für Einsteiger interessant, da leicht zugänglich und freundlich. Mir hat er zu wenig Körper und Mineralität, was aber kein Fehler, sondern dem Kultivar geschuldet ist.

    • Von maik
      Moin...
      Soweit ich weiß, soll ja oben genannte Sorte mit die Speerspitze des Oolongs darstellen.
      Gerne würde ich von euch wissen, wo man bedenklos zugreifen kann (shop, Sorte) und ob bzw welche man länger lagern kann. 
      Porzellandosen sind vorhanden  
      Danke 😊
    • Von chenshi-chinatee
      Hallihallo! 
      Es ist mal wieder soweit; knapp zusammengefasst:
      Ab jetzt bis Donnerstag gibt es 12% mit den Gutscheincode
      "rainydays"
      Allerding nur auf Tees, nicht auf Geschirr! 
      Weiterer Ausblick: 
      Neue Grüne und Schwarze Tees sind bereits unterwegs und sollten bis Mitte November auch ankommen u.a.:  Guyu Longjing - d.h. eine spätere Pflückung die tendenziell damit auch günstiger und etwas stärker im Geschmack ausfällt Waschechter Qingming Huangshan Maofeng, neben Longjing der China Grüntee Wuyishan Jinjunmei - etwas für kalte Herbst und Winternächte Neue Pu-erh werden auch noch geordert wobei hier der Fokus auf 2021er Tees fallen wird sowie wieder die Bestände an alten Tees aufzustocken, namentlich z.B. den 8582 oder den Songpin Hao Green Label.
       
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