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Tee- und Teewarenreise durch China - von Yunnan über Yixing nach Guangzhou


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Hallo allerseits, 

nachdem mir vor meiner Abreise hier im Forum so nett geholfen wurde diese zu planen, möchte ich nun eine Auswahl an visuellen Eindrücken aus China teilen. 

Meine (teetechnische) Reise begann in Yunnan: Kunming, Xishuangbanna, Pu Erh (Simao). Weiter ginge es nach Suzhou (bei Shanghai), Yixing und gegen Ende zurück in die Gegend des Reiseantritts: nach Guanghzhou. 

Ich versuche mich knapp zu halten und die Hauptstationen meiner Teereise durch China festzuhalten. 

Ich beginne also in Yunnan, genauer gesagt in Xishuangbanna. Ich bin auf gut Glück dorthin gereist in der Hoffnung die Chance zu kriegen einen Einblick in die Pu Erh Produktion zu bekommen. Beim morgendlichen Schlendern in Xishuangbanna kam ich mit einem netten älteren Herren, der einen Teeladen führte, ins Gespräch. Ich fragte ihn ob er mir bei meiner Suche helfen könnte. Tatsächlich stellte er kurzerhand den Kontakt zu einer Farm in der Gegend von Menghai her und rief kurzherhand seinen Sohn an, welcher Taxifahrer ist und uns zu der Farm begleitete. 

Vor Ort durften hat uns eine freundliche Teefarmerin begleitet und das Gelände gezeigt. Wir konnten durch junge und ältere Pu Erh Baumfelder spazieren, Teepflücken, einen Bing anfertigen aber vor allem ausgelassen Tees verschiedenster Jahrgänge trinken. Ein tolles Erlebnis! 

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Weiter reiste ich nach Pu Erh, um den legendären Großhandelsmarkt zu besuchen. Unsicher, ob ich dort eintreten durfte oder überhaupt in kleinen Mengen Tee kaufen konnte, begab ich mich hoffnungsvoll auf einen einstündigen Spaziergang von meiner Unterkunft dorthin. Pu Erh ist eine sehr entspannte Stadt, und alle Begegnungen, die ich dort hatte, waren ausnahmslos von gastfreundlicher Natur. Tatsächlich hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, den Markt zu betreten, und die Händler verkauften auch kleinere Mengen Tee. Nach einigem Schlendern hatte ich das Glück, einen jungen Teehändler namens John und seine Frau kennenzulernen. Beide waren sehr herzliche Menschen, mit denen man stundenlang über Tee und die Welt philosophieren konnte. Wir taten genau das, und ehe ich mich versah, war es schon wieder Abend. Ich verabschiedete mich reich mit Tee eingedeckt (und beschenkt!) und aufgewärmt am Tee sowie mit einer neuen Freundschaft.IMG_1612.thumb.jpeg.829fb6fdf6fff30fff56e46aa7494903.jpegIMG_1613.thumb.jpeg.68622a207a534076d32f75c8bb4eddc5.jpegIMG_1624.thumb.jpeg.235693cba8a8a2b1f64746e34b68fae1.jpegIMG_1614.thumb.jpeg.56ec089344cff1b1a17ffdbb264f759d.jpegIMG_1616.thumb.jpeg.a5317f1e0161d105167d2b3f9954e0e7.jpegIMG_1625.thumb.jpeg.27b940f2cfc0cf995e3f27fbcee87777.jpegIMG_1628.thumb.jpeg.89a2538b4124f417e5abab54fcbf12e2.jpegIMG_1632.thumb.jpeg.98329e03201dab682407c883181d113c.jpeg

 

Ich verabschiedete mich nun von Yunnan und reiste einige Tage über Guilin und Peking, um schließlich in Suzhou anzukommen. Dort wollte ich sehen, wie Biluochun wächst, und hoffte, die letzten Überbleibsel der diesjährigen Biluochun-Ernte probieren zu können. Also machte ich mich auf den Weg zu den Dongting Bergen, neben dem Tai Hu See, um dort zu wandern. Ein fantastischer Ausflug, wie ihr euch vorstellen könnt. Die Teepflanzen wuchsen durchzogen von Obstbäumen, die diesem Tee unter anderem seine besonderen Noten verleihen. Ein traumhafter Ausflug mit Ausblick auf den See vom Gipfel des Berges und dem Rascheln der Teefarmer in den Teebüschen, die zu dieser Jahreszeit (Oktober) wohl Baumpflege betrieben. Biluochun war jedoch schwierig zu finden, und meine Suche endete in einem kleinen Abenteuer.

Nach vielem Herumfragen trafen wir auf eine junge Straßenverkäuferin, die während ihrer Arbeit durchgehend mit ihren Followern in einem Handy-Livestream kommunizierte. Sie leitete meine Anfrage unmittelbar an ihr Handy weiter, woraufhin eine Viertelstunde später ein Mann erschien, der meinte, sein Nachbar hätte noch von dem Tee. Etwas misstrauisch willigten wir letzten Endes ein, mitzukommen, da die freundliche Verkäuferin auch mitkam. (Ihren Stand übernahm die Schwester).

Nach 15 Minuten Fahrt um den DongShan kamen wir an einem fabrikartigen Gebäude an, das sich als Verpackungs- und Aufbewahrungsort (in Aquarien) für Hairy Crabs herausstellte. Dort empfingen uns eine Handvoll Krabbenfischer und ihr Chef. Es stellte sich heraus, der Chef vertreibt je nach Jahreszeit regionales Obst (Mandarinen, etc.), Krabben und Biluochun. Long Story short: Wir testeten Tee, wurden zu einem riesigen Familienessen eingeladen und fuhren erst spät nachts überglücklich und bis zum Kopf gefüllt mit Biluochun und Krabben in unser Hotel zurück. Was für ein unerwarteter und schöner Tag!

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Als nächstes ging es nach Yixing, genauer gesagt in den Süden von Yixing nach Dingshuzhen. Dort zunächst ins Keramikmuseum, welches eine Unzahl von alten Teewaren ausstellte. (Ich habe unzählige Fotos davon gemacht, wer diese gerne hätte, kann mich am besten privat kontaktieren.) Unsere Zeit war knapp bemessen, da wir noch den letzten Bus zurück nach Suzhou erwischen wollten. Nach 2 Stunden im Keramikviertel, in dem hunderte Tekannenwerkstätten zu finden sind, haben wir letztlich beschlossen, den Bus ausfallen zu lassen, und in eine Rückreise mit dem Taxi zu investieren (Taxi fahren in China ist sehr günstig!). Am Ende des Tages haben wir Freundschaft mit einem Paar geschlossen, in deren Werkstatt wir nach vielem Hin und Her gelandet sind. Beide stellten Teekannen und Teewaren her. Ihre Arbeiten haben mir gefallen, aber sie haben vor allem sehr viel Vertrauen in mich geweckt, und daran habe ich mich unter anderem beim Kauf orientiert.IMG_2319.thumb.jpeg.817158385e61d2a3c57844f9dd5abbef.jpegIMG_2341.thumb.jpeg.f27bc273395cc68d9d82022f9b4461dc.jpegIMG_2342.thumb.jpeg.47021ce143461419d3e5963a1122d2dc.jpegIMG_2430.thumb.jpeg.b5c13d8b5897a36c5c29d9a2cadf4e20.jpegIMG_2437.thumb.jpeg.47ff0e30dc0b877a63772e8e08e15d1a.jpegIMG_2432.thumb.jpeg.8b3b19a26c655ebbd676ec7be33fcbfb.jpegIMG_2438.thumb.jpeg.610d557b5c646983e8e783ceb6345b41.jpegIMG_2450.thumb.jpeg.ca88a703c3c4d3d508a78dc49fd6dc28.jpeg

Zu guter Letzt haben wir noch einen Ausflug nach Guangzhou gemacht. Dort sind wir ungeplant auf den gigantischen Fangcun Teemarkt gestoßen. Hier war gefühlt die größte Teegeschäftsdichte, die ich je erlebt habe, vorzufinden. Letztlich sind wir im Teeladen eines älteren Ehepaars gelandet, die vor allem auf Pu Erh spezialisiert waren. Die Besitzerin des Teeladens war so lieb und hat uns neben einigen alten dunklen sowie Pu Erh Tees eine ihrer Teekannen aus Privatbesitz verkauft. Ein glänzender Abschluss der Teeerlebnisse in China.

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Ich danke abermals an eure Hilfe bei der Planung meiner Route und hoffe ihr könnt euch auch ein wenig an den Bildern und dem erzählten Erfreuen. 

Liebe Grüße,

Mogli 

Edited by Mogli
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Guest Gast7160

Da kann man ja wirklich neidisch werden wenn man diese wunderschönen Bilder so sieht. Toll und Danke, dass Du Dir diese Mühe gemacht hast, auch alles so schön auszuführen und zusammenzufassen. 🌼

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  • 2 weeks later...
Am 12.12.2023 um 19:11 schrieb Entchen19:

Wie habt ihr euch denn verständigt?

Auf Englisch, kannst du chinesisch, Google Übersetzer oder mit Händen und Füßen?

Tatsächlich habe ich im letzten Jahr in einem Kurs einige Mandarin Basics (A1) gelernt. Das ist praktisch wenn man nicht gerade in Hong Kong oder Guanzhou ist, aber an einem Übersetzungsprogramm führt kein weg vorbei. (google Übersetzer hat meistens funktioniert). Und Hände und Füße waren natürlich auch stets im Einsatz :)

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Am 16.12.2023 um 19:59 schrieb Fisheyes:

Kannst Du uns Deine neue Tee-Hardware auch vorstellen?

Gerne. 

Ich bin letztlich bei folgender neuen Kanne geblieben. Ihre spezielle Form, besonders der hauchdünn gearbeitete Ausguss, sowie die Dimensionen haben mir am meisten zugesagt. Außerdem hatte ich bis jetzt nur eine echte Hongni Kanne. 

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Bei den selben Handarbeitern habe ich mir dann noch folgenden Gaiwan, eine Deckeltasse und ein paar Becher mitgenommen. IMG_3056.thumb.jpeg.1279c2e9e106e3f1133f9423a78fc565.jpeg 

Ich bin mit allem sehr glücklich, experimentiere und versuche die verschiedenen Eigenschaften der Töne/Formen zu verinnerlichen. 
Falls Tee auch zur Hardware gehört hier noch der größere Teil meiner Ausbeute:IMG_3055.thumb.jpeg.2846e2db1d9108a37fb9059613a88b8a.jpeg

Interessant finde ich vor allem die Ziegeltees (90er-2010, mitte), die Sheng Pu Erhs (2005-2023), den bleischwer gepressten dunklen Tee (oben rechts, 2kg), und den in Bing gepressten roten Tee (rechts mitte) welcher sogar nach dem (gefühlt) 20. Aufguss noch Geschmack abgibt. :)

Schöne Feiertage euch allen! 

Edited by Mogli
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