GoldenTurtle

Übersicht Dosierung, Ziehzeiten & empfehlenswerte Aufgüsse

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Geschätzte kulinarische Weltenwanderer



Ich habe in letzter Zeit komplett selbst und nichts irgendwo kopiert


eine detaillierte Liste ausgearbeitet, und immer wieder getestet,


wo mir eine erhöhte Dosierung etwas bringt,


und wo nicht, und würde gerne mit euch etwas darüber austauschen, und eure


Meinungen und Erfahrungen erfahren.





Grüntee: lohnt sich nicht. Mit 1 bis 1.5g auf 100ml fahre ich super.


Bei mehr habe ich zu schnell overkill, ohne die ganze Aromatik rauszuholen,


welche etwas dauert, bis sie rauskommt, und es nicht identische Resultate liefert,


wenn man mehr Menge, dafür kürzer aufgiesst. Diese Thematik ist auch mein


persönlicher Hauptgrund für den Thread.



Ausnahmen: Gyokuro und Matcha in erster Linie.


Hier kann sich bei sehr hoher Qualität eine erhöhte Dosis


auszahlen. Aber auch bei nur-Bud oder nur-Knospen-Tees kann man


bei sehr hoher Qualität von einer erhöhten Menge profitieren.





Weisstee: lohnt sich nicht. Empfehlung 1 bis 1.5g auf 100ml.



Ausnahmen: nur-Bud-Tees in sehr hoher Qualität.





Gelbtee: Kann sich lohnen, wenn man nicht so sehr auf den


typischen Rauchgeschmack steht. Die reduzierte Aufgusszeit


und eine evtl. damit einhergehende erhöhte Dosierung kann


sehr profitabel sein!





Oolong: lohnt sich teilweise, und zwar weniger den Oxidationsgrad,


sondern mehr den Röstgrad betreffend:



- Lohnt sich nicht bei schwach- und halboxidierten Oolongs ohne oder


mit nur dezenter Röstung (meine pers. Dosierung: 1 - 2 g / 100ml)



- Kann sich lohnen bei starkoxidierten Oolong ohne oder mit nur schwacher Röstung



- Lohnt sich bei Oolongs mit mittlerer bis starker Röstung





Schwarztee: Lohnt sich grundsätzlich nicht.


Gleiche Aroma-Thematik wie bei den Grüntees: weniger ist mehr.



Ausnahme: nur-Bud-Tees wie Dian Hong in hoher Qualität,


oder mit Röstung und/oder Beräucherung.





Pu-Erh: lohnt sich teilweise: individuell je nach Tee.


Konnte da noch keinen gemeinsamen Nenner ausmachen,


aber ich trinke derzeit auch nur alten Sheng,


und dort benötige ich keine erhöhte Menge - ich mache mir da eher Gedanken


über eine reduzierte Menge, dafür etwas länger ziehen lassen,


aber das ist eine andere Geschichte.


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Interessante Auflistung!



Ich war bisher immer der Meinung mehr ist besser ausser bei Schwarztee. Insbesondere Oolong profitiert meiner Meinung nach von einer hohen Dosieung bei kurzer Ziehzeit (Chaozhou Methode). Mal sehen was die übrigen Forumsmitglieder dazu sagen...


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Hallo Diz



Bei Oolong stimme ich dem ja schon teilweise zu, allerdings generell nur bei mittlerer bis starker Röstung. Nur bei den ab etwa 3/4 bis fast vollständig Oxidierten schon ab schwacher Röstung, um das vielleicht noch etwas präziser auszudrücken.


bearbeitet von GoldenTurtle

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Zu den meisten kann ich nicht viel sagen, aber sowohl bei Oolong als auch beim japanischen Grüntee richte ich mich an ca. 5g aus (Oolong: 5g auf max. 200ml, z.T. auch 100ml, jap. Grüntee: 5g auf 180ml, z.T. bis 10g). Eine Ausnahme besteht bei letzterem höchstens dann, wenn ich voraussichtlich nur zwei oder höchstens drei Aufgüsse haben möchte.


Aber "erhöhte Dosierung" ist eine höchst unbestimmte Aussage ;)

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@ GoldenTurtle Also mehr bei den braunen... Hatte heute zufälligerweise einen stark gerösteten Oolong. Werde morgen extra einen Versuch mit grünen Oolongs starten!



@theroots Erhöht verglichen mit den allgemeinen Empfehlungen    ^_^


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Hallo Rootie



Ja wie Diz sagt, ausgerichtet mehr oder weniger an den allgemeinen Empfehlungen (oft 12-13g / Liter).



Deine Mengen sind besonders für Grüntee für mich erstaunlich, anstelle vieler Aufgüsse hintereinander, geniesse ich lieber wieder einen frischen Aufguss, aber das ist natürlich Geschmackssache. Gyokuro aber natürlich ausgenommen, wo eine solche Menge etwa der traditionellen Methode entspricht (low temp, ca. 40 - 60°, und nicht zu lang ziehen <- Info natürlich nur für nicht-Japantee-Spezialisten ^_^ ... und bitte mich verbessern, wenn ich da etwas nicht ganz korrekt geschrieben haben sollte).


bearbeitet von GoldenTurtle

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Gyokuro aber natürlich ausgenommen, wo eine solche Menge etwa der traditionellen Methode entspricht (low temp, ca. 40 - 60°, und nicht zu lang ziehen <- Info natürlich nur für nicht-Japantee-Spezialisten ^_^ ...

50-60° ist die Norm, man kann aber durchaus auch auf 40° gehen. "Nicht zu lange ziehen lassen" lässt auch wieder viel Raum für Interpretationen ;)

Wenn wir von einer traditionellen Methode sprechen, dann ist man bei guter Qualität relativ oft bei 1,5-2 Minuten, was eher lange ist für japanische Grüntees.  Für die meisten Teetrinker ist eine solche Zubereitung natürlich nicht geeignet. 

Deine Mengen sind besonders für Grüntee für mich erstaunlich, anstelle vieler Aufgüsse hintereinander, geniesse ich lieber wieder einen frischen Aufguss, aber das ist natürlich Geschmackssache. 

Da bin ich meinerseits überrascht, dass du überrascht bist..  :lol:

Worin ich dir zustimmen möchte: will man nur einen Aufguss, dann reichen auch 2g. Inwiefern ein zweiter (und fortfolgender)Aufguss kein "frischer Aufguss" ist, erschliesst sich mir aber nicht ganz? :)

Bei den meisten Produkten welche ich kenne, werden solche Mengen empfohlen: Thés du japon empfiehlt nicht selten 4-5g für weniger als 100ml (z.B. 4g auf 70ml), ebenso Ippodo z.B. 10g auf 210ml (dies sogar bei 80°), um nur zwei zu nennen. :)

bearbeitet von theroots

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Ja absolut - würde auch eher in Richtung 40-60 Sekunden gehen betr. Gyokuro.



Ich habe natürlich schon das eine oder andere von deinen Aufgüssen mitbekommen  :) das mal so aufgelistet zu sehen hat mich dann trotzdem noch immer etwas verblüfft.  :D



Aber das bringt mich zum nächsten Punkt:


Deine Beiträge sind eine richtige Bereicherung für das Thema, und bestimmt sehr interessant für nicht derart hingegebene Teetrinker. Du bist ein prachtvolles Beispiel für einen Dosierungsextremisten wie aus dem Bilderbuch - nach dem Motto: ist das Kännchen nach den Aufgüssen nicht randvoll mit Teeblättern, ist bestimmt irgend etwas schiefgelaufen.  :D



Aber das bringt mich nochmals zu einem andere Punkt: wenn gewisse betr. Pu Erh vom Flashen sprechen, oder Stöv oder Paul (wer war es noch gleich?) von mächtig Wumm, dann sollen sie doch mal der Abwechslung halber einen traditionellen Gyokuro aufgiessen (habe ich schon als noch intensiver erlebt als Pu Erh).


bearbeitet von GoldenTurtle

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Also was man vielleicht noch sagen muss: ich habe schon den einen oder anderen erlebt, der bei etwas erhöhter Dosierung und insb. auch bei etwas erhöhter Wassertemperatur um einiges runder geschmeckt hat, als nach einem schwacher/kaltem Aufguss. Runder nicht im Sinne von stärker, sondern einfach ausgeglichener. Mag sicherlich nicht bei jedem zutreffen, aber bei so manchem wäre man durchaus überrascht ;)



Habe mir für nächste Woche vorgenommen meinen Gyokuro von postcard teas zu probieren. Da ich nur 5g zur Verfügung habe ist zwar die Tee-Dosierung fix, beim Rest bin ich mir aber nicht wirklich schlüssig. Hier offenbaren sich die Tücken: eine Standard-Dosierung ist bestenfalls ein Richtwert  :(


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...anstelle vieler Aufgüsse hintereinander, geniesse ich lieber wieder einen frischen Aufguss, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Meiner Meinung verpasst du so was, gerade bei wirklich guten Senchas.

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@Klaus: ja, aber wie sollte man das denn in Worte fassen?!? :)


Es ist wirklich nicht ganz das Gleiche.



@Seika: Das macht nun das Thema noch breiter, aber auch noch interessanter.


Ich hoffe zum Einen, dass ich schon einigermassen anständigen Sencha kenne. :)


Habe z.B. diesen hier letztes Jahr zur Shincha Saison gekauft, ein Handgepflückter.


(Nebenbei: tatsächlich Rootie, bei dem ist eine äusserst interessante Aufgussempfehlung angegeben,


u.a. 50° bei Sencha, wer hat sowas überhaupt schon mal gesehen? Ok, ist auch ein ganz besonderer,


habe aber immer mit 60° aufgegossen, werde, wenn ich heute noch dazu komme, mal noch aufs Haar genau


die empfohlene Infusion bewerkstelligen, genügend von dem Tee habe ich noch dafür - ähnlich wie Luke sagt,


finde ich, dass sich Sencha sehr gut hält, auch, wenn man nur schön die Luft aus der Packung "presst",


nicht nur vakuumverpackt. Edel-Gyokuro hält sich da spürbar um ein vielfaches schlechter!



Aber Seika, das interessiert mich schon noch sehr, was hättest du denn für einen aktuellen oder baldig


erscheinenden Shincha-Tipp auf Lager, um alles bisher dagewesene in den Schatten zu stellen?


(darf wirklich auch was kosten, bis ca. 2 Euro / g bin ich gerne dabei).



Zum Anderen finde ich generell die ersten 3 Aufgüsse (bei Grüntee, Schwarztee & Co.), bis max. die ersten 5 Aufgüsse


(bei halb bis stark gerösteten Oolongs) grundsätzlich immer die Interessantesten, Sheng ausgenommen.


Nicht, dass ich nicht oft weitermachen würde, wenn der Tee noch ein paar Runden weiterboxen will :D,


aber interessanter wirds meistens mEn nicht. Ich probiere natürlich trotzdem immer wieder bei neuen Tees


etwas stärkere und teils auch richtig starke Dosierungen und alternative Ziehzeiten, aber komme eigentlich


immer wieder zu den gleichen, obig aufgeführten Resultaten und Ausnahmen.



Bei Grüntee empfinde ich die stärkere Dosierung zudem auch als Nachteil in einer noch ganz anderen Richtung:


unabhängig wie viele Aufgüsse man zwischenzeitlich macht, tickt die Uhr ab dem ersten Wasserkontakt.


Nach ca. 20 bis 30 Minuten hat bei den Blättern bereits (ich drücke es mal so aus) der geschmacklich-aromatische


Verwelkungsprozess begonnen, auch wenn man inzwischen nur einen ganz kurz gezogegen Aufguss gemacht hätte.


bearbeitet von GoldenTurtle

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 äusserst interessante Aufgussempfehlung angegeben,

u.a. 50° bei Sencha, wer hat sowas überhaupt schon mal gesehen? 

Habe ich schon gesehen, ist aber in der Tat eher selten ;)

Ist natürlich dann unabdingbar, wenn das Optimum nur durch längeres ziehen lassen erreicht werden kann.

Stolzer Preis zumindest, glaube den hatte ich auch Mal ins Auge gefasst.

Nach ca. 20 bis 30 Minuten hat bei den Blättern bereits (ich drücke es mal so aus) der geschmacklich-aromatische

Verwelkungsprozess begonnen, auch wenn man inzwischen nur einen ganz kurz gezogegen Aufguss gemacht hätte.

Wenn man wirklich möglichst sämtliches Wasser abgiesst, dann lässt sich der Tee schon etwas halten. Aber viel länger als 30 Minuten brauche ich für 3,4 Aufgüsse à 100/150ml ja auch nicht ;)

Wie seika schon sagt: bei nur einem Aufguss verpasst man auf jeden Fall etwas. Die Wandelbarkeit eines Tee's ist für mich ein wichtiger und interessanter Teil des Genusses.

Edel-Gyokuro hält sich da spürbar um ein vielfaches schlechter!

Offen wird i.d.R. kein Grüntee besser, tendenziell würde ich einem Gyokuro jedoch eine längere Haltbarkeit zutrauen. Hierfür würde auch die Tatsache sprechen, dass Gyokuro regelmässig 6 Monate gelagert wird (bei spezialisierten Produkten auch Jahre). Dies natürlich unter hierfür optimalen Bedingungen. Trotzdem spricht dies eher für die Haltbarkeit als gegen eine solche :)

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anstelle vieler Aufgüsse hintereinander, geniesse ich lieber wieder einen frischen Aufguss, aber das ist natürlich Geschmackssache. 





Meiner Meinung verpasst du so was, gerade bei wirklich guten Senchas.








Seikas Kommentar kann ich nur beipflichten! Außerdem fände ich es ziemlich aufwändig, nach jedem Aufguss nasse Blätter raus, frische Blätter rein usw...





 Inwiefern ein zweiter (und fortfolgender)Aufguss kein "frischer Aufguss" ist, erschliesst sich mir aber nicht ganz? :)





Mir ebenfalls nicht  ;)




@Kröti


im übrigen haben mich deine Leichtdosierungen aus dem Eröffnungspost doch etwas überrascht. Ich habe es mir bei Gongfu-cha in etwa zur Faustregel gemacht, die sich aus den Händler-/Herstellerempfehlungen ergebende Menge für 1/2 Liter auf 100 - 120 ml (Gaiwan oder Yixing) zu nehmen. Werden 12 - 13g/Liter empfohlen, kommen 6 - 6,5g ins Aufgussgefäß. Damit fahre ich in der Regel gut und bilde mir ein, in der Mehrzahl wohlschmeckende Tees in mehreren Aufgüssen zu produzieren  :)





Was hast du heute getan, damit die Welt zu einem besseren Ort wird?


G. Kroet





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Ich finde es super, wenn wir in dem Thema auch noch etwas tiefer und detaillierter auf


die spezielleren Dosierungen und Aufgussmethoden eingehen! :) Das gehört ja schon


auch dazu, wenn man einen Bereich gefunden hat, der einem richtig schmeckt. Ich selbst


erhöhe bei den Erwähnten und den Ausnamen die Dosierung teilweise ganz ordentlich.


Meine Übersicht soll ja auch nur eine ungefähre Einstiegsübersicht sein, wo es sich lohnt,


stärker zu dosieren, und wo nicht, sowie die grundsätzliche Dosierungsmenge einer


grundsätzlichen Empfehlung entspricht. Alternative Meinungen sind stets willkommen!


Wie diese hier, auf die ich einzugehen endlich dazugekommen bin:





Meiner Meinung verpasst du so was, gerade bei wirklich guten Senchas.







... Habe z.B. diesen hier letztes Jahr zur Shincha Saison gekauft, ein Handgepflückter.


(Nebenbei: tatsächlich Rootie, bei dem ist eine äusserst interessante Aufgussempfehlung angegeben,


u.a. 50° bei Sencha, wer hat sowas überhaupt schon mal gesehen? Ok, ist auch ein ganz besonderer,


habe aber immer mit 60° aufgegossen, werde, wenn ich heute noch dazu komme, mal noch aufs Haar genau


die empfohlene Infusion bewerkstelligen ...





Heute endlich gemacht!


Die empfohlene Dosierung vom Shop ausgeschrieben: 4-5g / 70ml / 50° / 90 Sek.


Das ist meiner Meinung nach bei Sencha eine Rarität.


Soweit ich gesehen habe, empfiehlt der japanische Shop auch nur bei diesem einen Sencha


diese Aufgussmethode. Es ist aber auch mit Abstand der Teuerste, und auch der


einzige Handgepflückte.



War lecker! Irgendwie ähnlich wie ein sehr guter Gyokuro, aber etwas frühlingsweidiger.


Ich war erstaunt, dass er sich bei der Menge und 90 Sekunden so gut gehalten hat.


Kaum Anzeichen von Herbe entwickelt. Aber auch regulär aufgegossen ist er Spitze.


Der Unterschied (abgesehen davon, dass eine Dosierung etwa 4 Euro kostet)?


So aufgegossen werden besondere Facetten betont,


die ansonsten nicht so zum Ausdruck kommen.


Diese in Worte zu fassen ist nicht so einfach.


Es ist wie das Gegenstück in einer anderen Welt zur Da Hong Pao Cremigkeit.


bearbeitet von GoldenTurtle

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Haengt die Dosierung nicht auch von der Aufgussmenge ab, z.b morgens mache ich nur schnell einen Gruentee so 1,2 Liter, da reichen meist 5g aber wenn ich dann fuer den Tag mit beispielsweise Sheng verbringen moechte, benoetige ich 3 Liter Aufguss, also nehme ich bei semi alten Sheng 7-8g und bei jungen bis zu 10g. Abends dann noch mal nen kleinen Shu fuer 1 Liter, da reichen mir dann 3-5g.

Wie sind da eure Erfahrungen?

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Früher hätte ich auch so dosiert, aber mir kommt das teilweise zu milde vor und aber hier reden wir am Ende von Geschmäcker. Ich kann dem ein oder anderen noch so oft einreden "Hey, höher wird dir mehr bringen" dennoch wird es ihm oder ihr vielleicht so schlicht und ergreifend nicht munden. 



Aber meiner persönlichen Meinung nach sind 9 auf 3 Liter extrem wenig. Genauso 5g auf 1/2 Liter. Genauso einen Sencha / Shincha nur einmal aufzugießen, ist eine ziemliche Verschwendung, da man in diesem Fall nie das wahre Potential des Tees wirklich erkennen und schmecken kann. 



Körti ich hätte eher von dir gedacht, das du ein kräftiger Dosierer bist, nun bin ich ganz schön überrascht :D



Meine kleinsten und meist genutzten Größen sind 200ml. Daher richte ich es hier mit diesem Beispiel aus:



  1. Bei hellen, grünen Oolong nehme ich meist 6-7g auf 200ml im Schnitt. Egal ob Gongfu oder längere Aufgüsse
  2. Bei Grün Tee (Maofeng, Taiping Houkui, Longjing) nehme ich 5-6g auf 200ml
  3. Bei Sencha / Gyokuro ca. 4-5g auf 200ml
  4. Bei Wuyi (Hong Pao etc.) 5-7g auf 200ml
  5. Bei Dan Cong ca. 5-7g auf 200ml
  6. Bei Schwarztee (Keemun, Darjeeling) 4-6g auf 200ml
  7. Bei Weißem ca. 4-5g auf 200ml
  8. Bei Pu'er ist es schwierig. Da bin ich noch recht neu am Boot, aber so ca. 4-6g auf 200ml

Es ist echt seltsam, da sich hier wirklich die Seiten streiten. Denn selbst im asiatischen Raum scheint es nicht so 100% klar zu sein. Zwar heißt es immer die asiatische Methode ist jene mit recht viel Blatt und kürzeren Ziehzeiten und die westliche Methode die mit recht wenig Blatt, dafür längeren Ziehzeiten, aber ich sehe immer wieder Lehrvideos von chinesischen "Fachleuten" die eine Zeremonie demonstrieren oder generell einen Tee vorstellen, aber oftmals recht niedrige Mengen an Blatt nutzen, daher widerspricht sich jene These in solchen Momenten wieder. 


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  1. Bei hellen, grünen Oolong nehme ich meist 6-7g auf 200ml im Schnitt. Egal ob Gongfu oder längere Aufgüsse
  2. Bei Grün Tee (Maofeng, Taiping Houkui, Longjing) nehme ich 5-6g auf 200ml
  3. Bei Sencha / Gyokuro ca. 4-5g auf 200ml
  4. Bei Wuyi (Hong Pao etc.) 5-7g auf 200ml
  5. Bei Dan Cong ca. 5-7g auf 200ml
  6. Bei Schwarztee (Keemun, Darjeeling) 4-6g auf 200ml
  7. Bei Weißem ca. 4-5g auf 200ml
  8. Bei Pu'er ist es schwierig. Da bin ich noch recht neu am Boot, aber so ca. 4-6g auf 200ml

Hi Fersi,

habe ich dich richtig verstanden, dass du z.b. für ein großes Ikea Glas (~200ml) 5-6g Maofeng nimmst und dann die Blätter weg wirfst, weil ausgelutscht und dann es beispielsweise Zeit ist für ein Glas DHP mit 5-7g ist, usw...

Gegeben, dass ein durchschnittlicher Teetrinker 1,6 Liter Aufguss täglich trinkt, braucht er 8 Ikea Gläser, richtig?

Kauft er nun qualitäts- und preisbewusst ein, bekommt er 100g Maofeng für 10 Euro, daraus gießt er dann 17 Ikea Gläser zu je 60 €Cent auf, täglich ergeben sich auf diese Weise Kosten von knapp 5€, mtl. 150€ oder 1.800€ im Jahr.

Nun lese ich hier im Forum von Tees die ein vielfaches von 100g f. 10€ Kosten und mit 1,6 Liter stillt ein Gero oder ich auch nicht mal zur Hälfte den tägl. Durst, stimmt's?

Ich würde zu gerne ein Video sehen, wie du 5-6g für 200ml Maofeng "ex't" und dabei dann soviel blumige, fruchtige und gar betörende Worte hervorbringst, wie auf deinem Blog :D

Ich trinke jetzt meinen Shu aus '07 von gestern Abend weiter, denn die 7g Trockenblatt geben selbst nach gut einem Liter guten Abend Shu, noch einen weiteren Liter guten Morgen Shu bei bestem Mundgefühl her.

LG

ChaShifu

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6 Kannen und 2 Gaiwans mit insg. 30g Tee für nur 1.6 Liter Aufguss :unsure:

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Hi Fersi,

habe ich dich richtig verstanden, dass du z.b. für ein großes Ikea Glas (~200ml) 5-6g Maofeng nimmst und dann die Blätter weg wirfst, weil ausgelutscht und dann es beispielsweise Zeit ist für ein Glas DHP mit 5-7g ist, usw...

Sorry ich versteh gerade den Zusammenhang nicht. Diese Auflistung war eine Veranschaulichung, wie viel Blatt ich bei einer Wassermenge von 200ml benutze, aber nicht wie häufig. Warum sollte ich den Maofeng wegwerfen und dann kommt der DHP??? Ich kapier gerade diese Assoziation nicht ganz. Wie gesagt: 

200ml war der Richtwert. Damit wollte ich nur schildern, wie viel ich jeweils auf diese Menge an Wasser, den jeweiligen Tee an Blatt benutze. Natürlich gieße ich diese dann nicht nur einmal auf. Beim Maofeng sind es zB 3-4 Aufgüsse oder Beim DHP sogar 5-6 bei dieser Menge an Blatt und Wasser. Je nach dem ;)

Mein Tee-Konsum ist täglich ca. bei 2 - 3 Liter angesiedelt :D

bearbeitet von VanFersen

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Wie gesagt: 

200ml war der Richtwert. Damit wollte ich nur schildern, wie viel ich jeweils auf diese Menge an Wasser, den jeweiligen Tee an Blatt benutze. Natürlich gieße ich diese dann nicht nur einmal auf. Beim Maofeng sind es zB 3-4 Aufgüsse oder Beim DHP sogar 5-6 bei dieser Menge an Blatt und Wasser. Je nach dem ;)

Meine Frage war:

Haengt die Dosierung nicht auch von der Aufgussmenge ab

Sprich wenn ich plane 1 Liter Tee (Aufguss) zu trinken, wieviel g Tee soll ich verwenden?

und dann kam deine Auflistung mit ...g für 200ml

Aber dem ist nicht so, du nimmst also eine 200ml fassende Kanne mit ...g und giesst mehrmals auf, somit kommst du dann auch x*200ml > 200ml z.B. bei Maofeng 3-4mal ~ 3.5*200ml= 700ml Aufguss :)

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fein :D



Wenn du also vor hast von einer Sorte mehr zu trinken, z.B. 2 Liter, dann nehme ich automatisch mehr g Tee als für einen Liter, damit der Tee dann trotzdem gelingt, nehme ich eine große Zwischenkanne in der die ersten 3-5 Aufgüße nacheinander gefüllt werden, um eine geschmackliche Balance zu gewähren.



Schon mal probiert?


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