VanFersen

Eure Tee-Gewohnheiten! Wie ist es nun & was hat sich getan?

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Ob der Titel nun perfekt gewählt erscheint, ist debattierfähig ;), aber ich dachte mir ein Thread zu jenem Thema wäre gar nicht mal so uninteressant, da ich schon vor geraumer Zeit einen ähnlichen eröffnet hatte, in dem es darum ging wie sich eure Tee-Zubereitungsmethoden verändert haben.


Was nun den Tee an sich betrifft, hat sich bei mir seit 2013 massiv viel geändert und langsam merke ich, dass sich mein Gaumen auf gewisse Sorten eingestellt hat und somit sein "Nonplusultra" gefunden hat. Dabei hat sich dies nicht auf "muss so sein" so eingestellt, sondern entwickelte sich nach und nach von selbst. Ich kann schon behaupten, dass ich bis dato in fast jede Tee-Materie sehr tief eintauchen konnte und dies sogar auf der Basis von mehreren Händler im Vergleich.

 

Nun hat sich bei mir nicht nur eine gute Kartei an Stammhändlern gebildet, sondern auch an Sorten und Subgruppen in denen mein persönlicher Gaumen am Meisten sein zu Hause gefunden hat.

 

Es ist wirklich erstaunlich wie sehr sich Umstände ändern können, wenn man bedenkt das ZeroZen aus der Leidenschaft zu Japan-Grünem entstanden ist. Doch seit dem hat mich meine Reise an so gut wie fast jeden Teeort und seine Sorten geschickt, den diese Welt zu Verfügung hat (außer Hawaii und Schweiz mit seinem Grünen).

 

Einzig und alleine die Welt der Korea-Sorten ist noch kaum erschlossen, daher wird vielleicht durch deren Grünen und Oolongs noch etwas hinzukommen, so auch Schwarze und Oolongs aus Japan. Aber im allgemeinen hat sich durch mein Trinkverhalten folgendes ergeben:

 

An erster Stelle stehen bei mir mit:

ca.: 56% Wuyi Yancha Oolongs bzw. plus - wenn ein koreanischer Oolong

mit ähnlichem Profil in diese Sparte passt

 

An zweiter Stelle mit:

ca. 15% Dancong Oolongs

Dies war eine Gattung die am Anfang einen weit wichtigeren Part einnahm,

aber von den Wuyi-Sorten stark überholt wurde.

 

Auf dem dritten Platz liegt mit:

ca. 9% blumiges wie Baozhong, wenige Taiwan grüne Oolong und Tieguanyin

 

An viertem Platz mit ebenfalls:

ca. 9% liegen ausgewählte grüne Sorten aus China

Hierbei habe ich meist meinen Geschmack in den eher röstigen Sorten gefunden,

die ein gewisses Grill-Feeling aufweisen, was eine gute Brücke zu Wuyi Sorten

in gewisser Hinsicht schlägt und daher nicht verwunderlich ist.

Wie Taiping Houkui, Shuang Jing oder Xue Dian Mei Lan.

 

An gefolgt fünften Platz mit:

ca. 5% liegt ab und an ein guter feucht gelagerter

aged Sheng bzw. ein frisch grüner Sheng

 

Auf dem sechsten Platz stehen Besonderheiten mit:

ebenfalls ca. 5% wie Oriental Beauty, taiwanisch fruchtige Schwarzteesorten

und so auch im China-Sektor

 

Auf dem abgeschiedenen letzten Platz mit:

ca. 1% steht japanischer Grüne wie Sencha, Gyokuro, Kabusecha & Co.

 

Warum?

 

Ich muss sagen ich hab viel dazu gelernt, vor allem über mich, in den letzten Jahren und somit auch im Verhalten meinen Bestellungen, was gut ist, denn nun bin ich mir immer mehr sicher, was ich wirklich an Tee im Vorrat in meinem Schrank haben möchte und "Fehlkäufe" werden dadurch immer geringer und so auch Sorten die im Schrank einfach verkommen, weil ich sie nicht wirklich trinke (wie sehr viele nicht so fruchtige Schwarzteesorten aus Yunnan und dem Rest von China). 

 

Würde ich meinen Schrank nun komplett neu ordnen können, mit dem Wissen das ich jetzt habe, würde der Inhalt wohl eher so aussehen, natürlich nur das gute Zeug ;)

 

Wuyi-Sorten & Co:

 

2x unterschiedliche Rou Gui zu je 50-100g

2x unterschiedliche Tie Luo Han zu je 50-100g

1x Bei Dou zu 100g

2x unterschiedliche Da Hong Pao zu je 50-100g

1x Lu Xiu zu je 100g

1x Huang Guan Yin zu je 100g

1x Shui Jin Gui zu je 100g

1x Jun Zi Lan zu je 50g

1x Qi L(D)an zu je 50-100g

1x Sacred Lily zu je 50g

1x ein gut rauchig nussiger Korea-Oolong zu je 100g

1x ein guter rauchig nussiger Japan-Oolong zu je 100g

 

DanCong-Sorten

 

1x Wu Dong Chou Shi Dancong zu je 100g

1x Song Zhong Dancong zu je 100g

1x Yashi Xiang Dancong zu je 50g

1x Daguishan Baiye Dancong zu je 100g

1x Orange Flower Dancong zu je 100g

1x Lanhua Xiang Dancong zu je 50g

 

Floral-Grüne-Oolong-Sorten

 

1x Superior / Premium Baozhong zu je 100-150g

1x Shan Lin Xi Winter zu je 100g

1x Gangkou Cha zu je 100g

1x Premium / Superior Tie Guan Yin zu je 50g

 

China Grüne-Sorten

 

1Taiping Houkui Premium zu je 150g

1 Shuang Jing zu je 100g

1Xue Dian Mei Lan zu je 100g

1x ein koreanischer nussig Grüner zu je 100g

 

Pu'er Sorten

 

1x ein feucht gelagert aged Sheng a la 6FTM Bangwai 2002 zu je 1 Cake

1x ein kräftig grüner Sheng a la Gushu Famour Mountain zu je 1 Cake

 

Taiwan Black & Fruity-Sorten

 

1x Oriental Beauty Superior zu je 100g

1x Formosa 18# Ruby zu je 100g

 

Japan-Grüne-Sorten

 

1x ein richtig Highclass Kabusecha zu je 100g

 

Ja so sieht es nun bei mir aus, hat sich seit 2013 viel getan und wie ist es bei euch?

 

^___________~

bearbeitet von VanFersen

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uuhhh - WOW! Das nenn ich mal eine genaue Aufschlüsselung.



Letztlich hat sich bei mir vor allem eine Konstante rauskristallisiert: Ich hab Favoriten in jedem Tee-Genre. Immer wenn ich ne Weile besonders viel aus einer Sparte getrunken hab kommt automatisch ein Wechsel zu einer anderen Sparte. Also: Ne Weile gibts viele Oolongs, das macht mir dann wieder Lust auf Pu...



Ingesamt gibts aber auch eine Tendenz zu Tees die nicht zu krass viel Zeit brauchen - wenn ich einen Tee im Gongfu-Style trinke dann sitz ich in der Regel 1-2 Stunden da, und das geht nicht (mehr) so oft. Das treibt mich den fiesen Japanern in die Arme, denn die kleingeschnippelten Tees kann man (ich?) sehr à point zubereiten.



Was meinen Teeschrank angeht, so hab ich zu wenig Übersicht :D


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Aktuell siehts bei mir etwa so aus:



30% Heicha


25% Oolong


20% Weisstee


15% Grüntee


5% Rottee (inkl. DJ FF)




Im Vergleich zu 2013, wo es übers Jahr gesehen max. 1% Heicha war,


hat sich dieser Punkt eigentlich als einziges herausragend geändert.




@Fersi: "koreanischer Oolong mit ähnlichem Profil (wie Wuyi)"?


Beispiel bitte ...  :thumbup:


bearbeitet von GoldenTurtle

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Bio Korea Green Oolong von Demmers Teataster Selection - aber generell konnte ich in den Beschreibungen lesen, das die meisten koreanischen Oolongs in die sehr rauchig nussige Richtung gehen


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Ich unterlasse eine Quantifizierung und Klassifizierung, schliesslich führe ich keine Statistiken. ;)


Was mir zu Beginn geschmeckt hat, schmeckt mir auch nach wie vor, alles andere wäre seltsam. Aber natürlich sind inzwischen auch neue Produkte hinzugekommen, wobei ich momentan gerne zu taiwanesischen Oolongs greife. Trotzdem bleibt es ein bunter Mix gleichwertiger Produkte, bei dem ich nach Lust und Laune zugreife. 


bearbeitet von theroots

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5% Rottee (inkl. DJ FF)

Wenn ich das so lese, dann denke ich im ersten Moment an Shupu :P

Was ein t hin oder her doch ausmachen kann.

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Aktuell siehts bei mir etwa so aus:

30% Heicha

25% Oolong

20% Weisstee

15% Grüntee

5% Rottee (inkl. DJ FF)

Im Vergleich zu 2013, wo es übers Jahr gesehen max. 1% Heicha war,

hat sich dieser Punkt eigentlich als einziges herausragend geändert.

@Fersi: "koreanischer Oolong mit ähnlichem Profil (wie Wuyi)"?

Beispiel bitte ...  :thumbup:

Sehr interessant, Hei Cha ganz oben. Da ich mich bisher damit eigentlich noch garnicht auseinadner gesetzt habe wäre ich für ein paar Einsteigertipps dankbar!

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Warum eigentlich "seit 2013"? :huh:





Ich unterlasse eine Quantifizierung und Klassifizierung, schliesslich führe ich keine Statistiken. ;)


Was mir zu Beginn geschmeckt hat, schmeckt mir auch nach wie vor, alles andere wäre seltsam. Aber natürlich sind inzwischen auch neue Produkte hinzugekommen, wobei ich momentan gerne zu taiwanesischen Oolongs greife. Trotzdem bleibt es ein bunter Mix gleichwertiger Produkte, bei dem ich nach Lust und Laune zugreife. 





So ähnlich hier. Natürlich gibt es jetzt ganz andere Quellen und Möglichkeiten als vor vielen, vielen Jahren, insofern hat sich einiges deswegen getan. Es gibt sicher Bereiche, die mir mehr liegen als andere, aber das mag sich auch wandeln.



Bei mir ist es manchmal so, dass ich phasenweise Schwerpunkte zu haben scheine, in denen ich aber nicht die restliche Teewelt völlig außer acht lasse... siehe auch miigs Beitrag. Ansonsten habe ich Tee als inhärenten Bestandteil meines Lebens und die "Teereise" hat per definitionem keinen ausgemachten "Endpunkt zum Ankommen", sondern die Reise selbst ist das Ziel. Und so wie sich die Landschaft unterwegs ändert, wenn man andere Gefilde bereist, so mag sich auch der Tee unterwegs ändern.




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Sehr interessant, Hei Cha ganz oben. Da ich mich bisher damit eigentlich noch garnicht auseinadner gesetzt habe wäre ich für ein paar Einsteigertipps dankbar!

Unter Heicha ist, wenn ich mich nicht täusche, eben alles Fermentierte einzuordnen, also auch Sheng und Shou.

Darum der Einfachheit halber so aufgeführt. Auf was für Tipps genau hast du es abgesehen?

Das Ganze weiter zu unterteilen, wie es Fersi gemacht hat, würde bei mir aber auch keinen Sinn ergeben,

da ich z.B. eine Woche mal gar keinen Shou trinke, dafür (noch) mehr Sheng,

oder mal eine Woche viel Fenghuang, oder aktuell z.B. viel Wuyi.

Aber das Total stimmt so trotz der sorteninternen Schwankungen zu meinem Erstaunen ziemlich genau,

etwa jeder 3. Tee den ich trinke ist ein Heicha, jeder 4. ein Oolong, jeder 5. ein Weisstee,

und jeder 6. ein Grüntee.

Das kommt unbeabsichtigt tatsächlich etwa hin.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ich nehme an, VanFersen wurde erst zu diesem Zeitpunkt vom Teevirus infiziert. ;)

Nicht wirklich. Ich hatte immer schon Tee getrunken, seit klein auf, aber wirklich mit bewusstem Sein es zu erleben und auch tiefer in die Materie einzutauchen, fing ich erst mit Ende 2012 Anfang 2013 an. Vorher trank ich immer schon Tee, aber meist aus Beutel oder in asiatischen Restaurants ;)

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Nicht wirklich. Ich hatte immer schon Tee getrunken, seit klein auf, aber wirklich mit bewusstem Sein es zu erleben und auch tiefer in die Materie einzutauchen, fing ich erst mit Ende 2012 Anfang 2013 an. Vorher trank ich immer schon Tee, aber meist aus Beutel oder in asiatischen Restaurants ;)

Das zählt nicht, dann wäre jeder Zweite mit dem Teevirus infiziert.

Theroots hat so schon recht.

bearbeitet von theroots

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Nicht wirklich. Ich hatte immer schon Tee getrunken, seit klein auf, aber wirklich mit bewusstem Sein es zu erleben und auch tiefer in die Materie einzutauchen, fing ich erst mit Ende 2012 Anfang 2013 an. Vorher trank ich immer schon Tee, aber meist aus Beutel oder in asiatischen Restaurants ;)

So war es auch gemeint. ;)

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Haha, ja, ein Typo meinerseits - sorry! :P Ist mir auch eigentlich umgehend eingefallen, dass ich die Nicks verwechselt hatte, war nur da schon auf dem Weg in die Küche :unsure: (Hunger!). Daher konnte ich nicht mehr zeitnah korrigieren...


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Unter Heicha ist, wenn ich mich nicht täusche, eben alles Fermentierte einzuordnen, also auch Sheng und Shou.

Darum der Einfachheit halber so aufgeführt. Auf was für Tipps genau hast du es abgesehen?

Ok, dann habe ich verstanden was du meinst.

Ich habe mich dann auf diesen Teil des fermentierten Tees bezogen, der weder Shu noch alter Sheng ist. Da fehlen mir nämlich noch Ansatzpunkte.

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Ich habe mich dann auf diesen Teil des fermentierten Tees bezogen, der weder Shu noch alter Sheng ist. Da fehlen mir nämlich noch Ansatzpunkte.

 

Das wurde hier im Forum schon mal breiter ausgeführt, ich finde dies Thema aber gerade nicht.

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Ich stelle in letzter Zeit fest, dass ich immer Phasen habe, in denen ich fast nur eine Sorte Tee trinke. Das hält sich dann für ein paar Wochen/Monate so, und dann kommt der nächste Tee. Ich weiß auch nicht woran das liegt, aber in so einer Phase schmeckt mir dann meist fast kein anderer Tee mehr so wirklich.

Derzeit habe ich eine Darjeeling-Phase (vor allen Dingen Flugtee).

 

Habt ihr auch solche Phasen? Oder seid ihr eher ausgeglichener?

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Wenn ich oben meinen ersten Eintrag lese...es hat sich viel seither getan. Ich muss sagen der Blick von Außen auf diese Welt, welche die meine für die letzten Jahre massiv geprägt hatte, brachte nicht nur negatives mit sich. Durch den Abstand zu allem, habe ich auch das Kleine und Wenige zu schätzen gelernt. Ich bin im Moment in der Phase meines Lebens wo ich erkannt habe, dass VIEL nicht gleich gut ist. Am Ende sind es die Erlebnisse und Dinge die man tut, vor allem mit jenen die man liebt, die echtes Glück erzeugen, anstatt die 16te Kanne oder mehr im Regal stehen zu haben. Im Moment reizt mich kaum etwas Materielles mehr - ich hab alles was ich brauche - einzig ein E-reader wird eine nächste Anschaffung sein, aber damit bin ich dann vollends versorgt. 

Also bei mir, wie ihr schon in vielen Beiträgen herausfiltern konntet, hat sich seit Anfang des Jahres vieles geht, so viel, dass meine Sammlung um einiges reduziert hat.

Down sizing - dies habe ich in vielen Bereichen dieses Jahr betrieben und es war sehr befreiend, denn am Ende lebt es sich nun mal besser mit leichtem Gepäck ;)
Was keiner bisher weis, ich habe in den letzten Monaten 5 meiner Kannen verkauft - dennoch besitze ich immer noch 10 und das ist mehr, als man am Ende wirklich braucht. Da sich auch mein Teekonsum aus gesundheitlicher Sicht geändert hat, habe ich auch hier runter reduziert was das Zeug hält und einzig und alleine nur meine Wuyi gerösteten Oolongs und einige wenige Dancongs behalten. Das wars - alles andere habe ich verschenkt oder verkauft.

Im Moment stehen die meisten Kannen nur als Erinnerung in meiner Vitrine, am Ende ist eine Novak die nun die meist genutzte Kanne darstellt, da diese die geringste Füllmenge aufweist und mich somit nicht zu sehr in einer Einzelsession mit Koffein bombardiert und ich somit diesen Faktor niedrig halten kann. Dennoch werde ich all anderen Kannen behalten, da viel Herz an innen haftet und wer weiß vielleicht kann ich durch die Hormontherapie auch wieder mehr Tee vertragen, da sich die Nerven wieder stärken.

Dennoch, selbst wenn es so kommt, ich habe viel durch die Abstinenz über mich gelernt und dies nicht nur zum Thema Tee, sondern in allen Bereichen. Nun überlege ich mir 10 mal ob ich mir etwas wirklich kaufen muss oder soll, bevor ich es tue und übertreibe es nicht weiter maßlos. Daher wird sich mein Konsum auch im Kauf nur noch auf wenige, aber dafür gezielt ausgesuchte Sorten beschränken, ganz gleich wie sich meine Verträglichkeit weiter entwickeln wird :)

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Ich merke, dass ich immer mal Phasen habe in denen ich ein Haufen Geld für handgemachte Utensilien ausgebe. In den letzten Monaten waren es sicherlich fast mehrere hundert Euro für Tee Utensilien und Tee.

Da mal eine Kenji aus Japan, dann mal eine Sonderanfertigung von Pavel. Hier mal paar "Alltagsgebrauchsgegenstände" von Aliexpress :D 

Abgänging ist es aber auch vom Wetter und der Jahreszeit. Da ich sehr viel wert auf die Ästhetik während meines morgendlichen Teerituals lege und ich eine ordentliche Schwäche gegen handgemachte japanische Tonwaren habe, kommt da einiges zusammen. Gerade in den Sommermonaten, wo ich im Garten bei plätscherndem Brunnen aufgieße, habe ich vermehrten Drang zu kaufen :D

 

bearbeitet von Suiramchá

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Am 10. Juni 2016 um 10:13 schrieb VanFersen:

Wenn ich oben meinen ersten Eintrag lese...es hat sich viel seither getan. Ich muss sagen der Blick von Außen auf diese Welt, welche die meine für die letzten Jahre massiv geprägt hatte, brachte nicht nur negatives mit sich. Durch den Abstand zu allem, habe ich auch das Kleine und Wenige zu schätzen gelernt. Ich bin im Moment in der Phase meines Lebens wo ich erkannt habe, dass VIEL nicht gleich gut ist. Am Ende sind es die Erlebnisse und Dinge die man tut, vor allem mit jenen die man liebt, die echtes Glück erzeugen, anstatt die 16te Kanne oder mehr im Regal stehen zu haben. 

Wahre Worte @VanFersen und ich kann dich verstehen. Dennoch ist diese Ansicht größtenteils eine Lebenseinstellung, welche in der heutigen Zeit, durch materiellen Überfluss und der Wegwerfgeselltschaft geprägt, kaum noch nachgegangen wird oder nachgegangen werden will. 

Ich hatte damals auch mal eine Zeit, wo ich mich von kommerziellen, materiellen Dingen emanzipieren wollte und versuchte mich selber zu finden. Abstand vom stressigen Alltag zu nehmen und zu versuchen mich auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. 

Grund dafür gab mir der Film "Into the Wild" worauf ich hier jetzt nicht weiter eingehen möchte. Nur eins sei vermerkt: 

Er wird eure Sichtweise auf die Dinge dieser Welt verändern und euch auch ein Stück weit verdeutlichen, wie dekadent und schnelllebig diese Zeit geworden ist. 

Aber wie schon erwähnt, ist deine Einstellung beachtenswert und es fällt mir nicht schwer, dir dafür reichlich Respekt entgegen zu bringen. Meins wäre es nicht ganz so, dafür bereitet mir das sammeln von japanischen Keramiken und die Leidenschaft für die japanische Teekultur zu viel Freude. Dennoch habe auch ich schon überlegt, mich nur noch auf wertvolle und bedeutsame Stücke zu beschränken um nicht unnötig viel von ersetzbarem zu besitzen. Denn so beginnt der Teufelskreis der Wegwerfgesellschaft. 

Es wird immer weniger in hoher Qualität gefertigt und was man dann erwirbt ist in einem Jahr wieder defekt, nicht mehr schön oder "up to Date", wo man bei letzterem wieder bei schnelllebig wäre.

Leo Tolstoi sagte einmal:

"Der Mensch kann sich besser in einem kleinen Häuschen einrichten, als in einem riesigen Schloss."

 

 

bearbeitet von Suiramchá

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Danke dir ;) - Bei mir hat sich diese Einstellung mit der Zeit immer mehr und mehr zu einem Gesamtbild entwickelt. Ich hatte schon vor Jahren angefangen, alles unnütze was nur Platz, als auch Aufmerksamkeit von den wesentlichen Dingen im Leben raubt, runter zu reduzieren. Früher besaß ich 25 Videospiele Konsolen von den 80ern bis zur damals PS3 - heute liegt in irgend einer Schublade nur noch ein alter Game Boy rum und das wars. So auch mit DVD etc. Seit dem es so gute Angebote zu Online Videotheken wie Amazon Prime oder Netflix gibt, ist sowas einfach nicht mehr notwendig und nimmt nur Platz weg. Und mal ehrlich, die Filme die man sich wirklich immer wieder anschaut, sind im vergleich zu jenen die man nur einmal kuckt und dann nie wieder eher die Minderheit. So verhielt es sich auch bei Bücher und nun mein Tee.

Generell bin ich ein immenser Fan der derzeit großen Tiny House Movement Bewegung die vor allem in Amerika stattfindet geworden. Diese Häuser beinhalten alles was man braucht und dabei auf etwas verzichten zu müssen. Im Gegenteil man erhält freiheit und Unabhängigkeit noch dazu. Dazu sind die Materialen und auch die Energiegewinnung meist auch sehr Umweltfreundliche Art und Weise ausgelegt, viel Holz und sehr edel. Das tolle an diesen Häusern, obwohl sie oftmals nur 30m² haben oder manchmal auch 40, ist das sie nie beengt wirken. Alles ist so ausgeklügelt gebaut, dass nie ein Gefühl von Enge aufkommt. 

Tupac Shakur hatte es einmal in einem Interview so treffend formuliert, was mir echt aus der Seele spracht. Er hatte gesagt "Für was braucht man ein Villa mit 4-5 Bädern, 8 Schlafzimmern und und und - während andere nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben. Das ist einfach nur dekadent und will nur zeigen Seht wie reich ich bin".

Ich für meinen Teil könnte mich schnell mit 5 persönlichen Dingen ( da zählt Gewand, Kochgeschirr nicht hinzu, da diese Lebensnotwendikeiten sind) zusammen packen und das würde mir reichen. In meinem Fall wäre das mein Tablett zum Bücher und Manga lesen, ein COmputer um alles mediale mit mir zu haben und um zu schreiben, meine Zeichenmaterialien, Musikinstrumente (Klavier und Gitarre) und ein gutes Teegeschirr - fertig. Am Ende braucht man nicht mehr, ich zu mindestens nicht :D

 

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