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Seit ein paar Tagen schaue ich mich ein bissl um zum Thema Teetische. Und stoße dabei auf unterschiedliche Vorgehensweisen und Meinungen. Teetisch, Teeboot oder gar doch keines von denen und stattdessen “dry pour“ https://munchies.vice.com/en/articles/theres-a-new-type-of-tea-ceremony-brewing-up-in-china-and-taiwan ?

Wie macht ihr das denn?

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Ich bin jemand der gerne (eigentlich immer) trocken arbeitet. Ich gieße kein Wasser über die Kanne und überfülle sie auch nicht.

bearbeitet von Cel

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Grundlegend sind meine Aufgüsse recht schnell hintereinander, dadurch ist das Temperaturgefälle recht gering. Bei längeren Ziehzeiten lohnt es sich für mich dann eh nich mehr, da ich dann einen anderen Tee parallel trinke und das dann eh im Prinzip Kaltaufgüsse werden. Ich gieße zwar heiß auf, jedoch durch die teils enorme Ziehzeit wird es zum Kaltauszug.

Mam darf auch nicht missachten das man über die Wahl der Kanne schon auf die Temperaturspeicherung Einfluss nehmen kann.

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Ich finde den Artikel interessant, da er zeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, seinen Tee aufzugießen und keine allein seligmachende Methode.

Ich habe zwar mittlerweile ein kleines Teeboot, ich benutze aber auch Keramikschalen, in die ich die Kanne stelle. Dies aber eher, weil es mir nicht gelingt den Tee ohne jedes Gekleckere zuzubereiten. Davon, die Kannen mit heißem Wasser zu übergießen, bin ich im Moment abgekommen, da ich dabei wenig Einfluß auf den Geschmack des Tees wahrgenommen habe. Ich finde es im Gegenteil recht spannend, zu beobachten, wie sich die weiteren Aufgüsse mit dem schon etwas abgekühlten Wasser in der schon abgekühlten Kanne entwickeln. Oft mache ich Mehrfach-Aufgüsse, indem ich immer wieder kochendes Wasser in die erkaltete Kanne auf die schon erkalteten Teeblätter gieße. Ich schätze, dass das Wasser in der Kanne dabei dann ungefähr 90 Grad hat, und mir scheint, dass die meisten Tees eine Wassertemperatur um die 90° nicht übelnehmen (nat. abgesehen von den grünen Tees), sondern ganz delikate Ergebnisse bringen.

 

 

bearbeitet von tatea

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Schon in meiner Kindheit haben meine Eltern beim Abendessen den Pfefferminztee "dry" eingeschenkt. Kleckern war zu vermeiden. Was ist so neu daran?

Es ist wohl eher so, daß viele billige Teekannen aus Asien den "Dry-Test" nicht bestehen würden,

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vor 21 Minuten schrieb Manfred:

Schon in meiner Kindheit haben meine Eltern beim Abendessen den Pfefferminztee "dry" eingeschenkt. Kleckern war zu vermeiden. Was ist so neu daran?

Es ist wohl eher so, daß viele billige Teekannen aus Asien den "Dry-Test" nicht bestehen würden,

Wenn die Schnaupe nicht weit genug ist und dadurch der Tee zu langsam aus der Kanne fließt, braucht man sehr viel Geduld und Disziplin, um den Neigungswinkel der Fließgeschwindigkeit aus der Kanne anzupassen, damit nicht auch noch Tee zwischen Deckel und oberer Kannenöffnung rausfließt. Ich bin leider selten so diszipliniert und dann bestehe ich den Dry-Pour-Test nicht, auch wenn die Kanne eigentlich tropfenfrei ausschenkt ;-)

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vor 11 Minuten schrieb tatea:

Wenn die Schnaupe nicht weit genug ist und dadurch der Tee zu langsam aus der Kanne fließt, braucht man sehr viel Geduld und Disziplin, um den Neigungswinkel der Fließgeschwindigkeit aus der Kanne anzupassen, damit nicht auch noch Tee zwischen Deckel und oberer Kannenöffnung rausfließt. Ich bin leider selten so diszipliniert und dann bestehe ich den Dry-Pour-Test nicht, auch wenn die Kanne eigentlich tropfenfrei ausschenkt ;-)

Das kann Dir vor allem bei japanischen Kannen zum Verhängnis werden, die wollen "sanft" bedient werden.

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@tateaDas ist nicht mit der Durchflußgeschwindigkeit verbunden. Sicher, bei billigen Teekannen kann es an der Form der Tüllenmündung liegen. Aber die andere Fehlkonstruktion ist, wenn der Flüssigkeitsspiegel im Inneren der Kanne am Deckelrand genauso hoch steht, wie am Tüllenende. Dann kommt es zwangsläufig zum Tropfen.

bearbeitet von Manfred

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vor 2 Minuten schrieb Manfred:

@tateaDas ist nicht mit der Durchflußgeschwindigkeit verbunden. Sicher, bei billigen Teekannen kann es an der Form der Tüllenmündung liegen. Aber die andere Fehlkonstruktion ist, wenn der Flüssigkeitsspiegel im Inneren der Kanne am Deckelrand geanuso hoch steht, wie am Tüllenende. Dann kommt es zwangsläufig zum Tropfen.

Stimmt. Insofern sind die chinesischen Teekannen, deren ästhetisches Ideal Tüllenoberkante, Griffoberkante und Deckeloberkante (ohne Griff) in einer Linie sehen will, eher schwer zu Handhaben in der Dry-Pour-Disziplin. Bei den japanischen Kannen ist mir das Problem bisher noch nicht so aufgefallen, @Cel, aber da hatte ich vielleicht einfach Glück.

Das ganze Problem kann man natürlich durch Verwendung eines tüllenlosen Aufgußgefäßes, bei dem der Tee gleich zwischen Gefäß- und Deckelrand herausfließt, geschickt umgehen, wenn einem dabei nicht irgendein ein anderes Mißgeschick passiert 9_9

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Um noch mal auf die Teeboote zurückzukommen: Wie hält man diese Bambus-Teeboote dicht und wie hält man sie sauber? Gehen sie nicht nach einer Weile aus dem Leim? Und setzt sich nicht in den Ecken einiges ab, was dann vielleicht auch zu Schimmelbildung führen kann?

Ich habe jetzt so ein kleines Ding, wo die untere Schale aus Porzellan ist und nur das Gitter aus Bambus. Das funktioniert ganz gut. Die Teetische, die ganz aus Bambus sind, waren mir nicht so geheuer.

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Wenn man die Tische gelegentlich ausspült, denke ich nicht daß sie schimmeln. Man sollte natürlich nich den Tee tagelang darin stehenlassen.

Ich habe ein ganz flaches Teetablett aus Bambus (die gibt es auch groß und teuer aus Stein), man könnte daran auch einen Ablaufschlauch anbringen und die Flüssugkeit ablaufen lassen. Aber so tief stand der Tee darin noch nie.

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vor 1 Stunde schrieb tatea:

Ich habe jetzt so ein kleines Ding, wo die untere Schale aus Porzellan ist und nur das Gitter aus Bambus.

Ich kann mir das optisch irgendwie nicht so richtig vorstellen. Hast du mal ein Bild?

vor 3 Stunden schrieb Manfred:

Schon in meiner Kindheit haben meine Eltern beim Abendessen den Pfefferminztee "dry" eingeschenkt. Kleckern war zu vermeiden. Was ist so neu daran?

Na ja, ich vermute mal, dass deine Eltern den Pfefferminztee nicht in einem Gaiwan zubereitet haben....  So wie ich es verstanden hatte im Artikel ist es eine neue Bewegung in Asien (bzw. eine alte, die aktuell wieder aufgegriffen wird), bei der man einfach versucht alles etwas weniger “nass“ zu machen.

Persönlich finde ich die Dry Pour-Variante bislang attraktiver. Ich habe einen winzigen Bambus-Teetisch, verwende den aber selten. Vor ein paar Wochen hab ich mir eine Wollfilz-Unterlage geholt und teste das grad. Kleinere Tropfen werden einfach aufgesogen, zur Not ist sie waschbar. Und ein bisschen ist das für mich East meets West. Wollfilz ist einfach ein geiles Material.... Und sieht super aus.

bearbeitet von Ann

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Toller Artikel, vielen Dank! Hoffentlich lesen den ein paar Leute, guter Stoff. Ein paar Sachen sind mir aufgefallen:

Zitat

It’s filled with Phoenix Dancong Oolong sourced from Guangdong. It’s considered one of the best teas in the world

Hachja... diese Sache mit den besten Tees der Welt 9_9 Was sie wohl zu Earl Grey sagt?

 

Zitat

This is called the tang, or “soup.”

Darüber hatten wir doch neulich noch gesprochen. Ich bin dennoch nicht überzeugt dass man deswegen jetzt "Suppe" sagen muss :)

Ansonsten, ich mach ja schon viel mit Gongfucha, aber hab diese Frage noch nie als so entscheidend gesehen. Wenn ich mir das so überlege, dann hängt es für mich von zwei Faktoren ab: Der Menge an Zeit, die ich investieren will (kann) und der Temperatur, die der Tee braucht.

Einen besonderen, edlen, alten Sheng würde ich wohl meistens mit allem Brimborium zubereiten, und dann auch die Kanne übergießen um die Temperatur möglichst hoch zu halten um so wirklich das letzte herauszukitzeln. Einen jungen Sheng, auch wenn er sehr edel ist, braucht man ja nicht mit 99,9 °C treten damit er seine Essenz preisgibt. Daher kommt dann auch eine weniger wässerige Methode in Betracht :)

In mancher Hinsicht sind die trockeneren Methoden für mich zum Teil eine Art Gongfu light - man hat doch weniger Handgriffe zu tätigen und weniger Dinge zu beachten. Heißt nicht dass es unbedingt weniger intensiv sein muss, aber oft ist das Geplätscher auch schlicht zu viel. Wobei ich ganz schamlos bin und die trockene Aufgussmethode auch manchmal direkt auf dem Teetisch durchführe (!). Ich tendiere auch dazu, es ist halt irgendwie auch oft einfacher, es ästhetisch zu gestalten wenn man nicht so viel Wasser verwendet. Und selbst wenn ich übergieße - es sollte nicht alles schwimmen :)

Und zum Tisch: Meine Erfahrung ist dass diese Auffang-Schubladen aus Bambus nicht ewig halten. Wenn man sie immer zügig ausleert und nicht stehen lässt geht das wohl schon lange gut, aber Schubladen aus wasserfestem Material sind besser.

Am 12/25/2016 um 16:47 schrieb Ann:

vor ein paar Wochen hab ich mir eine Wollfilz-Unterlage geholt und teste das grad. Kleinere Tropfen werden einfach aufgesogen, zur Not ist sie waschbar. Und ein bisschen ist das für mich East meets West. Wollfilz ist einfach ein geiles Material.... Und sieht super aus.

Da würd ich natürlich auch gerne ein Foto sehen :)

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@miig Die Unterlage war schon ein paar mal auf meinen Fotos zu sehen. Bin jetzt in meinem Silvesterversteck, aber nächste Woche dann wider zu Hause, dann mach ich ein Bild...

Du bist der mit dem steinernen Teetisch, oder?

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Vielen Dank. :)
Der Tisch wiegt ca. 10kg und stand bis letzten Sommer eigentlich immer auf dem Balkon. Mit etwas gutem Willen lässt er sich aber natürlich trotzdem relativ gut verschieben. Ich hatte dazu hier auch mal einen kurzen Post verfasst.

vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Und ach, der Gaiwan ...

Ach ja.. die Freude wehrte nur kurz. Konnte mich bis heute nicht überwinden, die Stücke zu entsorgen. :ph34r:

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