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Händler: www.kobu-teeversand.de
Teesorte: Bio Jeoncha "Typ A"

Dosierung: 5g auf 150 ml
Wassertemperatur: 80 °C
Wasser: gefiltertes Leitungswasser

Ziehzeit 1. Aufguss: 3 Minuten
Ziehzeit 2. Aufguss: 90 Sekunden
Ziehzeit 3. Aufguss: 3 Minuten

Ich bin kein Tee-Connoisseur, kein Feinschmecker oder Spezialist, aber ich fotografiere gerne als mein Hobby und trinke gerne Tee. Warum also nicht beides verbinden und damit verschiedene Tees vorstellen? Bittet beachtet, dass ich mich noch schwer tue mit der Beschreibung von Geschmäckern. :) 

Ich hatte hier noch eine 10g Probe von Kobu für den "Bio Jeoncha Typ A" hier liegen, welcher aus Korea kommt. Bisher habe ich nur die Japan Senchas getrunken und war auf einen Koreanischen gespannt. Der Tee kostet derzeit 9,95 € pro 100g und das Blatt aus dem Probenbeutel ist sehr gut. Nahezu kein gebrochenes Blatt, was sich auch beim abgießen aus der Shibo bemerkbar gemacht hat. Im Feinsieb sind gerade mal 2-3 Bröckchen hängen geblieben.

Für die Zubereitung habe ich mich an die Zubereitungsempfehlung auf der Packung gehalten. Der Jeoncha ähnelt zwar einem japanischen Sencha, ist aber im Geschmack und Geruch wesentlich kräftiger. Auch wenn die Blätter grün sind, so erinnert mich der Geschmack etwas in die Richtung Pu-Erh. Jedenfalls ein Geschmack, den ich bisher nicht einzuordnen vermag. Im Anklang etwas dumpf/Gemüsig bietet der Tee doch ein interessantes Geschmacksprofil.

 Bei 3 Minuten Ziehzeit auf 80 °C ist der Teefür einen Grüntee überraschend mild und hinterlässt eine angenehme herbe im Mund. Für den preis von 9,95 € je 100g finde ich den Tee durchaus ansprechend.

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Nachtrag

Heute habe ich den Tee mal mit meiner normalen Ziehzeit von 90 Sekunden bei 80 °C probiert. Das erdige PuErh Aroma tritt deutlich in den Hintergrund und der Tee erhält sogar einen fruchtigen Anklang. Ich fühle mich hier irgendwie ein wenig an Erdbeere erinnert. im Abgang gibt es eine gewisse Adstringenz mit einer sanften herbe.

Bei 90 Sekunden schmeckt mir der jetzt Jeoncha ausgesprochen gut. :) 

bearbeitet von Zockerherz
Tippfehler korrigiert

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    • Von seika
      Nachfolgend noch ein paar Zeilen zu dem Izumo-Tee, den ich vor kurzem in der Kanne hatte. Bei dem Tee handelt es sich um einen (Futsu)Sencha, den ich mir letztes Jahr vor Ort in Izumo, einer Stadt in der Präfektur Shimane gekauft habe. Shimane gehört, wie man hier abschätzig sagt, zum "rückwärtigen" Teil Japans. Dies bezieht sich auf die etwas abgeschiedene Lage am Japanischen Meer, an der die wirtschaftliche Entwicklung so ein wenig vorbei gegangen ist. Das nur am Rande. Dabei ist Izumo in Japan durchaus geläufig, da hier einer der ältesten und bedeutendsten Shintō Schreine steht, der Izumo-Taisha, wo sich alljährlich die Kami (Götter) treffen. Bei meinem Besuch waren sie aber nicht anwesend... Als Teeanbaugebiet ist Shimane, was die Produktionsmenge angeht, eher unbedeutend, allerdings hat sich aufgrund der Teeleidenschaft des früheren Lehnsherren eine bei der Bevölkerung tief verankerte Tee-Alltagskultur entwickelt. Ein Beleg ist dafür ist unter anderem einer der höchsten Tee pro Kopf Verbräuche Japans. 
      Für mich zusätzlich interessant, das dieser Tee in einem meiner Teebücher gelistet ist. In dem Buch mit dem Titel "日本茶の図鑑" (Englischer Untertitel:Knowledge of Japanese Tea) sind neben dem Grundwissen, 119 Tees aus den verschiedensten Regionen aufgeführt. Neben ein paar Informationen zu der Region, ihrer Geschichte und dem Hersteller, ist ein Bild der Blätter sowie der Aufgussfarbe zu finden. Weiter unter angegeben sind Informationen zu den verwendeten Kultivieren, hier: Saemidori, Yabukita und Okumidori; zum Preis und Kontaktdetails, wie Telefonnummer bzw. Homepage. Interessanter finde ich die kleine Infografik ganz unten. Auf einer Skala von 1 bis 5 wird in der ersten Zeile die Aufgussfarbe, bei Sencha unter anderem ein Indikator für die Länge der Bedampfung, angeben, links grün und rechts gelb. Der Izumo-cha wird hier mit 3 genau in der Mitte bewertet. In der zweiten Zeile wird der Duft bzw. das hi-ire bewertet; links "Röstaroma" und rechts wörtlich "Duft der jungen Blätter" also schwaches hi-ire. In der dritten Zeile geht es um den Geschmack, links Umami und rechts Herbe oder Bitterkeit. Dazu noch eine Empfehlung zur Zubereitung. Zusammenfassend wird der Tee wie folgt eingestuft: Aufgussfarbe: im mittleren Bereich zwischen grün und gelb; Duft: frisch, "grün"; Geschmack: leichtes Umami. Kling nach einem Tee, der meine Geschmackspräferenzen trifft. Mal schauen, wie er sich tatsächlich in meinem Kännchen schlägt.    

      Los geht es mit einem Blick auf die Blätter.

      Die Farbe auf dem Foto mag aufgrund des künstlichen Lichts beim fotografieren etwas täuschen, bei natürlichem Licht sind sie etwas dunkler. Von der Form her im schmalen Bereich und wie ebenfalls zu sehen, (aufgrund des Blends?) nicht besonders einheitlich von der Farbgebung. Deckt sich mit dem Foto aus dem Buch. 
      Bevor es weiter geht, vorab noch ein paar Details zum ersten Aufguss. Ich habe weder gewogen noch die Temperatur gemessen, einzig bei der Zeit schaue ich auf die Uhr. Nach meiner Erfahrung dürften es etwa 4-5g gewesen sein. Die Temperatur dürfte etwa 70-75 Grad betragen haben, und die Ziehzeit war 45 Sekunden. Als Aufgussgefäß kam meine Kōransha Kyūsu mit Sazanka-Motiv und ca. 180ml Fassungsvermögen zum Einsatz, die Fukagawa-Seiji Schale faßt ungefähr 100ml. Zu den beiden gesellte sich farblich und vom Material her abweichend eine hellblaue Hagi-yaki Yuzamashi. 
      .    
      So nun zur Frage, inwieweit die Bewertung aus dem Buch zutrifft. Natürlich kann ich hier nur mit subjektiven Eindrücken aufwarten, die bestätigen aber im Großen und Ganzen die Einschätzung dieses Tee. Die Farbe ist wie zu erkennen grün-gelb. Der Duft sehr frisch, von hi-ka keine Spur. im Mund zeigt sich ein komplexes Gebilde aus Umami, Süße und Herbe mit einem mittleren Körper. Gefällt mir sehr gut. 

      Der zweite Aufguss, den ich ich mit etwa 85 Grad an- und sofort abgegossen habe, ist farblich schon etwas intensiver und auch grüner. Das spiegelt sich auch im Geschmack wieder, mehr Körper ein wenig mehr Herbe, ohne aber zu aufdringlich zu sein. Ebenfalls sehr lecker. Insgesamt habe ich vier Aufgüsse gemacht, wobei der letze wohl eher meiner Sentimentalität geschuldet war, da ich noch etwas in Erinnerungen and eine schöne Zeit im Sommer letzten Jahres schwelgen wollte.

      Zu guter Letzt noch ein paar Impressionen vom Izumo-Schrein. Ich hoffe, euch hat die kurze Vorstellung ebenso viel Spaß gemacht, wie mir. 


       






       
       
       
       
       
       
       
    • Von Teemann12
      Huhu
      habe heute meine erste Tasse Gunpwoder aus einem Teeladen getrunken. Der Geruch hatte etwas von Heu. Geschmeckt hat er gut! Hab ihn noch etwas mit Limette verfeinert.
       
      Ist das normal das sich im Tee trotz Sieb kleine sichtbare Schwebeteilchen im Tee befinden?
    • Von Tessa
      Hallo liebe Teetrinker-Community!
       
      Ich bin Tessa und trinke inzwischen umglaublich gerne Tee, am liebsten weißen oder grünen.
      Eigentlich auch schwarzen (Earl Grey oder English Breakfast), aber irgendwie haben weißer und grüner Tee dem schwarzen den Rang abgelaufen.
       
      Zuhause habe ich schon ein paar Sorten angesammelt, darunter mein geliebter Gyokuro, aber auch Sencha und ein weißer Tee (dessen Name mir immer wieder entfällt) dürfen nicht fehlen! Meine neueste Errungenschaft ist ein Genmaicha, welcher das Zeug zum neuen Lieblingstee hat.
       
      Noch kurz zu mir, ich bin (noch) 26 Jahre alt und lebe im Ruhrgebiet, reise jedoch häufig und mit Begeisterung durch Deutschland - zumeist nach Leipzig.
       
      Lieben Gruß!
      Tesss
    • Von Roberts Teehaus
      Hallo Leute,
      wir haben einen Weihnachtsgutschein für euch.
      Bis zum 26.12.18 bekommt ihr 30% Rabatt auf unser gesamtes Sortiment.
      Der Gutscheincode lautet:WEIHNACHTEN und ist einmal je Kunde nutzbar.
      Unsere Shopadresse lautet: www.roberts-teehaus.de
      Viele Grüße und eine schöne Weihnachtszeit
      Robert
    • Von cml93
      Frisch von meiner letzten Japan-Reise mitgebracht: verschiedenste Wettbewerbtees und handgepflückte Schwarztee-Spezialitäten aus Japan:
      Takenouchi Sencha "Asanoka"

      Dieser Sencha hat ein starkes Umami und eine fruchtige Süße, die mit leicht herben Noten und einer angenehmen Würze komplettiert werden. Dazu ist dieser Tee extrem duftig mit einem langanhaltendem Nachgeschmack, welcher den ganzen Mund ausfüllt.
       
      Yamazaki Wettbewerbs-Kabusecha "Saemidori"

      Ein Wettbewerbs-Kabusecha der Extraklasse, den ich im September auf der Auktion des Kansai-Teewettbewerbs selber ersteigert hatte. Unglaubliche Süße und Umami, eigentlich fast schon ein Gyokuro, der sich aber von Aufguss zu Aufguss verändert und zum Schluss geschmacklich in Richtung Sencha geht.
       
      Tsuji Wettbewerbs-Tencha "Ori"

      "Ori" bedeutet das gleiche wie Karigane nur für Tencha. D.h. der Stängelanteil ist höher als bei normalem Tee. Da es sich hierbei jedoch um einen handgepflückten Wettbewerbstee handelt, ist 1. der Stängelanteil des gepflückten Tees extrem niedrig und 2. werden für den Wettbewerb Blätter mit der Pinzette aussortiert, die bei normalen Tees nicht aussortiert werden würden.
      Dieser Tencha ist im ersten Aufguss extrem süß und hat ein unglaubliches Umami: komplett mundausfüllend, jedoch sehr elegant. Auch in den folgenden Aufgüssen sind Umami und Süße noch deutlich vorhanden, es kommen aber noch frische Noten dazu und ein deutliches Matcha-Aroma.
       
      Shibamoto Handgerollter Schwarztee "Benihikari"

      Ein handgerollter Schwarztee der absoluten Spitzenklasse: Beim Öffnen der Tüte verströmt der Tee einen stark fruchtigen Duft, der an schwarze Johannisbeere erinnert. Geschmacklich ist er sehr komplex: Basilikum, Minze, etwas malzig, eine leichte Fruchtigkeit (Bitter-Orange) untermalt mit einer tollen Süße (Honig) und zart herben Noten, der insgesamt stark an das taiwanesische Cultivars Ruby 18 erinnert.
       
      Miyazaki handgepflückter Schwarztee "Benifuuki" 2014

      Dieser Schwarztee wurde im September 2014 handgepflückt und vier Jahre gelagert.
      Der Duft ist betörend süß und fruchtig, er erinnert stark an schwarze Johannisbeeren und Brombeeren. Auch im Geschmack ist er sehr fruchtig und süß, extrem duftig und hat eine hauch zarte Herbe im Hintergrund. Durch die Lagerung ist der Tee sehr rund geworden und hat noch leicht "dunkle" Züge dazugewonnen, die entfernt an Puer-Tee erinnern.
       
      Kôrogi Wettbewerbs-Schwarztee "Mecha"

      Herr Kôrogi (14-facher Gewinner des nationalen Wettbewerbs im Kamairicha-Segment) produziert jedes Jahr in kleiner Menge einen Wettbewerbs-Schwarztee, den er, ähnlich wie Darjeeling First Flush, für einen Schwarztee wenig oxidieren lässt.
      Das verleiht diesem Tee ein unglaublich blumiges Aroma und Marzipan- bzw. Mandelnoten, die von einer starken Süße komplettiert werden. Ein sehr runder und duftiger Schwarztee.
       
      Ab jetzt erhältich auf: https://www.yutaka-tee.de
       
      Weitere neue Kamairichas und Oolongs von meiner Reise werde ich die Tage noch online stellen.
       
       
       
       
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