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Hallo Allerseits, 

nach längerer - und etwas frustrierender - Suche nach einem Buch über japanischen (gerne auch zusammen mit chinesischem) Tee hoffe ich auf Rat aus dem Forum.

Ich suche ein umfassendes Buch über die verschiedenen Teesorten (und dies möglichst detailliert). Gerne auch mit tips zur Zubereitung, aber: keinen Bildband, keine Teegeschichten, keine kulturhistorische Abhandlung und keine Buch über Teezeremonien. Auf Deutsch scheint es nichts zu geben. Kann mir jemand einen entsprechendenden Titel auf englisch empfehlen. Ich würde mich SEHR freuen!

Viele Grüße, David

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Da bin ich mal gespannt, ob die Experten hier etwas für dich haben. Meine Vermutung ist, dass du dir die Informationen ein wenig zusammensuchen musst. Die Frage ist halt auch, wonach genau du suchst. Welche Sorten es heutzutage gibt? Wie sich die Sorten entwickelt haben, was deren Ursprünge sind? Was die Regionen sind, die die Sorten hervorgebracht haben? Das geht halt dann alles wieder in die Dinge über, die du wieder ausgeschlossen hast.

Somit: wenn du noch etwas genauer definieren kannst, nach welchen Informationen du konkret suchst, wird man dir vermutlich besser weiterhelfen können. Ob in Buchform oder anderweitig.

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Es gibt vier bekanntere englischsprachige Bücher zur Einführung in das Thema japanischer Tee, auf die Du bei Deiner Recherche möglicherweise auch schon gestoßen bist. Zwei davon (Japanese Tea: A Comprehensive Guide von Simona Zavadckyte und The Book of Japanese Tea von Per Oscar Brekell,) werden hier besprochen:
https://itsmorethantea.wordpress.com/2019/01/29/two-books-to-get-you-hooked-on-japanese-tea/

Die anderen beiden sind The Story of Japanese Tea von Tyas Sosen und Japanese Tea aus der Reihe I know Japan. Infos zu dem Buch von Tyas Sosen findest Du hier:
https://www.the-tea-crane.com/product/the-story-of-japanese-tea/

Bei dem zuletzt genannten Buch handelt es sich um einen Bildband über Teeproduktion und -tradition in Shizuoka, der für Dich vermutlich weniger von Interesse sein dürfte.
https://goodtea.eu/en/teaware-etc/555-japanese-tea-i-know-japan.html

Falls Du ein perfektes und umfassendes Nachschlagewerk zum Thema japanische Teesorten  oder die in Japan angebauten Kultivare der Teepflanze suchst: Das sind diese Bücher nicht oder nur zum Teil. Ein solches Nachschlagewerk kenne ich aber auch nicht. Falls jemand mehr weiß, wäre ich ebenfalls für einen Hinweis dankbar!


 

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Hallo Allerseits,

 

herzlichen Dank für eure Antworten! Ich melde mich später ausführlich zurück, wenn ich wieder meinen Rechner zur Hand habe!

 

Viele Grüße

David

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Bitte vielmals um Pardon, dass es etwas gedauert hat! Beim japanischen Tee interessieren mich Geschmack (dazu zähle ich auch Geruch) und die Wirkung. Am Rande auch noch ein wenig für das Zubehör insofern es für obige Punkte relevant ist (nicht, dass ich nicht eine schöne Keramik zu schätzen wüsste, aber mir reicht hier eine schlichte Ausstattung).

Bei der Lektüre geht es mir darum, mir einen möglichst detaillierten Überblick über die gesamte Terminologie aller geschmacklich relevanten Aspekte zu verschaffen (z.B. Blattsorten, Unterschiede Im Anbei, in der Verarbeitung, regionale Unterschiede in Bezug auf Klima & Böden, Blendung, Auswirkung verschiedener Bedämpfungdzeiten auf verschiede Blattarten etcetc..). 

Über den link von Teewelt w.o., bin ich auf das Buch von Oskar Brezel gestossen (vielen Dank nochmals dafür) und da eine englische Buchhandlung nur 2 Strassen weiter den Titel zufällig vorrätig hatte, habe ich den gestern gleich gekauft. Das ist auch ein nettes Büchelchen, mit sinnvollen, aber nicht sehr in die Tiefe gehenden Informationen.

Es gibt eine Auflistung von Teesorten und Kultivaren, Aromenspektren und eine Kurzübersicht über die Regionen. Ich bereue den Kauf keinesfalls! Im Prinzip wünsche ich mir einfach eine stark erweiterte Fassung dieses Buches.

ich werde nun auch das andere Buch bestellen. Sollte es noch einen Tip auf englisch geben (oder für gute Webseiten), würde ich mich sehr freuen. 

Vielen Dank nochmals & beste Grüße

David

 

 

P.S.

Ich habe mich eben - zur Orientierung! -  auf einer eher nicht legalen Seite umgesehen. Es gibt so viele Titel über kulturelle, spirituelle und historische Aspekte (dagegen sei auch gar nichts gesagt!), aber ich finde einfach keinen Titel zu "technischen" Aspekten. Das finde ich wirklich sehr komisch. Gerade grüner Tee (wie auch Pu-Erh) ist doch ein vor allem geschmackliches Universum mit einer großen Bandbreite - und dafür sind doch nunmal die Blätter  und deren Behandlung verantwortlich und cniht die Historie oder Zeremonien. Ich finde das etwas schräg.

bearbeitet von Dave888

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vor 20 Stunden schrieb Dave888:

Es gibt eine Auflistung von Teesorten und Kultivaren, Aromenspektren und eine Kurzübersicht über die Regionen. Ich bereue den Kauf keinesfalls! Im Prinzip wünsche ich mir einfach eine stark erweiterte Fassung dieses Buches.

Das Buch von Oskar finde ich sehr gut strukturiert. Wenn du noch mehr Infos brauchst kann ich dir Teapedia empfehlen. Allerdings sind die Infos dort nicht so gut bebildert und wurden auch keiner redaktionellen Überarbeitung unterzogen. 

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vor 18 Stunden schrieb Diz:

Das Buch von Oskar finde ich sehr gut strukturiert. Wenn du noch mehr Infos brauchst kann ich dir Teapedia empfehlen. Allerdings sind die Infos dort nicht so gut bebildert und wurden auch keiner redaktionellen Überarbeitung unterzogen. 

Ja, absolut. Würde in in jedem Fall weiterempfehlen. Vielen Dank für den Hinweis auf Teepedia, sehe mich dort gleich mal um! 🙂

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    • Von cordyceps
      Hallo zusammen,
      ich habe noch nicht so viel Erfahrung mit japanischen Grüntees und habe aktuell folgende Tees offen: Keiko Aracha Shincha 2020, Keiko Benifuuki No. 1, Keiko Diamond Leaf und Keiko Kawanabe.
      Da fällt natürlich auf, dass ich scheinbar einen Hang zu Keikos habe  Dies liegt aber nur daran, dass ich auf der Suche nach Bio-Grüntees aus Japan über diese Marke gestolpert bin. Der Benifuuki No. 1 und der Diamond Leaf schmecken mir aktuell richtig gut - habe aber eben auch wenig Vergleichsmöglichkeiten.
      Für mich sind Bio-Tees aus zweierlei Gründen wichtig. Ich bin der Meinung, dass in Lebensmitteln enthaltene Pestizide & Co. nichts akzeptabel sind und Pestizide und zu viel chemische Düngung nichts in unserer Umwelt zu tun habe und somit sehr gerne Anbauformen (nicht nur beim Tee) unterstütze die sich in dieser Richtung engagieren.
      Bei meiner zweiten Passion, dem Kaffee, ist dies aktuell für mich besser nachvollziehbar von welchem Kaffeebauer der Kaffee kommt und wie der Anbau, die Vermarktung etc. aussieht. Auch dort bin ich bereit für den direkten und fairen (nicht Fairtrade-Siegel) Handel von Kleinbauern und deren, oftmals nicht zertifizierten, Bio-Anbau zu zahlen.
      Natürlich habe ich mit großem Interesse diesen Thema gelesen: Bio vs nicht Bio bei japanischen grüner Tee
       
      Insofern würde mich also vor allem interessieren ob es Empfehlungen gibt welche Bio-Grüntees ich im Vergleich zu Keiko mal probieren sollte.
      Zudem wäre es natürlich interessant ob ihr Tipps zu direktgehandelten Grüntees aus Japan (oder China falls es einen Geheimtipp gibt ) habt die gute, umweltverträgliche Anbaumethoden mit Verzicht auf übermäßige Pestizide vorweisen können.
      Falls es sowas nicht gibt dann bin ich gerne bereit diese Antwort zu akzeptieren und bleibe weiterhin bei den Keikos
      Danke im Voraus. LG, Robert
    • Von Roberts Teehaus
      Genmaicha aus Japan – eine faszinierende Teespezialität!

      Denkt man an Japan und Tee, so denkt man in erster Linie wahrscheinlich an Matcha oder Gyokuro Asahi. Doch Japan hat viel mehr zu bieten und so scheint es doch ein wenig verwunderlich, warum gerade Genmaicha bei uns eher noch ein Geheimtipp ist – obwohl diese Teespezialität überaus duftig und himmlisch malzig schmeckt.

      Genmaicha ist eine köstliche Teespezialität, welche neben grünem Tee geröstete und teilweise gepuffte Reiskörner enthält. Wer Reis als Grundnahrungsmittel liebt oder damit aufgewachsen ist, wird allein schon beim Öffnen der Teepackung ins Schwärmen geraten. Für diese Teemischung wird gerösteter brauner (Natur)Reis verwendet (japanisch Naturreis = genmai) – wodurch dieser Tee eine angenehme und malzig-aromatische Röstnote erhält.

      Sein Geschmack

      Sein Aroma bewegt sich zwischen leicht süß, nussig und Karamell. Grundlage für den Genmaicha bildet grüner Tee, der durch die nussige Karamell-Note milder und runder wird. Beliebt zum Nachmittag zu etwas Gebäck, werden die Reiskörner auch gerne mal aus dem Tee geknuspert. Ob man den Tee nun zum Gebäck einnimmt oder als Getränk zu hellen Fleisch- oder Fischgerichten – im Prinzip passt er zu Allem und kann eigentlich immer getrunken werden.

      Liebe auf den ersten Schluck

      Wer Genmaicha einmal probiert hat, ist in der Regel sofort über alle Geschmacksknospen in diese Teemischung verliebt. Also Vorsicht: Andere Tees könnten es eventuell künftig ein bisschen schwerer haben. 😉

      Entstanden ist die Teespezialität laut Erzählung wahrscheinlich während des 15. Jahrhunderts, und auch hier spielte wahrscheinlich – wie oft – der Zufall eine Rolle! So wird etwa mancher Grüntee leicht geröstet, und der Geschichte nach soll der Bedienstete eines Samurai bei der Röstung des grünen Tees etwas nachlässig vorgegangen sein, und den Tee zu lange erhitzt haben. Zwischen den Teeblättern befanden sich auch nachlässigerweise mehrere Reiskörner. Der Herr Samurai war über den Fauxpas so wütend, dass er den armen Diener angeblich hinrichten ließ. Als er die Röstung dann als Tee probierte, musste er äußerst beschämt feststellen, dass diese unfreiwillig entstandene Teemischung überaus köstlich mundete. Der Genmaicha war entstanden, sein armer Erfinder hat ihn leider nie probieren können… Darum: Bitte immer erst probieren, dann meckern!

      Eine Frage des Geldes…

      Da japanischer grüner Tee auch in Japan hochpreisig und für das allgemeine Volk doch eher rar gewesen ist, konnte man ihn zudem mit dem gerösteten Reis strecken, was Genmaicha zu einem „Arme-Leute-Tee“ machte. Und Hand aufs Herz – sind es nicht gerade die sogenannten „Arme-Leute-Speisen“, die mitunter am besten schmecken? Denken Sie nur in unseren europäischen Kreisen an Arme Ritter oder das deftige Bauernfrühstück.

      Not macht erfinderisch; gerade, wer arm gewesen ist, musste meist hart arbeiten und wollte wenigstens mit guter, nahrhafter und wohlschmeckender Kost bei Laune gehalten werden.

      Und so galt Genmaicha als gestreckter Arme-Leute-Tee und sollte als Überbrückung zwischen zwei Mahlzeiten dienen... Inzwischen ist er überall beliebt und bildet ein geschätztes Alltagsgetränk in Japan.

      Die Zubereitung:

      Geben Sie acht bis zehn Gramm Genmaicha in eine Kanne. Kochen Sie einen Liter Wasser sprudelnd auf und lassen Sie es drei Minuten im geschlossenen Wasserkocher abkühlen. Anschließend aufgießen und den Aufguss zwei Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Sie können ihn bei Bedarf mehrmals aufgießen – das jedoch ist und bleibt Geschmackssache, je nachdem ob Sie eher kräftigem oder mildem Aroma den Vorzug geben. Probieren Sie es einfach aus – einen frischen Aufguss kann man immer machen. 🍡😄👌🍵

      Zum Wohle!


    • Von Torya
      Liebe Tee Community,

      ich wusste gar nicht, dass es so ein tolles Forum wie dieses hier gibt, welches aktuelle Beiträge enthält. Ganz tolle Inhalte.  Der Tee ist so gut und das soll keine offensichtliche Werbung sein. Er ist mit Guayusa und im Grobschnitt

      Seit einigen Jahren mache ich schon Sport (gehe laufen und ins Fitness). Daher habe ich auch angefangen, regelmäßig, meist am Morgen, Tee zu trinken. Dieser hydriert nicht nur, sondern liefert dem Körper auch essentielle und belebende Nährstoffe. Leider gab es nie eine Teemarke, mit der ich mich als junge Person identifizieren konnte. Vor 2 Wochen hat mir jmd. von sipcult, einem jungen Tee Startup aus Deutschland erzählt. Ich habe mir sofort deren Tee bestellt und war begeistert.

      Überzeugen kann ich euch nicht, das macht jeder für sich selbst. Allerdings unterstütze ich dieses junge Unternehmen sehr gerne, da der Tee zwar höherpreisig, allerdings natürlich und trotzdem extrem lecker ist. Absolute Empfehlung. Bitte mehr davon!

      Die Webseite findet ihr unter <Spam entfernt - Admin>

      Ganz liebe Grüße und habt einen schönen Wochenstart!
      Eure Tory
      Was haltet ihr davon und welche Lieblingsteemarke habt ihr?
    • Von Joaquin
      Neulich hatte ich vom Herren Pater Hugo Lassalle erfahren und auf der Suche nach weiteren Informationen bin ich über diese ältere Dokumentation gestolpert. Eine schöne Reise in die Vergangenheit, etwas Tee und dann doch irgendwie viel zu wenig über Pater Hugo Lassalle. Trotzdem sehr informativ und so nostalgisch
      Die Höhle des göttlichen Dunkels - Hugo Makibi Enomiya Lassalle Jesuit und Zenmeister
       
    • Von Krabbenhueter
      Wer mich kennt, weiß wie wenig ich mit sozialen Medien unterwegs bin.
      Aber ich verfolge nach Möglichkeit die Entwicklungen und meine Zeit "damals" bei facebook war irgendwie auch interessant, wenn auch oft zeitraubend.
      Jetzt hatte ich gerade die Gelegenheit, mich mit jemandem von Instagram zu unterhalten. Also Bilder und kurzer prägnanter Text dazu. Für mich so ein wenig wie Bilderbuch anschauen.
      Nun denke ich nicht an die vielen "Professionellen", also die Händler, die sowieso überall präsent sein wollen und müssen.
      Aber wie ist das mit denen, die sich einfach nur ausdrücken wollen. Ich denke da an meine eigenen blog - versuche...
      In dieser Beitragsserie geht es mir darum, vielleicht einige dieser Künstler auf dem Weg zum Tee zu sammeln.
      Und gleichzeitig möchte ich etwas mehr von diesem Bereich kennenlernen.
      Ich fange gleich mal mit jemanden an, die ich persönlich auch kenne und die ich gern so auch etwas unterstützen würde:
      https://www.instagram.com/giselasmartertea/
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