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Shikgoo

Tegelerstr. 27
13353 Berlin
http://www.shikgoo.de

Der Südosten des Wedding entwickelt sich langsam zum Korea-Kiez. Früher musste man entsprechende Restaurants mit der Lupe suchen und heute gibt es (mind.) vier davon, jeweils nur wenige Fußminuten voneinander entfernt. Das Shikgoo gehört sicherlich zu den besten. Außerdem hat es - was uns natürlich besonders interessiert - ein mehr als passables Angebot an losen Tees, was keineswegs selbstverständlich ist.

Von außen hat sich das Shikgoo, das sich selbst als "koreanisches Bistro" bezeichnet, lange nicht eindeutig als Restaurant zu erkennen gegeben. Kaum ein Schild oder eine Karte informierten darüber, was dort im Souterrain für Leckerbissen zubereitet werden. Das hat sich aber nun geändert. Drinnen ist es urgemütlich, die Einrichtung besteht vorwiegend aus Holz. Bevor man das kleine "Esszimmer" betritt, um sich stilecht an die niedrigen Tische auf den Boden zu hocken, müssen die Schuhe ausgezogen werden. Direkt daneben gibt es noch einen kleinen Shop mit koreanischen (Alltags-)Spezialitäten.

Bedient wurden wir von einem gar nicht so koreanischen Österreicher, der uns aber fachkundig alles erklären konnte. Die Speisekarte unterschied sich kaum von der anderer Koreaner, auffällig war aber die große Auswahl an Suppen. Um es kurz zu machen und zu den wichtigeren Dingen zu kommen: Es war sehr lecker! ;)

Gleich beim Durchblättern der Karte blieb ich natürlich beim Teeangebot hängen. Es gab diverse Grünteesorten, Oolongs, Weißen Tee, Pu-Erh und einen "wilden Tee" aus Südkorea. Auf der Tafel an der Bar waren nochmals einige Sorten angeschlagen, sodass insgesamt etwa ein Dutzend Tees zur Auswahl standen. Für ein Restaurant dieser Größe mehr als beachtlich. Ausgewählte Tees konnten auch käuflich erworben werden.

Der Tee wird fertig zubereitet an den Tisch gebracht. Ein direkter Einfluss auf die Ziehzeit ist somit nicht möglich. Auf Wunsch werden weitere Aufgüsse angeboten, wobei jeder davon einen Euro kostet.

Es bleibt zu hoffen, dass die Teeauswahl gut angenommen wird, denn im Wedding sind Anlaufstellen für guten Tee nach wie vor rar.

bearbeitet von michdal

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sollte man das Konzept "Teegarten" aehnlich dem Konzept bay. Biergarten einfuehren, man bezahlt 5RMB oder 60 Cent fuer einen Stuhl und Heisswasser Flat - Brotzeit bitte selber mitbringen, es hat nur Heisses Wasser, Schatten, Speilkarten und Majiong Steine! Like!


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Ich finde es aber echt extrem dreist, dass man für einen weiteren Aufguss 1€ bezahlt. Sorry, es ist nur heißes Wasser. Es ist ja nicht gerade so, als hätten wir einen Mangel an heißen Wasser. Pfui zum Service  <_<

Bei richtigen Teestuben oder größeren Restaurants würde ich das ähnlich sehen. Bei so einem winzigen Laden ist das vermutlich die einzige Möglichkeit, sich so ein Teeangebot leisten zu können. Deshalb unterstütze ich das gern und ein Euro ist nicht die Welt, wenn man den zweiten Aufguss eines Klassetees dafür bekommt. :)

bearbeitet von michdal

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@ VanFersen


Mal langsam mit den jungen Pferden, Deine Empörung ist sicherlich einer gewissen Unbedarftheit der Jugend(?) geschuldet, aber jeder BWL er im 1. Semester kann Dir das erklären.



Du sitzt in einem Raum für den Miete gezahlt wird.


Du sitzt auf einem Stuhl/an einem Tisch der Geld gekostet hat.


Das Wasser muß in einem Topf erhitzt werden der s. o.


Energie dafür ist auch nicht umsonst.


Der Kellner der Dir das Wasser bringt will/muß auch leben - braucht Geld -langsam wird´s langweilig.



Ich finde einen Euro für heißes Wasser duchaus akzeptabel, da habe ich schon viel mehr für schlechten Tee bezahlt :yahoo:



P.S. Falls Du mal Zeit gut anlegen willst, arbeite mal ein paar Wochen in der Gastronomie/Service, Du wirst viel über Menschen lernen.


bearbeitet von Paul

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1. Hatte schon eine längere Zeit im Gastro-Gewerbe gearbeitet ;)



2. Warum schaffen es dann andere Lokale / Restaurants auch? Sicherlich, es mag sein, dass das Lokal klein ist, aber das sind andere auch. In Japan gibt es Stände die auf der Strasse stehen, wo man sich knapp zusammen gedrängt hinsetzen kann und man bekommt immer den Haus eigenen Tee umsonst (so gut wie immer, zu mindestens habe ich es nur so erlebt und auch von anderen so gehört.) Anyways. Auf jeden Fall sind diese kleinen Buden noch härter am Existenz kämpfen und dennoch schaffen sie es. 



Denn mal ehrlich. Ich weiß ja nicht wie das in Deutschland ist, aber hier zahlt man schön für einen Tee der nicht gerade der Renner ist ca. 3,40€ und für einen guten Tee ungefähr 5,50€. Alle diese Läden kaufen Tees in sehr großen Mengen ein und bekommen dem entsprechend und auch weil sie Händler sind alles viel billiger, als der Normalbürger. Rechnen wir den Schnitt. Wenn man an einem Tee schon alleine bei ca. 5g - 4€ verdient und die Händler das meist in Kilo einkaufen, dann rechne man sich das mal aus. Das wären alleine bei 1kg - 800€ verdienst, weil ihnen der Tee selbst wahrscheinlich nicht mehr 100€ gekostet hat. Also ich denke bei einem Gewinn von 700€ kann man schon gut und gerne solche Nebenkosten wie heißes Wasser springen lassen ;)


bearbeitet von VanFersen

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      Sehr zentral gelegen, am Rande der Altstadt und auf jeden Fall einen Besuch wert. Zu finden hier:
      Spanien
      Muro de Santa Ana, 6 Valencia 46003
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      Öffnungszeiten sind diese:
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      Samstags: 09:00/14:00 und 16:30/21:00
      Sonntags: 09:00/15:00 und 17:00/21:00
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      Händler: www.kobu-teeversand.de
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      Ziehzeit 2. Aufguss: 90 Sekunden
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      Ich bin kein Tee-Connoisseur, kein Feinschmecker oder Spezialist, aber ich fotografiere gerne als mein Hobby und trinke gerne Tee. Warum also nicht beides verbinden und damit verschiedene Tees vorstellen? Bittet beachtet, dass ich mich noch schwer tue mit der Beschreibung von Geschmäckern.  
      Ich hatte hier noch eine 10g Probe von Kobu für den "Bio Jeoncha Typ A" hier liegen, welcher aus Korea kommt. Bisher habe ich nur die Japan Senchas getrunken und war auf einen Koreanischen gespannt. Der Tee kostet derzeit 9,95 € pro 100g und das Blatt aus dem Probenbeutel ist sehr gut. Nahezu kein gebrochenes Blatt, was sich auch beim abgießen aus der Shibo bemerkbar gemacht hat. Im Feinsieb sind gerade mal 2-3 Bröckchen hängen geblieben.
      Für die Zubereitung habe ich mich an die Zubereitungsempfehlung auf der Packung gehalten. Der Jeoncha ähnelt zwar einem japanischen Sencha, ist aber im Geschmack und Geruch wesentlich kräftiger. Auch wenn die Blätter grün sind, so erinnert mich der Geschmack etwas in die Richtung Pu-Erh. Jedenfalls ein Geschmack, den ich bisher nicht einzuordnen vermag. Im Anklang etwas dumpf/Gemüsig bietet der Tee doch ein interessantes Geschmacksprofil.
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