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Dayi 8582 bitter?


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Hallöchen Teegemeinschaft,



Um in die Welt des Pu einzutauchen, habe ich gestern meinen zweiten Sheng getrungen. Es war ein Dayi 8582, wie der Titel schon vermuten lässt.



Mein Problem an dem Tee gestern, er war ab dem zweiten Aufguss ungemein bitter. Woran liegt das? 


Zur Zubereitung, ich habe sieben Gramm in das 100ml Kännen getan. Ich habe den Tee erst gewaschen, dann Wasser um die 95 Grad aufgegossen und direkt wieder abgegossen. Beim zweiten Aufguss habe ich genau das gleiche gemacht aber er wurde schon unangenehm bitter. Tapfer habe ich dann den dritten Aufguss zubereitet und der Tee legte noch eine Schüppe voll Bitterkeit drauf. Auch die weiteren Aufgüsse wurden nicht besser, so dass ich nach dem fünften Aufguss klein bei gegeben habe.


Jetzt meine Frage, woran liegt es, dass der Tee so bitter war? Habe ich was in der Zubereitung falsch gemacht, liegt es am Tee oder was könnte das Problem sein?


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Hallo Marco,



ich bin auch Pu-Anfänger (knappes halbes Jahr) und hab grade die Shengs am Anfang auch als sehr intensiv erlebt. Und das obwohl ich sie schon deutlich dünner zubereitet habe als du (ca. 4g auf 130ml, Ziehzeiten im einstelligen Sekundenbereich). Ich würd auch sagen, mach den Tee mal deutlich leichter und taste dich eher nach oben. Man gewöhnt sich aber auch mit der Zeit dran - Shengs die ich jetzt schon als angenem empfinde, finden andere schon ziemlich hart *g*


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@Marco: Ich hatte glaube ich mal in einer PN den Tipp mit 7g gegeben - entstanden aus der Annahme, dass Du Dein 150ml Kyusu verwenden würdest. Für das 100ml-Kännchen sind sicher 5g der sanftere Einstieg.


Bei mir kann es inzwischen schonmal vorkommen, dass ich 7g auf 100ml verwende ... aber für die ersten Wochen wird das wohl zu heftig sein.


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1. wie alt ist der tee? je juenger desto weniger fermentierung und daher bitterer als aelterer sheng mind. 7 jahre...

2. der verwendete tee hat die zweitschlechteste maocha qualitaet naemlich 8, da wird dann schon mal schnell unteres sprich aelteres blattgut verwendet welches bitterer ist als die juengeren blaetter richtung tip.

7 gramm ist standard, zumindest in china...

gruss

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hi marco,


der 8582 wird etwas ruppig bei überdosierung, ich komme mit 12g/250ml (analog dann etwa 5g bei dir) mit allen shengs zurecht mittlerweile. bei ihm ebenso, ist in den ersten 5-6 aufgüssen aber deutlich dominanter als alles was ich sonst bisher hatte,


mittendrin dreht er sich aufm absatz und macht die tabak-holzkiste zu zugunsten süßlicher aromen.





der 2012 Na Jiao war dein erster? war das ne probe von einem forums-mitglied? und wie war dein eindruck?

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Ich danke euch für die Tipps.


Die Dosierung wurde angepasst und mit vier Gramm scheine ich ganz gut zu fahren. Das stark bittere ist weg, jetzt kommt auch Geschmack durch, wenn ich ihn auch nach dem ersten Aufguss ehr schwächlich auf den Beinen fand. Aber das lag wohl ehr an der vorherigen Erfahrung.



Der Schuldige ist eben Chris, wobei dieser Tee kein Schuldeingeständniss nötig hat. Ich finde den Tee recht gut trinkbar, habe aber bisher auch nur einen Vergleichstee getrunken. Ich denke weitere Versuche werden mich da weiter bringen.



@phoobsering: Ja der 2012 Na Jiao war mein erster und bis gestern eben auch einziger Sheng, denn ich getrunken habe (auch mit 7Gramm dosiert). Es war erstmal ein ganz neues Erlebniss, Ich habe den Geschmack mit einem Maissilo in Verbindung gebracht, was aber für mich als Kind vom  Lande nichts negatives ist. Im Verlaufe wurde er ein süffiger Tee. Aber ich werd eihn die Tage noch ein zweites Mal testen und mal schauen, was er dann so bringt.


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Der 8582 ist selbst als junger Tee kein schlechter und man kann eine Menge aus ihm rausholen. Übrigens kommt er bei Hobbes sehr gut weg!!



Der Interpretation von chashifu ob der 8 und der minderwertigen Blätter möchte ich mich nicht anschließen, da kommt doch meine Comicaffinität durch und ich schlage mich lieber zu Hobbes ;)


Edited by Paul
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Auch ich bewerte für mich die Qualität einen xx8x Tees nicht schlechter als die eines zB xx4x. Um es ganz konkret zu machen: ich finde den 8582 gerade wegen der größeren Blätter zugänglicher als den 7542. Wenn Gradierung 8 aber in China ein geringeres Ansehen genießt, werde ich mich aber nicht zu laut beschweren, um den Preis nicht hoch zu treiben.



Ist aber auch ein harter Wechsel vom Na Jiao zum 8582! Der Na Jiao ist extra auf Gefälligkeit hin produziert (etwas mehr Oxidation beim Welken) und kommt von älteren Bäumen. Dahingegen ist der 8582 so ein richtig bodenständiger Plantagentee, der ganz klassisch (und dadurch in meinen Augen auch "ehrlicher") produziert ist.


Das ist wie ein Wechsel vom Smoking zum Holzfällerhemd - hat beides seine Berechtigung, ist aber kaum miteinander zu vergleichen.


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Ich möchte es mal in meiner ländlichen Ausdrucksform sagen. 


Der 8582 ist wie so ein Bauer in der Kneipe. Wirklich bodenständig und auch vielleicht etwas knorrig aber nicht unsympathisch und nach den ersten fünf Aufgüssen wird er wesentlich lockerer. Also mir hat er wirklich gut geschmeckt. Zwischenzeitlich meine ich was von einem grünen Tee wahr genommen zu haben.


Aber alles in allem wesentlich besser mit dieser Dosierung und somit freue ich mich jetzt auch auf den nächsten Sheng.


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"8582 is a safe bet in an uncertain world. After the loud elder brother (7542), the sharp elder sister (7532), and before the solid little baby (0622), comes the elegant middle sister."


http://half-dipper.blogspot.de/2009/03/2008-menghai-8582-801.html



Unter dem Link findest Du die Besprechung Deines Tees  von Hobbes, aber ein 2008 801!


Hobbes ist die einsame Spitze bei den Teebloggern, er hat, was ihn auszeichnet, eine Menge Humor. Unter Tasting Notes kannst Du den ein oderer andern Tee finden, den er schon besprochen hat ;)



Seine haikus sind gut, und auf diesem Gebiet kenne ich mich wahrlich aus!



a safe bet in a uncertain world - besser kann man den Tee nicht beschreiben


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[...] wie so ein Bauer in der Kneipe. [...]  und nach den ersten fünf Aufgüssen wird er wesentlich lockerer. 

Meine Kindheit im ländlichen Friesland war auch von viel Kontakt zu lokalen Agrarökonomen geprägt. Zwar habe ich es damals nicht ausprobiert, aber ich würde doch einiges drauf wetten, dass die nicht noch lockerer geworden wären, wenn ich sie 5mal mit kochendem Wasser übergossen hätte.

:P

Sorry, Du drückst ja eigentlich aus, was ich genau so meine über den Tee. Aber so eine Möglichkeit zur Zitatverdrehung konnte ich einfach nicht ungenutzt lassen. :blush:

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Ich hab' ihn eben auch nochmal in meinem ca. 100ml Kännchen aufgegossen, ich bin auch noch recht neu in den Pu-Welten und muss sagen, mit 5g finde ich ihn UMWERFEND!!! alles darüber ist für mich dann schon irgendwie recht kantig und fängt an fies zu werden ;)



Is bei mir auch der 2011er von Chris



@Chris: hier nochmal ein offizielles Dankeschön für die Shengs, das ging vor lauter lauter Weihnachten irgendwie unter, aber dank dir ist mit der Einstieg in die Pu-Welt recht angenehm gelungen und so konnte ich mich die Weihnachtstage über prima bei dem ein oder anderen Sheng entspannen :D


[An dieser stelle bitte eine Lobeshymne an Chris vorstellen ;) ]



Ich hoffe das wird jetzt nicht als Werbung gewertet^^


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@Chris, Geroha:
Die Frage vom D-burger Marco war: "Dayi 8582 bitter?"
Meine Antwort enthielt 2 Indizien die auf bitterlichen Geschmack hindeuten:
 
1. xx8x also die 3te Ziffer wird bei Dayi zur Maocha Klassifizierung verwendet, und je hoeher die Nummer ist desto hoeher ist der Anteil von aelteren Blaettern im Maocha Blend (Dayi ist spezialisiert auf das Mixen von Maocha aus verschiedener Gaerten -> Blends). Aeltere Blaetter enthalten mehr Gerbstoffe (Tannine: https://de.wikipedia.org/wiki/Tannine#Tee) die bekanntlich bitter schmecken.
 
2. Je juenger ein Sheng desto weniger Gerbstoffe konnten im Zuge der natuerlichen Fermentierung ausgebittert / abgebaut (?) werden, und somit meine Frage nach dem Alter.
 
Das sollte Marco bei seiner Frage nach der Bitterkeit helfen, richtig? Ich haette natuerlich noch mehr auf die Zubereitungsweise (Methode, Ziehzeit, Wasser, Temp., Equipment) eingehen koennen, die ja auch die Bitterkeit beeinflusst.
 
Weitere Infos:
Wiki haelt sich zur 3. Nummer recht knapp: https://en.wikipedia.org/wiki/Menghai_Tea_Factory#Recipes
Dayi offiziell erklaert nichts auf deren Webseiten
chin:
engl:

http://www.taetea.net/

Dayiwiki:

http://www.yestae.com/wiki/index.php?list-focus-2

aber meine Dayi Freundin aus nem Dayi Franchise Laden sendet mir diesen Link http://www.puercn.com/puerchapp/dayi/450.html

von dem sie den folgenden Absatz kopierte und in den G**transl. :

  1. 大益普洱茶的等级区分:

大益普洱茶的等级知道9级。数字越大级别越低,价格相对越低。具体到毛茶宫廷特级都是茶的金芽为主,特级一芽一叶一芽两叶等,1级是嫩叶,逐渐叶子越大越老,到9级就是老粗叶,10级就会有比较多的茶梗。从口味上讲,级别越高香气越浓,级别越低口感越重。从冲泡上讲,级别越高可冲泡的次数越少,级别越低越耐冲泡。

1. big benefits of tea class distinction :
Great benefits of tea Menghai level know 9 . The lower the number the greater the level of relatively lower prices. Specific to the court Maocha grade gold shoots are tea -based, super bud two leaves and a bud , leaves one is , the greater the older leaves gradually to 9 is Laocu leaves , there will be more of the 10 tea stems . From the taste speaking, the higher the level the more concentrated aroma , the more severe the lower the level of taste . From brewing speaking, the higher the level number , the less can be brewed , the lower level more resistant to brew .

weiter unten steht dann noch folgendes:

...blending tea is mainly used several different levels of Maocha production, generally coarse old tea on the inside back and put some high-level, in front of the cake sprinkle some delicate gold buds , not only for beautiful, and in order to reconcile the taste , both to ensure aroma, both sweet and strong alcohol taste . For example, 7262 is the big benefit of this model of blending tea :3- 6 Maocha repression, sprinkle the surface of the gold buds , taste aroma are very good , the industry known as bulk cargo high ! Menghai tea introducing said to be " high-priced conventional cooked cake .

Somit wird also fuer die oberflaechen nahe Schicht besserer Maocha, kleinerer Nummer verwendet, um den Cake besser aussehen zulassen "some delicate gold buds" und bei der Kostprobe (meist oberflaechen nahes Material) besser abzuschneiden "in order to reconcile the taste"

Zu guter letzt moechte ich hervorheben, dass sich ueber Geschmack bekanntlich streiten laesst, und wenn ich so Sachen lese wie "mein Maofeng schmeckt nach Kaffee und Schokolade :) " oder so aehnlich, dann muss man das respektieren auch wenn dies im chin. Sprachraum, zu lautem Gelaechter fuehrt. Deren Geschmack findet sich eher in one bud, one leaf oder max. two leaf wieder und der Rest, ja der findet sich haeufig im Export wieder, leider! Es soll aber Firmen geben, die ...

Edited by ChaShiFu
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Hallo Chashifu,



vielen dank für die Hintergrundinfos! Nach solchen Möglichkeiten, Insider als Quellen für Pu-Wissen zu haben, lechze ich ja geradezu.


Das Alter erschien mir klar, weil ich weiß, dass Marco bei Chris bestellt hatte - und dort ist aktuell nur der 2011er verfügbar, von dem ich einen fast kompletten Bing hier habe. Gerade bei dem ist mir aber aufgefallen, dass er erstaunlich weich auf mich wirkt, älter als die nackte Jahreszahl 2011 vermuten lässt. Ich habe mal aufgeschnappt, dass der 7542 aus verschiedenen Ernten von bis zu zwei Jahren vor Pressdatum gemischt wird. Für den 8582 habe ich nie verlässliche Infos dazu gefunden, vielleicht kann ich zu der Frage ja auch wieder von Deiner guten Infoquelle schmarotzen?



Ob die Frage nach der Gradierung nun allgemeinverbindlich geklärt wird, ist hier ja nicht so dringlich - denn Dank der Aussagen der Dayi-Insiderin kann man das ja hier für den konkreten Tee 8582 als Dayi-Produkt ja annehmen. Dass der äußere Schein bei vielen Bing trügen mag, ist mir auch nochmal aufgefallen, als ich meine Fotos durchgesehen habe: bei einigen Tees sehe ich auf den anfänglichen Bildern des intakten Bing oder der Oberfläche des Musterbrockens viel mehr Knospen, als nachher in den erschöpften Blättern.



Also kann ich weiterhin einfach froh sein, dass mir oft Sheng aus großen Blättern besser schmecken - wenn bei denen der Preisdruck geringer ausfällt, ist es für mein Budget viel günstiger.



Abschließend noch: der Automatikübersetzer ist wirklich entzückend! Dass mit "Great benefit" der Firmenname Dayi gemeint ist, kann ich mir erklären. Wieviele andere Stellen in dem Text wohl von einem echten Menschen anders übersetzt worden wären? Der "taste of alcohol" ist sicher auch nicht von Dayi so gemeint. :D


Prost!

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