Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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Heute morgen, als noch leichter Tau glänzend auf den Dächern schimmerte und die Sonne noch weit hinter jenen in ihrem Versteck wartend auf ihren Einsatz lag, kopfte ein leicht zartes Geräusch gegen mein Fenster. Der Blick leicht verschwommen und noch vom Schlaf benommen erkannte ich eine pelzige Gestalt auf dessen Rücken ein geflochtener Korb, beinahe größer als er selbst befestigt war.


 


Ein kleiner Affe aus fernen Landen starrte mit wartenden Augen und der Geste näher zu kommen in meine Richtung. Als ich das Fenster öffnete und frühmorgendlich kühler Wind mit einem sanften Duft aus Grün an mir vorbeiwehte, deutete der Affe auf seinen Korb. Es ward nicht mal eines Blickes nötig, um den fein grün gerösteten Duft wahrzunehmen, dessen Aroma wie der Wind nach und nach die Räume meiner Wohnung einnahm. So lies ich den Gast ein, erstaunt woher dieser kam, fast als hätte er etwas mystisch göttliches an sich.


 


Ruhig und ohne die Anstalten seiner normal wilden Natur legte er seine Hand in die Meine und zerrte mich in Richtung meiner Tee-Ecke. Mit einer eleganten Bewegung sprang er auf den Tisch und breitete die längsten Blätter vor mir aus, strahlend im nun durch das Fenster flimmernde sanft morgendliche Sonnenlicht. Es waren saftig, frisch grüne Blätter, doch viel zu groß um sie in eine Kanne zu packen. Da schnappte sich der Affe kurzerhand einen Wok, schwenkte diesen Meisterhaft samt Blätter, welche mit jeder Bewegung immer kleiner und kleiner wurden, während sich der Duft im ganzen Raum ausbreitete.


 


Meine Kanne samt Tassen bereit gestellt, legte nun das Äffchen alle Blätter vor mir aus. Durch den Duft und das Aussehen gebannt, entfloh mein Geist in eine ferne Welt von Mythen und Legenden, mächtigen Bergen, Drachen und fliegenden Gottheiten und da sah ich ihn. Auf einem Hügel sitzend, während die aufgehende Sonne sein Fell glänzen lies, drehte er sich zu mir um, doch als ich ihm gerade meinen Dank zurufen wollte, zeichnete sich ein Ausdruck welcher einem Lächeln gleichkam auf seinem Gesicht nieder und in dem Moment war er auch verschwunden. 


 


Als ich meine Augen öffnete und ich erkannte, dass ich wieder vor meinem Teetisch stand und die Blätter des Taiping Houkui vor mir ausgebreitet auf ihre Verkostung warteten, gedachte ich im selben Moment an das kleine Äffchen, doch wie in der Vision aus fernen Welten, sah ich mich um, doch es ward verschwunden. So genoss ich noch eine Weile diesen kleinen Schatz in goldgelben Tassen mit einem tiefgrünem, leicht rauchigen Charakter, als würde man in einer Chinesischen Küche stehen, diese in einem alten Haus fernab von jeglicher Großstadt umringt von immergrünen Bäumen und sagenumwobenen Bergen in dessen Dickicht vielleicht ein Äffchen haust. 


 


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bearbeitet von VanFersen

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2007er Jingmai Sheng, Frühlingsernte.



Komplett glattgeschliffen präsentiert er sich. Mit glattgeschliffen meine ich, das dem Tee sämtliche Ecken und Kanten abgehen. Sehr "smooth", leichte Süsse, leichter Körper. Mir persönlich etwas zu smooth. Wäre da nicht die Aufgussfarbe, ein schönes honiggold, ich hätte ihn wesentlich jünger eingeschätzt. Was mir am meisten gefällt, ist der tolle, intensiv Süsse Nachgeschmack + Mundgefühl.


Auch ruppiges Aufgießen bringt ihn nicht aus der Ruhe, er bleibt in seinem goldenen Käfig.



Ein perfekter Tee für Pu-Neulinge und Tee-Liebhaber die Leichtigkeit beim Pu suchen.



Mir ist er zu nett.


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@Anima: Das heisst du verschenkst ihn? :D



@Topic: Noch nichts, könnte sich aber vielleicht noch ändern.


Heute kommt ein richtiger Tee-Anfänger zu Besuch, mal schauen,


was man da an Einsteiger-Tees vorsetzen könnte, dass er nicht gerade überfordert ist.


Vielleicht wäre es auch besser auf Nummer sicher zu gehen und es beim (gelagerten) Rooibos


bewenden zu lassen.


bearbeitet von GoldenTurtle

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eben hatte ich noch einmal den orange valley von gestern aufgegossen. wollte eigentlich ein tea-taster-set für einen neuen tee reinigen, aber die "orange" duftete so intensiv aus den porzellan, dass da nochmal heisses wasser drauf musste. war vermutlich der fünfte durchgang, dem dann auch noch ein sechster folgte.



war nicht mehr so intensiv wie die vorherigen aufgüsse, aber immer noch gut!



auf dem foto sieht man die vorbereitungen für ein tasting im teegarten orange valley.



jetzt hab ich den gielle SFTGFOP DJ 30 in der tasse, aufguss nr. 2: feine citrusaromen, wenig herbe so wie ich ihn aufgegossen habe, auch intensiv duftend. kann ebenfalls mehrfach aufgegossen werden...  :thumbup:



zwei sehr schöne tees!


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Habe heute mit einem würzig-mineralischen Rou Gui gestartet. Jetzt erfreue ich mich am Dragon Pole, ehrlich gesagt der erste Shu, der mich rundum überzeugen kann . Mal sehen wie er sich noch entwickelt und was der Tag ansonstennoch bringt

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Ich nehme die 5 Gramm.....

Ich hab gedacht das du aus dem Schwabenland bist ;)

Immer diese Vorurteile...  :P

Schick mir eine PM mit Deiner Adresse, dann kriegst Du Post! ;) Schreib auch dazu, was Du sonst gerne trinkst oder versuchen möchtest. Vielleicht erwartet Dich dann eine Überraschung...  ;)

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Habe heute mit einem würzig-mineralischen Rou Gui gestartet. Jetzt erfreue ich mich am Dragon Pole, ehrlich gesagt der erste Shu, der mich rundum überzeugen kann . Mal sehen wie er sich noch entwickelt und was der Tag ansonstennoch bringt

Geht mir genauso. Auf für mich war es der erste Shu der wirklich überzeugen konnte.

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Bei mir gibt es heute mal wieder ne kleine Matcha Session inklusive Verkostung des neuen Pulvers :) Ich wollte ihn eigentlich erst nächsten Monat öffnen und probieren aber neuer Tee und warten ist ja oftmals so eine Sache ;) Werd später auch noch ein bisschen berichten wie mein Eindruck so war. 


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Heute gabs einen Kukicha von TG, aber auch der ist mir zu grasig grün irgendwie, ich mag lieber die etwas blumigeren Grüntees anscheinend ^^


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Ich dacht, dass ich gestern und heute einen "Tung Ting Luku..." hatte, einmal im Porzelan Gaiwan und dann in der Tonkanne...

Aber schon gestern fiel mir der leicht "alte"Charakter des Tees auf.

Nun, ganz ehrlich, muss ich meinen Irrtum eingestehen, dass ich mal einen Rest eines gelagerten Dongding in diese kleine Tüte eingelagert hatte...

Allerdings zeigt es so, dass ich schon meinem Geschmack trauen kann und Zweifel in diesem Fall ganz berechtigt waren.

Also für den gelagerten Dongding waren die Aromen eben genau richtig ...

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hab den dritten aufguss oldstyle dong ding in der tasse. mindestens einen durchgang macht er noch.



eigentlich ist das kein richtig hochwertiger oolong. hat einiges an bruch dabei, teilweise entrollen die blätter sich nicht richtig, und unheimlich viel aufgüsse gibt er auch nicht her.



trotzdem: der ist schlicht aber ergreifend lecker... ;)


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@Topic: Noch nichts, könnte sich aber vielleicht noch ändern.

Heute kommt ein richtiger Tee-Anfänger zu Besuch, mal schauen,

was man da an Einsteiger-Tees vorsetzen könnte, dass er nicht gerade überfordert ist.

Vielleicht wäre es auch besser auf Nummer sicher zu gehen und es beim (gelagerten) Rooibos

bewenden zu lassen.

Herrliche Einstiegsrunde ists geworden, laesst sich sicher wiederholen :)

@topic:

kkW aus dem Schwarzwald ;)

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kkW aus dem Schwarzwald ;)

Was ist kkW? Für die Abkürzung fällt mir und google nur Kernkraftwerk ein.

Grade "übe" ich Longjing im Grandpa Style zu trinken. Langsam landen immer weniger Blätter im Mund ;)

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Leider noch der vom letzten Jahr aus Bratislava, nicht ganz so saftig frisch wie Cha-Shifu's Taiping Houkui der Ernete 2015, aber dennoch ein feiner Tropfen ;)


bearbeitet von VanFersen

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