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Shincha 2020 von Teamania


Diz

Empfohlene Beiträge

Nach langer Wartezeit sind nun die Honyama Shincha Sencha auch eingetroffen (ja, auch der Handgeerntete Sencha). Wem dieses Teeanbaugebiet noch kein Begriff ist hier unser Reisebericht zu Honyama auf Teetalk.


Neu Haben wir auch einen Sakuramidori Sencha aus Kawane im Sortiment. Sakuramidori ist ein vermeintlich neuer Kultivar. Vermeintlich deshalb weil sich dahinter der altbekannte Shizu-7132 Kultivar verbirgt. Nun klingt Shizu-7132 nicht wirklich sexy und unter anderem deshalb hat man in Shizuoka angefangen diesen Kultivar neu Sakuramidori zu nennen.

Hier der Link zu den Shicha Sencha aus Ernte 2020 und hier noch ein paar Fotos von der Sakuramidori Teeplantage in Kawane:

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    • Von tom84123
      Hallo zusammen,
      da ich durch meine Recherche im Internet bisher nichts dazu gefunden hab, versuche ich es mal hier im Forum.
      Ich trinke gerne nachmittags grünen Tee (japanischer Sencha, BIO, bei einem Teekontor bestellt), zum einen aus Gründen des Genusses, zum anderen um ausreichend zu trinken. 
      Vermehrt konnte ich jedoch nun schon beobachten, dass mir der Teegenuss (1-2 Tassen reichen), eine Art schummriges Gefühl beschert, ähnlich einer Müdigkeit oder leichten Trunkenheit. Es geht mir dann nicht schlecht, aber es ist eben ein deutlich merkbares Gefühl vom Kopf, welches meine Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflusst. Da dieses Gefühl vor dem Tee nie vorhanden ist und ich das Ganze schon mehrfach (über bestimmt 2-3 Monate) festgestellt hab, kann ich von einer gewissen Korrelation sprechen.
      Der Tee zieht nicht übermäßig lange (exakt 2min), auch die Brühtemperatur stimmt (70°C), so dass es mir hier komplett an Möglichkeiten zur Erklärung fehlt.
      Habt ihr irgendeine Erklärung hierfür?
       
      Viele Grüße
      Tom
    • Von Toko
      Servus,
      bis gestern habe ich nur sporadisch Themen mitgelesen. War zunächst mehr auf Seiten aus Japan. Bin Österreicher. Trinke derzeit 6-8 Dobins (土瓶) Sencha & Kabusecha (Halbschattentee) am Tag. Koche leidenschaftlich gerne. Tee trinke ich seit meiner Kindheit, vor allem schwarzen Tee, DJ first flush. Sehr gerne auch guten Kaffee, zubereitet mit einer Karlsbader Kanne (Kaffee in 3 Körnungen gemahlen und geschichtet) - zunächst in der Jugend und dann wieder seit 2006. Grünen Tee trinke ich auch schon sehr lange, doch bis vor einem Monat in einer Qualität (2-3 Ernte), die ich mir heute nicht mehr zumuten würde, seitdem ich weiß, wie toll ein guter Sencha oder Top-Kabusecha schmecken kann. Ging einher mit einer Yakode Kyusu, einer Seitenstiel Teekanne aus Tokoname, einer Yuzamashi (Abkühlkanne) aus Tokoname und von japan ceramic, den TK dobin (TK土瓶) Tonbechern, die ich persönlich angenehmer finde als Teeschalen.
      Derzeit setze ich mich intensiv mit der Zubereitung auseinander. Ich dachte mir, naiv wie ich war im Dezember über die Weihnachtsfeiertage: "gehe einfach auf ein paar Seiten über die Zubereitung von Sencha und spätestens nach einem Dutzend Seiten kennst dich halbwegs aus." Falsch gedacht! Zunächst Seiten bei uns, doch die waren mir zunächst zu widersprüchlich, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Dann ging ich auf japanische Seiten, die auch eine englische oder französische Version anbieten: besser, aber noch immer variierten die Zubereitungszeiten und -Temperaturen sowie die Dosiermengen enorm. Schließlich versuchte ich mich mithilfe von translate.google.com auf nahezu rein japanischen Seiten. Bester Sencha werde bei 60°C zubereitet, bei 70°C, bei 75-85°C - alles der erste Aufguss oder auch kalt. Sehr witzig dachte ich mir! Die Zeit zum Ziehen: 50 Sekunden, 60 Sekunden, 90 Sekunden oder auch 120 Sekunden. SOS: auf was habe ich mich da eingelassen? Auch die Mengen variierten gar nicht wenig.
      Dann habe ich bei einem Teemeister gelesen - den ich leider nicht mehr finde, dass ich selbst probieren müsse, sofern ich einen guten Gaumen hätte. Kleinere Mengen Sencha wären zunächst ein guter Anfang. Ziehzeit variieren sowie Temperatur und selbst entscheiden. (...) Mich auf die verschiedenen Geschmäcker konzentrieren, die bei den jeweiligen Temperaturen und Ziehzeiten herauszuschmecken sein sollten, usw. Also begann ich für mich herumzuprobieren (immer erster Aufguss): mit Kyusu und in der alten Porzellankanne --> Kyusu schmeckt wesentlich besser, geschmeidiger, viel weniger bitter. Teemenge radikal reduzieren --> besser. Nicht ganz so radikal weniger Teeblätter --> noch besser! Aufbrühen mit 80°C --> schmeckt nicht. Aufbrühen mit 70°C --> schmeckt besser. 70°C und eine Minute --> schmeckt ok. Ziehzeit verlängern auf 120 Sekunden --> leicht bitter im Nachgeschmack. Schlussendlich bin ich derzeit (sic!) für mich persönlich mit Sencha und Kabusecha bei knapp unter 70°C und 90-105 Sekunden gelandet; die Zeit variiere ich noch immer gerne. Seitdem ich die letzten Tropfen auch richtiggehend aus der Kyusu ausschüttle, hat sich das Unami auch noch verbessert, v.a. beim Kabusecha - bilde ich mir zumindest ein 😉 55°C und kalten Sencha muss ich noch versuchen. So geht es dahin. Spannend! Ein völlig neuer Zugang zu einem der tollsten Lebensmittel der Welt. Eine Reise, die gerade erst begonnen hat ...
      ... und deshalb freue mich so sehr über das grandiose Forum hier und den Austausch.
      Und inzwischen beginne ich auch die Widersprüche als Teil des GANZEN zu sehen. Die Welt ist eben nicht SCHWARZ ODER WEISS, sondern in GRAUTÖNEN gehalten, und die Welt von Sencha, Matcha & Co vielleicht in wohlschmeckenden "GRÜNTEETÖNEN".
      LG aus Klosterneuburg,
      Toko
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