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Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?


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Kein Gefäß zum Zubereiten von Tee, aber ein Teespielzeug allemal:

Meine neue Teeschütte. (Gibt es dazu einen professionelleren Begriff?)

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Die Idee dazu eine Teeschütte aus einem Stück Baumrinde selbst herzustellen, schwirrte mir schon länger im Kopf herum. Und als es dann vor ein paar Wochen das erste Mal so richtig sonnig und angenehm warm war, habe ich dieses Stück Baumrinde hier bei mir in der Eilenriede in Hannover gefunden. Allerdings nur per Zufall, denn ich bin an dem Tag nachmittags zu meiner Familie gefahren und wollte daher nicht kochen, sondern in der Stadt essen. Und wie der Zufall es so wollte, wurden einige Zeit zuvor ein paar Bäume dort gefällt. Da das Wetter so gut war, bin ich zu Fuß nach Hause gegangen. Und genau an dem Tag hatte sich die Baumrinde schon vom Stamm gelöst und war dank des guten Wetters schön trocken und nicht vergammelt. Ich musste die Rinde lediglich etwas abbürsten, nochmal ordentlich trocknen lassen, die Enden etwas gerade absägen und die Innenseite schleifen. Nach dem Ölen sieht das Holz nun wunderschön dunkel aus und hat eine interessante Maserung. Das Splintholz unter der Rinde scheint mir sehr Rau und verflochten zu sein. Es reagiert unterschiedlich auf das Öl, so blieben manche Stellen heller, Andere wurden dunkler. Oben rechts wurde es sogar fast schon schwarz. Dort ist sehr wenig Splintholz.
Inzwischen habe ich noch ein geeignetes Stück Birkenrinde gefunden, das gerade noch trocknet. Wenn ich daraus die nächste Schütte gebastelt habe, werde ich hier erneut Bilder posten. :)

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@Getsome Das stimmt, die Basisstation für meinen Wasserkocher habe ich hier auch vorgestellt und die ist auch aus Holz. Ich selber arbeite eigentlich recht wenig mit Holz, finde aber, dass es ein sehr schöner Werkstoff ist. Mein Vater ist auch Tischlermeister, daher habe ich auch eine gewisse Vorliebe für Holz. Jedoch fehlen mir die Räumlichkeiten um alleine viel damit zu arbeiten. Ich selber besitze noch einen selbstgebauten 3D Drucker, mit dem ich mir dann ab und zu noch funktionale Dinge drucke, die es nicht zu kaufen gibt. Aber Plastik hat bei Teeutensilien nichts zu suchen.

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Ein Tischlermeister im familiären Umfeld ist sicher eine gute Ausgangsposition ;). 

Durch die Arbeit habe ich einige Berührungspunkte zu 3D-Druck, es ist ein spannendes Feld, gerade weil es für mich noch neu ist, jedoch schon so viele interessante Sachen damit gemacht wurden, gibt es noch viel zu entdecken.

Ist die Bearbeitung, die du für Teeschütte gewählt hast, bei allen Holzarten gleich. Bzw. eignet sich dafür die Rinde vieler Baumarten?

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PS: Das Holz von der Basisstation für meinen Wasserkocher stammt auch von meinem Vater. Ich habe dort nur die Idee, Elektronik und ein paar angepasste, 3D gedruckte Teile beigesteuert.

vor 1 Minute schrieb Getsome:

Ist die Bearbeitung, die du für Teeschütte gewählt hast, bei allen Holzarten gleich. Bzw. eignet sich dafür die Rinde vieler Baumarten?

Ich denke mal die grundlegende Bearbeitung ist gleich. Es wird aber kleine Unterschiede je Baumart geben, aber genau kenne ich mich da nicht aus. Bei der Bike z.B. war der Stamm sehr dick und dadurch der Radius etwas zu groß. Ich habe nach dem Säubern also noch einen Zwischenschritt eingefügt, um die Rinde in einem kleineren Radius zu biegen. Und Birke hat wohl auch die Eigenschaft nicht längs zu reißen, sondern Quer, was auch mit dem Aufbau der Rinde zutun hat.

Aber ich probiere mich da selber gerade erst aus. Am Ende wird sich jedes Stück Rinde leicht anders verhalten.

Ich denke aber, dass sich grundsätzlich jede Baumart eignen kann, wenn die Rinde dick genug ist.

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PPS: Ich habe auch gerade gemerkt, dass ich oben den Begriff Splintholz falsch benutzt habe. Was ich gemeint habe heißt eigentlich "Bast" und liegt direkt unter der Borke. Die gestreifte Maserung, die ich meine, tritt auf, weil sich da die beiden Schichten Bast und Kambium miteinander verwachsen und sich unterschiedlich vom Öl färben.

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Am 5.12.2015 um 22:17 schrieb GoldenTurtle:

Konnte mir gestern eines dieser wahnsinnig begehrten japanischen Tässchen mit Vulkan-Asche-Lackierung unter den Nagel reissen!

Verändert den Tee-Geschmack tatsächlich enorm, macht ihn mMn runder und auch mineralischer, aber nicht auf gleiche Weise wie eine Steinkanne. Auf jeden Fall sehr gut für gelagerten Oolong!

Gerade im Tässchen: 93er Huang Jin Gui. :trink_tee:

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Moin liebe Teefreunde, weiß jemand wo ich so eine Tasse erwerben könnte? Ich suchte grad schon ein wenig über Google aber nichts gefunden.

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Am 29.3.2024 um 11:22 schrieb DavidL:

Kein Gefäß zum Zubereiten von Tee, aber ein Teespielzeug allemal:

Meine neue Teeschütte. (Gibt es dazu einen professionelleren Begriff?)

Schöner Fund, ich hab hier ein Stück Kirscholz unterarm dick liegen (ca. 4 jahre am trocken, ein paar Haardnadelnhabich damit schon geschnitzt gehabt), das will ich mir noch zurecht schnitzen, aber das dauert noch ein wenig bis ich das spalten kann und dann braucht es auch noch ein spezielles Schnitzmesser dazu, https://www.hkgt.de/shop/messer/morakniv/schnitzmesser/morakniv-schaelmesser-164-rostfreier-stahl-rechts.html

Der Name von den Teeschütten weiß ich auch grad nicht, aber die sind teuer wenn man mal eine findet.

vor 1 Minute schrieb Raku:

Vielleicht kann @Diz den Herrn Schildkröte mal fragen, wo er das Schälchen her hatte, denn Herr Kröt ist ja leider nicht mehr im Forum aktiv.

Ja leider, ich find das auch sehr schade, aber es ist wie es ist :) das wäre natürlich toll würde er ihn fragen können.

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vor 1 Minute schrieb Raku:

Und schön, dass du wieder hier auftauchst, @Katori. :)

Danke :D ich hab es oft versäumt mich anzumelden, und dann lang Krankzeit, Covid über Weihnachten und jetzt hatte ich knappe 20 Tage Antibiotika genommen, ich fühl mich echt geschafft, ich werd mir jetzt mal ne Ladung Benifuukicha zulegen :)

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Du kannst deine Schütte übrigens auch ohne solch ein Spezialschnitzmesser fertigen, jedoch erleichtert so etwas die Sache natürlich.

Und arbeitstrocken ist das Holz nach vier Jahren allemal. Manchmal braucht es allerdings für einen selber den richtigen Zeitpunkt.

Gute Besserung weiterhin. ;)

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vor 16 Minuten schrieb Raku:

Du kannst deine Schütte übrigens auch ohne solch ein Spezialschnitzmesser fertigen, jedoch erleichtert so etwas die Sache natürlich.

Und arbeitstrocken ist das Holz nach vier Jahren allemal. Manchmal braucht es allerdings für einen selber den richtigen Zeitpunkt.

Gute Besserung weiterhin. ;)

Das mag sein aber ich wüßte nicht wie ich das bewerkstelligen sollte und ich wollte auch mal Löffel und vlt, ne Kuksa schnitzen :) das Holz ist auf jeden Fall knochentrocken und fast so hart wie Knochen :D ich hatte es halbiert und mit nem Mora Companion Carbonsteel gespalten, mit nem Schlagholz, die dünne Klinge (2mm) hatte mir das echt übel genommen.

Bei mir ist es meist der intrische Impuls der mich sowas machen läßt :)

Herzlichen Dank :)

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vor 4 Minuten schrieb Manfred:

@KatoriAuch von mir gute Besserung!

Ich weiß wovon du redest, Ich hatte das auch, erst 2 Wochen im Krankenhaus mit Corona, dann über 4 Wochen im Krankenhaus mit schwerer Lungenentzündung und morgens, mittags und abends Antibbiotika-Infusionen. Am Ende hatte ich fast keine Muskeln mehr.

Oh wei da hat es Dich aber härter erwischt :( Dir auch eine gute Besserung weiterhin, und den Muskelschwund merk ich auch, ich hatte "nur" ne Mandel und MIttelohrentzündung. 

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vor 4 Stunden schrieb Katori:

Schöner Fund, ich hab hier ein Stück Kirscholz unterarm dick liegen

Danke! Kirschholz ist natürlich noch viel schöner, wenn es gut verarbeitet ist.

Hoffentlich geht es dir bald besser und du findest die Zeit um dich etwas mit dem Holz zu beschäftigen. ;)

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vor 6 Minuten schrieb DavidL:

Danke! Kirschholz ist natürlich noch viel schöner, wenn es gut verarbeitet ist.

Hoffentlich geht es dir bald besser und du findest die Zeit um dich etwas mit dem Holz zu beschäftigen. ;)

Gerne :) das ich das Kirscholz bekam war auch eher zufällig, war ein Schnittrest vom Kirschenbaum aus dem ehemaligen Garten meiner Mutter, deren Vermieter musste den ja stutzen, ich werd mir dafür die größtmögliche Mühe geben, bin gespannt wie es wird, hab auf jeden Fall richtig Bock auf so ein kleines Vorhaben :) Tee hab ich grad auch bestellt, ist nicht nur beim Benifuuki geblieben :D Sencha und Kabusecha mußten noch mit.

Bearbeitet von Katori
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  • 3 Wochen später...

Eine kleine Kohiki-Guinomi ist bei mir eingezogen. Die Haptik dieser Glasur ist wirklich schön; soft und irgendwie "fluffig". In etwa wie schon fester, aber noch warmer Zuckerguss. :)

Erste Ergebnisse mit gereiftem Sheng gefielen mir sehr gut. Es zeichnet sich schon der Beginn einer Patina ab...

 

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Bei mir sind diesen Monat (bisher) zwei neue Cups eingezogen. Heute frisch aus Japan eingetroffen ist der „Small beer Cup“ von Shinichi Kotsuji. Ein wunderschöner Becher, aber viel größer als ich ihn erwartet habe. Tatsächlich fässt er aber nur 110ml Flüssigkeit bis randvoll, wahrscheinlich weil der Boden recht hoch und der Cup sehr massiv/dick ist. Ein wundervoller Cup ☺️

Links daneben ein Echizen Cup mit ca. 60ml Fassungsvermögen für meinen schon vorhandenen Echizen Shibo von Familie Kondo.

Ich komme mehr und mehr dazu mich für die „unperfekte“ Keramik, wie u.a. Wabi-Sabi, zu interessieren und nutze meine „perfekten“ Shibos und Kyusus, oder auch meinen Porzellangaiwan, immer seltener bis gar nicht. Aber beides im Schrank zu haben ist auch sehr schön :) 

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Wie macht ihr das so? Seid ihr „eintönig“ was die Keramik betrifft oder mögt ihr unperfekte und „perfekte“ Stücke gleichermaßen zu Hause?

Bearbeitet von Chrisone
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