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Teepflanzen in Deutschland erwerben


Onggi

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Hallo zusammen,

ich bin passionierter Gärtner und habe rund vierzig Jahre Erfahrungen mit Gehölzen im Freiland und in Kübeln. Nachdem ich vereinzelt bei Online-Händlern Teekultivare gesehen habe, die bis -10°C frostsicher sein sollen, habe ich mich entschieden, im kommenden Jahr Teekultivare in meinem Garten anzupflanzen. Ich denke so an 20-30 Exemplare; vielleicht in den nächsten Jahren insgesamt 50 Pflanten. Geplant sind zwei Hecken und ein paar Exemplare im Kübel (falls es denn dann doch mal ganz kalt wird, kann ich die reinstellen).

Bei mir herrscht ein sehr gutes Mikroklima, ich hatte vor rund 10 Jahren das letzte Mal "richtig" Frost mit -20°. Richtige Wintertemperaturen herrschen bei mir eher im Februar, es ist aber meist nicht kälter als -6°C. Es wachsen auch Feigen bei mir und viele Rosen werfen ihr Laub über den Winter nicht ab; einige Rosen blühen auch bis Januar einfach durch. Die Lage ist sehr geschützt, der Boden ist recht alkalisch, würde aber von mir für den Tee aufgesäuert werden. Prinzipiell schütze ich aber empfindliche Pflanzen in den ersten Jahren ohnehin mit Vlies.

Je älter und eingewachsener eine Pflanze ist, umso weniger Schaden nimmt sie in meinem Garten. Gerade Immergrüne, wie Tee, frieren dann zurück, aber aus dem Boden wachsen rasch neue Triebe. Ich würde es also gerne einmal probieren, auch wenn Tee recht langsam wächst und ich die Ernte/Zubereitung ohnehin nur als private Liebhaberei für den Eigenbedarf plane. Und Rückschläge durch den (Teil)Verlust von Pflanzen vorprogrammiert sind.

Hat jemand von Euch Bezugsquellen für Teekultivare? Oder kultiviert hier jemand Tee selbst? Ich würde gerne Jungpflanzen als Containerware erwerben. (Falls aber jemand keimfähige Samen von gut frostsicheren Pflanzen oder Stecklinge hat und abgeben könnte, wäre ich für eine Nachricht dankbar.)

Danke und liebe Grüße, Stefan

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@SoGen Leider war der erste Anlauf nicht so gradios: Von 40 Pflänzchen haben ca. 32 leider nicht überlebt, ein paar Kämpfen noch, habe noch mal 8 nachgekauft, dieses Jahr ein paar Optimierungen durchgeführt, wie mulchen - hoffe das Sie diesen Winter überleben, dann kaufe ich auch mehr.

Aber gut Ding will Weile haben, Brunnen habe ich auch noch nocht fertig gebohrt... Probleme mit vielen Steinen/Kies in drei Meter Tiefe... 

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Danke für die Antworten! @Entchen19 Ja, da gab es mehrere Postings und auch Samen im Vetrieb, glaube ich. Da habe ich gehofft, dass einer von denen hier mitliest, denn genau in diesem Unterforum war der Faden. Nur war da das letzte Posting von den Teegärtnern im Frühjahr '20, wenn ich mich nicht irre. Ich bin auch nicht der größte Freund von Samen, noch dazu sollen Teesamen ja offenbar genetisch unterschiedlich von der Mutterpflanze sein. Ich hätte gerne möglichst kälteverträgliche Klone, das geht bei C. sinensis scheinbar am Einfachsten mit Stecklingen oder eben Jungpflanzen.

Für letztere habe ich ein paar Bezugsquellen gefunden. Hat hier jemand Erfahrungen? Etwa mit den Pflanzen aus den Niederlanden?

@chenshi-chinatee Da drücke ich mal ganz fest die Daumen, dass sie überleben. Leider sind ausgepflanzte Jungpflanzen im ersten Winter immer sehr frostempfindlich. Beim empfindlichen Tee ganz besonders, da sind acht Überlebene ohne jeden Schutz schon ein Erfolg! Mulchen und Gärtnervlies müssen einfach sein. Ich habe sogar 20-25cm Mulchhöhe irgendwo gefunden. Das ist eine Menge, aber offenbar notwendig. Wenn die jungen Pflanzen ein, zwei Jahre draußen sind und tief eingewurzelt, sind sie im Allgemeinen deutlich stabiler; Ausfälle gibt es aber leider immer. Man muss auch mikroklimatisch schauen, wo genau ein Platz im Garten ist, wo es besonders gut/schlecht funktioniert. Meine geplanten Hecken stimmen mit den allgemeinen Anforderungen in allen Punkten außer dem Wind überein, zu 50% kann es da leider Wind von der Seite geben, die anderen 50% wären genau in der dominanten West-Ost-Windschneise so hintereinander, dass sie sich gegenseitig Schutz geben können, außer denen, die am Anfang/Ende stehen werden. Vlies muss aber auch da sein. Dann probiere ich mal verschiedene Besonnungsstandorte um zu schauen, wie hoch die Varianz in den Anforderungen sein kann.

Verluste sind ok, die Natur hat immer das letzte Wort, man muss einfach nur lernen, was daraus möglich ist. Wenn mein Versuch scheitert, dann mache ich eben was anderes. Aber "Versuch macht kluch"! 

Bearbeitet von Onggi
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