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Qualitäten eines feinen Tees


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In der Ausgabe 11/2020 (darf kostenlos heruntergeladen werden) der   "Global Tea Hut" werden Kriterien beschrieben, die einen feinen Tee definieren.

Zum einen bezüglich des Anbaus: (S.19)

1. Vom Samen gezogen

2. in biodiversem Umfeld angebaut

3. Ausreichend Platz zur Entwicklung

4. Anbau ohne Agrochemicalien

5. Ohne Bewässerungssysteme

6. Achtsamer Umgang mit den Pflanzen

 

Zum anderen, das Mundgefühl: (S.27/28)

1. "Spritzt" an den Gaumen (je schneller der Tee an den Gaumen spritzt und zum oberen Gaumen fließt, desto höher die Qualität des Tees)

2. Er fließt von selbst nach hinten (je höher die Qualität desto leichter fließt er im Mund nach hinten, niedrige Qualität bleibt eher im vorderen Bereich)

3. Schluckt sich fast "von selbst" (es sollte keinerlei Anstrengung benötigen um den Tee zu schlucken)

4. Tee von hoher Qualität ist weich, rund, dick und strukturiert (Feiner Tee fühlt sich im Mund  an wie Öl oder Milch)

5. Feiner Tee "kleidet" den Mund (der Tee soll eine weiche, angenehme Schicht im gesamten Mund hinterlassen, niedrige Qualität verbleibt nur im vorderen Teil des Mundes)

6. Wohltuend im Hals (wie das Mundgefühl, soll auch das Gefühl im Hals sein, niedrige Qualität kann zu Halskratzen oder Trockenheit führen)

7. Speichelfluss (guter Tee regt den Speichelfluss an, niedrige Qualität hinterlässt einen trockenen Mund)

8. Aroma steigt bis in die hintere Nasenhöhle und bleibt dort für längere Zeit

9. Hui gan - minzig kühler Atem (in etwa, wie wenn man nach dem Zähneputzen Ausatmet - dieses saubere, kühle Gefühl ist bei hochwertigem Tee deutlich und langanhaltend)

10. Cha Qi - tiefe und entspannende Wirkung (damit ist nicht gemeint, dass man keine Wirkung des Koffeins spüren sollte, sondern bezieht sich eher auf subtilere Wirkungen - jedenfalls sollte man sich nicht überdreht oder unwohl fühlen, das würde auf schlechte Qualität hindeuten)

 

Ich habe alles mal vereinfacht und verkürzt übersetzt, bitte lest auch den Originaltext, wenn Ihn möchtet - dort ist alles ausführlicher beschrieben.

Jedenfalls habe ich seit der Lektüre meine ganze Teesammlung auf diese Kriterien überprüft, teils mit ziemlich ernüchterndem Ergebnis.

Interessant finde ich, dass Geschmack dabei keine Rolle spielt - Geschmack ist ja sowieso subjektiv. Ich habe zum Beispiel Tees, die schmecken eindimensional ausgedrückt eher "nicht so gut", erfüllen aber mehr der Kriterien als Tees die "viel besser" schmecken.

Ein auffälliges Beispiel war z.B. ein Ancient Snow Shan Big Leaves Sheng Pu Erh - ein vietnamesischer Tee von alten Bäumen, biodivers angebaut - geschmacklich total unauffällig, jedoch mit wunderbarem Mundgefühl und einem fantastischem Cha Qi - man fühlt sich dermaßen wohl, warm und entspannt nachdem man diesen Tee getrunken hat, einfach toll.

Was sagt ihr zu diesen Kriterien? Habt Ihr Tees, die wirklich alle davon erfüllen? Wenn ja, lasst hören ;)

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Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass die 6 Kriterien des Anbaus "lebendigen Tee" beschreiben sollen und die 10 Kriterien des Mundgefühls die "eigentlichen" Kriterien eines "feinen Tees" sind. Ideal ist natürlich wenn beide Listen erfüllt werden aber sie sind nicht von einander abhängig. Zum Beispiel habe ich Tees, welche die Kriterien des Anbaus (lebendiger Tee) erfüllen, jedoch nur wenige Kriterien des Mundgefühls. Andererseits habe ich Tees, die weite Teile des Mundgefühls erfüllen, jedoch nicht die des Anbaus. Ziel für mich ist, Tees zu finden, die beide Listen erfüllen UND sehr gut schmecken.

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Ja ist mir klar - auch die Zhengyan Qualitäten sind bis auf ganz wenige Ausnahmen (also hier sogut wie gar nicht erhältlich) nicht pestizidfrei. Die Regierung verbietet dort zwar Pestizide aber liefert(!!!) gleichzeitig ebenjene - im März spritzen dort eigentlich alle! Das sind verlässliche Infos die ich direkt von einem etablierten Teebauern habe, der mehrere Zhengyan Gärten besitzt. Nur einige alte Bäume oder wilde Teepflanzen werden dort nicht gespritzt.

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vor 4 Stunden schrieb iron-arhat:

Ja ist mir klar - auch die Zhengyan Qualitäten sind bis auf ganz wenige Ausnahmen (also hier sogut wie gar nicht erhältlich) nicht pestizidfrei.

Ich denke @SoGen meinte mit Kriterium 1 das Kriterium 1 (1. Vom Samen gezogen:ph34r:
Und was Global Tea Hut angeht... Ich bin nicht sicher ob mir als Pastafari neben dem fliegenden Spaghettimonster weitere Gottheiten oder Gurus erlaubt sind. :D

Bearbeitet von Diz
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@Diz Ich habe das schon richtig verstanden und meinte, dass selbst die Zhengyan Qualitäten nicht nur nicht von Samen gezogen sind sondern noch dazu nicht pestizidfrei seien - entgegen geläufiger Annahme.

Was GTH angeht, sehe ich nichts religiöses, sektenartiges oder irgendetwas unseriöses. Was ich sehe ist eine hingabevolle Bechäftigung mit Tee und die hier angeführten hohen Ansprüche halte ich für begründet.

Wenn Wu De einen spirituellen Tee Weg geht - eigentlich Zen Buddhismus - dann ist das doch voll ok :)

 

@Diz sag doch lieber mal ob Du nen Tee hast, von dem Du glaubst, dass er die ganzen - oder meisten der Kriterien erfüllt - würde mich echt interessieren! Auch völlig egal ob Pu, Oolong, Weiß, Grün,...

 

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Am 11.1.2022 um 14:32 schrieb iron-arhat:

In der Ausgabe 11/2020 (darf kostenlos heruntergeladen werden) der   "Global Tea Hut" werden Kriterien beschrieben, die einen feinen Tee definieren.

Zum einen bezüglich des Anbaus: (S.19) S.11?!?

1. Vom Samen gezogen

Ja wirklich, solch einen Unsinn hab ich wohl schon ne Weile nicht mehr gehört.
Dann wären ja alle Tees, die auf gezüchteten, sortenstabilen Kultivaren beruhen keine feinen Tees! 🤨
In Taiwan könnte dies nebenbei fast als eine Art Staatsverrat aufgefasst werden - wohnt der etwa nicht mehr dort?!?
Fast die gänzliche taiwanesische Teeproduktion basiert auf gezüchteten, sortenstabilen Kultivaren.
Und global gesehen beträfe das die überwiegende Mehrheit an Oolongs, Grün-, Rot- und Weisstees.

 

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@DizDen Yiwu Lucky Bee 2017 habe ich ausgiebig getrunken - toller Tee! Und Danke fürs Nachfragen bei Panda :)

@GoldenTurtle🤣🤣🤣 Das Ganze gibt natürlich reichlich Angriffsfläche...ist schon klar...

Ich habe das im Eingangspost ja auch nicht so glücklich forumuliert - die ersten 6 genannten Kriterien (des Anbaus) beziehen sich auf "lebendigen Tee" - auch ein "nicht lebendiger" Tee kann ein "feiner Tee" sein.

Ich denke das ist alles auch eher Pu Erh spezifisch gemeint. Zumindest meine ich eine angehnemere Wirkung von Pu Erhs zu verspüren, wenn diese von alten biodivers oder sogar wild gewachsenen Bäumen kommen. Solche Tees sind irgendwie einfach entspannender als Grüntees, Oolongs oder Schwarztees - die ja alle meist eher von Plantagen mit kleinen Stecklingspflanzen kommen. Ich z.b. will einfach das originale Terroir schmecken und fühlen. Wachsen die Pfanzen auf einer großen Plantage und die Nährstoffe kommen aus irgendeinem Dünger - dann hat das mit einem originalen Terroir nicht mehr so viel zu tun. Kann natürlich trotzdem gut schmecken :) 

 

Bearbeitet von iron-arhat
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    • Von Teetim
      Hallo zusammen,
      wie im Vorstellungsthread geschildert, bin ich vor kurzem wieder zum japanischen Grüntee bekommen, habe mir dazu aber erstmals eine Kyusu und sogar einen Tetsubin zugelegt. Die Kyusu ist von Gyokko, der Tetsubin ein 1,6l Fabrikmodell von Iwachu, also Golf und nicht Porsche, aber es sollte auch noch Geld für Tee übrig bleiben.... Von der Auswirkung meines neuen Bestecks bin ich eher ernüchtert: ich kann keine wesentliche Verbesserung des Teegeschmacks feststellen. Daraus ergeben sich für mich einige Fragen und ich würde mich bei deren Beantwortung über Eure Hilfe freuen. Daher zunächst noch ein paar Hintergrundinfos:
      Das Equipment ist noch relativ neu (vllt. 10-12 Male die Kyusu benutzt, den Tetsubin nach dem mehrmaligen Auskochen vllt. 5-6 Male).
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      Es gibt ja Händler die bei der Selektion ein sehr starkes Gewicht auf die Optik der Tees legen,
      ebenso Teebauern, die bei der Produktion sich sehr darauf ausrichten.
      Die Kernfrage des Themas ist:
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      Da nehmen wir doch gerade mal ein konkretes Beispiel:

       @SoGen Du als erfahrener und besonders hingegebener Grünteeliebhaber ... was würdest du rein von der Optik über diesen Anji Baicha sagen?
      PS: Auf dem Bild gibt es viel zu lesen, es ist geradezu ein Roman! 😅
    • Gast
      Von Gast
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      Inwiefern gilt "klingt super" = "ist super"? Ich hab meine Japantee-Erkundungstour anhand der Kurihara-Tees in den letzten Tagen weiter verfolgt und folgende Tees der 19er Frühlingspflückung genauer unter die Lupe genommen.
      Superior Sencha - Hime Kaori (offiziell bepreist mit 11 USD/100g)
      Premium Sencha - Hime Midori (18 USD)
      Imperial Sencha - Hime Shizuku (24 USD)
       
      Allein der Preisgestaltung lässt nachdenklich werden. Hält man sich an die Weisheit, dass Qualität auch was kostet, hinterlässt das Superior jetzt schon einen Nachgeschmack, obwohl der Tee noch nicht mal verkostet wurde. Imperial dagegen, ein kaiserlicher Tee? Da werden die Japaner ja wohl keine Blasphemie oder Majestätsbeleidigung betreiben?!
      Ohne Rücksicht auf Verluste habe ich alle möglichen und unmöglichen Kombinationen aus Dosierung, Temperatur und Ziehzeiten über die Teeblätter - und mich - ergehen lassen.
      Erkenntnis #1: als Farbenblinder (Rot-Grün-Schwäche) vermag ich zwar keine Fehlfarben-Schattierungen im Blattgut zu erkennen, aber ich weiß wie Stengel aussehen. Ich mag zwar auch den Stengeltee, aber hier habe ich Sencha, wo diese aussortiert sein sollten. Wenn im Superior nun welche drin sind, sagt das ja auch schon was über die Sorgfalt bei der Verarbeitung aus. Premium und Imperial haben nichts dergleichen und sehen auch sonst ziemlich gleich aus.
      Erkenntnis #2: die empfohlenen Rezepturen können gleich mal wieder vergessen werden, hat mich bis auf den Imperial gar nicht überzeugt, und auch bei dem war mit etwas mehr Feingefühl ein Gros an Aromatik mehr herauszuholen. Wer denkt sich bei Kurihara (oder yunomi) das eigentlich aus..
      Zu Beginn unter 60°C zu bleiben war sehr vorteilhaft. Zusammenfassend sind 3-3,5g auf ein 100 ml Kännchen, 1. Aufguss je nach Tee (aufsteigende Qualität verträgt längere Brühzeiten) zwischen 60s und 90s , dann ein ganz kurzer 2. Aufguss und dann stetig mit der Temperatur (+5-10°C) und der Zeit (3. Aufguss 60s, dann +30-60s) nach oben gehend, eine einfache, wohlschmeckende Tees produzierende Zubereitung. Geht bis zu 5 Aufgüssen, wobei man sich von Nr. 4 und 5 nicht mehr allzuviel erhoffen sollte. Nr. 1 ist stets der beste.
      Erkenntnis #3: Namen sind Schall und Rauch. Laut Duden bedeutet superior = überlegen. Das einzige was hier für mich etwas mit "überlegen" zu tun hat, ist, dass ich "überlegen" muss, nochmal einen Superior zu kaufen. Der konkrete Tee wird als "A delicious green tea for your daily cup" beworben. Das mag mit gewissen Einschränkungen richtig sein, er hat aber leider nichts großartig Eigenständiges hat, in dem er sich hervortut. Ungehobelt kommt er daher. Er ist durch und durch Mittelmaß. Ich empfehle, den kleinen Aufpreis zumindest für den Premium auszugeben. Der ist lecker, nussig, mit einer leichten Fruchtsäure und umami-Untermalung. Der Imperial hat mich dagegen wirklich überzeugt. Viel umami, schön sämig und süß, die von Dunkelschokolade und Zitronenzesten abgelöst werden. Der doppelte Preis bedeutet hier gleich ein Vielfaches an Genuss.
      q. e. d.
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