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Die Jadequell GmbH wurde von dem Ehepaar Conny und Bastian Baumgarte gegründet. Beide haben in China studiert und lernten dort nicht nur die Sprache, sondern auch vieles über Tees und dessen Zubereitung. Heutzutage beziehen sie ihre Tees direkt von chinesischen Teebauern, welche sie persönlich kennen und für deren Qualität sie sich verbürgen können.

Aber ein Tee ist nur so gut, wie seine Zubereitung und dies war auch den Baumgartes klar. Die traditionelle, chinesische Teezeremonie (Gong Fu Cha) erlaubt einen hohen und ergiebigen Genuss, ist aber auf der anderen Seite alles andere als leicht. Daher befassten sich die Baumgartes schon früh damit, einen Automaten herzustellen, mit dem man auf einfache Art und Weise, die chinesische Teezeremonie vollführen konnte.

Das Resultat ihrer Mühe ist die Jadequell Teestation, welche Gegenstand dieses Tests ist und auf der Teezui 2014, dem Teetalk und seinen Mitgliedern zur Verfügung gestellt wurde.

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Prüfmethode

Die Tester konnten nach vorheriger Anleitung, den Jadequell selbstständig bedienen, damit Tees zubereiten und die mehrfachen Aufgüsse in größerer Runde verköstigen.


Optik und Haptik (Testrelevant)

Die Jadequell Teestation lag in dem Muster, Schwarz mit Nussbaumholzplatte vor. Die Formgebung, wurde als angenehm und ästhetisch wahrgenommen. Der Wasserzulauf ist in einem schlichten, aber angenehmen Hahn aus gebürsteten Metall gehalten und integriert sich positiv ins gesamte Erscheinungsbild. Die digitale Waage und der Computer sind auf der Vorderseite, in den Jadequell integriert und werden per Knopfdruck ausgefahren. Den Testern gefiel das Design und die Optik sehr gut. Nicht aufdringlich und trotzdem ein Hinkucker. Auch von der Haptik her, macht die Jadequell Teestation einen guten und sehr wertigen Eindruck. Hier spielen auch die zugehörigen Tassen, Filter und Kannen eine Rolle. Auch diese wissen in Form, Handhabung und Qualität zu gefallen und überzeugten die Tester.
 
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Lieferumfang (Testrelevant)

Zur Jadequell Teestation gibt es vier Teetassen, welche eine angenehme Größe haben, zwei gläserne Kannen und einen spülmaschinenfesten Filter. Genusslehrgang für angehende Teemeister mit einem Buch zur Teezeremonie, liegt auch bei. Zudem gibt es Probepackungen aus dem Jadequell Sortiment. Man kann hier also ohne Umwege sofort loslegen und Tee zubereiten.


Technische Daten

Elektrischer Anschluss (spannung/Frequenz) aC 230 V / 50 Hz
Leistung ca. 1700 W
Maße ca. 49 × 31 × 33 cm (H × B × T)
Gewicht ca. 13 kg
Fassungsvermögen Wasserauffangbehälter max. 0,4 l
Wassertemperatur 65°C – 98 °C, in schritten von 1°C variierbar
Frischwasserreservoir fasst bis 1,2 l – genug für eine Zeremonie mit vier Personen und fünf Aufgüssen


Handhabung (Testrelevant)

Die Jadequell Teestation lässt sich leicht in Betrieb nehmen und erklärt sich nahezu von alleine. Ein Touchscreen ermöglicht eine einfach Eingabe und das Display zeigt leicht verständlich die nötigen Schritte und Daten an. Ein Tester bemängelte, Anfangs ein wenig Probleme bei der Änderung der Parameter gehabt zu haben. Auch handelt es sich hier um ein Druckdisplay und wer versucht einen Regler wie bei einem berührungsempfindlichen Display zu verschieben, wird dabei versagen. Man muss also die Stelle, wo der Regler hin soll, mit dem Finger drücken.

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Schön wäre es, wenn man eine WLAN- oder Bluetooth-taugliche Lösung für die Zukunft anbieten könnte, bei welcher man mit einer Jadequell-App, diese bequem auf dem Smartphone oder Tablet bedienen könnte. Dies würde auch graphisch noch zahlreiche Möglichkeiten mit sich bringen und man könnte so viel mehr Informationen zu den Tees und der Zubereitung bereit halten.

Der Computer berechnet aufgrund von Teesorte und teilnehmenden Teetrinkern, wie viel Gramm Tee, die Wassertemperatur und welche Wassermenge nötig ist. Das Ende der Ziehzeit, wird dann anhand eines akustischen Signals signalisiert. Anschließend kann man auch die mehrfachen Aufgüsse zubereiten lassen.
 
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Der Signalton selbst, wurde als nicht ganz so angenehm empfunden. Hier würde ein anderer, angenehmerer Ton, der Jadequell Teestation besser zu Gesicht stehen.

Es gibt feste Programme zu den ausgewählten Teesorten von Jadequell. Zudem gibt es für die allgemein bekannten Teesorten feste Programme und man kann auch eigene Programmplätze mit individuellen Werten einspeichern.

Das Resultat mit den vorgegebenen Programmen und Teest ist sehr gut und man wird sehr leicht an der Hand geführt um dieses zu erreichen. Einziger größerer Kritikpunkt, war der mit 1,2 Litern eher klein gehaltene Wassertank für enthusiastische Teetrinker. Wobei hier fraglich ist ob und wie ein noch größerer Tank und Auffangbehälter in die Jadequell Teestation zu realisieren ist, ohne diesen unnötig aufzublähen.

Insgesamt waren die Tester sehr beeindruckt von dieser Teestation und vergaben das Testurteil Gut (2,0).
 

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Hier noch ein Video zur Jadequell Teestion. In diesem gibt es ein kurzes Interview mit Conny Baumgarte und ein abschließendes Resümee.

 

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Hallo Joaquin,



eigentlich sollte man Deinen Beitrag so stehen lassen, aber ...



... meine Begeisterung war denn doch so groß, dass ich sie zum Ausdruck bringen wollte. 



Vom Standpunkt der Betrachtungsweise, den Du gegen Ende des Filmbeitrages (den mit Kurzhaarschnitt) einnimmst, wird die Jadequell Teestation in ihrer technischen und gestalterischen Perfektion unter Berücksichtigung des Kaufpreises schlüssig. Du definierst die Zielgruppe, die damit angesprochen wird. Und dass passt einfach nur.  :thumbup: 



Denn vom meinem Standpunkt der Betrachtung aus (im Unvollkommenen liegt die Perfektion des Menschen und der Dinge), ist mir diese Jadequell Teestation einfach zu perfekt und lässt mir zu wenig Spielraum für eine intuitive Teezubereitung, die auch von meiner jeweiligen Stimmung abhängig ist. In einem Teeladen mit dazu passendem Ambiente (Innenausstattung) wie z. B. TG, würde ich einen solche Teestation gerne sehen und bestimmte Teesorten aus dem Angebot probieren. Da passt dann auch die technisch geführte, standardisierte Teezubereitung hervorragend. 



OT : Den von Dir erreichten Standard in Bezug auf Gestaltung und Darstellung des/der Inhalte (in Schriftform und filmisch) find ich echt gut! Das verdient ein:  :thumbup: 


Und es ist echt erstaunlich wie sich ein Mensch in seiner Wirkung auf andere allein durch die Haartracht verändern kann.  :o  :) 




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    • Von Sungawakan
      In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest, September 2019, Erscheinungstag 28.8.2019, wird u. a. schwarzer Tee getestet. Der letzte Test von Schwarztee liegt ja nun schon einige Jahre zurück, sodass ich gespannt bin, wie die neuen Ergebnisse sein werden. 
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    • Von Joaquin
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      Sie sind von ihrem Produkt überzeugt und scheuen es auch nicht, dieses ebenso durch einen Test im TeeTalk unter Beweis stellen?
      Sie möchten gerne Ihr Produkt mit dem TeeTalk-Testsiegel versehen dürfen?
      Wir geben Ihnen hier gerne die Möglichkeit, ihr Produkt durch einen unabhängigen Test im TeeTalk, zu promoten.
       
      Und so funktioniert es:
      Für Teeproben stelle Sie uns eine ausreichende Menge des zu verköstigenden Materials zur Verfügung, damit mindestens sechs Tee-Tester, jeweils mindestens fünf frische Aufgüsse damit produzieren können. Die damit beauftragten Tester bekommen den Tee als anonyme Probe und wenn möglich, mit weiteren anonymisierten Testproben zum Testen zugeschickt.
      Bei anderen zu testenden Produkten oder Dienstleistungen, werden diese den jeweiligen Testern vorgestellt oder zugeschickt.
      Wir benötigen ferner eine ausführliche Beschreibung und Bedienungsanleitung zum Produkt. Ebenso ist für Tees eine ausführliche Zubereitungsempfehlung erforderlich, welche Teemenge, Ziehzeit und Wassertemperatur enthält.
      Die Veröffentlichung von Testergebnissen werden wenn möglich, als Zusammenfassung aller Teil-Testergebnisse zum Produkt oder Dienstleistung wiedergegeben. Sie enthalten ebenso wenn möglich, auch Teileindrücke und Bewertungen einzelner Testpersonen.
      Sie erkennen an, dass die an uns zugesandte Teeproben, kostenfrei dem TeeTalk zur Verfügung gestellt werden. Andere Produkte, welche dem TeeTalk kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, werden in einer anschließenden Verlosung, an Mitgliedern des TeeTalk übergeben.
      Bei Produkten welche zwar getestet werden sollen, aber nicht dem TeeTalk kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, dürfen weder der TeeTalk, noch die Tester für Schäden und Mängel am Produkt, haftbar gemacht werden.
      Kosten welche durch Versandt, Verpackung und Vergleichsproben entstehen, werden durch den Auftraggeber der Tests getragen und sind im Voraus zu entrichten.
      Wenn Ihnen das Testprozede und die Bedingungen dazu zusagen, dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf, unter: info {ät} teetalk.de
       
      Beispiele von Testberichten:
      TeeTalk Test: Gyokuro Asahi von Roberts Teehaus TeeTalk Test: Assam Tee (FTGFOP1 - Second Flush) von Assam Projekt TeeTalk Test: Jadequell Teestation von Jadequell  
    • Von Joaquin
      Roberts Teehaus hat mich gebeten seinen Gyokuro Asahi durch unsere versierten TeeTalk-Mitgliedern zu testen. 
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