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Liebe Mittrinker,

Ich weiß nicht ob es an mir liegt, aber ich finde einfach nur noch schwer besonders malzige Assams. Das war in den 90ern kein Problem. Liegt es am Klimawandel? Habt ihr Tipps?

Trinke im Moment den Assam Nr. 5 TGBOP Boisahabi Malty Second Flush von TG, finde den aber nur okay.

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Ich finde den Mokalbari von TKK super. Ist aber etwas weicher.

Ansonsten probier mal den Rainforest Kim Tuyen von TKK. Das ist mein Morgentee und davon bestell ich immer direkt die 500 Gramm Packung. Den malzigen Geschmack bekommt man vor allem, wenn man die Teeblätter zerbröselt (kein WItz). Ich nehm immer auf eine Tasse (300 ml) 3-4 Gramm und lass das Ganze 2,5 Minuten ziehen. probiers mal aus.

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Am 14.2.2020 um 22:25 schrieb SchwesterH:

malzig

Das muss für mich auch echt nicht unbedingt sein im Hongcha, und es hat auch wenig mit der Varietät zu tun, viel mehr mit der Produktionsweise.
Ich empfehle mal aus Yunnan verschiedene Rottees zu probieren.
Ich hab zwar lol seit etlichen Jahren nichts mehr neues von TG getrunken, aber der hier könnte was anständiges sein.

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Vielen Dank für eure Tipps, Yunnan ist ein netter und sehr trinkbarer Schwarztee, hat mit meiner oben beschriebenen Suche jedoch absolut nichts gemein.

Den Rainforest werde ich antesten.

Habe bei meiner Recherche zu dem Thema übrigens mit einem indischen Teehändler gesprochen und auch einige Artikel zu dem Thema gefunden. Tatsächlich hat sich der typische Assam-Geschmack seit ca 15 Jahren durch den Klimawandel verändert, was den Produzenten schweres Kopfzerbrechen bereitet.

Der Mokalbari ist in der Tat sehr gut, aber keiner der malzigen Assams. Dito Mangalam.

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vor 4 Stunden schrieb SchwesterH:

Habe bei meiner Recherche zu dem Thema übrigens mit einem indischen Teehändler gesprochen und auch einige Artikel zu dem Thema gefunden. Tatsächlich hat sich der typische Assam-Geschmack seit ca 15 Jahren durch den Klimawandel verändert, was den Produzenten schweres Kopfzerbrechen bereitet.

Es scheint ein regelrechter Trend zu werden, alles, aber auch wirklich alles auf das Klima abzuschieben - die perfekte Ausrede bei sämtlichen Kundenbeanstandungen.

Bald fährt man bei Rot über die Ampel und gibt auf dem Wachposten zu Protokoll: "Es war das Klima."

vor 4 Stunden schrieb SchwesterH:

Yunnan ist ein netter und sehr trinkbarer Schwarztee

So hab ich das zuvor noch nie betrachtet, man lernt wirklich nie aus.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Die Malzigkeit war typisch für Assams und ich werde nie vergessen, wie ich in den 90ern den ersten richtig malzigen Assam getrunken habe. Ein Aha-Erlebnis und ein Geschmack, den ich bei keinem  Schwarztee anderer Provinienz in der Form wiederentdeckt habe.

Ich trinke mich also seit vielen, vielen Monden durch das Assam-Angebot und es ist sehr viel schwieriger geworden, diese typischen Assams zu finden.

Das heißt nicht, dass da keine guten Tees mehr produziert werden, aber sie schmecken anders. Und ja, der Teegeschmack hat natürlich mit dem Klima zu tun.

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Gut, daß ich gerne ollen PuErh kaufe oder jungen, den ich alt werden lasse. Von daher ist die Vergangenheit bei mir immer Gegenwart und die Zukunft irgendwann das Jetzt. Ich bin mein eigener Klimawandler.
Muß nur noch sehen, als Positivdenkler nicht weggefangen und umgekrempelt zu werden. 

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Liebe @SchwesterH (ich nehme an, du bist eine Ordensschwester)

Hättest du geschrieben, die Assams sind nicht mehr so vollmundig wie früher, hätte ich dir wohl bedenkenlos zugestimmt.
Aber du hast geschrieben, die Assams sind wegen dem Klimawandel malziger.
Und das ist mMn eine Korrelation aber keine Kausalität, denn weil die Assams weniger vollmundig sind, werden sie malziger produziert, um das "auszugleichen".
Die Malzigkeit an sich ist aber eine Frage der Produktionsweise.
Nun sind sie aber nicht weniger vollmundig wegen der Klimaerwärmung resp. Trockenheit - das Gegenteil ist der Fall, dadurch entsteht eine natürliche Ertragsreduktion, welche die Geschmacksintensität sogar noch steigert.

Aber wo liegt denn die Ursache des Mangels an Vollmundigkeit?
Die dramatische Überpflückung - auch wenn ein Garten bio ist in Indien, und gerade dann, kann es den Pflanzen sehr schlecht gehen weil sie so dramatisch überpflückt werden.
Darum müssen häufig Teepflanzen schon nach 20 Jahren und in Biogärten möglicherweise noch früher ersetzt werden, weil auch ihr Ertrag wegen der Überpflückung exponentiell zurückgeht.
Die Neupflanzungen verursachen dann obendrein noch eine Erosion während des Monsuns, weil der Boden durch die ganz jungen Pflanzen noch nicht hält,
was an wertvoller Nahrung für die Pflanzen verloren gehen lässt - was dann bei Nicht-Biogärten häufig durch Kunstdünger ersetzt werden muss, weil der Tee ohne dies nach noch weniger schmeckt.

Ich empfehle dir mal einen Vergleich anzustellen mit wildem Tee von alten Bäumen aus China, kann auch ein Rottee sein (dort gibt es zwar ebenfalls Überpflückung, wenn auch i.d.R. nicht so drastisch), nimm die gleiche Menge Tee, und du wirst wahrscheinlich erstaunt sein, dass Letztere um ein Vielfaches ergiebiger sind, und das kommt aus der jahrelangen Akkumulation obig genannter Gründe.

Es müsste verwandt dem MSC-Label beim Fischfang ein neues Gütesiegel für nachhaltigen Teeanbau erstellt werden. Nicht nur Indien und Sri Lanka, auch China und Japan würde das gut tun. Bio alleine bedeutet wenig, gesamtökologisch gesehen. Die Tees wären teurer, dafür auch ergiebiger - unter dem Strich würde sich das für alle lohnen.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ich versuch es mal themenbezogen. Hatte mich dran erinnert, neulich über einen Assam gestolpert zu sein, der das Malzige sogar im Namen trägt. Eine kurze Suche hat diesen hier zu Tage gefördert. Falls er Dir also noch nicht auf anderem Wege empfohlen wurde... Selbst kenne ich ihn nicht, da ich nur ganz selten schwarzen/roten Tee trinke.

Und etwas über den Tellerrand blickend: Muss es denn unbedingt ein Assam sein? Bei so manchem gut gerösteten Wulong, insbesondere bei Felsentees hatte ich schöne Malzaromen geschmeckt.

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Hallo Nemo,

Danke für die beiden Tipps, den vom Teekontor probier ich gern mal aus, den anderen auch, aber den als Neuerlebnis. Nein, es MUSS kein Assam sein. Ich trinke auch gern Tees aus z. B. Nepal oder einen Keemun als Kontrastprogramm.

Suche mit dieser Forumsfrage Assamtees, die möglichst nah in meine Richtung gehen.

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Willst Du mal diesen hier probieren: https://yunnansourcing.com/products/feng-qing-17-pure-bud-golden-needle-black-tea?_pos=1&_sid=72a58caba&_ss=r?

Einen ähnlichen hatte ich einmal, und er hat mich sehr überzeugt. Er ist zwar nicht aus Assam, aber es geht ja um die Geschmacksrichtung.

bearbeitet von Manfred

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Ich möchte zu meinem obigen Beitrag noch hinzufügen:

In dieser Welt braucht man eine rosarote Brille um Grau zu sehen. Durch die Wahl des eigenen Konsums bestimmt man die Produktion der Zukunft. Wer nicht Teil der Lösung ist, ist Teil des Problems.

bearbeitet von GoldenTurtle

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