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vor 1 Stunde schrieb GoldenTurtle:

Durch die Wahl des eigenen Konsums bestimmt man die Produktion der Zukunft. Wer nicht Teil der Lösung ist, ist Teil des Problems.

Ja genau und wenn wir schon beim Klima sind, dann verstehe ich nicht wieso man, um eine Teesorte zu probieren, diese um die halbe Welt fliegen soll? Diese Frage ist nicht nur an @Manfred gerichtet, sondern an viele von Euch die regemäßig Neulingen Shops im Ausland empfehlen. In Zeiten des Klimawandels finde ich das noch unnötiger als bevor er in aller Munde war. Es gibt hier im Land viele, gute Teehändler die sich sehr bemühen Raritäten, Spezialitäten und besondere Tees im Sortiment zu führen.

 

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@Geli: Grundsätzlich ein durchaus einmal genauer zu betrachtendes Thema, wenn ich mir auch aus Neutralitätsgründen gewünscht hätte, dass dies von jemand anderem als einem (verständlicherweise befangenen) Teehändler ins Rollen gebracht wird. 😋

Die Frage ist ob und wie viel ökologischer es tatsächlich ist bei einem inländischen Teehändler zu bestellen.
Was Deutschland anbelangt, mit diesem ganzen Hin- und Hergesende aufgrund der derzeitigen Zoll-Eskapaden, bin ich dir geneigt zuzustimmen.

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Das wäre meine Frage zum Thema: wenn ich jetzt mein Tee aus China mir mit einen Schiff verschicken lasse, ist es von der Klimabilanz schlimmer als in DE einzukaufen?

Das Schiff ist ja nicht nur für meinen Paket unterwegs.

 

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Gast Gast1790
vor 6 Minuten schrieb Quorton:

Das Schiff ist ja nicht nur für meinen Paket unterwegs.

Natürlich ist es das und jeder der das Gegentum behauptet ist ein Leugner des Klimas. Also ein Blödmann. Denn das Klima kann man ja wohl nicht leugnen, es ist ja da. Auch in diesem Forum ist ein gewisses Klima, überwiegend gut und bereichernd sogar, nur manchmal hat es Ausschläge... Dann heißt es, selektiv lesen, was mir diesmal nicht gelungen ist. 

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vor 3 Stunden schrieb teekontorkiel:

Ja genau und wenn wir schon beim Klima sind, dann verstehe ich nicht wieso man, um eine Teesorte zu probieren, diese um die halbe Welt fliegen soll? Diese Frage ist nicht nur an @Manfred gerichtet,....
 

Ob der Tee mit dem Schiff oder dem Flugzeug kommt, kann man durch die Versandmethode festlegen.

Und @teekontorkiel, daß Euer Tee in Deutschland wächst und daher nicht über den Ozean transportiert werden muß, wäre mir neu. Der Unterschied liegt doch nur darin, ob ein kleines Päckchen oder Euer großes Paket über den Ozean kommt. Das Schiff fährt auf jeden Fall los, wenn es voll ist, mit wenigen großen oder mit vielen kleinen Paketen.

Den kleinteiligen Versand macht Ihr hier dann doch auch. Ich kann am Ende daher keinen Unterschied erkennen.

Im übrigen finde ich es eine bedenkliche Entwicklung, wenn in einer Diskussion plötzlich völlig sachfremde Dinge vorgebracht werden, nur um mit der moralischen Keule zu schwingen.

Du hättest einen Thread eröffnen können wie "Dürfen private Teefreunde noch im Ausland Tee bestellen?" oder so was Ähnliches.

EDIT: Stimmt, das wurde hiermit nachgeholt :) - miig

Wie gesagt, ich sehe darin nichts Falsches, jedenfalls nicht falscher als bei Teehändlern zu kaufe, die ihre Shishas und First Flushs ja auch oft einfliegen. Ich gehe natürlich davon aus, daß das bei @teekontorkiel nicht mehr geschieht.

Die ökologische Alternative ist wohl nur, daß wir alle auf Pfefferminztee und Co umsatteln.

bearbeitet von miig
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Sorry, die beiden Beiträge, die ich gerne getrennt gesehen hötte, wurden zusammengeführt. Ich kann auch meinen auffälligsten Schribfehler leider nicht mehr korrigieren

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vor 3 Stunden schrieb teekontorkiel:

sondern an viele von Euch die regemäßig Neulingen Shops im Ausland empfehlen. In Zeiten des Klimawandels finde ich das noch unnötiger als bevor er in aller Munde war. Es gibt hier im Land viele, gute Teehändler die sich sehr bemühen Raritäten, Spezialitäten und besondere Tees im Sortiment zu führen.

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Zunächst: auch mir will @teekontorkiels Kritik nicht einleuchten, wobei die meisten hier sicherlich wissen, dass ich in dieser Diskussion als bekennender Klein(st)mengen - Privatimporteur ebenso Partei bin wie Geli. Jedenfalls - wenn nun Alle, die ihren Tee in Internetshops in China oder Japan ordern, stattdessen bei einheimischen Teehändlern kaufen würden, würde das ja das Transportvolumen der aus diesen Ländern importierten Tees nicht verändern. Einen Klimaschutzeffekt kann ich bei dieser Strategie nicht erkennen. Liebe Geli - da sind wir beide Teil des Problems.

Nicht, dass das nun ganz ohne positiven Effekt wäre - wobei ich diesen allerdings lediglich darin sehe, dass die hierzulande konsumierte Ware dann generell nach EU-Standards rückstandskontrolliert wäre. Genau das ist ja der eigentliche Grund des Ärgers, den wir als Privatimporteure immer wieder mit dem Zoll haben. Und es ist auch einer der Gründe, warum der gleiche Tee beim Teehändler in Deutschland zwangläufig teurer ist als im Erzeugerland. Nun bin zumindest ich kein Sparfuchs und ich bin seit vielen Jahren mit einem Teehändler befreundet, dessen Angebotspalette (bei hochwertigen Grüntees ausschließlich Japaner) mir persönlich leider nur sehr eingeschränkt zusagt. Bei Oolongs gibt es bei einheimischen Teehändlern mittlerweile ein respektables Angebot, so dass ich da gerne auf die Unwägbarkeiten des Einkaufs im Nicht-EU-Ausland verzichte und klaglos den höheren Preis bezahle. Was nun chinesische Grüntees angeht, bin ich für die Möglichkeit des Kaufs in China selbst ausgesprochen dankbar. Ich erinnere mich gut noch an Vor-Internet-Zeiten, als ich zum Kauf selbst mittelmäßiger Qualitäten ca 25 km bzw. 50 km zu den beiden nächstgelegenen Teeläden mit entsprechendem Angebot fahren musste. Auch nicht unbedingt ökologisch sinnvoll ... Duch den Internethandel ist nun zwar für mich als Endverbraucher das einheimische Angebot sehr viel breiter geworden - aber qualitativ besser? Leider nur sehr eingeschränkt. Das Problem ist: meine spezielle Marktnische wird von einheimischen Händlern schlicht nicht hinreichend bedient, vermutlich weil ihnen die Zielgruppe, zu der ich gehöre, kein hinreichendes kommerzielles Potential bietet. Dafür habe ich durchaus Verständnis - aber wenn man mir erzählt, ich würde klimapolitisch verantwortungslos handeln, weil ich nicht bei ihnen, sondern (wie sie selbst) im Ausland kaufe, dann überzeugt mich das nicht. Sorry. Wenn wir hier über eine sinnvollen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz diskutieren wollen, dann müssen wir über Konsumverzicht diskutieren. Nicht darüber, wo wir unseren Tee kaufen, sondern ob wir Tee kaufen ...

Noch kurz zum Thema Transportmittel. Transport per Schiff ist vor allem kostengünstiger - und daher bei professionellen Importeuren zumindest bei einfacheren Qualitäten das Transportmittel der Wahl. Ökologisch sinnvoller als das Transportmittel Flugzeug ist es nicht, im Gegenteil.

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vor 2 Stunden schrieb Quorton:

Das wäre meine Frage zum Thema: wenn ich jetzt mein Tee aus China mir mit einen Schiff verschicken lasse, ist es von der Klimabilanz schlimmer als in DE einzukaufen?

Das Schiff ist ja nicht nur für meinen Paket unterwegs.

Das ist mE eine gute Frage. Wie sollte man sich verhalten, wenn man das Tee-Hobby nicht aufgeben will, aber trotzdem möglichst klimaschonend handeln will? Wie Manfred sagt, am besten wäre es, einfach regional produzierten Tee zu kaufen. Aber so weit ist Tscharana wohl noch nicht :)

In manchen Hinsichten ist es sogar so, dass in Übersee produzierte Dinge ressourcenschonender sind, als mit größerem Aufwand hierzulande hergestellte. Aber das ist natürlich die Ausnahme.

Ansonsten wollte ich grad schreiben, dass vermutlich der Schiffstransport schon besser sei -  wie SoGen gerade geschrieben hat, scheint dem nichmal so zu sein.

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vor 4 Minuten schrieb miig:

wie SoGen gerade geschrieben hat, scheint dem nichmal so zu sein

Ergänzend dazu, da es in dem verlinkten Artikel nicht erwähnt wird. Das Schwefeldioxid hat zwar kurzfristig einen 'kühlenden' Klimaeffekt und scheint dem Treibhausgas CO2 entgegen zu wirken (was man 'den Teufel mit dem Beelzebub austreiben' nennt). Langfristig jedoch führt das zu einem Eintrag schwefliger Säure (Stichwort 'saurer Regen') und damit zu einer Schädigung auch des ozeanischen Ökologiesystems, insbesondere des Phytoplanktons. Das wiederum für einen Großteil der Aufspaltung von CO2 in Kohlenstoff und Sauerstoff sorgt.

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Danke, dass das Thema aufgegriffen wurde. Ich finde es auf jeden Fall bedenkenswert.

Der Konsum von Tee ist absolut nicht unproblematisch - die ökologischen Gründe sind vielfältig, auch für die Arbeitsbedingungen gilt das. Überlege, ob es nicht besser ist, bei der Assamkampagne zu kaufen. Ich bin da aber noch nicht tief genug eingestiegen, um eine Entscheidung zu fällen.

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Oha, da habe ich jetzt, wohl etwas unüberlegt, ein dickes Faß auf gemacht.

Leute! Die urprüngliche Frage ist ja nun aufgrund des ausgelagerten Themas (verständlich, weil ot und neu) nicht mehr da aber zur Erinnerung: 

Da fragt ein Neuling nach einem malzigen Assam und ihr findet den Tipp wirklich klug, dass dieser Teefreund sich zum Ausprobieren mal einen Tee in Yunnan bestellen soll? Das ist einfach nicht in Ordnung und muss man auch mal schreiben dürfen, ohne dass man derart an den Pranger gestellt wird. 

Einige reagieren leider extrem über und offenbaren ein polarisierendes Schwarz-Weiß-Denken. Ich mag keinen Extremismus. So eine Art spaltet und schürt Ängste. Außerdem wirkt es einschüchternd und ist keinem Thema förderlich. Wir lieben ja alle Tee und sollten daher mit etwas mehr Verständnis vernünftig diskutieren können. Es ist besser sich die Möglichkeit offen zu lassen Dinge aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Nichts auf dieser Welt ist wirklich komplett schlecht oder gut.
 

Zum neuen Thema:

Die ökologischste Bestellung ist natürlich die, die man auf später verschiebt oder auf die man, noch besser, ganz verzichtet. Daher habe ich hier im Forum bereits mehrfach bei Neulingen darauf hingewiesen in der Region nach guten Teehändlern zu suchen und am besten an privaten Teetreffen oder sonstigen Events teilzunehmen. 

Anbieter aus Übersee sollte man als privater Verbraucher möglichst meiden. Die Klimakosten für den Versand sind unverhältnismäßig hoch. Auch nationale Bestellungen sollten möglichst selten und dafür umfangreicher sein. Und nein, man kann ein Gesamtvolumen natürlich nicht mit vielen Einzelnen gleichsetzen. Es ist nicht das Gleiche ob ein Kunde bei einem Webshop täglich einen Monat lang 100g, oder 1x im Monat 3kg, Tee bestellt. Wege sind bei kleinen, einzelnen Transporten viel länger und der Energieaufwand ist ein deutlich größerer. 

Da Schiffe leider nach wie vor meistens mit Schweröl betrieben werden, gibt es das Missverständnis, dass der Transport mit dem Flugzeug sauberer sei. Das ist ein Gerücht was möglicherweise auch durch die Lobby der Flug- & Reisebranche am Leben erhalten wird. Fakt ist nämlich, dass beim Transport mit dem Flugzeug ein Vielfaches mehr an Treibstoff benötigt wird als beim Schiffstransport.

Das ist auch ganz leicht nachzuvollziehen, wenn man überlegt, dass man deutlich mehr Energie braucht um sich in die Luft zu erheben, als auf dem Wasser zu fahren. Bezüglich des CO2-Ausstoßes gibt es nichts Schlimmeres als den Transport mit dem Flugzeug. Auch in Bezug auf die Feinstaubbelastung ist das Flugzeug schlechter als oft behauptet wird, auch wenn der Unterschied zum Schiff beim Feinstaub nicht so eklatant ist wie beim CO2. 

Neben dem Umweltaspekt finde ich selbstverständlich den „support your local dealer“ Kommentar von @Diz sehr sinnvoll denn:

Jeden Tag schließen in Deutschland kleine Teeläden für immer, weil die Gesellschaft lieber industriell hergestellten Billigtee aus dem Super- oder Drogeriemarkt oder bei einem „Big Player“ im Internet preiswerter einkauft. Darum liegt es auch an uns wie die Geschichte ausgeht: Unterstützt kleine, regionale Teehändler, sonst werden immer mehr aussterben! Das Gleiche gilt für kleine Bäckereien usw.

Ich kann gut verstehen, dass es sich für einige von Euch spannend, mutig oder irgendwie exotisch-aufregend anfühlen muss den Tee direkt in Asien zu bestellen. Diesen Spaß will ich niemandem verderben und es gibt sicherlich noch irgendeine wahnsinnig einzigartige Rarität die es nur dort gibt und ohne die man nicht leben will … aber Hand aufs Herz … viele bestellen sich einfach nur Grüntee in Japan und sind dann ganz stolz drauf, dass er in nur 6 Tagen da ist, wow. Das ist keine Kunst und einfach unnötig. Trotzdem ist es legitim. Bei besonders preiswerten, bewährten cakes die in Sammelbestellungen 1x jährlich plaziert werden habe ich schon etwas mehr Verständnis. Jeder wie er meint.

Aber muss das wirklich jemand machen der einen malzigen Assam sucht? Und muss man jedem neuen Einsteiger Shops in Asien aufzählen? Der kann sich doch erstmal mit dem hiesigen Angebot eintrinken und seinen Teeweg etwas unkomplizierter beginnen. Das war meine ursprüngliche, harmlose und keinesfalls böse gemeinte Frage. Ich finde es bedenklich ;o) wenn man das als „moralische Keule“ empfindet. 

 

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Gast Gast1790

Endlich ist das Thema hier angekommen. Meine Rüstungsaktien hab ich ja schon lange verkauft, Diesel verschrottet, eRad im Wohnzimmer und Fleisch kriegt nur der Hund. Tee, ich hab es schon vermutet. Und ich werde meine Schlüsse ziehen! Versprochen!!

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Also laut diesem (schon 6 Jahre alten) Guardian-Artikel ist das Verschiffen schon noch die schonendere Variante:

Zitat

Still, shipping is better than air freight. A Defra study concludes that 2 tonnes of freight carried for 5,000km by a small container ship creates 150kg of CO2e (a measure of relative global warming potential) compared to 6,605kg of CO2e if the freight is carried by plane for the same distance. A clear difference.

https://www.theguardian.com/environment/2014/nov/02/environmental-impact-of-shipping-goods

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Sorry für die schlechte Qualität (hatte ich bei einer lehrreichen Prpräsentation mit dem Handy abfotografiert), aber hier ein Vergleich anhand vom Beispiel Teefracht von Japan nach Deutschland:TEEJAPANDEUTSCHLAND.thumb.png.56bf5cd05de3fc23ccf97cc920166458.png

bearbeitet von teekontorkiel

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vor 43 Minuten schrieb teekontorkiel:

Da fragt ein Neuling nach einem malzigen Assam und ihr findet den Tipp wirklich klug, dass dieser Teefreund sich zum Ausprobieren mal einen Tee in Yunnan bestellen soll? Das ist einfach nicht in Ordnung und muss man auch mal schreiben dürfen, ohne dass man derart an den Pranger gestellt wird. 

Diese Empfehlung, bei einer Frage nach einem Assamtee kann ich nicht nachvollziehen. Zumal ein YS aus China unter Umständen auch noch der Zoll ins Spiel kommt.

Ich würde hier als Teeneuling eher auf Lokale Teehändler Stetten mit denen man sich auch unterhalten und fragen, vielleicht sogar testen kann.

PS: Ich überlege gerade ob ich von Pu-Erh, Matcha, japanischen Grüntees nicht auf regionalen Schwarzwald Gin umsteigen soll. Der Umwelt zu liebe :whistling:

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Echter Neuling bin ich übrigens nur hier im Forum. In den Neunzigern habe ich mehrere Jahre im Teeeinzelhandel gearbeitet. Tee trinke ich seit meinen Teens, und auch davor, da ich aus einer osteuropäischen Familie komme, in der immer viel Tee getrunken wurde. Aber das nur nebenbei.

Gin kommt leider nicht infrage, da ich keinen Alkohol trinke. Sonst wäre Astra aus regionalen Gründen das Mittel der Wahl. ☺☺☺

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vor 10 Minuten schrieb teekontorkiel:

Einige reagieren leider extrem über und offenbaren ein polarisierendes Schwarz-Weiß-Denken.

Entschuldige bitte, aber solche Äußerungen empfinde ich nicht als hilfreich. Wenn Du das so empfindest, kannst Du das ruhig schreiben - dann ist das halt so. Das einfach als eine Tatsachenbehauptung in den Raum zu stellen (und das damit Anderen zu unterstellen), ist für eine sachliche Diskussion eher kontraproduktiv. Das sind keine Argumente ad rem (also zur Sache), sondern ad personam. Wobei sich dann Deine Mitdiskutanten fragen dürfen, ob sie mit "Einige" auch gemeint sind oder nicht.

Auch solche Äußerungen halte ich nicht für sachdienlich:

vor 26 Minuten schrieb teekontorkiel:

Ich kann gut verstehen, dass es sich für einige von Euch spannend, mutig oder irgendwie exotisch-aufregend anfühlen muss den Tee direkt in Asien zu bestellen. Diesen Spaß

Auch hier wieder die notorischen "einige". Wenn ich mir hier den Thread zu Zoll und China anschaue, habe ich nicht den Eindruck, dass die Leute "Spaß" an den damit verbundenen Problemen haben.

Sorry, aber unter solchen Umständen klinke ich mich aus der Diskussion aus. Für diejenigen, die sich etwas eingehender mit dem "Gerücht was möglicherweise auch durch die Lobby der Flug- & Reisebranche am Leben erhalten wird" beschäftigen mögen, sei hier der Bericht verlinkt, auf den ich hingewiesen hatte:

http://www.pa.op.dlr.de/SeaKLIM/SeaKLIM_Nachwuchsgruppe_Schlussbericht_FINAL.pdf

Wer nun das Institut für Physik der Atmosphäre des DLR (und womöglich auch das Institut für Umweltphysik der Universität Bremen) für Lobbyverbände der Luftfahrtindustrie hält, sei auf ein aktuelles Forschungsprojekt hingewiesen, das sich speziell den Emissionen des Flugzeugverkehrs widmet: https://www.dlr.de/pa/desktopdefault.aspx/tabid-2342/6725_read-58962/

Ansonsten ist hier für mich EOD.

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Gast Gast1790
vor einer Stunde schrieb teekontorkiel:

Anbieter aus Übersee sollte man als privater Verbraucher möglichst meiden. Die Klimakosten für den Versand sind unverhältnismäßig hoch. Auch nationale Bestellungen sollten möglichst selten und dafür umfangreicher sein.

Ich weiß, es ist nicht schick, einen Satz aus einem Posting herauszupicken. Zur Ausnahme dazu: Das ist zum Glück nur eine Privatmeinung, die sich dummerweise anders kleidet. 

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vor einer Stunde schrieb SchwesterH:

Tja, das ist deutlich!

Eben nicht, das Bild ist doch dermassen unscharf.

vor 2 Stunden schrieb teekontorkiel:

Jeden Tag schließen in Deutschland kleine Teeläden für immer, weil die Gesellschaft lieber industriell hergestellten Billigtee aus dem Super- oder Drogeriemarkt oder bei einem „Big Player“ im Internet preiswerter einkauft. Darum liegt es auch an uns wie die Geschichte ausgeht: Unterstützt kleine, regionale Teehändler, sonst werden immer mehr aussterben! Das Gleiche gilt für kleine Bäckereien usw.

Die Leute müssen darin einen echten Mehrwert für sich selbst sehen (z.B. den persönlichen Austausch), sonst wird das nichts, gerade in Deutschland wo die Schnäppchenjagd Nationalsportcharakter aufweist.
 

Und noch ganzheitlich @topic:
Würde ein Paket aus Asien stets direkt ankommen, ginge es ja noch, aber:

vor 10 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Was Deutschland anbelangt, mit diesem ganzen Hin- und Hergesende (CN-DE-CN-DE..) aufgrund der derzeitigen Zoll-Eskapaden, bin ich dir geneigt zuzustimmen.

Auch dass ihr obendrein noch häufig x Kilometer zum Zollamt fahren müsst um es abzuholen ... dies alles akkumuliert halte ich inzwischen klimatisch gesehen in der Tat für fragwürdig, und die daraus resultierende finanzielle Ersparnis als doch ziemlich egoistisch auf Kosten der Umwelt.

bearbeitet von GoldenTurtle

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@SoGen: Wenn ich die von Dir zitierten Berichte richtig verstehe, kommen die zu dem Schluß, daß die Emissionen aus dem Schiffsverkehr höher sind als aus dem Flugverkehr. Das ist gut zu wissen, wenn man überlegen will, wo man durch Verbesserungen den größten Einspareffekt für CO2 hat.

Was den Teeversand betrifft, so hat aber, glaube ich, @teekontorkiel recht: man muß den Energieverbrauch pro transportierte Tonne vergleichen, und da schneidet der Schiffstransport deutlich besser ab. Man darf nicht vergessen, daß deutlich mehr Waren mit dem Schiff als mit dem Flugzeug transportiert werden, daher auch die hohen Emissionen.

Abgesehen davon kann ich nicht nachvollziehen, warum die Teehändler den Tee mit geringeren Energieverbrauch importieren können, als ich mit einer Direktbestellung. Das scheint mir doch eine Argumentation pro domo zu sein. Und was den Zoll betrifft, Kleinmengen gehen gewöhnlich anstandslos durch, werden als Freigut ausgesondert und kommen mit der Post nach Hause.

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@Manfred: die Studie vergleicht Schiffstransport und Flugtransport insgesamt und in der Summe ist der Unterschied beim CO2-Ausstoß insignifikant. Wobei man sich freilich in die Tasche lügt, wenn man dabei vergisst, dass beim Schiffstransport in deutlich höherem Ausmaß als beim Flugtransport auch Stickoxide emittiert werden. CO2 ist ja nicht das einzige Treibhausgas und wenn man nur das CO2 im Blick hat, dann schönt man sich die Klimabilanz des Schiffstransports ... Von den Auswirkungen des Schwefeldioxid insbesondere auf das klimastabilisierende Phytoplankton hatte ich ja schon geschrieben, hinzu kommen auch noch Halogenkohlenwasserstoffe mit ihren schädlichen Auswirkungen auf die Ozonschicht. Laut diesem Artikel ist die Biomasse des marinen Phytoplankton seit 1950 um ca. 40% geschrumpft und bei weiterem Temperaturanstieg und zunehmender Versauerung der Ozeane droht dem ozeanischen Ökosystem der komplette Kollaps. Es ist viel vom Amazonas-Regenwald die Rede - aber die Rolle des Phytoplankton beim Abbau von CO2 und der Anreicherung der Atmosphäre mit Sauerstoff ist um einiges bedeutender.

Der Punkt ist: die Diskussion ob Flug- oder Schiffstransport geht an der Sache vorbei; mit dem Umstieg vom einen auf das andere ist nichts gewonnen. Man muss den Transport an sich weniger klimaschädlich machen - und da ist nun in der Tat der Ansatz beim Schiffstransport der erfolgversprechendere. Zum einen, weil - wie Du selbst ja auch anmerkst - das Volumen des Schiffstransports (und damit der potentielle Effekt geeigneter Maßnahmen) sehr viel größer ist und zum anderen, weil da technische Lösungen einfacher umsetzbar wären: vor allem durch internationale Ächtung von Schweröl als Antriebsstoff und durch ein international überwachtes und durchgesetztes Tempolimit für Schiffe. Ohne das ist Lieferung per Schiff statt per Flugzeug nichts als ein Placebo zur Gewissensberuhigung.

Wobei ich persönlich stark bezweifle, dass diese notwendigen Maßnahmen noch rechtzeitig zu realisieren sind. Dass sie den Schiffstransport ganz erheblich verteuern (und damit den Flugtransport konkurrenzfähiger machen) würden, ist da noch das kleinere Problem, verglichen mit der Nach-uns-die--Sintflut-Mentalität (nicht nur) der Politiker. Und der Anteil des globalen Transportsystems insgesamt am anthropogenen CO2-Ausstoß liegt unter 10%, ein weltweiter Umbau wäre nur ein notwendiger Ansatz unter vielen.

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@SoGen: Ich verstehe Dein Engagement und gebe Dir auch in vielem recht. Dennoch stellt sich mir, wenn ich Tee aus China bestelle, die Frage, welche Transportmethode umweltfreundlicher ist. Und das scheint mir das Schiff zu sein.

Natürlich muß da viel getan werden; gerade in der Schiffahrt scheinen mir auch die Möglichkeiten vorhanden zu sein. Wie wir in Zukunft heizen sollen, scheint mir eine viel schwierigere Frage zu sein, mit Strom aus Windmühlen ja eher nicht. Ich bin, wie Du, letztlich sehr pessimistisch, daß der Energieverbrauch rechtzeitig genügend reduziert werden kann. Ich fürchte, wir gehen apokalyptischen Zuständen entgegen. Aber das ist nun, trotz Verschiebung dieser Diskussion, schon wieder off topic.

bearbeitet von Manfred

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