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Hallo,

vermutlich trinken die meisten von Euch Tee, weil er gut schmeckt, vielleicht auch wegen seines traditionellen und zeremoniellen Erbes, vielleicht wegen des kulturellen Reizes der Ferne – und vielleicht auch wegen der Gesundheit?

Man findet durchaus Fragen wie solche, „wogegen“ man grünen Tee trinke, wann man Oolong trinken solle oder welche gesundheitlichen Wirkungen weißer Tee habe. Oder man stößt auf die ganzen Hokuspokus-Versprechen über das Wirken des Puerh-Tees.

Hier wird meines Erachtens doch viel Schindluder getrieben, und ebenso könnte man sich eine Tomate schnappen, sich gewisse Inhaltsstoffe herauspicken, sie isoliert betrachten, ein wenig herumanalysieren und zu dem Ergebnis kommen: Tomaten sind gesund. Das tat man selbstredend längst, und siehe da: Tomaten bekämpfen freie Radikale, reduzieren das Krebrisiko, stärken die Zellmembranen, senken das Herzinfarktrisiko. Gleichviel, welches Obst oder welches Gemüse man sich schnappt, einen Apfel, eine Banane, eine Gurke, ob man auch nur ein einfaches Brot mit den verschiedensten Getreidearten näher anschaut, man wird darin immer Stoffe mit positiver Wirkung finden und zu dem Ergebnis kommen können: gesund.

Wer Tee allein der Gesundheit zuliebe trinkt, hat sich meines Erachtens schlichtweg von der Wirtschaft einfangen lassen. Er ist ebenso Wundermittel wie all die anderen Pflanzen aus Feld und Garten auch. Daß sich mit Kräutern heilen läßt und Obst und Gemüse gesund sind, ist nun wahrhaftig keine chinesische Weisheit und auch kein fernöstliches Geheimnis, und außer der Naivität der Leute und dem wirtschaftlichen Profitstreben gibt es kaum Gründe, warum man horrende Preise für Tees von Dr. Irgendwer und Gesund & Fit Gesund und Bad Heilbrunner und sonstwie kaufen sollte. Dann zahlt man doch lieber horrende Preise für einen erstklassigen Flugtee. :D

Was denkt ihr darüber?

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Hallo,

vermutlich trinken die meisten von Euch Tee, weil er gut schmeckt, vielleicht auch wegen seines traditionellen und zeremoniellen Erbes, vielleicht wegen des kulturellen Reizes der Ferne – und vielleicht auch wegen der Gesundheit?

Man findet durchaus Fragen wie solche, „wogegen“ man grünen Tee trinke, wann man Oolong trinken solle oder welche gesundheitlichen Wirkungen weißer Tee habe. Oder man stößt auf die ganzen Hokuspokus-Versprechen über das Wirken des Puerh-Tees.

Hier wird meines Erachtens doch viel Schindluder getrieben, und ebenso könnte man sich eine Tomate schnappen, sich gewisse Inhaltsstoffe herauspicken, sie isoliert betrachten, ein wenig herumanalysieren und zu dem Ergebnis kommen: Tomaten sind gesund. Das tat man selbstredend längst, und siehe da: Tomaten bekämpfen freie Radikale, reduzieren das Krebrisiko, stärken die Zellmembranen, senken das Herzinfarktrisiko. Gleichviel, welches Obst oder welches Gemüse man sich schnappt, einen Apfel, eine Banane, eine Gurke, ob man auch nur ein einfaches Brot mit den verschiedensten Getreidearten näher anschaut, man wird darin immer Stoffe mit positiver Wirkung finden und zu dem Ergebnis kommen können: gesund.

Wer Tee allein der Gesundheit zuliebe trinkt, hat sich meines Erachtens schlichtweg von der Wirtschaft einfangen lassen. Er ist ebenso Wundermittel wie all die anderen Pflanzen aus Feld und Garten auch. Daß sich mit Kräutern heilen läßt und Obst und Gemüse gesund sind, ist nun wahrhaftig keine chinesische Weisheit und auch kein fernöstliches Geheimnis, und außer der Naivität der Leute und dem wirtschaftlichen Profitstreben gibt es kaum Gründe, warum man horrende Preise für Tees von Dr. Irgendwer und Gesund & Fit Gesund und Bad Heilbrunner und sonstwie kaufen sollte. Dann zahlt man doch lieber horrende Preise für einen erstklassigen Flugtee. :D

Was denkt ihr darüber?

Naja das ist mir etwas zu undifferenziert. Ich selbst bin vor etwa 6 Jahren durch meine Freundin und aus gesundheitsförderungs Gründen auf den Tee gekommen. Ich finde grüner Tee oder auch weisser Tee kann durchaus seinen Platz haben in einer gesunden präventiv wirkenden Ernährung haben. Es ist beim Tee wie bei allen anderen Nahrungsmitteln auch, man muss halt die positiven und negativen Aspekte gegeneinander abwägen. Grüner Tee hat sehr viel was für ihn spricht und nur relativ wenig was gegen ihn spricht. Dieses Verhältnis ist aus meiner Sicht beim Tee deutlich positiver als z.b. bei der Gurke oder einer Banane. Aber natürlich bin ich auch dafür lieber 30,-/100g für einen Spitzensencha zu bezahlen als 25,- für Tee mittlerer Qualität bei einer Gesundheitsmarke.

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Naja das ist mir etwas zu undifferenziert.
Sollte es mal als Buch erscheinen, wird es differenzierter. ;)

Ich finde grüner Tee oder auch weisser Tee kann durchaus seinen Platz haben in einer gesunden präventiv wirkenden Ernährung haben.
Das kann er ohne Frage, er ist in normalen Mengen schließlich nicht schädlich. Man sollte die Wirkung der einzelnen Stoffe jedoch nicht überbewerten, denn wenngleich Tee beispielsweise viele Flavonoide enthält, wie beispielsweise auch Weintrauben, und wenngleich deren Wirkung nachweisbar ist, so wird ihre Wirkung eben doch isoliert und im Labor betrachtet. Tatsächlich gibt es keinerlei Nachweis, daß die Flavonoide auch ins Blut übergehen und wirksam werden, was so viel heißt wie: sie tun es nicht.

Auf manchen Seiten liest man davon, daß Tee viele Vitamine enthalte. Es wundert wohl kaum, daß er welche enthält, nicht viele zwar, aber doch ein wenig, von denen bei den hitzeempfindlichen Vitaminen wie Vitamin C „nichts“ übrig bleibt, nachdem man 90% heißes Wasser darüber schüttete. Eine halbe Kiwi dürfte gesünder sein.

Andererseits gibt es derart viele Wirkstoffe, die entweder an sich unbekannt oder deren Zusammenspiel unbekannt ist, daß eine Gesamtwirkung kaum beurteilbar ist. Was bleibt, sind Statistiken, die Messung von Erkrankungen in bestimmten Gebieten, die Ermittelung des Durchschnittalters oder eben die wenig aussagekräftigen isolierten Analysen im Labor. Die Ergebnisse sehen allgemein auch nicht anders aus als solche, bei denen die gesundheitliche Wirkung von Fisch oder Olivenöl beurteilt wird. Japaner leben lange, Japaner essen viel Fisch, über die Korrelation kann man lediglich mutmaßen.

Es spricht zwar nichts dagegen, seinen Tee lange ziehen zu lassen, damit die Gerbstoffe mit ihren positiven Wirkstoffen im Wasser gelöst werden – ob sie denn nun wirken oder nicht –, es spricht also nichts dagegen, solange es schmeckt. Doch

Du glaubst gar nicht, wieviele Menschen Puerh trinken, obwohl sie ihn eklig finden, weil er ein Schlankmacher sei. Am besten noch mit Zucker, damit er wenigstens ein bißchen schmeckt! Die 10€ wären dann doch besser in billigen Turnschuhe aus dem Aldi investiert.

Umgekehrt heißt es übrigens auch, daß Tee zum Essen schlecht sei, weil dann beispielsweise weniger Kalzium aufgenommen wird. Wer sich normal ernährt, kann aber auch das hinnehmen, wie es ist, und seinen Tee zum Abendbrot trinken, wenn es ihm schmeckt und gefällt.

Du sagtest es bereits: Tee ist ein Nahrungsmittel – aber ein in der Weltgeschichte und in der Weltkultur recht bedeutsames. Es ist ein wunderbares Getränk mit traditionsreicher Vergangenheit, es ist Alltag und Brauch, er wurde begleitet von Weisheit, von Philosophie, von Dichtkunst; er ist Genuß, er verbindet Menschen. Es bedarf keines Gesundheitsmythos, um Tee zu lieben.

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Auf manchen Seiten liest man davon, daß Tee viele Vitamine enthalte. Es wundert wohl kaum, daß er welche enthält, nicht viele zwar, aber doch ein wenig, von denen bei den hitzeempfindlichen Vitaminen wie Vitamin C „nichts“ übrig bleibt, nachdem man 90% heißes Wasser darüber schüttete. Eine halbe Kiwi dürfte gesünder sein.

Auf jeden Fall grüner Tee ist kein Vitaminshake.

Andererseits gibt es derart viele Wirkstoffe, die entweder an sich unbekannt oder deren Zusammenspiel unbekannt ist, daß eine Gesamtwirkung kaum beurteilbar ist. Was bleibt, sind Statistiken, die Messung von Erkrankungen in bestimmten Gebieten, die Ermittelung des Durchschnittalters oder eben die wenig aussagekräftigen isolierten Analysen im Labor. Die Ergebnisse sehen allgemein auch nicht anders aus als solche, bei denen die gesundheitliche Wirkung von Fisch oder Olivenöl beurteilt wird. Japaner leben lange, Japaner essen viel Fisch, über die Korrelation kann man lediglich mutmaßen.

Klar aus solch allgemeinen Studien die soviele Variablen aufweisen lassen sich nur schwer eindeutige Schlussfolgerungen gewinnen. Auf der anderen Seite gibt es, aber auch sehr interessante  Laborergebnisse speziell in Bezug auf EGCG. Ansonsten verlasse ich mich weitestgehend auf das was ich selbstversuch bemerke und da sind mir schon 4 recht interessante Wirkungen für hochdosiertem japanischen Grüntee aufgefallen:

1.) Verdauungsanregend (ich kann quasi die Uhr danach stellen 30-60 min nach dem trinken)

2.) Entzündungs- und schmerzhemmend bei kleineren Verletzungen oder Entzündungen im Mundraum

3.) Appetithemmend (durch die Bitterstoffe im Tee besonders bei lange gezogenem)

4.) Stimmungsaufhellend (deutlich stärkere und intensivere Wirkung als bei anderen koffeinhaltigen Getränken)

Bei weißem Tee (Silbernadel) ist mir aufgefallen, dass er auf mich harmonisierend/entspannend wirkt, zusätzlich merke ich ein deutliche Besserung bei allergischen Symptomen wie Heuschnupfen oder beginnendem allergischem Asthma.

Du glaubst gar nicht, wieviele Menschen Puerh trinken, obwohl sie ihn eklig finden, weil er ein Schlankmacher sei. Am besten noch mit Zucker, damit er wenigstens ein bißchen schmeckt! Die 10€ wären dann doch besser in billigen Turnschuhe aus dem Aldi investiert.

Wie sagte Einstein so schön:

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeit gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.

Du sagtest es bereits: Tee ist ein Nahrungsmittel – aber ein in der Weltgeschichte und in der Weltkultur recht bedeutsames. Es ist ein wunderbares Getränk mit traditionsreicher Vergangenheit, es ist Alltag und Brauch, er wurde begleitet von Weisheit, von Philosophie, von Dichtkunst; er ist Genuß, er verbindet Menschen. Es bedarf keines Gesundheitsmythos, um Tee zu lieben.

Den braucht es sicher nicht, aber wenn es ein zusätzlicher Anreiz ist für die Leute Tee kennen zu lernen solls mir sehr recht sein.

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Klar aus solch allgemeinen Studien die soviele Variablen aufweisen lassen sich nur schwer eindeutige Schlussfolgerungen gewinnen. Auf der anderen Seite gibt es, aber auch sehr interessante  Laborergebnisse speziell in Bezug auf EGCG.

Das kümmert mich trotz zwei Liter täglichen Tees aber nicht sonderlich.

Kürzlich bestellte ich direkt Puerh in China, und dort werden immer noch Pestizide verwendet, die in China selbst verboten sind. Das hingegen verursacht bei mir doch für ein bedenkliches Gefühl, gerade auch, weil Puerh mehrmals aufgegossen wird, so daß auch schlecht wasserlösliche Stoffe verstärkt freigesetzt werden.

Bei weißem Tee (Silbernadel) ist mir aufgefallen, dass er auf mich harmonisierend/entspannend wirkt, zusätzlich merke ich ein deutliche Besserung bei allergischen Symptomen wie Heuschnupfen oder beginnendem allergischem Asthma.;)

Tee kann ja auch noch indirekt förderlich sein, weil man sich Zeit nimmt und Ruhe gönnt.

Dann darf man sich nicht nur die herauspicken, die einem genehm sind. Tein beispielsweise ist ein Nervengift, zellschädigend und krebserregend. Es erhöht das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen, es erhöht den Puls, es steigert den Blutdruck, reduziert die Gehirndurchblutung und verursacht Streß. In höheren Dosen ist es ein Suchtmittel, und im Gegensatz zu Flavonoiden ist zudem eindeutig klar: es gelangt ins Blut und problemlos ins Gehirn.
Das ist ein guter Tip, da muß ich nächstes Jahr mal drauf achten und probieren, ob ich damit das Ungemach bekämpfen kann.
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