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Empfohlene Beiträge

Teefreund luke hatte in verschiedenen Blog-Beiträgen ja schon mal auf eine besondere Zubereitungsmethode bei Darjeelings hingewiesen. Für den Frühlingstee Darjeeling Risheehat DJ4 2013 wurde folgende Empfehlung ausgesprochen:

 





man nehme 1g pro 50ml kochendes Wasser, gieße den Tee auf und lasse ihn 30 Sekunden ziehen. Den zweiten Aufguss gieße man sofort ab! 



Im Verkostungsbericht über den Margaret's Hope White Delight DJ250 Ernte 2013 fehlten leider die Zeitangaben für den ersten und zweiten Aufguss; auf Nachfrage hat luke sie aber preisgegeben, so dass sich folgendes Schema ergab:

1. Zwei Minuten

2. Vier Minuten

3. Sechs Minuten

4. Zehn Minuten

 

Nachdem ich mittlerweile ein kleines 130ml-Glaskännchen mein Eigen nenne, dachte ich mir, ein bisschen herumexperimentieren kann nicht schaden. Versucht habe ich es zunächst mit dem vorerwähnten Risheehat und dem Nilgiri Havukal (hat ja gewisse DJ-Ähnlichkeiten); als "Starkdosierer" nehme ich 3g auf mein Kännchen und entscheide mich bei beiden Tees für die zweite Methode mit den vier Aufgüssen, obwohl ja eigentlich für den Risheehat die erstere mit nur zwei Aufgüssen empfohlen wurde. 

 

Das Ergebnis beeindruckt mich, auch beim Risheehat: ich bekomme vier leckere Aufgüsse in typischer Tassenfarbe mit jeweils frischem Tee hin. Selbstverständlich sind die Aufgüsse nicht alle gleich- aber allesamt wohlschmeckend.

 

Bei "normaler" Zubereitung (Standarddosierung 12g/Liter; einmaliger Aufguss mit ca. 2 - 3 Minuten Ziehzeit) wären für 1/2 Liter ca. 6g nötig gewesen. 1/2 Liter Tee kühlt aber im Laufe der Zeit recht schnell ab oder er wird auf einem Teil, das so heißt wie mein Nickname, bitter.

 

Bei oben beschriebener Zubereitung komme ich mit den vier Aufgüssen in der Summe auch auf ca. 1/2 Liter, benötige aber mit meinen 3g nur die Hälfte der sonst empfohlenen Menge.

 

Fazit: Mir schmeckt der Tee mit der quasi Gongfu cha - Methode richtig gut, vielleicht sogar irgendwie besser und ich spare auch noch einiges ein.

 

Anfangs mochte ich es erst nicht glauben, dass man Schwarztee (zu dem meine beiden Sorten ja offiziell gehören) mehrfach aufbrühen kann, aber bei denen handelt es sich auch um ausgesprochen "grüne" Schwarze - das ist vermutlich die Erklärung.

 

Nachtrag:

Kaum hatte ich obige Zeilen geschrieben, kam ein weiterer Kandidat erstmals ins Kännchen: gestern habe ich in Münster im "Time For Tea" den dort aktuell erhältlichen 2014er Flugtee (Darjeeling FF Millikthong - ein Garten, von dem ich zugegebenermaßen noch nie was gehört habe) erworben und ihn genau so zubereitet. Die Erkenntnis lautet: nicht jeder Darjeeling eignet sich für diese Zubereitungsmethode. Die ersten beiden Aufgüsse waren ja noch sehr schmackhaft, aber bereits der dritte (6 Minuten) schmeckte wie Spülwasser, so dass ich auf den vierten verzichtet habe. Hier werde ich noch mal bei Gelegenheit Methode 1 (1. 30sec.; 2. sofort abgießen) probieren und bin gespannt: Wenn 2Min./4Min. schmecken, wie munden dann 30sec./sofort abgießen?

 

Alles in allem finde ich aber, dass sich das experimentieren mit dieser Art des Teeaufgießens lohnt.

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Das ist das Schöne und zugleich das Komplizierte am Tee. Es gibt so viel zu entdecken und leider ist nicht alles auf andere Tees übertragbar. Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich die Ziehzeiten überhaupt auf andere Schwarztees anwenden lassen. Ich hätte vielleicht dazu sagen sollen, dass ich diese nur beim Margarets Hope so gewählt habe, weil er so leicht ist. Bei anderen Tees und auch beim Risheehat würde ich zu viel kürzeren Zeiten greifen.


Aber so hat es auch etwas Gutes, oder? :)


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TeeStövchen, dann sind wir ja quasi Nachbarn! :)



Letzten Sonntag, den 30.03. hatte ich auch Gelegenheit den 2014er Flugtee (Darjeeling FF Millikthong) in Münsters http://www.time4tea.de/ zu probieren.


Mir hat der mit der "normalen" Methode und direkt dort vor Ort sehr gut geschmeckt!



Hatte dort an einer der regelmäßigen Teeschulungen teilgenommen.


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TeeStövchen, dann sind wir ja quasi Nachbarn! :)

Hallo T(ea)mo,

na ja, global gesehen ist Münster und Dortmund wahrscheinlich Nachbarschaft  :lol:

 

Aber im Ernst: ich war nur besuchsweise in Münster und hatte das Time4Tea in der Tat aufgrund dieses Hinweises von dir aufgesucht. Für eine der dort angebotenen Teeschulungen werde ich mich aber wohl eher nicht anmelden, denn von den sechs Teesorten, die dabei lt. Beschreibung verköstigt werden, sagen mir schon mal mindestens drei nicht zu (nämlich Früchte-, Kräuter- und Roibuschtee; den Überraschungstee lasse ich mal außer acht). Und wenn mir dann am Ende nur der Schwarze und der Grüne schmecken, sind 22,-- € doch wohl mehr oder weniger zum Fenster hinausgeworfen  :unsure:

 

On-Toppic!

Apropos experimentieren: Heute habe ich den Millikthong nach einer weiteren Methode probiert und zwar nach dieser hier vom Teefreund drunken_monkey.

 

Das war richtig lecker und in den nächsten Tagen kommen meine anderen Sorten aus dem Eingangsposting auf diese Weise in den Gaiwan oder ins Glaskännchen  :)
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