Frage

Irgendwie habe ich das Gefühl, bei PE ein paar Sachen grundsätzlich nicht verstanden zu haben. :huh: Vielleicht kann mir jemand helfen.

Warum nennt man Pu-Ehr auch "postfermentierten Tee"? Nach meinem Verständnis ist es doch gerade das zentrale Kennzeichen von PE, dass er fermentiert ist.

Schwarztee (chin. roter Tee) ist oxidiert und PE ist fermentiert. Woher kommt jetzt das "postfermentiert"?

Gruß

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

5 Antworten auf diese Frage

Empfohlene Beiträge

  • 1

Das stammt aus der Zeit, als man nicht so präzise war und den Oxidationsprozess der Schwarzteeproduktion "Fermentation" nannte. Weil die wirkliche Fermentation des Puer ja erst einsetzt, wenn man im Prinzip schon einen konsumfertigen Tee hat, wurde es (um diese "Nachträglichkeit" zu betonen) dann als "postfermentiert" bezeichnet.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
  • 1

An verschiedenen Stellen habe ich gelesen (auch in "Puer Tea, Ancient Caravans and Urban Chic"), dass die derzeit gültige Definition seitens Yunnans Provinzregierung sei, dass es sich um Puer handelt, wenn:

1. Das Blattgut von Pflanzen der Großblattvariante (Daye) stammt

2. Der Tee in der Sonne getrocknet (oder gewelkt?) ist.

3. Der Tee aus Yunnan kommt (habe irgendwo auch mal gelesen: aus der Nähe des Flusses Lancang).

Nach dieser Definition wäre also ein sogenannter Puer aus Laos, Myanmar oder Vietnam kein Puer im engeren Sinne. Das Thema Sonnentrocknung wird vermutlich auch nicht immer so streng genommen.

Im oben verlinkten Buch (zu dem hatten wir doch auch mal einen Thread, finde ich gerade nicht) stand auch geschrieben, dass sich im Lauf der Jahrzehnte das Verständnis von Puer gewandelt habe. Früher gab es daher andere Definitionen.

Eine für mich ganz hilfreiche Einteilung ist es, aus welcher Provinz Heicha kommt. Außer Yunnan fallen mir jetzt spontan noch Sichuan, Guangxi und Anhui ein. Zwar habe ich erst sehr wenig anderen Heicha getrunken als Puer, allerdings fand ich die Unterschiede zum Teil recht deutlich. Das verbindende Element, was nach meinem Verständnis Heicha definiert, ist tatsächlich die Fermentation.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
  • 0

viele nennen ja die umwandlung von grünem tee zu schwarztee "fermentation". um diese "fermentation" (eigentlich ist es eine oxidation), von der des pu-erh zu unterscheiden, wird dann halt auch von postfermentation gesprochen. man kann postfermentation aber auch als nachreifung verstehen, was ja auch passt.



wenn man im zusammenhang mit schwarztee aber von einer oxidation spricht (was ja eigentlich richtig ist), kann man auch beim pu-erh einfach von fermentation sprechen.




Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
  • 0

Schön zu sehen, daß Deine Frage Ekke, den alten Fuchs Gero aus seiner Höhle gelockt hat :)


Wir haben ihn viel zu lange und schmerzlich vermißt!


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
  • 0

Das stammt aus der Zeit, als man nicht so präzise war und den Oxidationsprozess der Schwarzteeproduktion "Fermentation" nannte. Weil die wirkliche Fermentation des Puer ja erst einsetzt, wenn man im Prinzip schon einen konsumfertigen Tee hat, wurde es (um diese "Nachträglichkeit" zu betonen) dann als "postfermentiert" bezeichnet.

Ich habe noch etwas gefunden, was die ganze Konfusion um Oxidation und Fermentation erklären könnte.

"Dark teas are fermented teas. They are sometimes also referred to as post-fermented teas, because the final fermentation is one of the last production step and because the Chinese word for fermentation (发酵) is commonly also used for oxidation. Another reason is that the fermentation of dark teas goes on after their production."

Vielleicht kann das jemand von den Chinesisch sprechenden hier bestätigen.

Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass alle "Hei Cha" grundsätzlich fermentiert sind. Damit man aber von Pu-Ehr sprechen kann, müssen die Blätter aber aus Yunnan und von den entsprechenden Pflanzen sein?

Gruß

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Gleiche Inhalte

    • Von Adriana
      Hallo 
      Ein bisschen schau ich mich schon um nach Teezubehör,wie Ihr es verwendet.
      Dieser Teetisch hier gefällt mir.Ich möchte auf jeden Fall einen runden und  in naturfarben.
      Der grüne hier würde genau in meine Einrichtung passen.Ist der o.k. ??Dann würde ich mir den demnächst bestellen.
      https://www.amazon.de/dp/B07WW5FBQ1/?coliid=IF0044AJZ5QJJ&colid=QL1NGCKVF9RS&psc=1&ref_=lv_ov_lig_dp_it
       
      Danke für Eure Antworten.
      LG Adriana
    • Von Boroboroton
      Hallo ihr Lieben!
      Ich sitze gerade bei einem leckeren Hongyu Cha aus meinem neuen Mini-Schälchen (lieben Dank @teekontorkiel)
      https://imgur.com/a/HXwd8oy
      und freue mich über diese Geschmacksvielfalt chinesischen roten Tees. Da ist Pu Erh sicherlich auch etwas für mich, denke ich mir.
      Bestimmt habt ihr alle schon viel mehr Tees probiert als ich und könnt mir in dem schier grenzenlosen Angebot an Pu Erh's
      Empfehlungen geben. Ich würde gerne, um reinzukommen, zuerst ganz unterschiedliche Sorten probieren in der Hoffnung,
      auf diese Weise meinen Geschmack besser justieren zu können. Ist das eine gute Idee, oder soll ich lieber völlig unbefangen mal
      so rumprobieren? Ich möchte mich aber auf Sheng Pu Erh beschränken.
      Jede Hilfe ist willkommen
       
    • Von Sungawakan
      Wie oft kann man Pu-Ehr eigentlich aufgießen? Ich habe jetzt einen gefunden, auf dem steht, dass man ihn bis zu sechsmal aufgießen kann. Das erscheint mir ein bisschen viel.
    • Von paxistatis
      Guten Abend zusammen,
      ich war bereits vor einigen Monaten hier im Forum und habe mich bei euch erkundigt bzgl. diverser Teesorten. Ich habe mir dann auch von PureTea das große Probesortiment geholt, ab dann allerdings einiges falsch gemacht.
      Ich habe, angesichts der vielen unterschiedlichen Teesorten, einfach alles durcheinander getrunken, mal schwarzen Tee, mal grünen, mal Oolong... Jetzt habe ich rund 60-70% der Teebeutel halb verbraucht und nur im Bewertungsbogen, ob mir der geschmeckt hat oder nicht... Auch Teegeschirr habe ich durcheinandergebracht, habe mit eine Kyusu gekauft, die allerdings nicht so toll ist (der Ton kratzt in meinen Ohren und so, nicht angenehm...) und daher hat mir das wenig Spaß gemacht. 
      Jetzt möchte ich gerne nochmal von vorne beginnen, insbesondere da ich die letzten Monate wenig Zeit hatte und nur Beuteltee getrunken habe, der allerdings gar kein Vergleich zum losen Tee ist... Ich vermisse den losen Tee... ^^ Außerdem möchte ich Tee so als "Ruheoase" für mich finden, das hat schon geklappt, aber ich möchte das etwas verstärken, so nach dem Motto: Tee+Buch= zwei ruhige Stunden am Wochenende. 
      Daher mal so meine Fragen... Ich würde gerne morgens Tee trinken, den man ggf. im Verlauf des Tages noch 1,2 mal aufgießen kann und der nicht so teuer ist, weil "Alltagstee" halt...
      Dann für abends einen mit wenig Koffein/Teein, da dachte ich an Bancha oder? Und auch gerne mal Früchtetee (wobei ich da keine Hilfe brauche )
      Und vielleicht zwei, drei gute Sorten, die man für Besuch nutzen kann oder wenn man mal wirklich Zeit hat.
      Nur wie gehe ich da am besten ran? Ich weiß noch vom Probierset, dass ich eigentlich fast alles mochte, also grünen, schwarzen usw. Wenn dann waren es einzelne Packungen, die ich nicht mochte. Soll ich einfach nochmal das Set durchgehen und einfach z.b. einen Samstag mal alle chinesischen grünen Tees in kleinen Mengen aufgießen und durchprobieren? Geht das mit dem Set noch bzw. würdet ihr das empfehlen? Die Tüten die offen sind, sind ca. 6 Monate offen und kühl+trocken gelagert... Oder nochmal das Set holen? Der Preis für 30 Euro für knapp 50 Sorten (max. 10gr pro Tüte) ist halt super, andererseits hätte ich auch nix dagegen, wenn es "nur" 5 bis 10 sind, dafür aber vielleicht nur grüne (japanische+chinesische..)
      Und empfiehlt es sich mal eine japanische Teetasse zu kaufen? So als Weihnachtsgeschenk für mich selber? 
       
      Wie ihr seht: Ich würde echt gerne einsteigen und ich denke, ich habe so ein gefährliches Halbwissen, daher würde ich mich über ein paar nette Tipps von euch freuen, wie ich vielleicht meinen Weg etwas geordneter ins tolle Teeuniversum finden kann :D. 
      Schon mal vielen Dank und schönen Abend noch!
    • Von Rallemann
      Hallo Zusammen!
      Ich bin neu hier...
      Ich heisse Bastian, bin 33 Jahre alt und wohne zwischen Köln und Bonn.
      Ich trinke bisher eigdl. eher unregelmäßig Tee. Seit kurzem bin ich aber sozusagen auf den Geschmack gekommen, besonders was grünen Tee angeht.
      Neugierig bin ich besonders auf Matcha geworden, als ich von einem Bekannten davon erfahren habe.
      Da ich ein ziemlich spontaner Mensch bin habe ich mir auch sogleich ein Matcha-Starter-Set zusammengestellt. Dieses besteht aus einer Matcha-Schale, dem traditionellen Bambusbesen(Chasen), einem passenden Chasenhalter aus Porzellan, einem Bambuslöffel und natürlich dem Matcha an sich.
      Ich habe mich für Matcha Kirishima, Keiko Matcha Mantoku und Matcha Hoshino entschieden.
      Jetzt werde ich die verschiedenen Matchas mal nacheinander probieren. Ich bin gespannt, ob ich die Preisunterschiede geschmacklich als gerechtfertigt ansehe.
      Eine Frage habe ich noch-> Lagert ihr auch die noch verschlossenen Dosen im Kühlschrank oder erst nach deren Öffnung?
  • Neue Themen