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Waren neulich wieder beim Cocktail-Trinken in Indien unterwegs. Eins muss man den Indern lassen, sie sind äußerst kreativ was Cocktail-Kreationen und vor allem die Präsentation ebensolcher angeht. Die Karte war voller unbekannter Namen, wir ließen uns ein paar Cocktails erklären, haben aber nur rund 25% davon verstanden. Ein Cocktail hörte sich an, als wäre Algen drin (algae), also bestellte meine Reisebegleitung auf gut Glück den Algen-Cocktail.
Es stellte sich dann heraus, dass der Kellner Earl Grey Tea gesagt hatte. Was für ein überraschend schöner Cocktail, serviert in original Chai-Gläsern! Und lecker war er auch!

 

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bearbeitet von Ann

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vor 29 Minuten schrieb tatea:

Mit Flüssigstickstoff? :D

Denk ich mal, aber wer weiß das schon...?  :lol:  Angeblich soll da auch Kaluha drin gewesen sein. Geschmeckt hat man's nicht...

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Als ich gestern für 10 Leute Long Island Ice Tea's gemischt hab, dachte ich mir dass man doch statt Cola einen schönen, fruchtigen Schwarztee dazugeben könnte. Hab es noch nicht probiert, die Idee ist aber erwacht. Ich werde berichten :)

bearbeitet von miig

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Und miig, hast du den Long Island Ice Tea mit schwarzen Tee zubereitet? Ich würde sagen geht auf jeden Fall, habe es aber auch nicht ausprobiert.

Diesen Cocktail von den Indern würde ich auch gerne probieren.

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Da ich ja erst sehr kurz hier dabei bin, aber aus der Cocktailschiene komme (bin auch beim Cocktail & Dreams Forum unterwegs), kann ich hier 1-2 Dinge zu Tee in Cocktails beitragen. Vorwiegend kann man Tees sehr gut in Alkohol infusionieren lassen, da der Alkohol ein gutes Lösungsmittel für die Stoffe des Tees bietet. Infusioniert wird auf Zimmertemperatur! Wer mal seinen Tee von einer anderen Seite kennenlernen will, versuche sich an Wodkainfusionen, da Alkohol als unpolares Lösungsmittel noch gänzlich andere Stoffe aus dem Tee löst.

Earl Grey Gin

Zum einen gibt es eine nette G&T Variante, bei welcher man Earl Grey Tee (kann man ja auch selbst mit Bergamottenöl aromatisieren) in Gin bei Zimmertemperatur für 5-10 Minuten (je nach Alkoholgehalt des Gins und Ziehpräferenz) ziehen lässt und dann den üblichen Gin & Tonic zubereitet. 4:1 bis 3:1 als Tonic:Gin Verhältnis empfehle ich.

Lapsang Bourbon

Ebenso kann man Bourbon Whisky gut mit geräuchertem Lapsang Souchong aromatisieren und z.B. in einem Horse's Neck (also mit Ginger Ale) genießen. Es gibt aber viele Möglichkeiten einen solchen aromatisierten Rauchbourbon zu nutzen: Manhattan (2 Teile Whisky, 1 Teil roter Wermut, Bitters nach Geschmack, Cocktailkirsche) als Beispiel.

Sencha Agricole

Wer Sencha besonders gerne trinkt, dem kann ich Rhum Agricole Blanc sehr ans Herz legen. Im Gegensatz zu "normalem" Rum, welcher Melasse als Ausgangsbasis hat, hat Rhum Agricole Zuckerrohrsaft als Basis. Das Produkt ist ein gänzlich anderes. Die ungelagerten Varianten sind sehr, sehr stark und bieten auch viel Aroma: Exotische Früchte, aber auch Grasigkeit, wie man sie sonst aus Senchatees kennt. Wer das auf die Spitze treiben will, infusioniert Senchatee in den Rhum Agricole. Als Cocktail empfehle ich Daiquiris (3 Teile Rhum, 1 Teil Limettensaft, 1 Teil Zuckersirup) für den Einstieg. Wer es bitter mag, kann sich an einer Negronivariante probieren (4 cl Rhum, 3 cl roter Wermut, 2,5 cl Campari schmeckt mir am ehesten).

Wohl bekommts! :D

 

Bei Interesse werde ich mal komplexere Teecocktails vorstellen :)

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Hey danke für deine Cocktail Rezepte!

Die werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren und für eine Party sind die bestimmt der Renner, was ganz neues.

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So, mal wieder eine Cocktailidee mit Tee!

Diesmal ein leichter, sommerlicher Aperitif, den ich mir überlegt hab:

        Keeno

  • 7 cl kalt gebrauter Sencha (Yabukita hab ich genommen)
  • 3 cl Pfirsichsaft (Van Nahmen)
  • 3 cl weißer, italienischer Wermut (Martini Riserva Ambrato)

 

Wenn man einen guten Sencha einsetzt, sollte man wirklich keinen billigen Pfirsichnektar und vor allem keinen schlechten Wermut nutzen (erkennt man an einem oxidierten, sherryartigen Geschmack - die Standardqualität von Martini gehört da leider zu). Dann wird es ein sehr zartes, ausgewogenes Getränk. Wenn ein solcher Wermut nicht zur Hand ist, würde ich eher einen mineralischen Weißwein (Riesling bspw.) nehmen und den Sencha heiß zubereiten, sodass dadurch der Aperitif etwas herb wird.

 

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Belebe ich diesen Thread mal wieder. Es war Pfingsten, ich war auf einem Barwochenende in Berlin und habe mit den Cocktailnerds allerlei gemixt, getrunken und ausgetauscht. Ein kleines Highlight ist der jährliche Cocktailwettbewerb zu einem vorgegebenen Thema. Dieses Jahr waren Apfelbrände, wie etwa Calvados, an der Reihe. Ich konnte es nicht lassen und wollte meine jüngere Teeleidenschaft in meinem Wettbewerb verarbeiten. Als Basis diente der Chateau de Breuil VSOP. Mit seinen 4 Jahren im Fass ist der recht ausgewogen zwischen frisch-fruchtigem Apfel und herben, vanilligen Eichenholznoten. Dieser wurde mit weißem Wermut und einem eigens angesetzten Teebitters zu gleichen Teilen im Rührglas kalt gerührt, etwas Zuckersirup kam noch dazu. Zuletzt kam ein Espuma (ein essbarer Schaum) aus Weißtee drauf. Das lässt sich nebenbei erwähnt auch so recht gut als Dessert genießen.

Für den Teebitter habe ich den wacholderlastigen Tanqueray mit Purple tea buds versehen und 2 Tage ziehen lassen. Heraus kam ein tief purpurfarbenes, tabakbetontes Getränk. Als Weißtee des Espumas habe ich knapp 10 g Yue Guang Weißtee (knopsenlastig, vom Aroma Pfirsich bis Malz) in 500 ml Wasser ausgekocht und mit 50 g Zucker und einem TL Xantan verrührt. Mit zwei Sahnekapseln im Sahnesiphon gab es einen recht groben, aber sehr seidig im Drink eingebundenen Schaum.

Der Geschmack des Cocktails ist frisch und herb. Apfel, Wacholder, Pfirsich, Kräuter, Holz und Tabak. Die Mischung aus Koffein, Theanin und Alkohol versprechen dabei einen langen und unterhaltsamen Cocktailabend, der Drink eignet sich perfekt in der Mitte eines solchen. Die Jury war recht angetan, dass die beiden Tees herauszuschmecken waren und alle Aromen sich stimmig zusammenfügten. Dieses Jahr habe ich damit das erste Mal den Wettbewerb für mich entschieden. :)

Wie man an diesem Beispiel sieht, ist Cocktailkultur eng mit Kochtechniken und Aromakenntnissen verwoben. Wahrscheinlich haben hier einige ähnliche Tees, aber bei den Spirituosen oder einem Sahnesiphon ist es schon schwieriger diesen Cocktail nachzumixen. Vielleicht kann das hier ja aber jemanden ermutigen, mal selbst mit Tee kreativ zu werden. Habe hier schon in einem anderen Thread die Liaison von Limoncello und Sencha kennengelernt. Lasst euch nicht vom Namen verschrecken, das hat eine etwas längere Geschichte dahinter. :ph34r:

 

Drunk as fuck

3 cl Calvados (Chateau de Breuil VSOP)

3 cl Teebitter (Purple Tea Infusion in Tanqueray)

3 cl weißer Wermut (Martini Ambrato)

1 cl Zuckersirup

Kalt rühren und in vorgefrostete Schalen abseihen. Obenauf daumendick ein Weißteeespuma sprühen.

 

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Das klingt ja mal ganz interessant, @Stiefelkante.

Ich hatte mich auch mal an das Thema gewagt. Allerdings ging es bei mir etwas "bodenständiger" zu, mit einem Darjeeling infused Martini. 

Deutlich weniger aufwendig, aber durchaus gut trinkbar.

 

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