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Spoiler: Probe D von William


KlausO

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So nach dem bei mir nun auch die "Nachlieferung" eingetroffen ist, der erste Versuch mit der Probe D.



Sehr hell, leicht, fein, blumig, zumindest bei den ersten Aufgüssen.


Wir bei den nächsten Aufgüssen kräftiger und leicht bitterer, bleibt aber sehr hell.



Auf Verdacht würde ich ihn als weißen Tee einordnen, liege aber sicher damit falsch.


Edited by KlausO
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Gott sei Dank, fängt mal einer an!



Ich habe beide Proben jeweils nach der französischen Methode für junge shengs aufgegossen und auch normal. Probe E hat mir am Besten gefallen.



Ich muß sagen, daß die vorigen drei Sorten nicht so mein Ding waren, die Mittlere ist ja auch nicht im Programm - Recht hat er!



Aber  mit den beiden Proben ist er wieder ganz bei sich - junge shengs, Probe D im Normalaufguß vielleicht etwas zu bitter, aber auf die französische Art gehts gut, und die Probe E wirklich nett!



Ich bin mal gespannt, wie ich mit meinen Tips liege.




Probe D: halte ich für seinen 2013 Mangfei; eigentlich war ich erst auf Mengku eingeschossen, aber unterm Strich setz ich auf doch eher auf Yongde



Probe E: halte ich für seienen 2013 Matai und hoffe, daß ich damit richtig liege, weil ich schon lange mal einen Tee der sagenhaften Dame Pujingjing trinken wollte!



den Text hinter den Proben kann man sichtbar machen, wenn man die Zeilen markiert, ich habe in weiß geschrieben. Das habe ich von dem cleveren Gero übernommen. Danke!



Edited by Paul
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Was ist los Leute?  Frankophobie? Angst vor Williams Proben?



Nur KlausO und ich gehen aufrechten Schritts den Proben entgegen? Da nehmt euch mal ein Beispiel an den GrünenJungs, wie schnell und tapfer die proben! ;)



Nee, mal Ernst; ich wüßte gerne wie sehr ich daneben liege :D



Notfalls wenn keiner mehr was schreibt, kann Gero mir ja die Auflösung per PN schicken.


Edited by Paul
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Was ist los Leute?  Frankophobie? Angst vor Williams Proben?

 Die Zombiefaust hat's uns wohl voll gegeben :D

Ich habe gearde D im Schälchen. Kann mich eigentlich nur anschlißene. Fein, leicht, blumig, dezent fruchtig mit stärker werdender Bitternis.

Klaus, in gewisser Maßen kann ich deine Assoziation mit Weißem Tee durchaus anachvollziehen.

Ansonsten für mich (zwar noch nicht viel Erfharung) typischer junger Sheng ^_^

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Die wollen halt alle die Tees ihren Jetlag ausklingen lassen!

Ich hab mich heute an Probe D gesetzt und dann auch ohne Lektüre festgestellt, dass es sich hier wohl um meinen ersten jungen Sheng handelt.

Am Anfang so vier, fünf Sekunden ziehen lassen und gleichmal einen Schock bekommen wie brontal stark der dann ist... weniger vom Geschmack her als vom Rums im Bauch.. ein echter Subwoofer :D

In  Folge also sehr kurze Aufgüsse, ohne die Temperatur zu reduzieren, und dann hats schon Spaß gemacht!
Manchmal klangen ganz leicht fruchtige Töne an, aber um die mehr rauszuarbeiten hätte es wohl mehr Feinfühligkeit mit der Temperatur gebraucht - war aber so auch schön.

Ich hätt ihm schon zwei, drei Jahre gegeben, weil ich finde, in den mittleren Aufgüssen (3. - 5.) kommt ein ganz leichter Ton von Alterung rüber, aber stimmt vielleicht auch nicht *g*

Insgesamt ein wiederholenswertes Erlebnis, auch wenn ich durch komplette Erfahrungslosigkeit hinsichtlich junger Pus keine Bewertung/Einordnung vornehmen kann.

Was mir hängen geblieben ist, ist dass er sich so anders 'angefühlt' hat - das Q-Wort will ich jetzt nicht benutzen, dafür bin ich noch zu grün :)
Aber ich würde sagen, sehr stimulierend, aber nicht nur auf Koffeein-Ebene. Von  Letzterem bekomm ich schnell ein beklommenes Gefühl und Herzklopfen, das passiert bei Gyo  schnell mal.
Hier sehr interessant, sehr großer Energieschub ohne diese Nebenwirkungen.. aber der Bauch hat gesagt, ist schon OK sowas, aber bitte nicht täglich *g*

Auch das Hintergrundgefühl ist anders, weniger wohlig-wärmend, eher frisch und energetisch. Das ist wohl alles typisch für junge Pus, denk ich mir, aber dennoch interessant :)

Teilt ihr dieses Gefühl?

Edited by miig
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Wieviel Tee auf wieviel Wasser, mein Bester? Ohne diese Informationen kann man garnichts sagen - und dann eigentlich auch nur wenn man am gleichen Tisch sitzt. Das alte Lied.



Mach mal eine neue Runde: genauso viel Tee, genausoviel Wasser, gleiche Themperatur wie beim ersten Mal aber brüh mal nach dieser Methode auf (Du wirst Dein blaues Wunder erleben - der Unterschied ist frappant!



http://www.puerh.fr/en/article/to_brew_a_young_puerh.htm


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Auch bei mir gab's heute den ersten Versuch mit der Probe D. 

 

Zunächst mal eine freudige Überraschung: da ist ja ein "richtiges" Bingteil im Tütchen, anstelle des Gebrösels bei den Proben A-C! Ich erschnuppere ein angenehmes Tabakaroma, das ich bei Sheng so mag und nehme gute 6 Gramm auf mein Tonkännchen (ca. 120ml).

 

In der aufgewärmten Kanne verströmt das Blattgut dann intensiveren Tabakgeruch und ich bilde mir ein, ganz im Hintergrund irgendwie etwas "marmeladenartiges" wahrzunehmen; ist aber wahrscheinlich nur Einbildung (?).

 

Die Aufgüsse haben eine erstaunlich helle Tassenfarbe (fast wie ein Darjeeling) 

 

post-318-0-49372500-1391628770_thumb.jpg

 

und die Teeblätter sind total grün, was ich bei meinen bisherigen Shengs so noch nicht erlebt habe

 

post-318-0-93290100-1391628799_thumb.jpg

 

Bei den ersten Aufgüssen nehme ich eine gewisse Bitternis wahr, die aber nicht unangenehm ist und zusätzlich schmecke ich etwas, das ich vielleicht als "metallisch" bezeichnen würde. Letzteres lässt aber sehr schnell nach und das Bittere verschwindet auch ab ca. dem 5. Aufguss und macht einer behaglichen Milde Platz. Insofern kann ich für mich von einem Schock bzw. Rums im Bauch, wie miig es empfunden hat, nicht sprechen  ;)

 

Auch wenn ich mir anfangs eingebildet habe, etwas "marmeladenartiges" gerochen zu haben, schmecken kann ich Süße bzw. Fruchtnoten, die so häufig hier bei Sheng-Verkostungen beschrieben werden, nicht; dazu sind meine Geschmacksnerven entweder nicht sensibel genug oder bereits zu sehr abgestumpft - wer weiß?

 

Was durchgängig für mich bleibt, sind die Sheng-typischen Tabak- und Lederassoziationen, auch wenn der Tee mit zunehmender Aufgusszahl natürlich flacher wird. Nach dem 13. habe ich dann Schluss gemacht.

 

Erster Eindruck: durchaus angenehm und lecker - mal sehen wie er sich im Porzellangaiwan schlägt.

 





Mach mal eine neue Runde: genauso viel Tee, genausoviel Wasser, gleiche Themperatur wie beim ersten Mal aber brüh mal nach dieser Methode auf (Du wirst Dein blaues Wunder erleben - der Unterschied ist frappant!



http://www.puerh.fr/en/article/to_brew_a_young_puerh.htm





Auch wenn das vielleicht einem Armutszeugnis gleichkommt, aber mit meinem über 40 Jahre zurückliegenden Schulenglisch bin ich bei dieser Seite, die ja nun schon mehrfach hier angepriesen wurde, schlichtweg überfordert :ph34r:​  (und die Google-Übersetzung ist die reinste Katastrophe  :sauer: )




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Also mein Porzellankännchen im Shui Ping-Stil hat 130ml.
Teemenge... etwas weniger als sonst, weils schon drei Uhr war *g* - bin the leaf-geschädigt genug um seltenst zu messen, um statt dessen ein 'Gefühl' für den Tee zu kriegen - ja ich weiß :D

In trockenen Blättern war der Boden bedeckt, bei späteren Aufgüssen war das Kännchen dann knapp halbvoll - 3,4 Gramm vielleicht?

Und ja, danke, den Artikel hat der Templer schonmal empfohlen, der ist, wie puerh.fr allgemein - super! Freu mich drauf das auszuprobieren!


P.S.: Ja Stövi, die Übersetzung fand ich auch gruselig - glücklicherweise konnte ich mir das Original anschauen.
Ich habe aber eine höchst vage und dennoch sehr gewisse spirituelle Eingebung erfahren, die besagt, dass die Übersetzung dieser Seite in den nächsten paar Wochen einer recht brauchbaren weichen wird :whistling:


P.P.S.: Darüber hinaus oute ich mich als Heißduscher. Oder zumindest als jemand der seine Tees heiß duscht: Ich nehm nämlich für fast alles fast kochendes Wasser... werd grad an anderer Stelle verprügelt weil ich gesagt hab dass man fast jeden Tee, der kein Japaner ist, mit kochendem Wasser zubereiten kann :ph34r:

Edited by miig
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@teestövchen



Der Trick ist einfach das Wasser abzukühlen, aber nicht vor dem Aufguß sondern während!


Du gießt ganz normal im Gaiwan auf, kochendes Wasser aber möglichst weit von oben, sofort in einen bereitstehenden zweiten Gaiwan abgießen aud diesem sofort in eine Kanne abgießen und aus der dann wieder in den ersten Gaiwan gießen in dem die Blätter sind. Ziehen lassen, nicht so lang, und durch ein Sieb in die Servierkanne. Fertig! Und er schmeckt merklich anders! Weicher, voller, die Bitterkeit ist fast ganz weg und er wird deutlicher in seiner Zusammensetzung. Ich gieße junge shengs nur noch so auf und finde das erheblich besser.


Probier's aus



P.S. Du bist doch wohlbestallter Rentner, mach doch einen Englischauffrischungskurs bei der VHS, mein Tai Chi Lehrer, Engländer seines Zeichens,  gibt solche und die sind außerordentlich lustig. So was sollte es auch bei Dir geben?


Edited by Paul
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Dann kommen auch von mir mal ein paar erste Eindrücke: ich fand den Tee auch angenehm frisch und jung, aber gleich beim ersten Aufguss


kam eine gewisse Säure dazu, die die ganze Sache interessant macht... ist normal nicht so mein Ding, aber es hat gepasst! Bitterkeit, trotzdem


mild, jung, aber mit Kraft... na ja, man sagt ja von schönen reifen Tees, dass diese in ihrer Jugend nicht gerade die Schmeichler waren...


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So, nun komme ich auch endlich dazu, die Proben zu verkosten.

Ich habe mich für eine Parallelverkostung entschieden mit je 6g in identischen Teataster-Sets (ca. 120ml )

Das trockene Blatt zeigt bei D deutlich weniger Silberknospen als bei E . Dafür sind bei D die einzelnen Blätter deutlich "fetter"

Im Duft finde ich D in trockenem Zustand vielschichtiger, aber nach dem Spülen gibt mir E einfach mehr.

Ein Problem bei Parallelverkostungen ist, dass längerfristige Effekte wie Mundgefühl, Nachgeschmack etc ineinanderfließen und nicht einem der beiden Tees sicher zuzuordnen sind. Also mussich mich auf den Geschmack konzentrieren.

Der ist bei D zwar sehr duftig und ausgeprägt ätherisch, dafür aber auch dünn. Wie der Tee wohl im Tonkännchen kommt? Mein Kännchen wandelt oft Duft und Adstringenz in mehr Körper und Mundfülle um. Das würde D nach meinem Empfinden gut zu Gesicht stehen.

E schmeckt mir einfach besser: der bringt auch ohne Kännchenmagie mehr Körper in die Tasse und hat eine leichte Fruchtigkeit gepaart mit süßem Heu ... so mag ich meinen Jingmai!

Damit ist es raus: E halte ich für Williams Shengtai Jingmai. D erschien mir schon vom Blatt her wie der Matai - auch geschmacklich meine ich Parallelen rauszuschmecken. Zwar heißt es oft, dass man Jingmai eher für den Duft als für den Geschmack genießt, aber der Geschmack von E erscheint mir so vertraut und weil ich doch schon recht viel Jingmai getrunken habe, seit ich Bannachakunde bin, lehne ich mich da mal soweit aus dem Fenster.

Um das klar zu stellen: William hat mir nicht verraten, um welche Tees es sich bei den Proben dreht. Aber aktuell ist sein Sortiment ja recht überschaubar.

Oder hat er den mir noch ganz unbekannten 2013er Mangfei dazwischen gepackt? Dann würde ich aber dabei bleiben, dass D der Matai ist, den ich erst kürzlich probiert habe. Eventuell wäre dann E der Mangfei, denn leichte Fruchtigkeit habe ich auch beim 2008er Mangfei rausgeschmeckt... mir fehlt aber in E der Tabak und die Sojasauce, um ihn für Mangfei zu halten.

.

Bin gespannt auf die Auflösung!

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Heute nun nach einer Woche Teepause mein Eindruck von diesem Puerh...

4g auf 75 ml Tonkanne.

Gestern heiß gegossen, zu heiß...

Stark und Bitter...

Heute Temperatur gesenkt und kürzer gezogen, so wie ein grüner Tee, der etwas zickt...

Nicht so bitter aber auch weniger Inhalt. Gut, ich brauchs ehh nicht so kräftig aber so was trinke ich auch mal ganz gern.

Nur warum Puerh, wenns auch ein Grüntee sein kann.

Vieleicht liegt das Optimum zwischen diesen beiden Versuchen.

Aber er trinkt sich so weg...

Morgen dann den E als versuch gleich dazwischen mit Temperatur und Zeit.

Also ich mags nicht so bitter und hoffe auf eine entsprechende Eingebung.

Die Blätter selbst gefallen mir ganz gut, sowohl trocken als auch feucht.

Gruß Krabbenhueter

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@krabbenhueter


darf man sich selber zitieren? Sieh mal weiter oben, da hab ich die Aufgußmethode für junge shengs   - gefunden von Anima dem amerikanischen Fuchs - für TeeStövchen übersetzt und kurz zusammengefaßt, damit nimmst Du den jungen shengs viel von ihrer Bitterkeit ohne den Rest wegzuhauen, aber frag mich nicht warum es funktioniert - es funktioniert halt.


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Er wird die Tees bald in seinem Shop anbieten. Es läuft noch eine ähnliche Aktion wie bei uns in einem französischen Teeforum. Wenn auch dort aufgelöst wurde, sollen die Tees im Shop erscheinen. Dann natürlich auch mit Beschreibung.

Ach ja, eine Sache erwähnte William schon: Frau Pu produziert die Tees wohl gerne relativ grün. Das meine ich gerade bei D deutlich zu merken.

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In Ergänzung der oben genannten Aufgussmethode, habe ich heute mit einer Abwandlung gespielt.

Wasser im Pitscher etwas abkühlen lassen ( etwa 80 grad)

Spülen.

Pitscher auffüllen

Puerh ruhen lassen

Und jetzt immer nacheinander aufgießen,

Pitscher auffüllen,

Tee abgießen und genießen,

Wieder aufgießen ...

Wasser hatte meist so zwischen 80 bis 85 grad

Der Pitscher hat so 200ml und meine Tonkanne eben so 75ml

Puerh in dem Fall E hat sich gut entwickelt.

Gruß Krabbenhueter

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Die beiden Proben gibt es jetzt zu kaufen. Der Preis ist sehr überzeugend, vor allem für den Bangdong, der auch mein Favorit war. Da musste ich mir fast überlegen einen Bing zur Lagerung zu kaufen, aber das könnte ich vor meiner Freundin kaum noch rechtfertigen. Habe mir auch gleich mal eine Probe des Spring Matais bestellt. Dann kann ich mal einen ersten Vergleich zwischen Frühjahrs- und Herbsternten durchführen.


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