St.Millay

Kein Glück mit dunkleren Oolongs

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Liebe Teegemeinde,

seit einiger Zeit versuche ich mich an diversen Oolongs von verschiedenen Händlern. Bei den grüneren Oolongs (High Mountain Li Shan von Tea Exclusive, sehr grüne Tie Guan Yins von Mei Leaf, Ali Shan Milky Oolong, Dong Ding und andere taiwanesische von @teabento) habe ich nun schon oft sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Die Tees sind aromatisch, vielschichtig und es ist eine Freude, sie zu trinken. Auch schwarze, grüne und weiße Tees bereiten mir keine Probleme.

Aber mit stärker oxidierten und/oder gerösteten Oolongs habe ich leider deutlich schlechtere Erfahrungen gemacht:

Probiert habe ich zum Beispiel:

  • TB: Mi Lan Xiang Dan Cong und ein anderer Wuyi-Oolong.
  • TE: Da Hong Pao
  • TG: Edmon’s Seogwang Oolong
  • Taiwan Teacrafts: Deep Baked TGY

Alle diese Tees schmeckten zunächst eher fad, der zweite Aufguss brachte manchmal zusätzliche Aromen an den Tag bis sie beim dritten und vierten Aufguss schließlich im Spülwasserhaften versumpften.

Als Ausgangspunkt habe ich die Tees nach Händlerangabe (wenn es Angaben zur Zubereitung in Gaiwan gab) oder mit etwa 6g/100ml und 90-100 °C und 15-25 Sekunden im Gaiwan zubereitet, dabei natürlich stets eine Waschung durchgeführt. Variiert habe ich Temperatur (runter bis auf 70°), Wasser (unterschiedliche Leitungswasser von weich bis hart, mineralstoffarmes Flaschenwasser) und Ziehzeit (15 s bis 2 min), das Ergebnis war stets das selbe.

Ausnahmen von dieser Regel waren bislang ein taiwanesischer GABA-Oolong und ein Mi Lan Xian Dan Cong von Mei Leaf sowie ein netter vietnamesischer Oolong von TB.

Was meint ihr, hatte ich einfach Pech und hier eine Auswahl an schlechten Tees erwischt? Wie könnte ich den Blättern doch noch einen wohlschmeckenden Sud abringen?

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vor 22 Minuten schrieb St.Millay:

Liebe Teegemeinde,

seit einiger Zeit versuche ich mich an diversen Oolongs von verschiedenen Händlern. Bei den grüneren Oolongs (High Mountain Li Shan von Tea Exclusive, sehr grüne Tie Guan Yins von Mei Leaf, Ali Shan Milky Oolong, Dong Ding und andere taiwanesische von @teabento) habe ich nun schon oft sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Die Tees sind aromatisch, vielschichtig und es ist eine Freude, sie zu trinken. Auch schwarze, grüne und weiße Tees bereiten mir keine Probleme.

Aber mit stärker oxidierten und/oder gerösteten Oolongs habe ich leider deutlich schlechtere Erfahrungen gemacht:

Probiert habe ich zum Beispiel:

  • TB: Mi Lan Xiang Dan Cong und ein anderer Wuyi-Oolong.
  • TE: Da Hong Pao
  • TG: Edmon’s Seogwang Oolong
  • Taiwan Teacrafts: Deep Baked TGY

Alle diese Tees schmeckten zunächst eher fad, der zweite Aufguss brachte manchmal zusätzliche Aromen an den Tag bis sie beim dritten und vierten Aufguss schließlich im Spülwasserhaften versumpften.

Als Ausgangspunkt habe ich die Tees nach Händlerangabe (wenn es Angaben zur Zubereitung in Gaiwan gab) oder mit etwa 6g/100ml und 90-100 °C und 15-25 Sekunden im Gaiwan zubereitet, dabei natürlich stets eine Waschung durchgeführt. Variiert habe ich Temperatur (runter bis auf 70°), Wasser (unterschiedliche Leitungswasser von weich bis hart, mineralstoffarmes Flaschenwasser) und Ziehzeit (15 s bis 2 min), das Ergebnis war stets das selbe.

Ausnahmen von dieser Regel waren bislang ein taiwanesischer GABA-Oolong und ein Mi Lan Xian Dan Cong von Mei Leaf sowie ein netter vietnamesischer Oolong von TB.

Was meint ihr, hatte ich einfach Pech und hier eine Auswahl an schlechten Tees erwischt? Wie könnte ich den Blättern doch noch einen wohlschmeckenden Sud abringen?

also aus meiner Erfahrung kann ich nur folgendes dazu sagen:

grüne Oolongs sind einfach geschmackiger, süßer, fruchtiger, vllt. suchst du das in den dunklen (ähnlich wie bei schwarztee) und findest es nicht.

grüne, gerade TGY schmecken frisch am besten, wenn es gute Qualität ist, ansonsten können sie nach einem Jahr auch noch nachlegen im Aroma.

dunkle Oolongs haben ein typisch zimtig schokoladiges Aroma, das manchmal fruchtige orangige Noten durchkommen lässt, mit sehr leichter Süße, ich finde aber auch viele dunkle eher herb als süß-fruchtig. klar ist das geröstete Aroma im Duft hervorragend, geschmacklich vermisse ich aber auch oft das süßlich, dicke, im Aufguss, das man bei schwarzen schon eher findet.

besorg dir doch mal qualitativ ganz hochwertigen rou gui oder phoenix dan cong (wild, kann bei 200 Euro die 100g liegen, ne probe von 20g für 40 euro wäre da mal ne orientierungssache). vllt. erwartest du einfach zu viel von den dunklen, das du von den grünen und schwarzen kennst, das einfach nicht vorhanden sein kann ?

bearbeitet von digitalray

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Nur relativ kurz: Das Rösten ist eine hohe Kunst in der Oolong-Teewelt, und es freut mich, dass du scheinbar echten Geschmack hast. Z.B. in Taiwan trägt die Röstung teils 40% der Bewertung eines Tees bei Wettbewerben bei.

Ich empfehle dir bei Schnorr oder dem cölner Teehaus nach dem dunklen, urtraditionellen 15er oder 16er Dongding von dem sehr alten Mann zu fragen, den Atong geröstet hat. Atong ist ein Röst-Meister. Dieser Dongding ist nicht gekugelt, sondern gerollt wie früher, dies als weitere Hilfe, dass du den richtigen kriegen kannst. TE und TKK haben sowas so weit ich weiss (noch) nicht im Sortiment, aber das ist gutes Zeug.

Ich habe aktuell bei Diz auch einen Fall offen, wo ein Phoenix Produzent eine kleine Charge eines sehr guten Oolongs von alten Bäumen für mich einiges tiefer röstet als heutzutage üblich. Gebe darüber beizeiten Feedback.

Es existieren eben winzige Mengen von Felsentee, die Atong etwa 2006 in Wuyi selbst selektiert und geröstet hat, das ist etwas vom Besten aber praktisch unkäuflich (nicht unbezahlbar sondern unkäuflich). Dann gibt es ein paar Phoenix Oolongs, die von ihm selektiert und geröstet wurden, an diese ist es möglicher ranzukommen, weil er das Gemüt der Menschen auf dem Phoenix mehr mag als auf Wuyi. Diese Phoenix haben mich auch zu dem Experiment mit Diz inspiriert, weil sie durch die tiefere aber gekonnte Röstung einfache eine Geschmacksdimension mehr aufweisen.. vielleicht schaffen wir ja einen Gegentrend.

PS: Ist jetzt doch etwas länger geworden.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 9 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Nur relativ kurz: Das Rösten ist eine hohe Kunst in der Oolong-Teewelt, und es freut mich, dass du scheinbar echten Geschmack hast. Z.B. in Taiwan trägt die Röstung teils 40% der Bewertung eines Tees bei Wettbewerben bei.

Ich empfehle dir bei Schnorr oder dem cölner Teehaus nach dem dunklen, urtraditionellen 15er oder 16er Dongding von dem sehr alten Mann zu fragen, den Atong geröstet hat. Dieser ist nicht gekugelt, sondern gerollt wie früher. TE und TKK haben sowas so weit ich weiss (noch) nicht im Sortiment, aber das ist gutes Zeug.

Ich habe aktuell bei Diz auch einen Fall offen, wo ein Phoenix Produzent eine kleine Charge eines sehr guten Oolongs von alten Bäumen diesen einiges tiefer röstet für mich als heutzutage üblich. Gebe darüber beizeiten Feedback.

das denke ich mir auch oft.. schon eine röstung von 30% macht sehr viel aus und lässt noch fruchtiges (pfirsich, lychee) durch, z.b. pouchong.  Ab 40 % geht es dann echt schon langsam eher in die dunkle richtung vom aroma und bei vielen dunklen die bei 80% liegen hat man einfach nur noch ein derbes dunkles aroma. gerade bei günstigeren dunklen wird aus meiner sicht vor allem darauf wert gelegt, weil das einfach und deutlich hinzubekommen ist, auch wenn das süße-fruchtige dabei verloren gehen kann wenn man es nicht meisterhaft mit gutem material macht. mir kommt es bei einfacheren dunklen auch oft zu arg geröstet vor, was aber vllt. eher an der verarbeitung und dem material liegt.

bearbeitet von digitalray

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Danke @digitalray und @GoldenTurtle für eure Anmerkungen.

Das klingt ein wenig so, als ob ich hier einfach zu „billige“ Tees ausgewählt hätte, aber diese Oolongs kosten ja auch schon alle 30-60 Euro/100 g; damit liegen sie doch sicherlich nicht in der Discount-Kategorie. Auch die Atong-Oolongs z. B. bei @teekontorkiel oder vergleichbare Wuyis bei @Diz bewegen sich da ihn ähnlichen Regionen.

Das Problem ist auch nicht, dass mir bei den genannten Oolongs nur die Vielschichtigkeit, die ich von anderen Tees gewohnt bin, fehlt. Nein, sie sind geradezu ungenießbar. Zumindest ein halbwegs trinkbares Ergebnis sollte man doch erwarten, auch wenn es nun nicht das Beste vom Besten ist.

Vielleicht sollte ich dazu noch einmal kurz auf einige der Tees eingehen, um das Erlebnis besser zu beschreiben:

  • Mi Lan Xiang Dan Cong von TB: Pfirsicharoma leicht vorhanden, verschwindet nach zwei Aufgüssen, Honig überhaupt nicht, es bleibt ein seifiger* Geschmack
  • Da Hong Pao von TE: Unspektakulärer generischer Teegeschmack, im dritten Aufguss kurz etwas Waldhonig, dann leichte Fischnoten, anschließend seifig und ungenießbar
  • Seogwang Oolong von TG: Angenehme Süße, deutlich überschattet von einem unangenehmen Fischgeschmack.

Wenn ein Vergleich mit anderen Tees besser hilft: Am ehesten erinnern mich diese Tees an bereits aufgegossenen grünen Tee, den man zu lange an der Luft hat stehen lassen. Auch dieser wird „seifig“ und entwickelt meiner Wahrnehmung nach ein sehr unangenehmes Aroma und Mundgefühl.

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vor 8 Minuten schrieb St.Millay:

Danke @digitalray und @GoldenTurtle für eure Anmerkungen.

Das klingt ein wenig so, als ob ich hier einfach zu „billige“ Tees ausgewählt hätte, aber diese Oolongs kosten ja auch schon alle 30-60 Euro/100 g; damit liegen sie doch sicherlich nicht in der Discount-Kategorie. Auch die Atong-Oolongs z. B. bei @teekontorkiel oder vergleichbare Wuyis bei @Diz bewegen sich da ihn ähnlichen Regionen.

Das Problem ist auch nicht, dass mir bei den genannten Oolongs nur die Vielschichtigkeit, die ich von anderen Tees gewohnt bin, fehlt. Nein, sie sind geradezu ungenießbar. Zumindest ein halbwegs trinkbares Ergebnis sollte man doch erwarten, auch wenn es nun nicht das Beste vom Besten ist.

Vielleicht sollte ich dazu noch einmal kurz auf einige der Tees eingehen, um das Erlebnis besser zu beschreiben:

  • Mi Lan Xiang Dan Cong von TB: Pfirsicharoma leicht vorhanden, verschwindet nach zwei Aufgüssen, Honig überhaupt nicht, es bleibt ein seifiger* Geschmack
  • Da Hong Pao von TE: Unspektakulärer generischer Teegeschmack, im dritten Aufguss kurz etwas Waldhonig, dann leichte Fischnoten, anschließend seifig und ungenießbar
  • Seogwang Oolong von TG: Angenehme Süße, deutlich überschattet von einem unangenehmen Fischgeschmack.

Wenn ein Vergleich mit anderen Tees besser hilft: Am ehesten erinnern mich diese Tees an bereits aufgegossenen grünen Tee, den man zu lange an der Luft hat stehen lassen. Auch dieser wird „seifig“ und entwickelt meiner Wahrnehmung nach ein sehr unangenehmes Aroma und Mundgefühl.

klingt jetzt im ersten Moment an unzureichende Röstung bzw Verarbeitung (auch Fixierung) und evtl. falsch und zu lange gelagert, dazu evtl. eh schon zu einfaches Blattmaterial.

Ich kenn das mit dem seifigen bei japanischen Grünen, wenn ich sie zu lange ziehen lasse (> 2 min) oder sie schon älter sind und nicht kühl gelagert. Aber bei Oolongs  oder sonstigen Tees ist mir das bisher nicht vorgekommen, ich bestell aber auch nicht bei TG, TE etc..

hatte ganz früher mal fischige shus, aber die zeiten sind vorbei :D

Ansonsten nimm mal ein anderes Wasser (weicher, weniger Mg, Ca)

bearbeitet von digitalray

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Zitat

Lagerung bei Dir oder beim Händler? Vermute Du meinst Letzteres?

Genau. Aber auch von TB ist sonst alles gut gewesen, weshalb mir die Theorie nie besonders plausibel erschien.

 

Zitat

12 g Teeblätter (ca. 7 gehäufte Teelamaß) auf 1 Liter gefiltertes bzw. weiches, 85 °C heißes Wasser

Diesem absurden Vorschlag von TG bin ich natürlich nicht gefolgt ;-)

 

Zitat

Steh doch zu Deinem "leichten" Geschmack.

Absolut! Die floralen und grünen Oolongs lasse ich mir nicht zerreden.

Aber ich denke eben nicht, dass es hier eine Inkompatibilität mit meinem persönlichen Geschmack gibt. Auch Mittrinker haben das Abgleiten der Tees ins Seifige so beschrieben.

Außerdem haben mir der Mi Lan Xiang und ein anderer dunkler Oolong von ML sowie der vietnamesische oxidierte von TB auch sehr gut gefallen.

:S

 

@Magic Jenny Ich habe dir in diesem Thema geantwortet, weil ich das andere Thema nicht kapern möchte ^_^

bearbeitet von St.Millay

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vor einer Stunde schrieb St.Millay:

Genau. Aber auch von TB ist sonst alles gut gewesen, weshalb mir die Theorie nie besonders plausibel erschien.

...

Aber ich denke eben nicht, dass es hier eine Inkompatibilität mit meinem persönlichen Geschmack gibt. Auch Mittrinker haben das Abgleiten der Tees ins Seifige so beschrieben.

Außerdem haben mir der Mi Lan Xiang und ein anderer dunkler Oolong von ML sowie der vietnamesische oxidierte von TB auch sehr gut gefallen.

...

Also Lagerung. Wie lagerst DU denn? Jutebeutel neben Räucherkammer? Kartoffelkeller? Waschküche? :D
Aber im Ernst, wie lagerst Du denn? Also wo und worin?

bearbeitet von Magic Jenny

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vor 21 Minuten schrieb Magic Jenny:

Aber im Ernst, wie lagerst Du denn? Also wo und worin?

Ich lasse die Sachen in ihren Doypacks und lagere sie in einem dunklen Schrank fernab anderer Gerüche, Feuchtigkeit oder Licht.

Der unangenehme Geschmack ist aber bei Tees, die frisch vom Händler kamen, aufgetreten. Daher glaube ich nicht, dass meine Lagerung einen großen Effekt hatte.

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vor 1 Minute schrieb St.Millay:

Ich lasse die Sachen in ihren Doypacks und lagere sie in einem dunklen Schrank fernab anderer Gerüche, Feuchtigkeit oder Licht.

Der unangenehme Geschmack ist aber bei Tees, die frisch vom Händler kamen, aufgetreten. Daher glaube ich nicht, dass meine Lagerung einen großen Effekt hatte.

Hast Du die Händler mal damit konfrontiert?

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vor 7 Minuten schrieb Magic Jenny:

Hast Du die Händler mal damit konfrontiert?

TB, ja. Dort war man sehr nett und hat mir Ersatz-Tee angeboten. Deren Vermutung war, zu mineralstoffarmes Wasser, aber das konnte ich ausschließen. Sonst waren sie auch ratlos.

Aber es scheint ja kein häufiges und allgemein bekanntes Phänomen zu sein. Da muss ich dann noch mehr experimentieren.

bearbeitet von St.Millay

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vor 47 Minuten schrieb St.Millay:

TB, ja. Dort war man sehr nett und hat mir Ersatz-Tee angeboten. Deren Vermutung war, zu mineralstoffarmes Wasser, aber das konnte ich ausschließen. Sonst waren sie auch ratlos.

Aber es scheint ja kein häufiges und allgemein bekanntes Phänomen zu sein. Da muss ich dann noch mehr experimentieren.

Wir können ja gern mal tauschen. Lies mal meinen Bericht über den Oolong, den ich gestern in der Tasse hatte. Den würde ich gern mal in Deiner Tasse beurteilt haben, kannst mir ja den von TB schicken. Gern Adresse via PN.

Und dem @Manfred schickst 'ne Wasserprobe, er scheint da im Thema zu sein, nach dem was er zu Wasser alles mitteilt.   B)
Hast Du denn zumindest die pH- etc. Werte?

Ich werde aus reiner Neugier mal unser Wasser im Labor untersuchen lassen. Stay tuned...

bearbeitet von Magic Jenny

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Am 5.11.2017 um 01:28 schrieb Magic Jenny:

Ich werde aus reiner Neugier mal unser Wasser im Labor untersuchen lassen. Stay tuned...

Würde mich interessieren was beim Test herausspringt. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass guter Tee mit jedem (trinkbaren) Wasser klar kommt.
@St.Millay Ich kann dir gerne eine Probe eines Oolongs schicken.

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Danke @Magic Jenny und @Diz für eure Angebote!

Ich werde mich zunächst einmal durch die Tees probieren, die ich schon selbst habe.

Das Schöne daran, Tee besser kennenzulernen ist für mich auch, dass es eine gewisse Langsamkeit erfordert. Ich kann nicht mehr als ein oder zwei Tees am Tag verkosten und manchmal möchte ich auch einfach einen Tee trinken, von dem ich schon weiß, dass er mir gefällt.

Gestern hatte ich die Gelegenheit im Teehaus Tushita in München einen dunklen Oolong zu verkosten. Ich bin noch nicht sicher, wie ich den erlebten Geschmack einordnen soll und werde aber weiter über meine Erkundung der Oolongs berichten :-)

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In den letzten Wochen und Monaten habe ich hauptsächlich unterschiedlichste schwarze Tees getrunken, mich dazwischen aber immer wieder an dunkle Oolongs gewagt.

Nach den schlechten Erfahrungen im Sommer mit dem Yancha und Mi Lan Xiang Dan Cong von Teabento, hatte ich diese beiden jedoch in ihren Doypacks nicht mehr angerührt. Dieses Wochenende nun wollte ich den beiden aber noch einmal eine Chance geben. Und siehe da: Der Honey Mole (Fenghuang Dancong, Wudong Mi Lan Xiang) hatte ein wunderbares Honig-Mandarinen-Pfirsich-Aroma, das später in einen etwas salzigeren und umami-reicheren Geschmack überging. Der Sacred Boar (Wuyi Yancha Shuixian) war über viele Aufgüsse hinweg kräftig und das, was man wohl häufig in Tasting Notes als »mineralisch« bezeichnet, mit einer feinen Süßholz-Note im Nachgeschmack.

Es bleibt für mich ein Mysterium, wie ich die Tees vorher so unangenehm finden konnte. Sicherlich ist die typische geschmackliche Grundierung von dunklen Oolongs etwas, an das man sich gewöhnen muss, aber ob es nur daran lag? Meine Vermutung ist nun, dass es bei den ersten Verkostungen möglicherweise Chlorrückstände an Teegeschirr, Wasserkocher oder dem Wasser selbst waren, die den Geschmack verdorben haben.
Oder es ist einfach mehr Erfahrung in der Verkostung, Dosierung und Zubereitung der Tees. Wer weiß ^_^

bearbeitet von St.Millay

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