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Hallo Leute,

in letzter Zeit sehe ich mich auch auf Instagram viel nach Händlern und besonderen Tees um. Kaufen tue ich dort seltener, aber dabei kommen einem manchmal fast schon skurril anmutende "Raritäten" und/oder Produktdesignes unter.

Unter anderem dieser Händler, der in Indien gewachsenen und produzierten "Gushu PuErh" anbietet.

Zitat von der Produktseite:

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Mich würde an der Stelle einfach Mal interessieren, was ihr generell davon haltet, ob jemand schon Erfahrung damit hat, den Händler kennt oder sonst irgendwas zu "PuErh" oder Heicha aus Regionen außerhalb der klassischen Regionen und deren direkten Nachbarn sagen kann.

Liebe Grüße,

Felix :)

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Aaaalso in Assam oben gibt es bis zu etwa 800 Jahre alte Teebäume.
Wenn man da korrekt verarbeitet spricht absolut nichts dagegen.
Wie wir aber aus Laos, Thailand, Burma und Vietnam nur zu gut wissen liegt genau da das Problem - die korrekte Sheng Verarbeitung ist alles andere als einfach und benötigt praktische Erfahrung, es sind so viele Schritte wo so viel falsch gemacht werden kann.
Aber die pflanzlichen Voraussetzungen sind zumindest theoretisch sehr gut - sie sind wie zumeist auch in Yunnan den assamica zuzuordnen.
Ebenfalls die geographischen/klimatischen Voraussetzungen.
In Darjeeling gibt es aber nicht so alte Bäume, dort haben erst die Engländer vor ca. 150 Jahren begonnen, weil die Chinesen etwas schwierige Lieferanten waren.
Aber die Inder und die Chinesen hatten einen etwa 100 Jahre andauernden wissenschaftlichen Wettkampf, welche Nation als erste mit der Teekultivierung begonnen hat.
Als Beweis zählt der älteste Baum mit Übergangsmerkmalen.
Eines der noch wilden Merkmale könnt ihr selbst am Tee erkennen, wenn ihr z.B. echten, wilden (= unkultivierten) Sheng von alten Bäumen z.B. aus Wuliang oder Kunlu habt und die Blätter vergleicht, werdet ihr dort ein zusätzliches, kleineres Deckblatt erkennen, welches es z.B. bei den meisten Yiwu oder Bulang Gushu Tees nicht gibt, da die dort angepflanzten Bäume zwar keine Stecklinge sind wie in der Oolong Welt z.B. üblich, also schon aus Samen, aber diese 4 Merkmale der unkultivierten (und bittereren) Bäume schon zuvor samenstabil (und nicht nur stecklingsstabil) weggezüchtet wurden.
Gewonnen haben den Wettkampf letztlich die Chinesen, nachdem ein internationaler Trupp von Wissenschaftler diesen Teebaum in Bangwei etliche Tage unter die Lupe genommen haben.
Den Tee von diesem Baum habe ich mal auf dem Blog verkostet, Fotos von Übergangsmerkmalen gibts auch zu sehen: http://g-kroet.blogspot.com/2014/11/2013er-loose-sheng-vom-legendaren-ca.html

bearbeitet von GoldenTurtle

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