miig

Lagerung von Grüntee - Zimmertemperatur oder Gefrierschrank?

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Hallo,



wenn ich mich nicht irre wurde das hier noch garnicht en detail diskutiert, drum sei hier mal die Frage gestellt.


Im Prinzip scheint es ja das Beste zu sein, die ungeöffneten Packungen im Kühlschrank zu lagern - und bezüglich der Frage ob man die geöffneten Packungen auch wieder in den Kühlschrank stellen soll, scheiden sich ein bisschen die Geister.


Jedenfalls sind jetzt einige Japaner unterwegs zu mir die wohl auch eine Weile halten sollten und jetzt noch in verschweißten, bis dahin gekühlten Tüten/Dosen lagern, die zu allem Überfluss noch mit Stickstoff gefüllt wurden. Das Problem in meinem Falle: Kühlschrank hier ist immer voll :rolleyes: - in der Gefriere ist aber Platz.



Wenn ich mir aber anschaue was mit Obst und Gemüse passiert nachdem es wieder aufgetaut wurde, bin ich mir nicht so sicher ob ich dem Tee damit nicht einen Bärendienst erweise. Was sagen also die Japan-Experten hier - Gefriertruhe oder Zimmertemperatur?



Viele Grüße!


bearbeitet von miig

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Hallo miig,



ich gehöre zwar nicht zu den Japan-Experten hier, habe aber auch ein paar Erfahrungen sammeln dürfen. Geöffnete (ungeöffnete Packungen hingegen kann man problemlos einfrieren, aber in guten Gefrierbeuteln) Packungen in den Kühlschrank bzw. in den Gefrierer zurückzustellen halte ich für höchstproblematisch, nicht nur wegen der Schimmelbildungsgefahr. Bei Tiefkühlobst stelle ich immer wieder fest, dass dieses, wenn es nicht in guten Gefrierbeutel verpackt (und selbst dann auch teilweise), so einen TK-Geruch annimmt. Den mag ich nicht. Gut fand ich die Idee von jemandem hier aus dem Forum, immer nur einen Tee zu trinken und den Rest eingefroren zu lassen, aber ich kann das nicht. Ich bin viel zu neugierig bei neuem Tee.


Daneben habe ich letztens aber einen Shincha von Yuuki-Cha aus dem letzten Jahr geöffnet, der nicht eingefroren war. Ich hatte den Tee ein Jahr in einen dunklen Schrank im Wohnzimmer stehen. Das Aroma war immer noch umwerfend und schmeckte sehr frisch. Eventuell lag es auch an der Vakuumverpackung. Aber Qualitätseinbußen hatte ich weniger feststellen können. :)



Dass du das Thema ansprichst finde ich übrigens klasse, freue mich schon auf die Profibeiträge. Da kann man sicherlich mal wieder viel lernen. :D 


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wenn ich mich nicht irre wurde das hier noch garnicht en detail diskutiert, drum sei hier mal die Frage gestellt.

Mindestens zwei Mal von Fersi und wohl noch 2,3 anderen Mitgliedern, ist aber schon eine Weile her.  :P

Ganz allgemein scheiden sich hier die Geister, also nicht nur bei der Frage bezüglich geöffneter Packungen. Verfahre schon einige Jahre so, dass ich ungeöffnete Packungen jeweils einfriere. Bis anhin hatte ich damit noch nie schlechte Erfahrungen gemacht und die Qualität hat sich gut gehalten. Einzig für die Akklimatisierung muss man sich genügend Zeit lassen. Von geöffneten Packungen und deren Kühlung halte ich hingegen nicht viel. Lustigerweise diskutieren Goldie und ich gestern über das gleiche Thema. ;)

(aber in guten Gefrierbeuteln) 

Nicht wirklich nötig, zumindest bei normal verpackten japanischen Produkten.

bearbeitet von theroots

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Hallo,

ja, über Kühlschränke wurde ja kürzlich gesprochen - Da wurde aber hauptsächlcih über die Kühlschrank-Frage geöffneter Packungen diskutiert und eine Reihe an Matchatrinkern haben berichtet dass es dabei keine Probleme gibt. Matcha-Aufbewahrung.

Ich persönlich würds nicht machen wegen:

a) Kondensation, vor der ich mich immernoch fürchte
B) des Kühlschrank-Geruches, vor dem fürcht ich mich noch viel mehr :wacko:

c) aus zeremoniellen Gegebenheiten: Der Tee soll bei mir im schönen Teeschränkchen wohnen, zum Kühlschrank zu laufen würde das Procedere deutlich complicieren.

Und der Tea Guardian hat sich des Themas hier angenommen: Storage Issues - aber auch da gehts hauptsächlich um Kühlschränke.

Die Frage für mich hier war hauptsächlich die ob Zimmertemp oder Gefrierschrank -Hab aber auch mal an o-cha geschrieben und bin gespannt was da zurückkommt.
Hab Sencha bisher immer ohne großes Gewese gelagert, aber der feinst gemahlene Matcha macht mir schon Sorgen - der ist ja extrem den Elementen ausgesetzt.

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ja, über Kühlschränke wurde ja kürzlich gesprochen 

Hatte da eher ältere Themen im Kopf: eins, und teilweise zwei

Die Frage für mich hier war hauptsächlich die ob Zimmertemp oder Gefrierschrank

Klar letzteres, wenn du ihn mehr als 3,4 Monate nicht öffnen willst. Im schlimmsten Fall nutzt es nichts, schadet gemäss meiner Erfahrung aber auch in keinem Fall. Einige Shops raten dazu, andere eher nicht (z.B. Akira). 

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Ah, super! Da steht ja schon viel drin und *seufz* - das ist ja wie beim Pu-Erh - kein klarer Konsens.
Hätte ich mir eigentlich denken können dass der Tee sich mal wieder den richtig-falsch-Schemata entzieht, tz <_<

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Grünteelagerung ist gerade in den heißeren Sommermonaten ein Thema.



Grundsätzlich empfiehlt es sich schon beim Grünteeeinkauf auf folgendes zu achten:.



1. Grüntee muss von hoher Qualität und frisch sein, d.h. Knospe + 2-3 Blätter und von diesem Jahr, am besten vom März/April.



2. Wie lagert mein Händler und welche Empfehlungen gibt er mir auf den Weg, hat der Händler überhaupt ein Kühlhaus?



3. Grüntee mag kein: Sauerstoff, Licht, Temperatur >10 Grad, einfrieren-auftauen-einfrieren und Fremdduft.



Deshalb habe ich einen eigenen Kühlschrank (80€) für Grüntees und leicht oxidierte Oolongtees. Jede angebrochene Packung ist mit einer Klammer geschlossen und meine Tüten sind idR drei-lagig Papier-Alu-Plastik. Nach dem Abwiegen verschliesse ich die Packung schnell, um keine Luftfeuchtigkeit an den Tee zu lassen.



Tipp:



Grüntee muss beim aufgießen grün sein, wenn dieser aber gelb ist, dann braucht es keinen Kühlschrank mehr...


bearbeitet von ChaShiFu

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Hi,

danke für die wie immer fundierten Informationen. Um darauf ein bisschen einzugehen:
 

1. In dem Fall ist es Japan-Grüntee von o-cha, anscheinend ein renommierter Händler, aber ich hab jetzt nicht die Premiumsorten gekauft. Bei Japantees sind die Knospen ja anscheinend eher nicht dabei und wenn doch, dann würde man es nicht mehr sehen :)
 

2. Anscheinend wird gekühlt gelagert und wenn eingepackt wird, findet das sogar in Stickstoffatmosphäre statt, um den bösen Sauerstoff zu verdrängen. Hab dem guten Kevin mal geschrieben was er täte, Antwort steht noch aus.

3. Ja, das ist eben auch eine Sorge von mir dass das mit dem Einfrieren Stress für den Tee ist der dann insgesamt die Situation verschlimmbessert.

(4.) Ich denk auch dass ein Kühlschrank die zweifelsfrei beste Alternative wäre - chemische Prozesse werden verlangsamt und die Problematik, die auftritt, wenn man sich deutlich unter den Gefrierpunkt begibt, wird vermieden.

Letztlich will ich aber auch die Dinge nicht mehr als unbedingt nötig komplizieren - ich wills so simple wie möglich keepen 00000753.gif . Und hab somit nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis, zwischen zu warm und eventuell zu kalt.

Ich denk auch dass ich keinesfalls einen ruinierten Tee vorfinden werde, aber ich hab bei frischem Sheng, also vom gleichen Jahr, schon deutliche Entwicklungen festgestellt innerhalb eines halben Jahres - natürlich ist es hier was ganz Anderes. Aber dann besteht halt doch die Hoffnung dass die Japaner ihre ja doch ziemlich flüchtigen Qualitäten deutlich besser bewahren werden wenn sie tiefgekühlt gelagert werden - denn es ist gut möglich dass es bis zu einem Jahr dauern wird bis ich die letzten davon verbrauche. Und die Matchas sind durch die Pulverform ja viel extremer dem Verfall ausgesetzt als intakte Grünteeblätter, selbst das kleine Zeug von typischem Sencha hat ja wohl eine drastisch geringere Oberfläche das das staubige Zeuch ^_^

PS. Ich hab neutlich noch eingeschweißte Senchas der oberen Mittelklasse gefunden, die ich 2006 gekauft hab. Der Plan ist, die 2016 zu öffnen und dann mal sehr gespannt zu sein was mich da erwartet *Indiana-Jones-Smiley*

bearbeitet von miig

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Japanische Tees, die ich nicht zeitnah konsumieren möchte und die noch nicht geöffnet sind, friere ich ein. Da die japanischen Grüntees meist vakuumverpackt sind u/o unter Stickstoffatmosphäre abgefüllt sehe ich da auch nicht so ein Problem. Da das TK-Fach selbst bei mir seltener geöffnet wird als der eigentliche Kühlschrank und das Feuchtigkeitsproblem eher im Kühlschrank zum tragen kommt und bei den original verschlossenen Verpackungen sowieso nicht tragisch ist... mag aber auch ein wenig Gewohnheit sein.



Ich friere z.T. auch Matcha ein, muss aber zugeben, dass ich das so in Japan gelernt habe und aufgrund fehlender schlechter Erfahrung auch beibehalten habe. Es gab keinen Grund es zu ändern. Ich hatte aber vor ein paar Jahren mal einen kleinen Paralleltest gemacht und der in einem relativ kühlen, dunklen Raum aufbewahrte Matcha hat schneller nachgelassen als der im TK-Fach. Ich hatte auch niemals ein Problem mit kondensierender Feuchtigkeit, obwohl man das ja eigentlich gerade bei einem feinen Pulver erwarten könnte.



Ich denke, pauschale Aussagen sind auch eher schwierig. Ich habe von "Fachleuten" beides (eigentlich alles 3 - TK, Kühlung, Raum) gehört. Und in Bezug auf chinesische Grüntees bin ich mir auch öfters unsicher. :unsure:


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Japanische Tees, die ich nicht zeitnah konsumieren möchte und die noch nicht geöffnet sind, friere ich ein.

Habe ich neulich das erste Mal bei einem ganz besonderen Darjeeling First Flush gemacht (2x 50g Packung gekriegt).

Der macht jetzt mit einem japanischen Shincha, einem taiwanesischen Bai Mao Hou und einem chinesischen Emei Mao Feng

gemeinsam Winterschlaf, wie eine kleine Grizzly-Familie - fragt sich nur, wer die Mama ist?

Na, wahrscheinlich der Mao Feng!

Finde eben auch Darjeeling First Flush besser frisch, wobei die Entwicklung nicht identisch ist,

und man ihn durchaus auch 1, 2 Jahre später noch gut geniessen kann.

Am übelsten von der Zeit traktiert empfinde ich Gyokuros von höchster Qualität.

Nicht, dass man sie danach nicht mehr trinken könnte, aber der Zerfall ist gross.

Da trellere ich gemeinsam mit Yamashita: innerhalb von 3 Monaten zu verbrauchen!

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GoldenTurtle: ich habe nicht so oft und nicht viel Gyokuro, v.a. nicht die ganz edelen Sorten, aber diesen Eindruck, dass Gyokuro schnell nachlassen habe ich auch. Da gehen Geschmackswelten verloren. Die einfacheren Sorten lassen ebenso nach. Ich versuche auch daher gerade Gyokuro sowieso Matcha zeitnah zu verbrauchen, sobald sie geöffnet sind. Dann lieber nur sporadisch, dafür aber ganz auf der Höhe.


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da ich kein fach und keine truhe zum tiefkühlen habe, kann ich dazu nichts schreiben.

vakuumverpackte japanische grüntees bauen nach dem öffnen innerhalb weniger wochen ab. wenn ich mal einen hier hab, trink ich ihn rasch aus. für manche chinesische grüntees gilt das ähnlich.

im kühlschrank mit käse, salami, weisskohl, ... lager ich ihn aber auch nicht. mein tee steht hier in der rel. kühlen wohnung bei zimmertemperatur.

ein alter, nachoxidierter, dadurch gelb gewordener maofeng (unbearbeitetes foto):

 
ein frischer zum vergleich:
 
hier kann man den unterschied bereits sehr deutlich sehen. er ist einige zeit vor der optischen veränderung schon zu schmecken.
 
wenn man an solchen tee rankommen kann (den alten hab ich von einem händler geschenkt bekommen mit dem deutlichen hinweis, ihn nicht für tastings zu nutzen), sollte man sie probieren. man lernt auch durch schlechte tees viel...
bearbeitet von Key

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Moooin Teefreunde,
was ich mindestens genaus wichtig finde wie die Temparatur ist der Sauerstoff. Je feiner der Tee umso schneller verflüchtigt sich sein Aroma wenn Luft dran kommt. Daher ist dieser Punkt, neben der Temparatur, ein Haupfaktor für Qualitätsverlust. Also Tüten von feinen grünen Tees, vor allem Matchatees, immer so gut wie möglich ausstreichen bevor man sie luftdicht mit einer festen Klammer verschließt. Das ist schon die halbe Miete.
Kühlschranklagerund ist wichtig für Tees die nicht täglich genossen werden. Für die Sorten die man täglich und schnell aufbraucht ist der Kühli wegen Kondensation eher schädlich. Und ja, Einfrieren von verschlossenen Beständen ist für eine längere Lagerung ideal.

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Den Gefrierschrank benutze ich eher weniger für Tee, weil zu selten Platz und Tetris möchte ich mit meinem Tee nicht spielen. Nur Matcha frier ich ein. Da muss keine Angst haben, dass ich Teeblätter kaputt mache. 


Geöffnete Teetüten, die nicht in täglichem Gebrauch sin, lager ich generell in Vakuumbehältern.


Ungeöffneten Tee lager ich immer im Kühlschrank in Plastikboxen, denn vor allem im Sommer kann ich Eier in der Luft braten. 


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Danke für die Fotos Key, der gelbe sieht echt ein bisschen gruselig aus :)
Ähnliches Foto von Leo:

storage_2longjings.jpg

http://teaguardian.com/how-to-make-tea/tea-storage-issue.html

Ja Oca, der Kühli wär mir auch lieber, aber der ist keine Alternative, da immer voll. Deswegen der Thread, da hier sozusagen nur die Wahl zwischen den Extremen besteht.

bearbeitet von miig

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Ich finde das Vakuumbehälter, also grob gesagt Plastikbehälter mit Ventil um Sauerstoff rauszupumpen, schon ganz gut sind. Das Aroma von Gyo hält darin wirklich um einiges länger.


bearbeitet von Oca Ocani

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Ich finde das Vakuumbehälter, also grob gesagt Plastikbehälter mit Ventil um Sauerstoff rauszupumpen, schon ganz gut sind. Das Aroma von Gyo hält darin wirklich um einiges länger.

Guter Tipp, werde ich mir merken. :thumbup:

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Wie kann man nur Sachen wie "einfrieren" empfehlen und es für gut befinden, kaum zu glauben. Damit nimmt man dem Tee die Lebenskraft und das Aroma wird nicht besser erhalten da es genausoviel kaputtmacht wie erhalten wird. Einfrieren ist eigentlich nur dazu da um Lebensmittel vor dem totalen Zerfall zu bewahren weil sie ansonsten ungeniessbar oder giftig werden. Diese Probleme hat ein Tee nicht, sondern ein reines Aromaproblem.

Kühlschrank hingegen ist für Matcha sinnvoll, da Pulver stark anfällig ist auf Oxidation, allerdings sollte man es immer in eine gut verschlossene Dose tun und beim rausnehmen nur ganz schnell etwas entwenden (soviel wie man für Tee braucht) und sofort zurück in den Kühlschrank damit sich kein Kondenswasser bildet.

Bei Gyokuro... da scheiden sich die Geister. Solange ungeöffnet kann man es im Kühlschrank lagern aber sobald es geöffnet wurde dann sollte man es nicht mehr kühlen da das Material feucht werden kann und das zerstört die Qualität, vorallem wenn es schimmelig wird (das muss nicht sichtbar sein, sichtbarer Schimmel wäre ein schwerer Befall).


Ja Oca, der Kühli wär mir auch lieber, aber der ist keine Alternative, da immer voll. Deswegen der Thread, da hier sozusagen nur die Wahl zwischen den Extremen besteht.

Dann würde ichs bei Zimmertemperatur belassen, am besten kleine Portionen kaufen die alle vakuumiert sind, da hält sich das Aroma am besten, egal bei welcher Temperatur.

Langzeitlagerung (über 1 Jahr) geht nur im Vakuum und Kühlschrank ohne dass es grosse Verluste gibt, ich kenne aber durchaus 5+ Jahr gelagerte Gyokuros die immer noch toll schmecken und leicht blumig werden bei langer Lagerung, also es ist möglich wenn gekühlt mit vakuum.

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Jap, genau dazu habe ich mich jetzt auch entschlossen - im Zweifelsfall das Einfachere.

Der Besitzer von o-Cha meinte dass so mancher japanische Grüntee auch durchaus noch ein bisschen Zeit brauchen kann, weil diese Tees durchaus ein bisschen ablagern können.
Soll nicht heißen dass die reifen wie Pu'Er, aber dass sie, wenn sie vakuumverpackt sind, ihren Gipfel erst nach einigen Wochen, oder bei manchen Tees, Monaten, erreichen können.

In jedem Fall denke ich auch dass sich die Verluste in Grenzen halten solange die Verpackungen noch verschlossen sind - oft sind die ja sogar mit Stickstoff geflutet und das reduziert den Verfall nochmals.
Es ist ja klar dass besonders bei den feingeschnibbelten oder gar gemahlenen Japantees die Uhr rasch abläuft sobald die Packung mal offen ist  -  aber bis dahin - alles halb so wild B)

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Wie kann man nur Sachen wie "einfrieren" empfehlen und es für gut befinden, kaum zu glauben.

Vielleicht, weil es in der Literatur und von einigen Herstellern empfohlen wird? Allerdings nur im Zusammenhang mit einer Langzeitlagerung. Generell wird eine Temperatur von 5-10℃ als Optimum angesehen.

Der Begriff "Zimmertemperatur" duerfte je nach Klimazone und anderen (baubedingten) Faktoren unterschiedliche Interpretationen zulassen. Bei mir sind schon einige japanische Gruentees bei Zimmerlagerung drauf gegangen. Und das obwohl sie noch vakuumverpackt waren. In Mitteleuropa braucht man sich, wenn ich mir den Wetterbericht anschaue, wohl weniger Sorgen machen, dass der Tee "geroestet" wird. ;)

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Was ich zum Thema Einfrieren noch gefunden hab - es scheint problematischer zu sein, den heimischen Gefrierschrank zu verwenden, als Profi-Geräte. Denn letztere tiefkühlen in sehr kurzer Zeit und lassen dem Wasser somit keine Zeit, auszukristallisieren. Bei typischen Haushaltsgeräten hingegen wird das Gefriergut langsam abgekühlt, was dann genau dazu führt. Und beim Auftauen schmelzen diese Kristalle dann und legen sich auf dem Tee ab, der dann rasant altert. Soweit die eine Seite, die andere ist die dass es viele Leute gibt die berichten, dies erfolgreich zu praktizieren, insbesondere mit Matcha.



Seika, was hast du denn für ein Klima?


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Was ich zum Thema Einfrieren noch gefunden hab - es scheint problematischer zu sein, den heimischen Gefrierschrank zu verwenden, als Profi-Geräte. Denn letztere tiefkühlen in sehr kurzer Zeit und lassen dem Wasser somit keine Zeit, auszukristallisieren. Bei typischen Haushaltsgeräten hingegen wird das Gefriergut langsam abgekühlt, was dann genau dazu führt. Und beim Auftauen schmelzen diese Kristalle dann und legen sich auf dem Tee ab, der dann rasant altert.

Meinst du, das gilt auch für Tee?

Das kann man ja schon nicht mit bspw. Gemüse vergleichen,

das eine Feuchtigkeit garantiert im 2-stelligen Bereich aufweist,

während der Tee ja doch ziemlich getrocknet ist, und durchschnittlich

wohl nur noch ca. 2% Feuchtigkeit besitzt.

Hat denn jemand beim Rausnehmen schon mal Eiskristalle direkt

auf dem Tee entdeckt - korrekt verpackt selbstverständlich

vorausgesetzt. Gut, man sollte ja nicht direkt nachschauen, sollte

sich zuerst mit der Umgebungstemperatur aklimatisieren, damit keine

Feuchtigkeit aus der Luft daran kondensiert.

Aber hat denn jemand danach schon feuchte Spuren am Tee entdeckt?

Betr. Seika: der scheint in einer Art subtropischem, japanischem Dschungel

zu Hausen, der hatte doch letztes Jahr bis in den Herbst oft 35° und hohe Luftfeuchtigkeit,

wenn ich mich korrekt erinnere.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Wie kann man nur Sachen wie "einfrieren" empfehlen und es für gut befinden, kaum zu glauben. 

Wie? Ganz einfach: weil ich bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht habe und dies schon eine ganze Weile so "praktiziere". ;)  

Auch bei Produkten, welche ich sehr häufig trinke und daher gut kenne konnte ich im Direktvergleich zwischen frischem und "tiefgekühltem" Tee keinen (feststellbaren) geschmacklichen Unterschied ausmachen. Dennoch stimme ich seika dahingehend zu, dass diese Methode nur bei "langfristiger" Lagerung Sinn macht. 

Denn letztere tiefkühlen in sehr kurzer Zeit und lassen dem Wasser somit keine Zeit, auszukristallisieren. Bei typischen Haushaltsgeräten hingegen wird das Gefriergut langsam abgekühlt, was dann genau dazu führt.

Wie Kröti schon festgestellt hat ist das Schockfrosten dann wichtig, wenn der Wasseranteil hoch ist. Dies ist beispielsweise bei Gemüse oft der Fall. Beim Tee hingegen ist gerade dies weniger ein Problem. 

Viel wichtiger erscheint mir, dass der Tee sich genügend lange an die neue Umgebungstemperatur angleichen kann und erst danach die Verpackung geöffnet wird. 

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Wie kann man nur Sachen wie "einfrieren" empfehlen und es für gut befinden, kaum zu glauben. Damit nimmt man dem Tee die Lebenskraft und das Aroma wird nicht besser erhalten da es genausoviel kaputtmacht wie erhalten wird. Einfrieren ist eigentlich nur dazu da um Lebensmittel vor dem totalen Zerfall zu bewahren weil sie ansonsten ungeniessbar oder giftig werden. Diese Probleme hat ein Tee nicht, sondern ein reines Aromaproblem.

Dann können einem die japanischen Teetrinker ja nur unendlich Leid tun, da es bei den dortigen Großhändlern übliche Praxis ist. Nun muss man den dortigen Profis wohl mal Nachhilfe geben.

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Ich halte auch nicht viel von japanischen Tees, ausser es ist ein aus Samen gezogener Bergbusch und alles frisch gepflückt und danach sofort versendet. Gerade jetzt wo man sich nicht sicher ist ob sogar radioaktive Partikel vorhanden sind (die AKWs sind noch lange nicht dicht, das Zeugs wird jahrelang in die Umwelt gehen, wird halt bewusst verschwiegen) . Mit Radioaktivität kann man Samen entkeimen, also so harmlos wie es die Japaner oft darstellen ist es beweitem nicht.

Mit Tiefkühlmethoden kann man auch Samen entkeimen, aber bei Schockfrostung wäre die Keimfähigkeit je nachdem relativ stabil wobei wahrscheinlich niemand in der Wohnung so ein Gefrierschrank hat der auch professionell Schockfrieren könnte, ein aufwendiges Verfahren. Das heisst aber nicht dass es gut wäre und ich benutze nur mal ein gutes Indiz inwiefern es die Lebenskraft erhalten kann. Man kann schockgefrostete Keime fast unendlich lange einfrieren und danach wieder nutzbar machen solange die "Schwingung" das Räderwerk der Biochemie nicht verändert wurde (Cryostasis) aber die Lebensenergie sinkt beträchtlich (das erkennt man an mangelnder Abwehrkraft am lebendigen Lebewesen), deswegen braucht es auch spezielle Aufbereitungsmethoden, also die Chinesen haben schon recht wenn sie sagen "es macht das Qi kaputt".

Wie auch immer, was ich damit sagen will, es ist nicht alles beliebig konservierbar und Wasser kann ein Feind sein beim Einfrieren. Ohne Schockfrostung wird man immer ein Verlust haben (auch geschmacklich) da die Wasserkristalle soviel von der biochemischen Struktur kaputtmachen. Mit Schockfrostung kanns auch Einbussen geben aber rein geschmacklich bleibt alles in Ordnung da die geschmacksgebenden Stoffe ohne Wasserkristalle sehr stabil bleiben, es stehen ja nicht alle auf "Qi". Man muss sich halt auch erstmal fragen was man überhaupt erreichen will...  energetisch hochwertige Lebensmittel oder bloss ein guter Geschmack, da sind ja viele Leute verschiedener Ansichten und das ist ja auch ihr gutes Recht.


Ausserdem ist der Zerfall (das betrifft auch das Aroma) bei -30 oder so gar nicht gestoppt sondern nur verlangsamt, dazu würde es den absoluten Nullpunkt brauchen (dieser ist nur theoretisch erreichbar). Wasserkristalle hat es immer, es ist fast unmöglich das Wasser vollständig von einem Medium zu trennen da alles hygrophil wird je weniger Wasser vorhanden ist. Klar, die Japaner wissen das ja alles besser als ich, deswegen haben sie leider auch (ehemalig) an fast sämtlichen Küstenbereichen Japans AKWs aufgestellt und kaum ein Strand ausgelassen selbst wenn ihre Erde schon millionen von Jahren am beben war und Tsunamis das Land heimsuchten, Risikobereitschaft steht bei ihnen ja an erster Stelle.

Ach ja, das heisst nicht dass ich auf Zoff aus bin, friert ruhig alle Sachen ein aber ich habe das Recht eine andere Ansicht zu vertreten.

bearbeitet von Gushu

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