Marc Marc

Dancong Box 2015 (Cha-Shifu) - Eure Eindrücke

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Diese beiden würde ich auf jeden Fall fürs Ende aufheben, für mich heben diese sich vom Geschmacksmuster vom Rest ab.

 

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bearbeitet von Cel

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vor 5 Stunden schrieb Charyu:

Du könntest Dich allerdings auch einreihen und den hier aktuell besprochenen Tee probieren und Deine Einschätzung hinzufügen. :trink_tee::winken:

dark leaf ... orange ... was ist "aktuell"?

Nein, ich muss wohl genauso anfangen, wie auch die anderen vor mir. Auch wenns dann etwas dauert.

Momentan siehts nach Chicken Case oder Orange Flower aus. Morgen gehts los.

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Also, der White Leaf, Wulong und Dark Leaf sind alle eher sanft gelagert und weicher. Den Chicken Case empfinde ich eher fruchtig, nicht so weich. Den Songzong und Shui Xian empfinde ich schon mit dunkleren Klängen. Der Orange ist furchtig mit dunkleren Klängen und ausgeglichener Säure und Süße und bisher wäre es mein Abschluss wenn ich nochmals starten müsste. Weiter bin ich noch nicht. In der Reihenfolge der Nennung empfinde ich eine nette Verkostungsreihe. Ich weiß nicht, ob es jemand anders sieht.

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Am 12.1.2016 um 08:28 schrieb Cel:

Heute habe ich mit dem Chicken Case begonnen. Ich habe ihn gewählt, da er am schlechtesten weg kommt.

Ich bin ganz ehrlich, der Tee ist für mich die Hölle. Er hat traumhafte süße Spitzen, aber er hat etwas was für mich widerlich ist. Wie so viele TGY die ich probiert habe, hat der Tee eine tiefgründige bittere Note, die sich im Rachen und auf dem hintersten Teil meiner Zunge legt und mich einfach anwidert. 

Ich hatte den Tee von Zhuni, über Zini, in Porzellan, es ist für mich ein Tee der Katergorie totaler Absturz. Ich hab mit eher zu grün tendierenden Tees eh Probleme,  ist einfach nicht mein Tee.

Angefangen habe ich mit 10g auf 180ml, im Porzellan waren es 10g auf 200ml. Selbst bei 2g auf 200ml, 80° heißes Wasser und 10 Sekunden bleibt die Note für mich erhalten. 

Testurteil, der Tod für meine Zunge:S

So, dann habe ich also gerade den probiert. ( Chicken Case )

2g auf 45 ml Porzellangaiwan.

Mh, ich kann mir vorstellen, was oben gemeint ist, aber ich finde ihn für mich nicht bitter. Nun war ich etwas vorsichtig. Aber den könnte ich auch bestimmt bedenkenlos durch die Tonkanne schicken. 

Also, heller grüngelber Aufguss, zu Beginn etwas schwach, warscheinlich wegen der kurzen Ziehzeit. Menge muss stimmen, denn jetzt ist der Gaiwan fast gefüllt.

Feuchte Blätter zeigen einen eher grünen Oolong mit braunen Rändern, eigendlich ein schönes dunkles Grün, schöne zweifingerlange Blätter dabei.

Geschmack eben etwas leicht, viele Kräuter, etwas weißes, etwas gelbes, ja,das ist ein Geschmack, der vieleicht nicht gefällt, spontan würde ich sagen Shantee, wer sich daran erinnern kann. Aber nicht so heftig. Also dass begründet bei mir das etwas "wilde" .

Ganz ehrlich hätte ich blind nicht als Dancong erkannt. Aber interessant und vieleicht mal was Wärmendes wenn ich draußen bin...

 

Das Bild von den feuchten Blättern.

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@Cel & @Krabbenhueter

Macht euch doch mal den Spaß und kauft Euch eine 1l Flasche Destiliertes Wasser (=Aqua demineralisata, so wie es kleingeschrieben draufsteht und den wahren Inhalt preis gibt) und bereitet Euch den Chicken Case damit zu, so wie ich es in meinem Verkostungsbericht auf Seite 3 (Link zum Beitrag (sofern das funktioniert) im, zum Download frei gegebenen, PDF Dokument (-> 2.Verkostungsbericht) beschrieben habe. Damit entdeckte ich einen ganz anderen Tee, als den mit dem doch relativ weichen Troisdorfer Leitungswasser zubereiteten. Da ich 10. Aufgüsse raus bekommen habe, war der Liter Aqua destillata auch aufgebraucht. Da hätten wir wenigstens in Bezug auf das Wasser, abgesehen von persönlichen Faktoren, die gleiche Basis. Cha-Shifu vermutete ja schon, dass der weiches Wasser benötigt. Und ich kann durch die Praxis nur bestätigen, dass der ganz weiches Wasser benötigt. Bevor ich des Aqua demineralisata in den Wasserkocher gegeben habe, habe ich ihn entkalkt. Ansonsten wird der Kalk vom Aqua demineralisata im Wasserkocher absorbiert. Und das würde das Ergebnis verfälschen. Wenn Ihr Euch dazu durchringen könnt, berichtet bitte hier. Ich fände es schon sehr interessant, ob unsere Eindrücke dann annähernd deckungsgleich sind. :) :winken:

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vor 9 Minuten schrieb Charyu:

Und ich kann durch die Praxis nur bestätigen, dass der ganz weiches Wasser benötigt. Bevor ich des Aqua demineralisata in den Wasserkocher gegeben habe, habe ich ihn entkalkt. Ansonsten wird der Kalk vom Aqua demineralisata im Wasserkocher absorbiert.

Ich hoffe, du hast auch die richtige Mondphase abgewartet. :D

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vor 1 Minute schrieb GoldenTurtle:

Ich hoffe, du hast auch die richtige Mondphase abgewartet.

Oh Kröti, wenn Du nur wüsstest, welche Dunstglocke (Luftverschmutzung) hier ständig über dem Ballungsgebiet liegt. Sterne kannst Du gar keine sehen und der Mond scheint auch nur durch einen Schleier. Welchen Einfluss sollte er da schon haben? :P

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vor 4 Stunden schrieb Charyu:

@Cel & @Krabbenhueter

Macht euch doch mal den Spaß und kauft Euch eine 1l Flasche Destiliertes Wasser (=Aqua demineralisata, so wie es kleingeschrieben draufsteht und den wahren Inhalt preis gibt) und bereitet Euch den Chicken Case damit zu, so wie ich es in meinem Verkostungsbericht auf Seite 3 (Link zum Beitrag (sofern das funktioniert) im, zum Download frei gegebenen, PDF Dokument (-> 2.Verkostungsbericht) beschrieben habe. Damit entdeckte ich einen ganz anderen Tee, als den mit dem doch relativ weichen Troisdorfer Leitungswasser zubereiteten. Da ich 10. Aufgüsse raus bekommen habe, war der Liter Aqua destillata auch aufgebraucht. Da hätten wir wenigstens in Bezug auf das Wasser, abgesehen von persönlichen Faktoren, die gleiche Basis. Cha-Shifu vermutete ja schon, dass der weiches Wasser benötigt. Und ich kann durch die Praxis nur bestätigen, dass der ganz weiches Wasser benötigt. Bevor ich des Aqua demineralisata in den Wasserkocher gegeben habe, habe ich ihn entkalkt. Ansonsten wird der Kalk vom Aqua demineralisata im Wasserkocher absorbiert. Und das würde das Ergebnis verfälschen. Wenn Ihr Euch dazu durchringen könnt, berichtet bitte hier. Ich fände es schon sehr interessant, ob unsere Eindrücke dann annähernd deckungsgleich sind. :) :winken:

Ein Tee, der nur mit reinstem destiliertem Wasser funktioniert, gefällt mir eigentlich gar nicht und es ist meiner Meinung nach auch nicht nötig... Aber ich werd mir mal nächste Woche was ganz Reines ( also Wasser ohne alles :) )besorgen.:ph34r:

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vor 6 Stunden schrieb Charyu:

@Cel Ist er Dir dann persönlich auch zu lieblich?

Ich fand den Tee sagen wir mal, interessant. Nur suche ich nach der ersten Erfahrung mit diesem Tee immer diese bittere Note und stoße dann auch auf diese. Sie muss nicht mal mehr da sein, der Wille reicht um sie zu erzeugen...

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vor 18 Stunden schrieb Cel:

Ich fand den Tee sagen wir mal, interessant. Nur suche ich nach der ersten Erfahrung mit diesem Tee immer diese bittere Note und stoße dann auch auf diese. Sie muss nicht mal mehr da sein, der Wille reicht um sie zu erzeugen...

Heute habe ich den Chicken Case mit "Plose" Wasser probiert. Ja, ich verstehe, was gemeint ist. 

Aber eigendlich würde mir mein Britta Wasser mit 8 GdH auch genügen. Meine Geschmackswahrnehmungen haben sich bestätigt, wenn auch etwas verzerrt und verstärkt. Gerade dieses etwas "Gelbe" was mich etwas an diesen wilden Bergtee erinnert. Dieser Geschmack ist nicht jedem angenehm...

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Am 15.1.2016 um 09:54 schrieb Krabbenhueter:

spontan würde ich sagen Shantee, wer sich daran erinnern kann. Aber nicht so heftig. Also dass begründet bei mir das etwas "wilde" .

Gerade auf der Suche nach einem anderen Thema gefunden: Shan - Tee Nordthailand -> https://www.teetalk.de/forums/topic/322-shan-tee-nordthailand/

Am 15.1.2016 um 09:54 schrieb Krabbenhueter:

Ganz ehrlich hätte ich blind nicht als Dancong erkannt.

So erging es mir auch, aber nicht nur bei diesem DC aus der Box. :trink_tee:

Bei dem Feedback zum Chicken Case ist mir doch jetzt wieder mal deutlich geworden, dass jeder Mensch seine Umwelt über seine eigenen Sinnesorgane ganz individuell wahr nimmt und dass sich die Wahrnehmung von  Geschmack mit zunehmendem Alter doch entscheidend verändert. Mal ganz abgesehen von unterschiedlicher Zubereitung. Von daher stellt sich mir mal wieder die Frage der Sinnhaftigkeit von Vergleichen. Da tritt doch wieder die gemeinsame Teerunde in den Vordergrund und die Feststellung, dass es eigentlich um das Sammeln von persönlichen Eindrücken geht und der Tee bei jedem einen (zumindest etwas) anderen Eindruck hinterlässt. :winken-traurig:

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Shui xiang im direkten Vergleich aus der Dancong Box oben und der Yancha Box.

Im ersten, trockenen Moment dachte ich: Ja, ist doch gestimmt der gleiche :D:D:D

Aber spätestens der Aufguss zeigt, verschiedenen Verarbeitung. DC ist heller sowohl im Aufguss als auch die feuchten Blätter.

Wobei dafür fand ich den Geschmack dann wieder relativ ähnlich. Der DC vieleicht etwas runder, kräftiger gerösteter usw...

Aber insgesammt haben beide einen guten Eindruck bei mir hinterlassen.

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Heute den Duck Shit in der Kanne, erster Aufguss, nicht meines, hat mich an den Chicken Case erinnert. Dann mal auf mein Leitungswasser umgestiegen, so muss ein Tee sein. Der Chicken Case bekommt nochmal eine Chance mit Leitungswasser. Das scheint den DCs gut zu tun. Man fällt manche Urteile halt einfach zu früh....

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Jetzt hab ich den Chicken Case im Porzellan Gaiwan, benutze mein Leitungswasser anstatt der verschiedenen Mineralwasser die eher zu sauer tendieren. Was soll ich sagen, schnelles abgießen und mein Leitungswasser, ich verstehe warum Cha-Shifu den Tee mit in die Box aufgenommen hat. Alles was ich bemängelt habe ist wie weg gewischt.

War der Rest des Chicken Case, er hat mich doch noch überzeugen können.

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Am 10.10.2015 um 14:44 schrieb Marc Marc:

Duck Shit

Ein Hinweis zum " Duck Shit " :tee_zeitung: : 

Der aus 2014 von Chris ( @chenshi-chinatee ) wurde bereits im Forum behandelt. 

Fenghuang Yashixiang Dancong (single bush); " der berühmt berüchtigte Entenkot-Tee "
Herkunft: Guangdong, Stadt Chaozhou

Damit hätte man einen (bedingten) Vergleich zum " Duck Shit "  von 2015 aus der DC Box von Micha ( @Cha-Shifu )

Duck Sh*t or Ya Shi Dancong
Herkunft: a small village between Fenghuang town and Wudong Mountain at the old steep road in Phoenix Mountains in Northern Guangdong

:winken:

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sicher ein spannender Vergleich @Charyu wobei meiner kein Single-Bush im Sinne von singulaer stehnder Baum, sondern von gewoehnlichen Bueschen stammt. 

Yashi DC ist eher eine juengere Kreuzung. Habe am Wudong Berg bereits 4-5m hohe Yashi DC gesehen, angeblich die aeltesten die sind keine 50 Jahre alt.

Freue mich auf Deine Eindruecke und wie immer sehr lehrreich und hilfreich eine Parallelverkostung :tee_zeitung:

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vor 13 Minuten schrieb Cha-Shifu:

Freue mich auf Deine Eindruecke und wie immer sehr lehrreich und hilfreich eine Parallelverkostung

Dank Dir, Cha-Shifu, für die genauere Beschreibung der Unterschiede bezüglich der Herkunft! :excl:

Eine Parallel-Verkostung ist mir leider nicht mehr möglich, weil ich den Tee damals von Chris so lecker fand, dass der schnell aufgebraucht war. 

Ich kann mich nur dunkel daran erinnern, dass es damals um die Zubereitung ging um ihn richtig lecker zu machen, hab es aber über die Suchfunktion nicht mehr wieder gefunden, da alle Infos im Forum ja so breit über die Themen verteilt sind. :weinen: Und um die Bezeichnung Enten Dreck (Entenscheiße) ging es lustig her. Da gab es auch die Vermutung, dass der Tee-Bauer ihn nur so genannt hatte, damit ihm die (seine) Nachbarschaft nicht den Tee pflückte (sprich klaute). :winken:

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Ich schließe mich an.

Der Orange DC gefällt mir wirklich sehr gut. Schöne Blätter, schönes Aroma, ergiebig und unkompliziert, sowohl in Ton als auch in Porzelan.

Weiter so, mein Interesse an diesen DC ist geweckt und freut sich über die Bandbreite der Sorten.

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Gestern und heute den Dark Leaf DC jeweils in Porzelan und heute Ton...

Aber so ganz überzeugt der mich geschmacklich nicht. Einige sehr interessante Aromen bei, aber auch etwas eigenartiges???

Die Blätter gefallen mir ganz gut, vieleicht etwas viel Stiele dabei. Aber das war gestern nicht so.

Dem muss ich noch etwas nachgehen. Vieleicht mal mit der harten Methode?

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vor 22 Stunden schrieb Krabbenhueter:

Gestern und heute den Dark Leaf DC... Einige sehr interessante Aromen bei, aber auch etwas eigenartiges???

Frische Herbe die manchmal wie Seife rueber kommt wuerde ich sagen 9_9

Wir hatten zu Mittag den Dark Leaf mit koreanischen BBQ geschluerft, die Kombi geht klar :D

Xiao Guo, der Sohn meines Bauern des Vertrauens am Wudong Berg hat ein paar Bilder von der Kaltfront gezeigt - Dark Leaf Knospen in Eis, seht selbst wie es heute Morgen dort aussah :o

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Heute die kritische Geschmacksprüfung mit meiner Frau.

Im Testfokus stand der Orange DC...

Ja, er hat bestanden. Ich hatte 4g in 100ml Tonkanne versucht und mit relativ kurzen Ziehzeiten versucht. ( erst hatte ich eine Kanne, die aber dann ausschied, weil sie auch zu langsam ausgoss...)

Der ist wirklich gut geworden. Und ich muss mir eingestehen, dass mir bisjetzt die DCs am besten gefallen, die doch etwas dunkler verarbeitet sind.

Ja, mal sehen, wie es in der Woche weitergeht. 

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    • Von Konfusius
      Hallo,
       
      wollte mich hier nur kurz vorstellen, bin 48 Jahre alt und wohne in Wiesbaden.Lese schon seit einiger Zeit hier  im Forum mit und habe mich jetzt endlich angemeldet!
      Angefangen mit dem Tee trinken habe ich schon sehr früh, als Kind habe ich mir heimlich Schwarztee gebrüht, mit Unmengen Milch und Zucker.Ich weiß sogar noch die Sorte, es war die gute Milford Ceylon-Assam Mischung aus dem Supermarkt, natürlich im Beutel.
      Dementsprechend gilt heute meine Vorliebe den Schwarztees, mittlerweile höherwertige wie Yunnan golden Bud oder japanischen Benifuuki Schwarztee, welchen ich sehr mag.
      Trinke aber ansonsten auch alles , was sich irgendwie aufbrühen lässt, wie z.b. Guayusa "Tee", den ich wegen Geschmack und Wirkung sehr schätze (verstehe gar nicht, warum man hier im Forum gar nichts über diesen Tee findet!), Bambus und Moringa mag ich auch sehr. Oolongs habe ich diverse probiert, wobei ich den nicht mehr trinken kann, nachdem ich mich nach einer Gong Fu Style Sitzung mit Gaiwan und  Milky Oolong übergeben musste, vermutlich waren da irgendwelche Keime im Spiel.
      Eine Matcha Phase habe ich auch hinter mir, gefiel mir vom Geschmack her sehr gut, aber  vertrage ihn leider nicht.
      Gyokuro nebst kleiner 60ml Kyusu ist unterwegs, da freue ich mich schon riesig drauf.
      Wo ich mich aber überhaupt nicht heran wage ist Pu Erh, ich habe gelesen, dass bei der Herstellung Aspergillus niger beteiligt ist, wie kann mann denn sowas trinken, ohne krank zu werden?
      Während meiner BTA Ausbildung hat man sich quasi bekreuzigt, wenn der Name Aspergillus niger fiel 🙂, schwarzer Schimmel im Tee? Lieber nicht! Vielleicht kann mich ja ein Pu Erh Fan aufklären.......
       
      Hoffe, ich werde mit meinem Posting  meinem Nickname nicht zu sehr gerecht 😉
       
      Viele Grüsse
      Konfusius
       
       
       
       
       
       
    • Von michdal
      Ich plane eine Bestellung bei Tea Masters und suche noch Mitstreiter. Zum einen hatte mein geliebter Mini-Gaiwan kürzlich Bodenkontakt, außerdem könnte ich mal wieder ein paar anständige Oolongs gebrauchen. Mittlerweile gibt es ja eine komplett neue Website, die die Recherche vereinfacht (https://www.tea-masters.com/en). Die einzelnen Tees sind ausführlich beschrieben. Nette Gefäße sind natürlich auch immer zu haben.
      Ich würde mich um Abwicklung und ggf. Zoll kümmern. Wir haben vor einigen Jahren schon einmal zusammen bestellt und es hat gut geklappt:
      https://www.teetalk.de/forums/topic/1892-suche-qingbai-mini-cup-tea-masters-bzw-möglichkeit-der-sammelbestellung/?tab=comments#comment-22803
      Fragen gern hier oder per PN.
      Edit: Ach ja, sehe gerade, es gibt nun auch Freiversand ab 100 USD (Airmail) bzw. 200 USD (EMS).
    • Von Teeknospe
      Etwas später als geplant habe ich nun die Winterernte des Dancongs "Ya Shi Xiang" bei mir im Shop. Der Tee stammt aus dem Fenghuang Shan (Phoenix Mountains) in der chinesischen Provinz Guangdong. Es handelt sich um einen kurz oxidierten Tee mit intensiv-blumiger Note und zarten Fruchtnuancen:
      https://www.teeknospe.de/
       
       

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