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Welchen Tee trinkt ihr heute?


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No. 150019 Formosa Mingjian Rou Gui vom Hamburger Teespeicher ("abgelaufen" im Dezember 2018)

Schön kräftig, macht ein wohlig warmes Bauchgefühl, Pflaume, leichte Zimtnoten, Karamel, Honignoten (aber eher in Richtung Blütenhonig als Bienenhonig?).

Ob er von Atong stammt, weiß ich leider nicht. Der neue Rou Gui vom Hamburger Teespeicher ist ausdrücklich von ihm. Auf der Packung steht wiederum nur die westliche Zubereitungsart, was m. M. n. eher dagegenspricht...

Wie dem auch sein, ein hervorragender Tee. 🥰

Bearbeitet von Salad Fingers
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vor 6 Minuten schrieb Salad Fingers:

Ob er von Atong stammt, weiß ich leider nicht. Der neue Rou Gui vom Hamburger Teespeicher ist ausdrücklich von ihm. Auf der Packung steht wiederum nur die westliche Zubereitungsart, was m. M. n. eher dagegenspricht...

Das war ja schon wie ein richtiger Tee-Spürhund gedacht 😁 ... ich denke deinen Gedankengang auch nachvollziehen zu können - du dachtest bei hochwertigerem Tee würden sie eher Gongfucha Methode empfehlen? Aber so einfach ist das leider nicht ... was da gewisse Händler für Zubereitungstipps auf die Packung schreiben, davon kann nicht zuverlässig ableiten, ob es von einem bestimmten Produzenten stammt oder nicht ... dieser ist bestimmt auch von Atong.

Ich möchte dazu aber einmal anmerken, dass ich mit seinen Rougui, besonders mit den Guifei Versionen, sehr viel Gewöhnungszeit brauchte, bis ich sie wirklich tief geniessen, richtig in sie eintauchen konnte ... vielleicht 5, 6 Jahre, vielleicht am längsten von allen Tees ... im Vergleich hatte ich wesentlich kürzer mich mit Shou anzufreunden ... und das obwohl seine Rougui ja stets eine gute Portion Frucht aufweisen, aber diese intensive mineralische Würzigkeit (Grüsse an die Yancha-Wurzeln) war für mich doch lange zu intensiv (es gibt aber auch Dongpian Rougui von ihm, die verhältnismässig wenig geröstet und nur recht dezent mineralisch-würzig sind - diese schmeckten mir auf Anhieb wunderbar), und auch die Mehrzahl der Dongdings war für mich leichter zugänglich, auch da zuerst natürlich die recht grün Ausgebauten, mit den richtig traditionell Verarbeiteten brauchte ich hingegen eine ähnlich lange Gewöhnungszeit.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Atong jeweils das hochkarätigste Rougui-Pflückgut (z.B. eben starkbefallene Guifei-Ernten) ähnlich wie traditioneller Dongding ausbaut (und natürlich ebenfalls gekugelt).

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vor 5 Stunden schrieb GoldenTurtle:

dieser ist bestimmt auch von Atong.

Ich habe noch nicht so viele von ihm probiert, aber diese Ausgeglichenheit habe ich bis jetzt nur bei ihm geschmeckt. Der Tee gibt auch einfach nicht auf: mit 3 Gramm bin ich jetzt bei fast einem Liter und es schmeckt immer noch. 🥰

 

vor 5 Stunden schrieb GoldenTurtle:

aber diese intensive mineralische Würzigkeit (Grüsse an die Yancha-Wurzeln) war für mich doch lange zu intensiv (es gibt aber auch Dongpian Rougui von ihm, die verhältnismässig wenig geröstet und nur recht dezent mineralisch-würzig sind - diese schmeckten mir auf Anhieb wunderbar)

Lustig, mich hat gerade dieser mineralische Unterton sofort angezogen. Den könnte ich jeden Tag trinken, wäre er nur nicht so teuer. :trink_tee:

Bearbeitet von Salad Fingers
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vor einer Stunde schrieb Salad Fingers:

Lustig, mich hat gerade dieser mineralische Unterton sofort angezogen.

Vielleicht ist deiner aber doch auch von einer eher leichter zugängliche Variante?
Weil diese hat selbstverständlich auch eine mineralisch-würzige Note, aber wesentlich dezenter und zugänglicher.
Ich nehme an, deiner ist ja schon gekugelt, aber ist er auch Guifei?
Die Guifei-Versionen scheinen meiner eher zufälligen Observierung nach stärker oxidiert und stärker geröstet zu werden als die non-Guifei-Versionen.
Ist denn die Aufgussfarbe bei dir recht dunkel für einen Oolong? Vgl. hier:

Am 24.9.2022 um 16:29 schrieb GoldenTurtle:

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vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Vielleicht ist deiner aber doch auch von einer eher leichter zugängliche Variante?
Weil diese hat selbstverständlich auch eine mineralisch-würzige Note, aber wesentlich dezenter und zugänglicher.
Ich nehme an, deiner ist ja schon gekugelt, aber ist er auch Guifei?
Die Guifei-Versionen scheinen meiner eher zufälligen Observierung nach stärker oxidiert und stärker geröstet zu werden als die non-Guifei-Versionen.
Ist denn die Aufgussfarbe bei dir recht dunkel für einen Oolong? Vgl. hier:

 

[Edit]Blödsinn entfernt[/edit]. Die Reste habe ich leider schon entsorgt, also kann ich leider auch nicht mehr nach den typischen "Verkrümmungen" des Tees schauen. Beim nächsten Mal achte ich drauf.

Die Aufgussfarbe war deutlich heller als auf Deinem Bild. Ich denke auch, dass es eine eher zugängliche Variante war, weil die Mineralität eher milde war (von einem Yancha weit entfernt). Schade, dass zu genau diesem Tee auch über Google nichts mehr zu finden ist. 😒

Bearbeitet von Salad Fingers
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vor 4 Minuten schrieb Anima_Templi:

...🤔

Okay, da bin ich wohl unbedarft auf diverse Etiketten reingefallen, tut mir Leid. Meinen letzten Post bitte ignorieren. Auch der Blütenhonig stammt letzendlich von der Biene...

Was ich wohl meinte: Der Honiggeschmack ist nicht so stark und prägnant wie bei den anderen Guifei, die ich getrunken habe. Nicht so aufdringlich. Aber vielleicht ist das auch wieder nur Atongs tolle Arbeit. 

 

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2002 Yiwu Gushu von Yu

Ein sehr spannendes Sample, was ich von Meng-Lin bei der letzten Bestellung erhalten habe: für mich der bislang älteste Pu von Yu! Wenn man die Fakten aus einem Artikel der Züricher Zeitung zusammenfasst, muss Yu (zum Zeitpunkt des Artikels als "Mittvierziger", also ~45 Jahre, beschrieben) schon als Jugendlicher angefangen haben, Pu'erh zu "erforschen" ("Anfang der Neunziger", d.h. 45 - 34 Jahre = 11 Jahre) - wenn man davon ausgeht, dass er in solch zartem Alter noch nicht selbst Pu produziert hat (sofern die Angaben denn zutreffend sind), gehört dieser Tee mit seinen 20 Jahren wohl zu einem seiner früheren Werken. Und im Gegensatz zu einem Gaoshan o.ä. handelt es sich hier um einen Blend verschiedener Yiwu-Dörfer, wie es auch bei dem 2008er Yiwu der Fall ist - dieser hat sich in den letzten 3 Jahren seit der letzten Notiz übrigens gut entwickelt und gefällt mir inzwischen deutlich besser, daher sind die alten Notizen nur bedingt als Vergleich brauchbar.

Nun aber zum Tee: Da Yu Tees ja meist doch eher dezent sind bin ich beim ersten Aufguss recht kräftig an die Sache rangegangen und war dann ziemlich erstaunt, wie herb der Tee im ersten Aufguss war - durch eine intensive Säure war klar, dass der Tee eindeutig zu lange gezogen war. In den nächsten Aufgüssen war ich dann vorsichtiger - für Yu-Verhältnisse ist der Tee immer noch geradezu derb im Geschmack und die Säure geht leider nicht ganz weg, bei normal-kurzen Ziehzeiten aber auf ein tolerierbares Maß zurück, und dann zeigt der Tee, was er kann: er startet zunächst mit einer schönen Walnuss-Note, begleitet von etwas Pfifferlingen, trockenem Laub und Holz - sehr herbstlich. Interessant: obwohl es sich um einen Yiwu handelt gibt es keine Spur von Süße - erst im Abgang zeigt sich diese verhalten - bei einer Blindverkostung hätte ich nie auf Yiwu getippt! Aber obwohl er (für Yu) geschmacklich etwas derber ist (global gesehen gibt es da natürlich ganz andere Kaliber) zeigt fühlt sich der Aufguss sehr sauber und rein an - etwas, was auch von den wunderbaren Reifungsnoten bestätigt wird: vor allem in den späteren Aufgüssen, wenn sich die initial deftigen Noten etwas gelegt haben kommen diese wunderbar zur Geltung - das absolute Highlight ist hier eine wunderbare Wachs-Note (zumindest erinnert es mich etwas an Bienenwachs), ähnlich wie sie z.B. auch bei dem 2009er Youle von Douji zu finden ist. Desto später der Aufguss desto süßer wird der Tee - zwar bleibt die Säure leider immer im Hintergrund bestehen, aber immerhin ist sie keine so aggressive Magenkiller-Säure wie bei einem typischen Factory-Sheng und da sie mit zunehmenden Aufgüssen kontinuierlich abnimmt ist es tatsächlich so, dass mir der Tee nicht etwa am Anfang am besten gefällt (wie es sonst meist der Fall ist) sondern ab dem 8. Aufguss oder so, wenn diese nur noch sehr dezent vorhanden ist und die Reifungsnoten voll zur Geltung kommen. Das Qi ist hingegen typisch Yu: dezent, unaufdringlich aber durchaus kraftvoll - da lässt sich auch eine eher leichte Textur verschmerzen. Für seine 20 Jahre wirkt der Tee noch etwas jung, daher tippe ich auf eine eher trockene Lagerung (vermutlich Taiwan), aber insgesamt gefällt er mir sehr gut - und wirklich spannend auch mal diese Seite von Yu kennenzulernen.

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vor 12 Stunden schrieb doumer:

für mich der bislang älteste Pu von Yu! Wenn man die Fakten aus einem Artikel der Züricher Zeitung zusammenfasst, muss Yu (zum Zeitpunkt des Artikels als "Mittvierziger", also ~45 Jahre, beschrieben) schon als Jugendlicher angefangen haben, Pu'erh zu "erforschen" ("Anfang der Neunziger", d.h. 45 - 34 Jahre = 11 Jahre) - wenn man davon ausgeht, dass er in solch zartem Alter noch nicht selbst Pu produziert hat (sofern die Angaben denn zutreffend sind), gehört dieser Tee mit seinen 20 Jahren wohl zu einem seiner früheren Werken.

Hier meine zusammengetragenen Erkenntnisse zur Frühzeit von Yu: Er muss ungefähr in der Zeitspanne zwischen 1995~1997 bei Atong Teeschüler gewesen sein, hat sich dann aber ohne seine Gutheissung von der Oolong-Welt auf Taiwan verabschiedet und etwa 1998~1999 mit der Sheng-Produktion für eine namhafte Factory in Yunnan begonnen. So viel kann ich sagen. Ich weiss auch für welche Factory er damals gearbeitet hat und sogar von welchem Teeberg er damals Pflückgut gesourced/verarbeitet hat, habe ihm und mlc dereinst aber mal versprochen, dass ich das für mich behalte.

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Mal abgesehen davon, dass ich auf Grund nicht möglicher Konzentration gestern Abend (rücksichtslosen Menschen sei Dank) einen groben Rechenfehler gemacht habe (Anfang der 90er ist von dem Datum des Artikels aus natürlich 24 Jahr zurück, wodurch sich ein glaubhafteres Alter von 21 Jahren ergibt), ist das eine interessante Info. Bestätigt sie zwar auch den allgemeinen üblichen Hang zur Übertreibung, denn 1998/99 ist auch meist das typische Alter, wenn man einen 1990er Sheng kauft, so macht sie doch deutlich, dass es sich um eine ganz frühe Produktion von Yu handelt, danke!

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2018 Zhang Jia Wang von The Puerist

"The Puerist" - bei Matt hab ich davon zum ersten mal gelesen und spätestens als ich gesehen habe, dass es auch einen Huazhu im Angebot gibt, wollte ich die Tees auch mal probieren. Da der Versand aus China (oder besser das Empfangen in Deutschland) ein Glückspiel ist, ist es bislang nie dazu gekommen - bis ich den Shop von Jan entdeckt habe. Zwar gibt es keinen Huazhu aber mit dem Zhangjiawang (张家湾) ist ein Tee aus einer mir sehr gut bekannten Region im Angebot, denn bei dem Dorf handelt es sich um das selbe, aus denen Peter auch den Tee für seine Mansa-Produktionen der letzten 10 Jahre bezogen hat (siehe z.B. auch den 2021er Lao Mansa). Zhangjiawang liegt im Kern von Mansa(慢撒), dem alten Anbaugebiet von Yiwu (易武), was heute aber meist einfach zu Yiwu dazugezählt wird - doch ich finde die Unterscheidung wichtig, denn Mansa ist meist nicht so süß und floral wie das was heute meist als der typische Yiwu-Charakter verkauft wird (obwohl Yiwu so viel mehr zu bieten hat als nur das!), was mir persönlich sehr liegt.

Der Tee ist nicht mehr ganz frisch, daher lässt sich die Produktionsweise nur noch bedingt beurteilen, aber nachdem im Shop angegeben ist, dass der Tee die letzten Jahre in Jinghong gelagert wurde, was zwar heiß aber mit wechselnder Feuchtigkeit (viel Regen im Sommer, sonst eher wenig) gesegnet ist - also keine so markanten Bedingungen wie z.B. Malaysia - würde ich auf eher nicht so grün tippen, da der Aufguss inzwischen deutlich in Richtung dunkles gold-gelb geht, wenn man ihn länger brüht durchaus auch in Richtung orange. Das nasse Blatt hat ein sehr schönes, volles, dunkelgrünes Aroma - tief und moosig wird bereits hier klar, dass ein schöner Single Origin Sheng im Kännchen ist. Auch auf der Geschmacksebene gefällt mir der Tee gut: es dominiert zunächst eine moosige Note, begleitet von etwas Bitterkeit - insgesamt zwar eher dezent, was mich ein wenig an die Produktionen von Yu erinnert, aber ganz eindeutig Mansa mit dem etwas dunkleren, kernigeren Charakter im Vergleich zu modernen Yiwus. Das moosige im Charakter wird auch von der angenehm schweren, samtigen Textur unterstrichen und dazu kann der Tee auch mit einem deutlich spürbaren Qi aufwarten - zwar eher Mansa-untypisch im Nasen- und Stirnbereich und von intervallartigem Charakter (d.h. beim Trinken ist es deutlich zu spüren, geht dann aber relativ schnell wieder zurück). Zwar nicht das "tiefste Wasser" aus Mansa, aber auch hier ist genügend vorhanden, damit es befriedigend ist - insgesamt somit ein wirklich ordentlicher Single Origin Sheng, der den Charakter des Herkunftsdorfes gut wiedergibt. Die Vergleichbarkeit zu den prSK-Produktionen fällt jedoch etwas schwer, da die Lao Mansa Versionen eindeutig ein anderes Qualitätslevel sind, beim 2020er Mansa handelt es sich um einen Spezialblend mit Pangxiejiao, 2019 war ein Ausnahmejahr in dem jeder Tee von Peter Hammer war und die vorherigen liegen schon zu lange zurück - aber über den Daumen gepeilt scheint mit der Puerist-Mansa zwischen Peter (derber, roher) und Yu (dezenter, feiner) zu liegen. Ich bin gespannt auf die anderen beiden!

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Nicht das ich das erfahren beurteilen könnte , aber ich fand ihn aus meiner Sicht in gewisser Weise aggressiv oder unruhig. Irgendeine Nuance in dem Tee wollte mich vom überzeugt sein abbringen, ohne das klar benennen zu können. Vielleicht ist aggressiv auch das falsche Wort, es war vielleicht auch nur Tagesform aber mir fehlte etwas das Gleichgewicht, die Harmonie,... mein erster unqualifizierter Gedanke als immer noch Anfänger war, der braucht bestimmt noch ein paar Jahre 😃 glaube ich muss mich da nochmal reinschmecken. Leider fehlt mich noch der Gaumen das regionenspezifisch einzuordnen. 

Ohne zu spoilern und nur um die Stimmung dahingehend zu steigern, kann ich vielleicht sagen, die Spannung ob der anderen beiden, ist aus meiner Sicht berechtigt. Ich bin gespannt auf deine Beschreibung dazu. 

Bearbeitet von Matsch
Ein neuer Gedanke rutschte nach
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vor 18 Stunden schrieb doumer:

Bestätigt sie zwar auch den allgemeinen üblichen Hang zur Übertreibung, denn 1998/99 ist auch meist das typische Alter, wenn man einen 1990er Sheng kauft, so macht sie doch deutlich, dass es sich um eine ganz frühe Produktion von Yu handelt, danke!

🤣 ... aber ich gehe in diesem Fall doch davon aus, dass ...

Zitat

schon als Jugendlicher angefangen habe, Pu'erh zu "erforschen"

... dem Beginn seiner Arbeit im Pu'Er etliche Jahre vorausgegangen ist.
Dazwischen lag ja die Oolong-Ausbildung bei Atong.
Interessant ist, dass Atong aber doch viel Einfluss auf Yu's Pu'Er-Produktionen hat. Bspw. seine Gewichtung, scheinbar seit den Anfängen, auf "ungetrübte Sonnentrocknung" wert zu legen, scheinbar klar von Atong stammt, der immer wieder betonte, dass "die Sonne (bei der Trocknung) der Motor des Tees ist".

 

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Schwarztee, vor allem Assam, war mein Einstieg in die Teewelt. Aktuell heißt es Back to the roots. Von Langeoog habe ich mir eine äußerst kräftige Ostfriesenmischung mitgebracht. Genau mein Ding, wobei ich aktuell noch etwas experimentiere. Mit Kluntje und Sahne ist er jedenfalls hervorragend :D

Ich merke allerdings gerade, dass mir der Tee auf nüchternen Magen nicht besonders bekommt. So ein Dampfhammer braucht offensichtlich eine Grundlage

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2018 Ai Lao Shan von The Puerist

Der zweite Puerist-Sheng ist für mich regional gesehen genau das Gegenteil zum Zhangjiawan: vom Ailaoshan (哀牢山) hatte ich bislang so gut wie keine Tees, lediglich zu zwei Sheng habe ich Notizen: der 2019er Ao Ne Me von FL und der 2021er Ai Lao von TTpl. Und da beide ziemlich unterschiedlich waren, hab ich auch kein Profil von dem Berg (Region kann man hier ja nur bedingt sagen, da sich der Berg über mehrere Kreise erstreckt) - das macht zwar Vergleiche schwieriger, aber dafür einfacher, unvoreingenommen an den Tee heranzugehen.

Die erste Überraschung bietet bereits das Aroma des trockenen Blatts: für mich riecht es eindeutig und ziemlich intensiv nach Zitronenlimonade! Das nasse Blatt hat dann zwar immer noch diese Grundnote, wirkt jedoch viel schwerer und parallel bestimmt eine tief-grüne, etwas moosig-pilzige Note das Aroma - sehr schön. Unter anderem ist hier sicher auch die Lagerung mit-verantwortlich für das schöne Aroma: trockene Lagerung in Jinghong konserviert das Aroma mehr, als eine feuchte Lagerung, ist jedoch im Vergleich zu Kunming dennoch etwas feuchter, was den saftigen Unterton sowie den satten Orangeton des Aufgusses erklärt. Und auch auf der Geschmacksebene hat der Tee viel zu bieten: leicht bittere Zitruslimonade in den ersten Aufgüssen, begleitet von einer fruchtigen Adstringenz was später in eine fruchtig-florale Note mündet - hier stellt der Tee die anderen beiden locker in den Schatten. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: in den übrigen Metriken schneidet der Tee nicht so gut ab. Die Textur ist sehr leicht und vor allem zu Beginn eher rau, keine Ideale Kombination. Qi wird nur ein sehr dezentes im Schläfenbereich geboten, Tiefe sucht man vergebens - seine Vorzüge präsentiert der Tee sehr offen und direkt - und die Komplexität beschränkt sich auf die geschmackliche Wandlung. Wenn man nun aber auf den Preis von 0,28€/g schaut und beachtet, dass der Tee von jüngeren Bäumen (genaues Alter icht angegeben) stammt, kann man hier auch nicht all zu viel erwarten - und in Anbetracht der Leistung in Punkto Geschmack und Aroma ganzheitlich gesehen definitiv nicht meckern! Im Gegenteil: für (für heutige Verhältnisse) schmales Geld bekommt man einen unkomplizierten Tee, der leicht zugänglich ist und verlässlich top Leistung in den leicht erfassbaren Metriken liefert - ein idealer Daily Drinker.

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vor einer Stunde schrieb doumer:

vom Ailaoshan (哀牢山) hatte ich bislang so gut wie keine Tees, lediglich zu zwei Sheng habe ich Notizen: der 2019er Ao Ne Me von FL und der 2021er Ai Lao von TTpl. Und da beide ziemlich unterschiedlich waren, hab ich auch kein Profil von dem Berg (Region kann man hier ja nur bedingt sagen, da sich der Berg über mehrere Kreise erstreckt) - das macht zwar Vergleiche schwieriger, aber dafür einfacher, unvoreingenommen an den Tee heranzugehen.

Hach, das erinnert mich an Chashifu, der war doch noch bevor er mit dem HQF Weiterverkauf begonnen hat immer wieder auf Ailaoshan ausgerichtet. Warum weiss ich zwar nicht, es waren sofern ich mich richtig erinnere auch eher rustikale Produktionen, vielleicht aber sehr preiswert. Ich meinte Ailaoshan gehört streng genommen irgendwie zu der Wuliangshan Gebiergskette oder so, auf jeden Fall stimme ich dir zu, absolut uneinheitlich was man so von dort kriegen kann, hatte von da auch mal von Scott ein positives Muster, sehr modern verarbeitet ohne die frühere Rustikalität - davon wäre diese Herkunft wohl kaum erratbar gewesen.

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PS @topic: Herbst Sheng aus Mengku aus der Menghai Factory Tasse mit einem Import Karamell-Vanille Oreo aus dem Türken.

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Ich persönlich empfinde Herbst-Shengs als unterbewertet ... von meiner geringen Gärtner-Erfahrung her kann ich sagen, dass der Herbst für so manches in der Natur fast so etwas wie eine Art 2. Frühling darstellt ... Tag und Nacht Temperaturen teils ähnlich ... und es gibt in China Kräuter, die zumindest teilweise nur im Herbst geerntet werden. Ich halte es für denkbar, dass man in einem Herbsttee die Hitze des vorangegangenen Sommers aromatisch nachfühlen kann, ähnlich wie den vorangegangenen Winter bei einem Frühlingstee.

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Gerade mit dem fetten Vorsitzenden; vom kleinen Rest eines alten 99er Jingmai gs Musters ...

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... vom Sheng-Produzenten, mit dem mlc gearbeitet hat, aus der Zeit bevor sie Yu kennenlernte. Ich meinte das war auch ein Taiwanese, ich weiss seinen Namen aber gerade nicht mehr.

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Der Sheng hat geschätzt etwa 12 Jahre in europäischem Klima gereift, etwa 8 Jahre davon bei mir, in einer Metalldose, aber Mao sagte auf meine Frage hin, ob er denn gut gereift sei: "Absolut! Ich habe ihn mega gern."

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Man muss dazu aber anmerken, dass wir schon ziemlich bitterkeitsabgehärtet sind. Zudem weisst der Sheng gewisse leicht säuerliche Noten auf, wie man sie von Guangdong Storage kennt. Und ja, ordentlich Gehäcksel, aber das könnte auch von der Vermusterung stammen. Trotzdem hat der Sheng eine schöne Rustikalität in einer atmosphärische Dichte und wurde scheinbar aber doch schon recht modern verarbeitet, für eine so frühe Jing Mai Produktion, will meinen nicht mehr über offenem Feuer gewokt, denn Jing Mai liegt doch zumeist weit weg von den jeweils neuesten Trends und hat bis in die heutigen Tage teilweise noch mit Rückständigkeit zu kämpfen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 10 Minuten schrieb GoldenTurtle:

leicht säuerliche Noten

Auf diese Noten bei semi-aged Shengs - wann auch immer semi-aged beginnt - komme ich immer weniger klar... Früher dachte ich, das muss so sein, dass ist ein guter gereifter Tee, etc... Heute weiß ich, das möchte ich mir nach Möglichkeit nicht mehr antun, weswegen ich Käufen von Sheng ab dem Alter von z.T. 5+ Jahren, je nach Lagerung, äußerst verhalten gegenüber trete. Ich kenne leider (oder zum Glück?!) die guten älteren, die Tiefe, Wohlbehagen, Bekömmlichkeit, Energie etc. vermitteln. Da braucht man so eine saure Suppe nicht mehr...

Übrigens lässt sich das in meinem Fall auch ganz gut auf die Qi- und Tiefenproblematik von frischem Sheng übertragen und wie bei den älteren auch, ist es hier vor allem eine Frage des Geldbeutels. Und da wird es mittlerweile mitunter so wahnwitzig, dass ich mir die Frage nicht mehr stelle...

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2019 Meng Song Xiang von The Puerist

Heute ist das letzte der drei Puerist-Samples im Kännchen: dieses stammt aus Mengsong (勐宋) in Menghai - um zu verdeutlichen, dass es sich nicht um einen Regionsblend handelt sondern vom Dorf an sich wurde der Name spezifischer als Mengsongxiang angegeben, wobei Xiang (乡) übersetzt "Dorf" bedeutet. Schöne Sache, denn wenn nur Mengsong angegeben ist, weiß man nie, worum es sich genau handelt - daher leider auch kein direkter Vergleich zu einem anderen Tee möglich.

Der Tee stellt einen ziemlichen Kontrast zum gestern besprochenen 2018er Ai Lao dar: das Aroma ist tief und eher verschlossen und auch Geschmacklich wird kein Limonaden-Feuerwerk gezündet, sondern der Tee startet mit einer ruhigen Mischung aus moosig und bitter, die mir aber sehr gut gefällt, insbesondere da die Textur zu beginn wunderbar samtig schwer ist - definitiv das Highlight des Tees! Zur Lagerung wurde nichts konkret angegeben, aber es ist anzunehmen, dass sie identisch wie bei den anderen beiden ist (da es sich um den selben Produzenten handelt) - dafür spricht auf jeden Fall auch die eher ins orangene gehende Aufgussfarbe (im Celadon-Schälchen von Jiri Duchek wirkt sie aber auf den Bildern nochmals etwas dunkler, als sie ist). Den ersten Aufgüssen nach zu Urteilen hätte der Tee trotz eines nur recht verhaltenen Qis eine Wertung am oberen Ende der Skala verdient, denn da eine Mengsong-Bitterkeit meist eher punktuell/schneidend im Charakter ist, verglichen mit einer Bulang-Bitterkeit, kommt hier die Moosigkeit um so besser zur Geltung - schwer, ruhig und mit ausreichend Tiefe: schöne Sache. Aber leider hält der Tee das Level nicht all zu lange, ab dem dritten Aufguss wird er merklich leichter, das moosige verfliegt und er bekommt eine dezent-süße Grundnote - nicht schlecht und die Wandlung ist immerhin etwas für die Gesamtkomplexität des Tees, aber auf Grund des mangelhaften Qis ist der da dann (für mich) nicht mehr all zu spannend. Insgesamt dennoch ein solider Tee - für das Geld (0,49€/g) absolut in Ordnung.

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Heute in meiner Tasse:

Erstens wieder Tee aus einer frischen Teeblüte. (Hatten wir ja schon mal, dazu gibt es nicht mehr viel Neues zu sagen. Wobei ich mir einbilde, dass es einen Unterschied gemacht hat, dass die heutige Blüte deutlich mehr Blütenstaub hatte als die letzte. Aber nicht genug Unterschied, dass ich das jetzt groß mit Worten beschreiben könnte. - Noch ein Nachtrag zum Vergleich zu @GoldenTurtles Blütentee: Bei @GoldenTurtle sind Blütenboden und Stempel dabei, d.h. die Blüte wurde abgeschnitten o.ä. Meine Blüten sind abgefallen, d.h. der Blütenboden und Stempel ist nicht dabei, es ist gar nichts Grünes dran. Macht bestimmt auch einen kleinen Unterschied.)

Zweitens Pfefferminztee. Ich schreibe eigentlich bloß, weil ich mich so über meine Pfefferminzpflanze freue: Zwei winzige Triebspitzen abgeschnitten (man will ja die Pflanze schonen), ganze Kanne Tee draus und trotzdem Aroma bis zum Anschlag! Und dann wächst sie auch noch so schnell und reichlich und hält das fast tägliche Ernten locker aus! Da muss ich sie doch auch mal online loben. ;->

(Ich glaube jedenfalls, dass es klassische Pfefferminze ist, könnte auch eine andere nahe verwandte Minzart sein. Ich hab die Pflanze als Ableger von einem Kollegen bekommen, der weiß es auch nicht genauer.)

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Moin Jungs, bei mir gibts heute Shou, wie so oft in letzter Zeit am Morgen, aber diesen hab ich bestimmt seit 4 Jahren nicht mehr genossen ... nicht weil er schlecht wäre, sondern weil ich ihn irgendwie absichtlich lagern wollte.

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Der Cake ist fast schwarz wie die Nacht ... ja, es handelt sich um einen Purple Shou, und zwar einen 16er von Jeep.

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Weil ich Purple Shengs eh jahrelang reife, bis ich sie trinke, wollte ich das vielleicht unterbewusst auch mit dem Shou machen, aber die Veränderung ist (wie zu erwarten war) weniger markant als bei Sheng. Er ist nur etwas runder und harmonischer geworden, abgesehen davon aber noch ganz gut erkennbar.
Aromatisch blitzsauber, warm, und wie gesagt rund und harmonisch, eher dezent süsslich, keinesfalls zu viel ... in sich äusserst stimmig.

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Hier noch die automatisierte Übersetzung ... der Lümmel verrät nicht, woher das Pflückgut stammt.
Der Shou wurde damals aber als gs angepriesen ... also ich schätze entweder Wuliangshan / Daxueshan oder Fengqing ... das sind mEn die ergiebigsten (und auch recht preiswerte) Purple-Gründe ... möglich wäre aber auch Jinghong,  Jinggu oder auch Kunlushan, dort gibts ja überall Purple Pflanzen. Ich glaube aber nicht, dass das Pflückgut aus Mao Er Duo oder Nannuoshan stammt, von dort ist das Purple Pflückgut mEn teurer.

Auf jeden Fall hatte ich mit dem Shou damals ein witziges Erlebnis - ich hatte den mal bei einer Kundin vor etwa 5 Jahren dabei, und wie ich so bin, habe ich mir auch damals schon neben der Arbeit bei Kunden ein Teelein gebrüht.
Und das war eine sehr reife Dame (80+), und eigentlich eine Anfängerin, aber der Shou gefiel ihr dann beim Trinken so gut, dass sie (unangeboten) gleich einen ganzen Fladen davon wollte. Glücklicherweise habe ich mir damals 3 Fladen davon zugetan, so konnte ich ihr einen abtreten, denn die waren damals recht schnell vergriffen.

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Update zum 2021er Bai Cha Yuan von Yu

Eigentlich wollte ich den Tee nach genau einem Jahr nochmals probieren, krankheitsbedingt musste es dann aber leider verschoben werden und dann kamen noch ein paar andere Samples dazwischen - jetzt sind es halt 13 Monate, auch egal. Das letzte Jahr durfte der Tee völlig ungestört in dem kleinen Ton-Gefäß von Jaroslav Marek verbringen - und das scheint ihm wirklich gut getan zu haben: im Vergleich zum letzten mal ist der Tee nun aufgewacht! Das vermutete Potential wirkt nun nicht mehr im Verborgenen sondern zeigt endlich, dass in dem Tee die Essenz von Yiwu steckt.
Der erste Aufguss hat die Textur von Wasser - so leicht und unbeschwert, als ob man gar nichts gebrüht hätte - doch ein süß-warmes Aroma und angenehm floral-fruchtiger Geschmack belehrt ein eines besseren. Normalerweise bin ich ja kein großer Freund von floralen Noten aber dieser Tee ist wie z.B. der 2021er Bai Hua Qing von EoT einer der wenigen zu sein, die eine wirklich schöne Blumigkeit hinbekommen, was sicher auch mit dessen Wandlungsfähigkeit zu tun hat: passend zur leichten Textur ist die Blumigkeit hier wie der Duft einer Wiese voll Wildblumen, der vom Wind getragen wird - leicht und doch irgendwie voll und dank der Sonne voll wärme. Im Laufe der Aufgüsse kommt man dann immer näher an die Blumenwiese heran, die florale Note wird intensiver (aber nie unangenehm!) und man kann förmlich an der Löwenzahn-Blüte schnuppern - intensiv, voll und ungekünstelt - etwas ganz anderes als diese erstickend-schweren, übertriebenen Orchideen-Noten einiger anderer floraler Tees, die alles überlagern wie das Parfüm der ungeliebten Großtante, was auch noch tagelang später an den Möbel haftet. Parallel nimmt auch die Süße des Tees zu - je nach Aufguss hat diese mal mehr etwas von Honig, mal eine leichte Fruchtigkeit - definitiv nicht langweilig. Und wenn die Aufgüsse dann lange werden, gesellt sich zur Süße eine schöne Bitterkeit, die für eine neue Richtung sorgen - und ganz nebenbei hat sich die Textur von super leicht zu ordentlich schwer gewandelt - keine abrupten Übergänge sondern Stück um Stück, was man dank des intensiven Qis kaum mitbekommt, denn das zieht viel Aufmerksamkeit in den Kopf - ebenfalls ein ganz anderes Erlebnis als noch vor einem Jahr.

Ich muss schon sagen: ein so deutliches Beispiel, dass ein Tee erstmal etwas Zeit zum "ankommen" braucht, hatte ich bislang noch nie - vom Mauerblümchen zum Yibang unter den Yiwus (wenn auch vielleicht nicht ganz so vielfarbig sondern mit einem gewissen Gelbstich im Charakter) ist schon eine beeindruckende Entwicklung. Definitiv ein herausragender Yiwu - auch wenn mir persönlich die dunklen Yiwus mehr liegen ist dieser Qualitativ über jeden Zweifel erhaben ... was allerdings auch seinen Preis hat: mit 3€/g liegt der Tee definitiv über meiner Schmerzgrenze.

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