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Hallo zusammen, 

ich trinke seit 2018 täglich morgens vor dem Gym und vor dem Laufen 0,75 L Sencha Tee. Zu Beginn habe ich die günstige Variante gewählt und bin nun seit Ende 2019 bei verschiedenen Tees von Yuuki aus Japan gelandet.

Das Tee trinken bringt ein großes Problem mit sich. Anscheinend verlangsamen die Gerbstoffe im Tee die Darmaktivität (wenn ich mich richtig informiert habe) sodass ich stets harten Stuhl habe, obwohl ich genug Wasser (min 2-3L am Tag) trinke. Dies macht sich gerade beim Joggen (ca. 12km) sehr unangenehm bemerkbar. Beim Joggen wird durch das Schaukeln die Darmaktivität angeregt sodass alles was sich vorher gestaut hat nun urplötzlich rauswill. Dies geht natürlich nicht sofort, so versuche ich einzuhalten was mit erheblichen Schmerzen verbunden ist. 

Seit ein paar Tagen trinke ich vor dem Sport Kaffee und alles ist wieder super normal. Dennoch möchte ich das Tee trinken vor dem Sport nicht aufgeben (Koffein und gesunde Wirkung).
Daher meine Frage ob man mit der Ziehzeit oder der Teesorte an der Situation etwas ändern kann?

Bis dato hab ich Sencha Tee 2:30 bis 3 min bei 70 grad ziehen lassen. Nun versuche ich Gyokuro karigane mit 80 grad und 1min Ziehzeit. Mir geht es überwiegend um den Koffein im Tee als natürlicher pre workout booster.

Vielen Dank im Voraus.

Patrick

 

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Hallo Patrick,

willkommen im Teetalk. Es gibt schon die interessantesten Phänomene! Bin kein Arzt, bisher ist mir das Phänomen nicht untergekommen. Was natürlich nicht heißt, dass das nicht möglich ist. Aber es scheint zumindest relativ selten zu sein.

Am 16.8.2020 um 10:27 schrieb Patrickcologne:

Anscheinend verlangsamen die Gerbstoffe im Tee die Darmaktivität (wenn ich mich richtig informiert habe) 

Wo hast du dich denn da informiert, wenn ich fragen darf?

 

 

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Mal grundsätzlich: Gerbstoffe wirken nicht nur adstringierend, bedingt dadurch wirken sie im Darm auch sekretionshemmend. Aus diesem Grund wird gerne schwarzer Tee als Hausmittel bei leichtem Durchfall empfohlen. Manche Gerbstoffe (ob das nun speziell auf die im Tee enthaltenen zutrifft, weiss ich allerdings nicht) wirken auch hemmend auf die Darmperistaltik. Merkwürdig ist hier allerdings, dass das Problem bei Kaffee (der ja auch Gerbstoffe enthält) nicht auftritt.

Grundsätzlich ist das geschilderte Problem atypisch, es liegt offensichtlich eine individuelle Überempfindlichkeit vor. Was dies angeht:

Am 16.8.2020 um 10:27 schrieb Patrickcologne:

Daher meine Frage ob man mit der Ziehzeit oder der Teesorte an der Situation etwas ändern kann?

... so kann man sich nach der Faustregel richten, dass Tees mit viel Koffein relativ wenig Gerbstoffe haben und umgekehrt. Außerdem begünstigen hohe Aufgusstemperaturen und (natürlich) lange Ziehzeiten das Auslösen der Gerbstoffe.

Ich würde mal vorschlagen, den Gyokuro mit 60° oder 55° aufzugießen (80° ist fur Gyokuro ohnehin viel zu heiss) und ihn zunächst ca. 45 Sekunden ziehen zu lassen. Dann 2. Aufguss ca. 15 Sek. und 3. Aufguss 20 Sek. Der Sencha liegt bei 70° idR richtig (gute Qualität bei beiden Tees vorausgesetzt). Auch da solltest Du mit kürzeren Aufgusszeiten experimentieren - schmeckt auch besser, davon abgesehen. Wenn es zu 'dünn' schmeckt lieber mehr Teeblätter nehmen. Ansonsten kann ein wenig Unterstützung mit Flohsamen nicht schaden - die binden zwar Feuchtigkeit im Darm, erleichtern aber durch Schleimstoffe dann die Ausscheidung.

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Erstmal Danke für die Antworten. 

Ich habe mir bezüglich der Wirkung des Tees auf den Darm zuvor auch keine Gedanken gemacht. Nach eingehendem Einlesen, weisen mehrere Quellen daraufhin das die viel zitierte beruhigende Wirkung beim Grüntee (bei längerer Ziehzeit) auf den Darm zurückzuführen ist und nicht wie angenommen auf den Körper an sich. Anscheinend neigen einige mehr dazu als andere. 

Ich werde das mit der Ziehzeit von SoGen mal versuchen. Wäre schön wenn es klappt. Bezüglich des Kaffees, Kaffee wirkt ja bei zuviel eher abführend, vielleicht liegt hier der Unterschied zum Grüntee.

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      Was ist eure Meinung dazu? Ist der Kaltaufguss ein fester Bestandteil in eurem Teealltag? Vermisst ihr aufgrund des starken Geschmacks vielleicht bestimmte Nuancen beim Kaltaufguss? Weiterhin würde es mich interessieren, ob diese Art der Zubereitung in Japan eine längere Tradition hat bzw. auch dort eher eine Randerscheinung ist? Ein großer Vorteil für mich ist auch, dass offensichtlich weniger Teein gelöst wird. Zumindest macht der Tee mich lange nicht so nervös, wie bei der traditionellen Zubereitung. In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant zu wissen, ob ein Kaltaufguss auch gesundheitliche Vorzüge hat (auch wenn das nicht der Grund ist, warum ich Tee trinke).
      Das tollste wäre natürlich, wenn man den Tee in dieser Form auch warm hinbekommen würde. Aber man kann ihn ja schlecht danach in die Mikrowelle stellen ... 😄.
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