Empfohlene Beiträge

Für das Thema Gushu hatte ich mir heute 3 Shu Puer (2013) vorbereitet.

Dabei waren: Bulang, Lao Ban Zhang und Menghai.

Ohne vorzugreifen, fand ich einen deutlich und zwei ähnlich im Aroma. Aber insgesamt über die Aufgüsse verteilt hatte ich schon Schwierigkeiten, deutliche Unterschiede festzustellen.

 

Demnächst folgt dann ein Vergleich von Gushu und Nichtgushu. Wobei ich da schon zwei sich ähnelnde Kandidaten in Gedanken habe.

 

Also Shu – Puerh zu vergleichen empfinde ich schon als echte Herausforderung.

 

Wer würde mir dazu noch einige Tips geben?

Soll ich z.B. weiter Gaiwan und Mehrfachaufgüsse oder lieber Teataster Set probieren?

Konzentrierter oder eher leichter?

Temp 95°C?

usw...

 

Wie kitzle ich die geringen Unterschiede am deutlichsten heraus?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das ist mal ne gute Frage Krabbe. :thumbup:

Muss ich mir Gedanken dazu machen ...

Darauf erst mal ein 17er Yishanmo gs Shou.

PS damit zumindest mal etwas gesagt ist: Durch die Tranformation der Machart wird selbst Plantagenmaterial "sofort" geniessbar, die Unterschiede zu besserem Material sind subtiler, weil eine korrekte Machart noch wichtiger ist als bei Sheng.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei meinem heutigen Versuch der relativ ähnlichen Shu - erkennung, würde ich mehr über Textur und Mundraumgefühl gehen als über den direkten Geschmack.

Und ich habe bei 1,5 g auf 45 ml Gaiwan über die länge der Ziehzeit hin zur Tendenz, dass ich über kurze Zeit "dünnere" Ergebnisse erreicht habe, mehr erkennen können. Wenn der Sud zu dick ist, wird mir der Geschmack zugesetzt und ich erkenne weniger Unterschiede.

Beim Vergleich von gutem und weniger gutem Pu, ist das deutlich. Aber bei der heutigen Ähnlichkeit hatte ich schon Mühe, gerade zwischen zwei und drei...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 46 Minuten schrieb Krabbenhueter:

Bei meinem heutigen Versuch der relativ ähnlichen Shu - erkennung, würde ich mehr über Textur und Mundraumgefühl gehen als über den direkten Geschmack.

Und ich habe bei 1,5 g auf 45 ml Gaiwan über die länge der Ziehzeit hin zur Tendenz, dass ich über kurze Zeit "dünnere" Ergebnisse erreicht habe, mehr erkennen können. Wenn der Sud zu dick ist, wird mir der Geschmack zugesetzt und ich erkenne weniger Unterschiede.

Beim Vergleich von gutem und weniger gutem Pu, ist das deutlich. Aber bei der heutigen Ähnlichkeit hatte ich schon Mühe, gerade zwischen zwei und drei...

So ist das meistens wie Du oben beschreibst.

Aber bei gut gearbeiteten Shu's ist es tatsächlich anders. Ich habe jetzt nach Jahren des Shu-Trinkens einen, der tatsächlich 10 -15 Aufgüsse (ca. 2-3 gr./100ml Gaiwan) aushält und sehr klar ist. Er verändert sich über die verschiedenen Aufgüsse und wird wie die meisten nicht nur schwächer sondern besser - höchst verblüffend selbst für einen alten ShuHasen wie mich. Die ganze Sache hat nur einen Haken: er ist sehr alt und ihn gibt es nur als Geschenk, nicht für Geld.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Interessant war, wie gleichmäßig der erste blieb, wie stark plötzlich der zweite nach dem 4 Guss zulegte, nach dem er am Anfang einen eigenartigen Nebengeschmack hatte ( muss ich im einzelnen noch erkunden...) und wie gleichmäßig aber schwächer eben der dritte war.:trink_tee:

 @Paul Gut dass du die Daten schreibst. Nichts ist schlimmer als wenn jemand schreibt wie ergiebig der Tee ist ohne anzugeben, wie stark er dosiert hat.9_9

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

...ich hab´ mal ganz gute Erfahrungen gemacht, dass ich einfach mal ein Stück shu von etwa 3g in eine wesentlich größere Kanne
   von etwa 200ml gegeben habe. Da kommt das Aroma wesentlich deutlicher heraus. Wird natürlich verträglicher und zugänglicher,
   ist nicht mehr so prägnant wie üblich, aber man kann einzelne Nuancen deutlicher erkennen. Ähnelt etwas dem Beitrag
   "welcher Tee   ist heute in der Tasse", aber gibt echt gute Ergebnisse.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

...sind das 150ml in den Tastersets?

Muss ich so auch mal probieren, also den Aufguss als ganzes trinken...

...im Moment schöpfe ich immer 2-3 kleine Tassen ab.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

:D na ja, wenn er "trinkbar ist". Meist für mehrere zum Probieren, mit dem Löffel kann dann jeder abschöpfen, wie er mag...

Interessant auch der Geruch am Löffel selbst (von Meistern empfohlen, der Porzelanlöffel...:)).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Interessantes Vorhaben, aber wenn man natürlich drei recht gute Shus miteinander vergleicht, ist der Unterschied vermutlich auch gering. Ich kann mir gut vorstellen, wenn du von Daji einen einfacheren als den Dragon Pole verwendest, stärkere Unterschiede feststellen wirst. Klar, das überrascht natürlich nicht. 

Aber ich bin ein wenig irritiert. Oben schreibst du von Gushu? Auf dem Bild sehe ich Dragon Pole, das ist doch kein Gushu oder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Interessantes Thema! Ich würde hier auch @GoldenTurtle zustimmen, dass bei Shu die Verarbeitung wichtiger ist als bei Sheng. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass die ursprüngliche Blattqualität weit weniger gravierende Auswirkungen hat, als bei einem Sheng: Wenn gut verarbeitet kann es ein super billiger Shu auch problemlos mit einem teuren aufnehmen, z.B. der 2009er Ba Wang Shu Cha (Moychay) gefällt mir so gut wie der 2011er Jingmai Ripe Toucha (Yu), wobei letzterer das 7-fache kostet und sogar noch aus jüngerem Material besteht. Natürlich ist das alles Geschamckssache, aber so einen krasser Unterschied ist bei Shengs doch eher selten anzutreffen (wenn man mal die Super-Highend-Geschichten außen vorlässt, da die das Preisgefüge verzerren). Auch muss ein Shu nicht unbedingt die sonst für die Region charakteristischen Merkmale wiederspiegeln, daher finde ich es deutlich schwieriger, Shus zu vergleichen – geschweige denn herauszuschmecken ob Gushu oder nicht. Dazu wurde das Blatt meist einfach zu sehr bearbeitet (wie z.B. auch bei Hongcha), als dass die ohnehin schon eher subtilen Gushu-Merkmale noch deutlich genug erkännt ... andererseits habe ich auch noch nie ein Side-by-Side Vergleich gemacht, bin daher gespannt auf deine Ergebnisse :thumbup: 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Stunden schrieb Soltrok:

Interessantes Vorhaben, aber wenn man natürlich drei recht gute Shus miteinander vergleicht, ist der Unterschied vermutlich auch gering. Ich kann mir gut vorstellen, wenn du von Daji einen einfacheren als den Dragon Pole verwendest, stärkere Unterschiede feststellen wirst. Klar, das überrascht natürlich nicht. 

Aber ich bin ein wenig irritiert. Oben schreibst du von Gushu? Auf dem Bild sehe ich Dragon Pole, das ist doch kein Gushu oder?

Oben die drei sind alle Gushu.

Heute hatte ich im direkten Vergleich den Bulang Gushu gegen den Dragon Pol als "normalen" Shu, weil beide aromatisch für mich ähnlich erscheinen.

Später dazu mehr...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 28 Minuten schrieb doumer:

dass bei Shu die Verarbeitung wichtiger ist als bei Sheng. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass die ursprüngliche Blattqualität weit weniger gravierende Auswirkungen hat, als bei einem Sheng: Wenn gut verarbeitet kann es ein super billiger Shu auch problemlos mit einem teuren aufnehmen

So weit würde ich definitiv nicht gehen ... die Verarbeitung bei Shou ist zwar ein besonders fester Flaschenhals, aber wenn dort alles richtig gemacht wurde, kann das Material, zwar auf subtilere Weise, doch brillieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also ich bin ja nur ein einfacher Teelaie. Und deshalb muss ich vieles erst noch ausprobieren. Aber wenn ich es mir zu einfach mache, in dem ich "einfacherer" mit spezielleren Pus vergleiche, ist mir der Unterschied auch vorher klar. Und nur der Beobachtung wegen als Versuch gestattet.

Aber gerade diese Herausforderung, wenn es ähnlich wird, vielleicht doch schon mal etwas zu erkennen, auch wenn ich noch nicht zuordnen kann, was ich da bemerke, macht es doch erst interessant.

In diesem Fall war der Bulang mir so ähnlich in seiner Wahrnehmung mit der Erinnerung an den Dragonpol, dass ich es einfach wissen wollte.

Und der Dragonpole ist ja auch nicht umsonst einer der Wenigen, von denen ich mal eine ganze Scheibe gekauft habe...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 4 Stunden schrieb Krabbenhueter:

Oben die drei sind alle Gushu.

 

Woher weißt Du das?

Steht drauf;)

Preis;)

Hat der Verkäufer gesagt;)

Bei Shu traue ich den Angaben de Verkäufers/des Wrappers noch weniger  als bei Sheng!

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Für mich ist nun interessant, herauszufinden, ob meine subjektiven Unterscheidungen eher von meinen Wahrnehmungen herrühren oder objektiv erklärt werden können.

Gerade eben schrieb Paul:

Woher weißt Du das?

Steht drauf;)

Preis;)

Hat der Verkäufer gesagt;)

Bei Shu traue ich den Angaben de Verkäufers/des Wrappers noch weniger  als bei Sheng!

 

Es muss für mich eine Mindestanforderung des Vertrauens geben. Ja, die Verkäuferin hat es mir so gesagt, weil sie es von ihrer Partnerin dort vor Ort so gesagt bekommen hat. Wenn eine Händlerin zumindest selbst dort war und den Tee eingekauft hat, kann ich es dann glauben oder ich sollte Teetrinken in diesem Bereich aufgeben. 

Andererseits kann ich mein Gefühl für die Art des Tees erst entwickeln, wenn ich mich an bestimmten Erfahrungen erst einmal entwickelt habe. Die Summe erzeugt dann ein Zweifel oder die Bestätigung. Sonst bleibe ich wohl immer in diesem Zwiespalt gefangen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Teefachverkäuferin.

Mir hat heute eine ausgebildete Teefachverkäuferin bei TG auf meine Frage nach einem chinesischen Schwarztee (nach Rotem Tee habe ich mich nicht getraut zu fragen) den Pu-erh Mannong von TG  ("...ein feiner Schwarztee!") angeboten.

Das passiert einem auch, wenn man auf der hompage von TG nach Schwarztee aus China sucht.

Soviel zu Fachgeschäften und deren Kenntnissen.;)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Paul dann bin ich etwas ratlos und ziehe mich, einen mineralischen Steintee trinkend, erst einmal zurück.

Wobei ich Fachverkäuferin bei Teegeschwendner nicht mit Inhaberin eines Teegeschäfts mit asiatischen Wurzeln und regelmäßiger vor Ort Teeeinkäuferin vergleichen würde...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 9.11.2017 um 17:16 schrieb Paul:

Teefachverkäuferin.

Mir hat heute eine ausgebildete Teefachverkäuferin bei TG auf meine Frage nach einem chinesischen Schwarztee (nach Rotem Tee habe ich mich nicht getraut zu fragen) den Pu-erh Mannong von TG  ("...ein feiner Schwarztee!") angeboten.

Das passiert einem auch, wenn man auf der hompage von TG nach Schwarztee aus China sucht.

Soviel zu Fachgeschäften und deren Kenntnissen.;)

 

 

Wer weiß, was sie dir bei der Nachfrage nach einem roten Tee angeboten hätte. Ich würde auf Rotbuschtee tippen oder Hagebutte?

@Krabbenhueter wo hast du die gushus denn her?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Am 9.11.2017 um 17:02 schrieb Paul:

Woher weißt Du das?

Steht drauf;)

Preis;)

Hat der Verkäufer gesagt;)

Bei Shu traue ich den Angaben de Verkäufers/des Wrappers noch weniger  als bei Sheng!

 

Durch diese Fragen wird der Beitragsstrang sinnlos...

Hab lange darüber nachgedacht, ob es sich lohnt weiterzuschreiben.

Aber eigentlich geht es nicht darum, ob es Gushu ist oder nicht ( siehe Überschrift)

Es geht darum, wie ich lerne, Shu Puerh wahrzunehmen. 

Diese Gushu Proben dienen dabei nur als Beispiel für den Anfang, weil ich sie eben gerade verkosten wollte.

Mir wäre lieber, es würde mir jemand dabei helfen, mein Wahrnehmungsvermögen zu verbessern.

Also ich vergleiche Shu Puerh verschiedener Lokalitäten und werde vielleicht auch etwas über die Verarbeitungsqualitäten erkennen wollen...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Krabbenhueter laß mal nicht gleich den Kopf hängen:)

"Beitragsstrang sinnlos" so ein Quatsch.

Nix machen ist sinnlos.

Selbst Umwege und Fehler haben einen Sinn.

Du hast die Latte natürlich auch verdammt hoch gelegt, mein Lieber, Sheng-Puerh zu vergleichen ist schon schwierig, aber Shu? Da wird halt noch mehr gepanscht und gepfuscht als woanders.

"Es geht darum, wie ich lerne, Shu Puerh wahrzunehmen. "  Dabei kann Dir keiner helfen, das ist Deine ganz persönliche Sache, das kann man übrigens auch nicht lernen, sondern höchstens verstehen und akzeptieren.

Was man sehr wohl lernen kann sind die "Geschichten" um Shu-Puerh herum. d. h. warum gibt es ihn, wie wird er gemacht. Das ist noch relativ einfach, denn die Antwort ist: Geld!

Man kann mit einen preiswerten schnellen Produkt "Alter" verkaufen und damit "Alter" trinken (woran die Chinesen sehr interessiert sind). Bis hierher ist das ja alles noch einfach und man könnte es abhaken, aber es gibt auch Leute, die können auf diesem Wege wirklich was Gutes machen. Und da kann man viel lernen: Am Besten geht das gemeinsam am Teetisch mit Leuten, die Erfahrung und Humor haben und gute Proben.

Alles weitere in einem zweiten Teil, ich muß los, sonst gibt es Ärger mit dem Chef:(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also ich würde schon sagen, dass mir andere helfen könnten.

Einmal sollte man sich darüber austauschen, wie man den Puerh aufgießt, damit man zu vergleichbaren Ergebnissen kommt.

Und wenn das geklärt ist, geht es darum, wohin mein Blick, mein Geschmack gelenkt werden sollte.

Natürlich ist am Teetisch das gemeinsame Wahrnehmen am Besten geeignet. Aber als Erweiterung und wenn es diese Möglichkeit eben nicht so oft gibt, ist es, meiner Meinung nach, eine wichtige Funktion dieses Forums den Austausch zwischen den Interessierten zu ermöglichen.

Für mich haben sich die Shu Puerh gewandelt. Am Anfang gab es diese allseits verachteten Klischeepus. Erst mit dem Verkosten von besseren Qualitäten habe ich erkannt, was möglich ist und wo Grenzen sind. Und, ja, Shu Puer sind mir noch ähnlicher, gleicher, weil sie mir unbekannter sind und meine Wahrnehmung es schwer hat diese zu erkennen und voneinander geschmacklich zu trennen, zu unterscheiden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich wurde am Wochenende wieder einmal dazu ermutigt, meinem Geschmack mehr zu vertrauen und nebenbei nicht so viel auf Bezeichnungen zu vertrauen.

Und das ist letztendlich auch die Richtung in die ich gehen werde, auch wenn es manchmal so aussieht, als wenn ich viel Wert auf sowas wie Gushu lege...

Es ist alles eigentlich nur der Versuch etwas mehr zu verstehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Gleiche Inhalte

    • Von Stiefelkante
      Da bekommt man frisch eine Lieferung von YS und will eher routinehalber mal die Bings sehen und riechen. Da fielen mir bei dem ersten Bing diese weißen Flecken auf. Zum Glück habe ich für einen Bekannten ebenfalls den selben Shou Pu-Erh bestellt und siehe da: Der andere Bing ist deutlich dunkler, hat keinen Fischgeruch und auch nicht dieses weiße Flechtwerk. Eindeutig Schimmel. Ich habe es so auch gemeldet und bekomme glücklicherweise anstandslos einen neuen Bing. Aber was soll ich nun mit dem schimmligen Tee machen. Im Internet las ich dazu verschiedenstes. Etwa, dass man weißen Schimmel auf Pu-Erh tolerieren könne und nur der gelbe giftig sei. Dass ja Shou Pu-Erh nunmal durch Pilze erst seinen Geschmack bekomme und deswegen mehr davon nicht schlecht sein müssten. Mit zwei Waschgängen und 100°C sollte das ungefährlich sein. Aber auch die Gegenseite, die da eher zum wegwerfen rät,  auch wenn man den Tee verträgt, da nunmal cancerogene Stoffe gebildet würden.
      So ein bisschen Respekt davor habe ich ja schon, von verschimmelten Lebensmitteln halte ich ja auch Abstand. Blauschimmelkäse und co sind dabei Ausnahmen.
      Was sind eure Erfahrungen?`Hab ihr schon solchen Pu-Erh getrunken? Wie bereitet ihr ihn euch dann zu?

    • Von SoGen
      Hatte heute eine Probe in der Tasse, die (neben anderen) meiner letzten Bestellung von DTH beilag. Offensichtlich ein Shu:

      Ist der 7. Aufguss, also schon etwas verblasst. 8 gr auf 120 ml, 2 * waschen, 20'', 30'', 30'', 40'', 50'', 1'10'', 1'30'', 2'', 4'', 5'' bei ca. 95°. Holz, Leder, Tabak. Keine Bitterkeit oder nennenswerte Adstringenz. Auch keine große geschmackliche Entwicklung.

      Wird mich jetzt nicht zum Pu-Trinker bekehren, war aber immerhin trinkbar (was für mich vor allem heisst, keine Moder- oder Pilzaromen). Würde mich jedenfalls interessieren, was genau ich da getrunken habe. Die Verpackung der Probe war leider wenig aufschlussreich:

      Vielleicht kann ja jemand von den Pu-Aficionados hier etwas damit anfangen. Danke für sachdienliche Hinweise!
      _()_
    • Von Risheehat
      Werte Teegemeinde,

      hat jemand Erfahrung mit dem 2008 Menghai 7562 von DKdt? Auf der Suche nach günstigen Shu-Cakes habe ich mir diesen einfach mal bestellt – ohne vorab ein Sample zu testen.

      Der Geschmack ist nicht wie angegeben „geschmeidig“, „zart“, „klar“ und „sauber“. Das Aufgussaroma hat meinem Empfinden nach eine deutliche Alterungsnote mit Anklängen an Kellergeruch (liegt das an der Lagerungsart, Hong Kong Storage?, außerdem eine gewisse Komposthaftigkeit (die durchaus wohlschmeckend sein kann), die ich aber so bislang nur von Liu Bao-Tees kannte. Ist das dem Preis geschuldet? Habe ich hier einen „billigen“ Shu in der Tasse? Hätte ich mehr für einen ganzen Cake investieren müssen?

      http://www.diekunstdestees.de/Menghai-7562-Shou/gereift-Beeng

      Was mich aber auch wundert: Der Wrapper des Tees ist nur bei DKdT zu finden. Wenn ich nach „2008 Menghai 7562“ google, werden mir Bricks angezeigt, aber nicht dieser Cake. Ganz abgesehen davon, dass mir beim Aufbrechen des Cakes ein Insekt auf den Tisch fiel (Wespe oder Biene).

      Die genannten Faktoren erwecken mir den Eindruck, dass ich hier allenfalls Durchschnittsware trinke. Gibt es andere Einschätzungen zu dem Tee?

    • Von Tobias82
      Hallo zusammen,
      da ja manche Verkostungen eher etwas knapp ausfallen in letzter Zeit und man auch den meisten Tees mit 10 Zeilen im "welcher Tee ist heute in der Tasse"-Faden
      nicht wirklich gerecht wird, bzw. man die Thematik nur kurz anreißen, wollte ich mal wieder einen besonderen Tee etwas ausführlicher besprechen. Ohne lange
      zu überlegen, bzw. einen speziellen Tee des letzten halben Jahres heraus suchen zu müssen, nehme ich einfach mal den Kuchen, den ich in letzter Zeit öfter, aber 
      gerade die letzten 2 Tage gebrüht habe.
      Ich hoffe, über mehrere Posts mal einen etwas allgemeineren, aber auch weiteren Eindruck dieses Tees zu schilder, und auch 2-3 Punkte zu benennen, die beim Brühen
      von relativ jungem Sheng auffallen, bzw die ich auch über die letzte Zeit zu lösen versucht habe. Aber um nicht gleich mit Kritik oder Lob zu beginnen, wollte ich einfach 
      mal anhand von ein paar Bildern die Hardware, also den Kuchen und die Blätter ohne Geschmack und Aromen zu beschreiben.
      Generell ist halt interessant, dass die heutigen Tees oft vom Äußeren her schon gut aussehen, das vor Jahren noch vorherrschende Gebrösel und die vielen kaputten Blatt-
      fragmente findet man in den jüngeren Pressungen nicht mehr so häufig. Auch die günstigsten "daily-drinker" bei w2t sehen zumindest optisch schon immer ganz gut aus.

      Von daher stellt sich schon die Frage, was hat sich verändert, bzw. worin liegt denn der tatsächliche Unterschied zwischen einem 30$ Kuchen und einem für 100$?
      Gerade aus diesem Grund wollte ich mir den Bulang, wie oben beschrieben mal etwas genauer ansehen. Denn für den sehr vielversprechenden Namen sind ja die
      55 Franken schon fast ein Schnäppchen, bzw. man fragt sich, geht da noch viel mehr, bzw. auch "muss da noch viel mehr"? Gerade wenn man sich den Kuchen mal 
      genauer an schaut...
       
      Vom Aussehen her mittlerweile fast schon Standart, übliche schlichte Verpackung von "western-style-pu´erh",
      aber auch ansprechend, da auf knallige Farben und übertrieben Grafiken verzichtet wurde
       
       
      Der Tee wurde natürlich schon 2-3 mal "angenagt", aber es sind tatsächlich sehr hübsche Blätter außen verarbeitet,
      aber auch relativ potentes Material mit viel weißem Flaum kommt zum Vorschein. Ob das eine Seriennummer, oder
      Pressnummer auf dem kleinen Bild daneben ist?
       

      kleine Detailaufnahme des Ausschnittes von oben... meine Kamera ist wirklich nicht die beste, aber man sieht, dass
      ganze Blätter verarbeitet wurden und auch die losen Stücke aus ganzem Blatt bestehen.
       
          
      weitere Details des verwendeten Blattmaterials
       
      Man schreibt ja nicht über einen Tee, der einem nicht gefällt, bzw. den man nicht grundsätzlich trinkt, bzw auch mag, von daher hoffe ich, dass die etwas
      eingefärbten Kommentare nicht gleich als unlauterer Wettbewerb gesehen werden, zumal der Tee auch schon wieder mindestens drei Monate bei mir zu
      Hause liegt. Mit den Bildern wollte ich den Teil abarbeiten, den man auch bringen muss, wenn man später ins Detail gehen will.
      Neben verschiedenen Aufgußgefäßen und Temperaturen, geht es mir im Moment besonders darum, die unterschwellige Herbe von jungem Sheng abfangen
      zu können. Denn neben der sehr moderaten Bitterkeit, die man bei einem Bulang schon erwartet, kam anfangs ganz schön viel Herbe dazu, die anscheinend
      aus dem noch sehr jungen, grünen Blatt kommt und nichts mit der typischen Bitterkeit von Sheng zu tun hat. Scheint tatsächlich so, als ob viele Stoffe tatsächlich
      noch chemisch umgewandelt werden müssen und sich später zu den Alterungsaromen entwickeln.
      Jedenfalls stört diese Herbe schon, wenn man relativ filigranen und leichten Sheng trinkt, gerade wenn es um da berühmte Mouth-Feeling geht. Wenn einem
      dann die Herbe sehr dominant auf der Zunge liegt, stört das den weiteren Verlauf der Session schon und gerade das war der Punkt, an dem ich ansetzen und
      arbeiten wollte, bzw. was kann man durch veränderte Aufgussparameter wirklich noch raus holen. Soviel vorweg, es hat tatsächlich funktioniert! Was mich selbst
      freut und zeigt, dass man mit Tee wirklich arbeiten kann.
      Details zu einer einzelnen Session, bzw. konkrete Brühtechnik wollte ich später mal beschreiben...
      Hoffe, dass ist nicht zu viel auf einmal. Wollte den Cake mal kurz umreißen und dann von Tag zu Tag ein bisschen was schreiben...
      Bis dann!  
       
    • Von TeaPhil
      Guten Abend liebe Kollegen des außergewöhnlichen Tees!
      Erst kürzlich habe ich zwei Silver Needle aus unterschiedlichen Orten Chinas erhalten und möchte euch von meinen GANZ SUBJEKTIVEN Eindrücken teil haben lassen.
      Der erste Tee kommt aus der Provinz Yunnan und kostet etwa 8€ / 50g.
      Der zweite Silver Needle stammt aus seiner, sowie ich weiß, Ursprungsstadt Fuding und kostet mit 15€ / 50g fast das Doppelte.

      Ich persönlich liebe diese Art von Tee nicht zu stark zu dosieren. Etwa 2g Tee auf 100ml (kleiner Gaiwan) Wasser.
      Mit der Temperatur und Ziehzeit habe ich mich die ersten Male echt mal spielen müssen. Dabei habe ich herausgefunden, dass mir der Tee zwischen 85 und 90°C am Besten schmeckt. Ziehen lasse ich ihn in ganz klassisch also, dass sich die Knospen im Wasser "aufstellen" und zu tanze bzw. zu sinken beginnen. Das geschieht bei genannter Temperatur nach ca. 4 Minuten.
      Gießt man kühler auf, verlängert sich auch die Ziehzeit. Der Tee schmeckt dadurch sehr aromatisch und extrem süß. Ich war erstaunt wie süß und lieblich ein Tee überhaupt schmecken kann. Sehr lecker! Mir fehlt beim Abgang aber das gewisse etwas und habe es deshalb mit mehr Temperatur versucht.
      Gießt man heißer auf, verkürzt sich die Ziehzeit und der Tee wird weniger süß, dafür kommen vor allem beim Abgang mehr die "dunklen" Geschmacksrichtungen, wie feuchte Erde sowie eine leichte schärfe hervor.
      Mit den 85-90°C habe ich für mich also so ein Mittelding gefunden, das mir sehr gut schmeckt.
      Nun meine Frage an euch, wie bereitet Ihr eure Silver Needle Tees zu und mit welcher Ziehzeit und Temperatur macht ihr die Folgeaufgüsse?
       



  • Neue Themen