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Liebes Forum,

hab gerade im englischen Subreddit zu Puer die Beobachtung gelesen, dass der Tee besser schmecke (oder auch mehr Textur habe), seit man kein Sieb mehr nutze um die gröberen Partikel vor dem Gong Dao Bai herauszufiltern. Da schlossen sich auch einige an und anscheinend nutzt kaum jemand so ein Sieb. Gerade bei festeren Pu-erh Pressungen find ich das schon ganz angenehm nicht so viel Bodensatz in der Schale zu haben. Wie sind da eure Erfahrungen?

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Ich siebe nur Puderzucker.

Krümmel in der Tasse kann man durch Brüh-Technik fast vollkommen abwenden(schwierig zu beschreiben, aber es gibt ein paar Methoden). Geschmacklich brüht der Tee halt weiter wenn noch Mikro-Blatt in der Tasse ist. Das ist aber mehr relevant für nicht so gute Tees, die machen dann den Tee bitterer. Oder eben Pu-Erh.

Grob gesagt macht die Präsenz von solchem Tee-Staub die Kontrolle über den Geschmack etwas schwieriger. Wenn ich aber kein so hässliches Edelstahl, oder Bambussieb an meinem Tisch sehen muss, ist mir das persönlich lieber.

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2 hours ago, Manfred said:

 @Bokkannst du uns deine Brühtechnik einmal erläutern? Wenn ich den Pu Erh aus der Kanne in den Pitcher umgieße, kommen immer Krümel mit. Man muß zügig gießen und man muß die Kanne ja auch völlig ausleeren. Daher benutze ich dafür immer ein Teesieb. Wie machst du das ohne Krümel?

Puh, nicht so einfach in Worte zu fassen… grob gesagt muss man die Kanne erst seitlich zu sich kippen und dann erst gerade ausgießen. Muss man je nach Kanne austarieren. 

Außerdem muss man beim ersten bis zweiten Ausguss auf die Blattverteilung in der Kanne achten und gegebenenfalls nachjustieren. 

Beim Befüllen auch schütteln und schauen, daß die kleinen Teile unten sind und die größeren oben. 

Grob gesagt. Alles andere ist Fingerspitzengefühl. 
 

 

 

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Kein Sieb am Tisch!

Wozu?

@Stiefelkante Textur und Geschmack werden bestimmt nicht vom Sieb beeinflußt.

@Manfred vielleicht solltest Du mal besseren Pu trinken und die Brösel, so es welche gibt vorher wegschmeißen? Wenn Du mal das Glück hast mit @doumer Pu zu trinken kannst Du sehen, wie vorsichtig und genau er einen Bing auseinander nimmt und fast schon jedes Blatt als sakrale Handlung in die Tasse legt - da gibt es kein Gebrösel. Am Schichten liegt's und Ausgußfeinheiten beschreibt ja @Bok

Bei einem Tuo cha gehören Brösel zum Spiel und man schüttet sie einfach weg, wenn die Schale fast leer ist.

Siebe haben so was Großmütterliches, Haushälterisches:) Ich hab sogar schon Leute gesehen, die den Inhalt der Siebe wieder in die Kanne füllen.

Natürlich habe ich eine kleine Sammlung von Sieben (es gibt da sehr schicke-! Silberne aus England), aber die benutze ich nur wenn ich Jane Austen lese und mein Großmütterhäubchen trage.

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vor 51 Minuten schrieb Paul:

Siebe haben so was Großmütterliches

Na, die typischen asiatischen Teesiebe nun doch wirklich nicht.

vor 56 Minuten schrieb Paul:

aber die benutze ich nur wenn ich Jane Austen lese und mein Großmütterhäubchen trage.

Wenn  du das das nächste Mal machst, schick uns doch einmal ein Photo!

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vor 31 Minuten schrieb Manfred:

Na, die typischen asiatischen Teesiebe nun doch wirklich nicht.

Wenn  du das das nächste Mal machst, schick uns doch einmal ein Photo!

ad 1: Die haben halt was asiatisch Großmütterliches

ad 2: Was kannst Du Dir bei "Jane Austen" lesen nicht vorstellen? Schon mal gelesen, die Damen? Sehr zu empfehlen.

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Guest Gast5522
vor 9 Stunden schrieb blickwinkel:

Kein Sieb. Ich stelle mich lieber der Herausforderung den Deckel vom Gaiwan in der passenden Stellung zu halten.

Was für eine Herausforderung? Warum wird immer so getan als ob das so schwierig wäre? Da gibts ja auch zig lustige (unnötige) Tutorials darüber und ein Brimborium wird darum gemacht - als ob es sich hier um eine höhere Art der Wissenschaft handeln würde.

 

vor 7 Stunden schrieb Entchen19:

Also ich nutze auch kein Sieb mehr.

Gerade grüner Tee hat ja oft so feine Härchen und damit etwas Textur, die rauszufiltern finde ich schade ...

Ich brühe meinen Tee in der Kanne, etc. nach best. Parametern fertig. Aufguss für Aufguss.

Danach will ich gar nicht, dass noch etwas im fertigen Tee verbleibt und dann in der Tasse rumschwimmt wie damals die Urzeitkrebse aus dem Ybbs in den 80ern.

Aber selbst mit Sieb kann man ja nicht immer alles herausfiltern. Von daher...

Edited by waal
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vor 21 Stunden schrieb Manfred:

Brühst du Pu Erh im Gaiwan auf? Andere Tees haben natürlich wenige Krümel (die wandern ja bei der Produktion in die Teebeutel).

Ja, Puerh nur im Gaiwan, gerade weil ich da auch das Filtern besser kontrollieren kann. 

 

vor 14 Stunden schrieb waal:

Was für eine Herausforderung? Warum wird immer so getan als ob das so schwierig wäre? Da gibts ja auch zig lustige (unnötige) Tutorials darüber und ein Brimborium wird darum gemacht - als ob es sich hier um eine höhere Art der Wissenschaft handeln würde.

 

Es geht hier darum den Gaiwan so einzusetzen, dass ein Filter obsolet wird. Den Spalt zwischen Deckel und Tasse so klein zu halten, dass quasi (fast) nichts als Flüssigkeit rauskommt, kann schon herausfordernd sein. Je nachdem, wie viel Krümmel im Ausgangsmaterial sind. Aber es fordert halt auch noch mehr Aufmerksamkeit für den Tee und seine Zubereitung, u. a. deswegen schätze ich die Nutzung eines Gaiwans.

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vor 15 Stunden schrieb waal:

Was für eine Herausforderung? Warum wird immer so getan als ob das so schwierig wäre? Da gibts ja auch zig lustige (unnötige) Tutorials darüber und ein Brimborium wird darum gemacht - als ob es sich hier um eine höhere Art der Wissenschaft handeln würde.

Ich brühe meinen Tee in der Kanne, etc. nach best. Parametern fertig. Aufguss für Aufguss....

@waal wenn ich mich richtig erinnere bist Du noch am Anfang des Teeweges; dafür sind Deine Aussagen - höflich ausgedrückt - recht apodiktisch:)

Zum einen: ein Gaiwan ist ein recht kompliziertes Ding; allein schon den richtigen für den jeweiligen Tee zu finden .....

Zum anderen: "Ich brühe meinen Tee in der Kanne, etc. nach best. Parametern fertig. Aufguss für Aufguss" 

Fortgeschrittene erkennst Du daran, daß sie ihre "best. Parameter" den Gegebenheiten anpassen. Das reicht von der verschiedenen Zusammensetzung der Personen am Teetisch, von der Tageszeit, dem Raum in dem Tee getrunken wird bis hin zum Luftdruck (ich nenne hier nur ein paar wenige Dinge, die den Geschmack des Tees verändern können um Dich am Anfang nicht zu verwirren).

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