• Ankündigungen

    • Joaquin

      Anzeige / Regeln   15.11.2015

      Das jeweilige Thema in diesem Forenbereich, wurde als gewerbliche Anzeige gestartet.   <Regeln für den Tee-Marktplatz + Händler-Informationen> Im "Tee-Marktplatz" dürfen gewerbliche und kommerzielle Kleinanzeigen zu und rund um das Thema Tee eingestellt werden. In "Händler-Informationen" dürfen Informationen in konkreten Themen von Gewerbetreibenden, im Zusammenhang mit ihrem eigenem Gewerbe eingestellt werden. Für beides ist ein Händlerstatus und das passende Werbe-Paket erforderliche. Es müssen jedoch die folgenden Regeln und Bedingungen dazu beachtet werden: Pro Anzeige oder Information, nur ein Thema. Passender Betreff/Titel und ausführliche Beschreibung/Beitrag mit aussagekräftigem Inhalt zum Tee-Angebot oder der Information. Im "Tee-Marktplatz" darf der Themenersteller nach Anzeigenerstellung, ausschließlich dortige Benutzerfragen im Thema beantworten. In "Händler-Informationen" darf auf Beiträge, nur in nicht-kommerzieller Weise hingewiesen werden. Maximal ein Link/URL zum Projekt/Produkt (+ evtl. Impressumslink, wenn auf der Seite nicht vorhanden) im eingestellten Thema. Der Impressumspflicht nach deutschem Recht muss im Beitrag entsprochen werden. Entweder durch: Link zum Projekt/Produkt im Beitrag verweist bereits auf eine Seite, welche über ein Link zu einem solchem Impressum verfügt oder im Beitrag wird zusätzlich ein mit "Impressum" gekennzeichneter Link, zu einer Seite mit einem solchem Impressum eingefügt. (Da Links in der Signatur nicht jedem angezeigt werden, muss die Linksetzung im Beitrag selbst erfolgen.) Gewerbliche Kleinanzeigen und Informationen zu besonderen Tee-Angeboten wie z.B. Sonderangeboten, Produktvorstellungen von Neuheiten, besondere Aktionen wie Gewinnspiele usw. mit ordentlicher Relevanz zum Thema Tee. (Das Nachbilden der eigenen Produktpalette, News, Blog usw., im Forum, wird nicht geduldet) Keine Angabe von Email oder Telefonnummer. Kontakt gerne über private Nachricht im Forum. Links mit Ref-IDs werden kommentarlos gelöscht. Das Pushen des eigenen Threads wird der Fairness wegen mit Schließung geahndet. Beim Antworten auf Anzeigen beachten: Antworten, die nicht direkt im Zusammenhang mit dem Angebot und im ernsthaften Interesse an dem Angebot stehen, werden gelöscht. Das gilt auch für geschäftsschädigende Beiträge.

Empfohlene Beiträge

Liebe Teetalker,

 

 

hier stelle ich meine Grüntees vor, die ich in den vergangenen Wochen bis vergangen Montag, 7.4.2014 Qingming, nach über 1000km Bergstraßen, unzähligen Gesprächen mit Teebauern und Händlern auftreiben konnte für Qingmingernten Interessierte. Da ich an sich keinen kommerziellen Hintergrund hatte, aber just zum Qingming Wochenende im Form teilweise raue Töne zu lesen waren, habe ich mich entschlossen hier am Marktplatz Spritkostenanteile zu erstehen, gegen kleine Mengen frischen Flugtee, hoffentlich informative Artikel und ansprechender Fotos. Von den bisher vorgestellten Tees und den noch folgenden ~ 5 zu vor-Qingming Grüntee, habe ich meist 500g gekauft, klar kann ich bei den Bauern nachkaufen, aber es wäre dann keine vor-Qingming Qualität mehr bis März 2015. Ich betreibe dies als Vorstellung regionaler Spezialitäten, ohne Homepage oder Shop via PN / Email, als quasi 400 Euro Job, um Spritkosten und das geschmacklich interessante Grünteespektrum weiter einführend abzudecken, im Gegensatz zu meinem geschäftlichen Absichten, die ich als Teilinhaber der Teekenner GmbH, mit Steuern, Zoll und ordentlichen Jahresabschluß, verfolge. 

 

 

 

 

Nun aber ab in den äußersten Nordwesten der Zhejiang Provinz, unweit des Dorfes meiner Schwiegereltern, dass selbstverständlich an Qingming besucht werden musste. Dort fuhr ich zum Huaizhu Berg mit wunderschönen Grünteeknospen Namens Qiandao Yuye. Mit Qiandao ist der 1000 Inseln See, Hangzhou gemeint, die Teegärten grenzen an Shexian, Anhui und Yuye bedeutet Jade Blatt.

 

 

 

 

Qiandao Yuye stammt aus Teegärten mit einer Höhe bis über 1200m, wird maschinell geröstet und wird leider auch als “Longjing” verkauft, wobei ein Longjing weniger haariges und grünliches Blattgut hat, vom Geschmack mal ganz abgesehen. In die kleine heiß gespülte Yixing gebe ich die Jade Blätter, schüttle und ein blumiger, Richtung Akazienblüten Duft bereitet auf die erste leicht Jade grüne Infusion nach dem Waschgang vor. Weicher Gaumeneindruck mit frisch-herben Noten gepaart mit leicht Mandel süßen Abgang beschreiben die sechs fast konstanten Aufgüsse am besten. Mit dem 4. Aufguss wechselt Akazienblüten Duft in Richtung blumiges Heu, farblich tut sich nicht viel, wobei ich die Infusionszeiten auch steigere um mehr aus den Knospen herauszuholen.

 

 

 

 

Yuye oder Jade Blatt ist eine weitere regionale Spezialität die dem Verdrängungswettbewerb mit Longjing und seiner höheren Bekanntheit bei entsprechenden Margen ausgesetzt ist. Geschmacklich bleibt mir die mandelartige Süße in Erinnerung, sowie dass optisch nahezu perfekte Blatt, trotz maschineller Verarbeitung.

 

 

 

 

Hier die Eindrücke meiner Kamera: flickr.com/photos/119133635@N07/sets/72157643780734194/

 

 

 

 

Beste Grüße,

 

 

 

 

ChaShifu

 

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Liebe Grüntee Freunde,

 

 

der Xiang Tee ließ mir keine Ruhe und so bin ich zum Niutou Berg gefahren, um Xiang Tee zu finden der mittels ursprünglicher Bambus Hut Charcol Röstung verarbeitet wurde.

 

 

 

 

Wo liegen die geschmacklichen Unterschiede zur maschinellen Verarbeitung?

 

 

 

 

13799517365_4c1b5a65a1_c.jpg

 

 

 

 

Das Blattgut ist ähnlich klein, “tippy” und drahtig, aber der Duft ist grasig mit rauchiger Note. Heiß gespültes Longquan Celadon, trockenes Blatt gut geschüttelt, lässt den Duft aus grasige Bambusnote mit rauchigem Unterton frei, hier zeigt sich der Bambus Hut. Nach dem Waschgang leuchtet der Aufguss grünlich Gelb, der Gaumen meldet eine frische Prise Gras bevor im Rachen sich eine herbe Süße festigt. Wie der Zoushan Xiang Tee auch ist dieser über alle Aufgüsse hinweg sehr beständig in Farbe, Geruch und Geschmack nur gibt die Bambus Hut Verarbeitung eine natürliche Frische Note dem Tee, dies sollte insbesondere im heißen Sommer wertvoll sein.

 

 

 

 

Xiang Tee hatte ich selbst erst in 2014 entdeckt und wie schon der Zhou Berg Xiang Tee ist auch dieser eine Erweiterung meines Grüntee Horizonts. Ich bin bereits gespannt auf die heißen Temperaturen von Hangzhou's Juli gepaart mit eisgekühltem Xiang Tee vom Niutou Berg.

 

 

 

 

Welche Sorten sind Eure erfrischenden Begleiter für die heißeren Monate?

 

 

 

 

Liebe Grüße,

 

 

 

 

ChaShifu

 

 

 

 

Doku - diesmal bei Top Lichtverhältnissen :-)

 

 

 

flickr.com/photos/119133635@N07/sets/72157643844421215/

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich betreibe dies als Vorstellung regionaler Spezialitäten, ohne Homepage oder Shop via PN / Email, als quasi 400 Euro Job, um Spritkosten und das geschmacklich interessante Grünteespektrum weiter einführend abzudecken, im Gegensatz zu meinem geschäftlichen Absichten, die ich als Teilinhaber der Teekenner GmbH, mit Steuern, Zoll und ordentlichen Jahresabschluß, verfolge. 

in wie weit kann man denn neben einer "richtigen" tätigkeit, die du bei teekenner wahrnimmst, einen "minijob" noch ausüben?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Key, wie bei jeder anderen Tätigkeit auch:



Gehe das Thema fokussiert an und arbeite es mit einer guten Portion Leidenschaft ab, wie hier: es ist vor-Qingming Tee thematisiert :) , z.B. Yuye - Jade Blatt:


13772016925_1b6a83be20_c.jpg


bearbeitet von ChaShiFu

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo ChaShiFu,



das sind ja irre atmosphärische Bilder, vielen Dank! Die erinnern mich wieder dran dass ich irgendwann auch mal zu den Wurzeln will, und den Tee in seiner Ursprungsregion besuchen!


Auch finde ich es sehr interessant dass du die Tees in einer Tonkanne zubereitest, das würd ich so garnicht wagen - ist das nicht gefährlich hinsichtlich der superfeinen Noten, die grade so einen enorm frischen Grüntee auszeichnen dürften?



Ich würd ja schon gerne diese Preziose probieren, auf Grund der Tatsache dass ich mein Teebudget ums gefühlt 27fache überschritten hab müsste ich mich halt auf kleine Pröbchen beschränken... geht das denn? Bzw. inwiefern stellt sich so ein Spritkostenanteil dar? 5-10g würden mir völlig ausreichen, für ein, zwei Zubereitungen eben.



PS. Die Pinterest-Seite funktioniert bei mir nicht richtig, da krieg ich ganz bizarre Fehlermeldungen :D


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

PS. Die Pinterest-Seite funktioniert bei mir nicht richtig, da krieg ich ganz bizarre Fehlermeldungen :D

Und ich dachte immer, ich hätte einen PC aus der Steinzeit und Internet aus der Zeit des "zu-Fuß-gehens"  :lol:

Bei mir klappt's  :yahoo:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

... und den Tee in seiner Ursprungsregion besuchen!

Habe gestern auf der Messe einem Kunden aus Luxemburg versprochen, ihn in der letzten Märzwoche 2015 zur vor-Qingming Ernten Einkauf für 7 Tage mitzunehmen, da Miig würde ich mich freuen dich auch zu sehen!

Zu den verwendeten Kannen, stimmt die schwarze ist relativ porös und schluckt sicher ein wenig vom Geschmack, hier habe ich mal angefangen, das Thema zu vertiefen:

http://www.teetalk.de/topic/2655-einstieg-in-die-yixing-steinkeramiken/

Hihi, das Budget ist natürlich immer ein Thema, aber im Schnitt kosten die vor-Qingming Ernten für 100g zwischen 10 und 20€, mit der Ausnahme Longjing, der bestätigt hier die Regel. Nach Qingming sollten die Preise um ein Drittel fallen, so haben mir es die Bauern erzählt.

Und klar es hat auch die 2x7g Probeeinheit zu kaufen, habe ich jetzt auf der Pinterest Seite in den jeweiligen Album Beschreibungen vermerkt.

Spritkosten zahlst du bereits mit dem Teepreis.

Geht Pinterest nun wieder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Passend zum Gründonnerstag ein weiterer Grüntee vom Niutou Berg :-)

 

13910114934_c4e6844821_c.jpg

 

 

Baicha, Niutou Berg, 5.4.2014, 手工白茶,牛头山, 14年4月5号

 

 

Regionale Grün Tee Spezialität aus Suichang, Lishui, ZJ

 

 

von Hand gerollter Baicha, das Rollen bricht die Zellstruktur und führt zu süßeren Aufguss.

 

 

Baicha bedeutet weißer Tee, namensgebend sind die weißen Härchen an den Knospen.

 

 

 

Am Niutou Berg eine Ecke weiter als der Bambus Hut Charcol geröstete Xiang Tee, habe ich von Hand gerollten Baicha auf den Teeterrassen von Zhiyuan entdeckt. Dort wird dieser Tee seit den 70iger Jahren bewirtschaftet und nach lokaler Tradition auf einer Bambusmatte, die über eine Bank gespannt ist, gegen die Handflächen gerollt. Das Rollen lässt die Zellstruktur brechen, was zu einem süßeren Aufguss führt, dass macht sich in Form von Haselnussschokoladen Duft beim schütteln im heiß gespülten Glas Gaiwan bemerkbar. Farblich kommt der Baicha grün mir leichten Gelbstich, konstant über die sechs Aufgüsse an, geschmacklich ebenfalls sehr stabil mit weichem Mundgefühl, leichter Herbe beim Schlucken und süßlichem Abgang.

 

 

 

 

Der Niutou Shan, was soviel bedeutet wie Kuhkopf Berg ist ein wunderbarer Teeberg mit Quellwasser, ausreichender Höhenlage und einfachen Bauern, die sich auf ihre Handwerks-kunst berufen, wenn es um das Verarbeiten von einzigartigen Berggrüntee Raritäten geht. Wir sehen uns wieder, am besten im März '15.

 

 

 

 

Meine Kamera wird auch wieder dabei sein...

 

 

 

 

Liebe Grüße,

 

 

 

 

ChaShifu

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

habe mich in diverse Newsletter eingetragen und amerikanische erscheinen in guter Häufigkeit, nun auch "schon" zu vor-Qingming Longjing Tees:



http://verdanttea.com/teas/mrs-lis-shi-feng-dragonwell-green-tea/?utm_source=Verdant+Tea+Newsletter&utm_campaign=07cffc207d-mrslidragonwell_HERE4_28_2014&utm_medium=email&utm_term=0_2f567f2539-07cffc207d-328817161



"A rare opportunity to try the rich, sweet and sparkling quality of true Lion's Peak Dragonwell green tea cultivated and hand-processed by life-time farmer Mrs. Li. . .



http://www.teatrekker.com/teas/all/all/2014



"The first of our 2014 fresh spring green teas from China and 2014 1st Flush black teas from Darjeeling, India are here and are brimming with fresh taste. . .



http://camellia-sinensis.com/en/arrival-2014


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Für kommendes Jahr überlege ich mir, einen Ausflug nach Houkeng im Landkeis Taiping, Anhui zur Qingming Ernte zu machen, denn dort hat es folgenden Tee...



14204379988_999cdb7a53_c.jpg



Nachdem die Temperaturen heute zum wiederholten Male die 30 Grad Grenze knackten, habe ich in den Tiefen meines Teekühlschranks gesucht und bin fündig geworden, Taiping Houkui.



14387650481_8e2584162a_c.jpg



Zwei Varianten laufen zum Vergleich auf, einmal komplett von Hand verarbeitet, jeweils links im Bild und noch die maschinelle Version. Sehr interessant ist der optische Unterschied, den die von händisch verarbeiteten sind gut einen Zentimeter kürzer, obwohl das gleiche Blattgut verarbeitet wurde. Ursächlich ist hier, dass der maschinelle Tee so stark gewalzt wird, das die Blätter schlichtweg derart platt sind und damit länger werden.



14411158113_739ae730d8_c.jpg



Der Duft des Waschgang bestätigt meinen Eindruck, dass diese Teeart sehr aromatisch sein muss, wahrscheinlich wegen dem Blattgut, welches länger am Strauch ist bevor es gepflückt werden kann.



14204534257_c2b98a0963_c.jpg



Geschmacklich sind die Unterschiede marginaler, mir schmeckt der Hand gemachte besser, weil ich den Eindruck habe, dass er den Geschmack dosierter aus seinen Blättern entweichen lässt, als sein maschineller Kollege.



14367873136_c437410265_c.jpg



Das Aroma ist herb nussig und mit vollem Mundgefühl und langanhaltender geschmacks- intensiven Feuchte im Rachen.



14204408860_b95e2699a2_c.jpg



Erfrischende Begegnung mit einem recht klassischen Tee, der jedoch eher selten auf dem Markt zu finden ist, wegen seines fragilen Blattgut, dem hohen Preis und hier in Hangzhou trinkt man einfach nur Longjing, Tag aus Tag ein, na wunderbar...


Ich liebe die Abwechslung, heute ist diese mir mal wieder bestens gelungen.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

hier in Hangzhou trinkt man einfach nur Longjing, Tag aus Tag ein, na wunderbar...

Hihi, ist mir auch schon aufgefallen in verschiedenen Dokus - es gibt grundsätzlich 2 Hauptgruppen von Teehauskonsumenten.

1. zu vielleicht 70% dieser Hardcore Pu Erh Trinker, wo nichts anderes in Frage kommt,

und dann gibt es noch 2. zu ca. 20% diese Hardcore Long Jing Trinker, wo auch nichts anderes in Tässchen kommt. :D

Kann sich regional natürlich unterscheiden ...  :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

erinnere mich an die Doku und die authentische Teehaus Szene, vollkommen richtige Einschätzung 70-20-10 (sonstiges...)



Jep und regionale Unterschiede, hier 70% Longjing 20% Pu-erh und 10% sonstiges, z.B. Dongfanghong DC, hatte ich letztens am Longjing Schlachtfeld :D


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Normalerweise führe ich eher ein old-school tea diary auf Papier mit persönlichen Verkostungsnotizen usw., da ich aber durchaus für mich selbst Fotos knipse, schon als Erinnerungshilfe, ordne ich gerade einige Dateien & Co. und suche noch nach einer für mich passenden Methode des digitalen Archivierens. Hier mal - mit einigen Erläuterungen - einer meiner Einträge.



Xiang Cha charcoal-roasted, Pre-Qing Ming 2014 vom Niu Tou Shan



Meine 3. Teesession mit diesem Tee, der mich schon gleich beim 1. Mal sehr ansprach. Da ca. 2.4g auf 100ml, 80°C Wassertemperatur. Erster Aufguss 25sec, danach entsprechende Steigerung.



Heute mal etwas höher dosiert: 4g für eine ca. 110ml fassende Gaiwan; Wasser ~75°C. Dafür sollen die Ziehzeiten wesentlich kürzer werden.



Das trockene Blattgut ist (für einen chinesischen Tee fast überraschend) klein, drahtig-gedreht und matt-dunkelgrün. Siehe Bild #1 unten. Geschirr vorgewärmt und den Tee, den ich zuvor aus der Kühlung geholt habe, in die warme Gaiwan: es duftet nach Gras und Heu, auch leicht fruchtig-süß. Nicht stark rauchig, nur ganz diffizil und etwas nach Backwaren ;) Beim nassen Blattgut trat das Röstaroma deutlicher hervor. Auf dem Foto #5 unten ist das eine an den Rändern leicht bräunliche Blatt extra herausgepickt ^_^



1. Aufguss: nur wenige Sekunden, quasi umgehend abgegossen. Leicht grünlich gelb. "Mouth-filling" (kann ich schlecht erklären, es gibt "füllende, runde" Tees, die man überall im Mund schmeckt/fühlt). "Slightly astringent mouth-feeling" (das ist, wie sich der Tee anfühlt, nicht schmeckt). Herb, aber mit etwas Süße im Hintergrund und leicht grasig. Haftender, persistierender Geschmack.


2./3. Aufguss: Hmm, sehr frisch irgendwie. Fürchte aber, dass 4g doch zuviel des Guten waren...  Bild (#2) unten 2. Aufguss, aber der leichte Grünstich kommt auf dem Foto nicht so richtig raus.


4. Aufguss: Ca. 8sec. Bild unten, in der Teeschale.


6. Aufguss: Ca. 10sec. Die Rundheit ist sehr ausdauernd. Ich bemerke auch kaum ein Nachlassen der Aufgussfarbe (but slight green tinge is gone). Unten mal der 5. Aufguss als Vergleich (Foto #4).


7. Aufguss: Danach habe ich abgebrochen, der Tee hätte wohl noch weiter durchgehalten, aber ich musste noch weg.



Ich denke, er war diesmal für meinen Geschmack etwas zu hoch dosiert, die herben Komponenten waren so m.E. zu dominierend und fast scharf. Das Süß-Fruchtige ging zu sehr unter - war ja beim 1. Mal deutlicher vorhanden. Dabei war das Wasser von vergleichsweise niedriger Temperatur und die Ziehzeiten sehr kurz. Nächstes Mal werde ich weniger Tee nehmen. Normalerweise mag ich es etwas höher dosiert, gerade auch bei chinesischem Grüntee. Es mag auch etwas mit der Blattgröße und der damit verbundenen Oberfläche zu tun haben, dass es bei diesem Tee etwas weniger sein sollte. Warum ich dann diesmal so stark gesteigert habe? Keine Ahnung - aber hätte ich dann doch weniger Tee genutzt hätte das Foto auch nicht mehr gepasst ;)



Werde nächstes Mal definitiv wieder zu geringerer Einwaage und längeren Ziehzeiten übergehen und ggf. spielen; die Nuancen, die man schon beim trockenen Tee erschnuppern kann, kamen bei so viel besser heraus.



Was mir bei diesem Tee aufgefallen ist: er ist sehr konstant über die Aufgüsse, sowohl was Farbe als auch die Geschmacksentwicklung angeht. Das ist mir auch bei den konservativeren Dosierungen aufgefallen.



Anmerkung: die Bilder sind nebenher entstanden und der Teetisch stand auf meinem aktuell chaotischen Schreibtisch. Daher waren Kompromisse nötig. Es ist außerdem sehr heiß und normalerweise sind die Jalousien fast ganz geschlossen (süd-östliches Fenster), von daher sind vielleicht die Farben in natura etwas anders. Aber wenigstens konstante Licht- und Abstandsverhältnisse :)


post-719-0-03738600-1406126414_thumb.jpg

post-719-0-62347500-1406126414_thumb.jpg

post-719-0-15845200-1406126415_thumb.jpg

post-719-0-92607800-1406126415_thumb.jpg

post-719-0-62662000-1406126416_thumb.jpg

post-719-0-24900000-1406126417_thumb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Danke Seti fuer deine Verkostungsnotizen, professionelle Bebilderung!

Zubereitungsmenge und Kannenvolumen waehlt man bei chin. Gruentees haeufig grosszuegig, mir gehts aber wie dir und anderen, besser nur 2/3 der gewohnten Menge, da dieser Tee seine wilde Kraft gerne ausspielt.

Von diesem Xiangtee habe ich noch ein paar 100g Tueten vorraetig, genau wie vom Jade Blatt Qiandao Yuye.

Sourcing Bilder und Verkostungsnotizen auf meiner Pinnwand.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.

  • Gleiche Inhalte

    • Von olem
      Liebe Teetalker,
      heute möchte ich euch meinen Windspiel - Saemidori Shincha (Ernte 2019) etwas genauer vorstellen. Zu finden ist er unter www.blattgut.de/shop, und als Foristen bekommt ihr mit dem Gutschein "teetalk10" 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment
      Nun aber zum Tee: 
      Die ersten Aufgüsse zeigen dezentes Umami und eine charakteristische Zitronigkeit, danach entwickelt sich eine grasige Frische. Im Abgang zeigen sich Noten von dunkler Schokolade. Bei heißerer Zubereitung kommen außergewöhnliche Aromen von Wurzelgemüse zum Vorschein, die ich so noch bei keinem anderen Tee erlebt habe, sehr spannend. Und er hat wunderschöne, feine Nadeln. Überzeugt euch selbst! 
      PS: Mit der hübschen Verpackung auch eine gute Geschenkidee


    • Von Joaquin
      Roberts Teehaus hat mich gebeten seinen Gyokuro Asahi durch unsere versierten TeeTalk-Mitgliedern zu testen. 
      Im folgenden führe ich kurz die Beschreibung dieses aus der Shopseite auf
       
      Dieser Gyokuro Asahi kann online bei Roberts Teehaus geordert werden und wird zur Zeit zu 500g für 73,50 Euro oder als 1kg zu 132,50 Euro angeboten. Laut Shopseite kommt dann noch der Versand hinzu, wobei am einem Bestellwert von 100,- Euro der Versand kostenfrei ist und im Ausland sich der Versand um 5,90 Euro verringert.
       
      Prüfmethode:
      Aus dem herkömmlichen Handel wurde den Probanden für die Tests, zwei weitere Gyokuro Tees an die Seite gestellt. Ein Tee war eher im niedrigen Preissegment angesiedelt, wogegen der andere hochpreisiger Natur war. Damit lagen den Testern drei Gyokuro Tees zur Blindverkostung vor, welche zwar unterschiedlich gekennzeichnet waren, von denen die Tester aber weder Hersteller, Produktname, noch Preis kannten. Die Proben waren zudem für jeden Probanden individuell, unterschiedlich und/oder gleich gekennzeichnet, was mögliche Absprachen über die Tees, entgegen wirken sollte. Einzig durch den gut verwahrten Schlüssel wurde ersichtlich, welche Probe von welchem Probanden, zu genau welchem Tee gehörte.
       
      Zubereitung:
      Damit auch niemand im Netz recherchiert, ob gewisse Angaben zur Dosierung, schon einem gewissem Produkt zugeordnet sind, wurde keine Anleitung zur Zubereitung mitgegeben. Hier sollte man mit der eigenen Gewohnheit und Erfahrung die Tees zubereiten und somit zu den eigenen bisher gemachten Erfahrungen setzen. 

       
      Trockener Tee (Duft):
      Der Duft wurde weitestgehend als süß, nussig und würzig mit Röstaromen bezeichnet. Er wurde dabei als äußerst positiv bewertet. Dabei wurde er mal als trockenes, eingelagertes Heu und sehr tief beschrieben oder auch ohne etwas Talgiges und grasiges dabei.

       
      Aufguss (Optisches Erscheinungsbild und Duft):
      Die Farbe des Aufgusses wurde mit einem „tollen“ satten grün-gelb und bei einigen sogar neongrün angegeben. 

       
      Geschmack (Ergebnisrelevant):
      Der Geschmack wird ebenso wie der Geruch als süß und nussig beschrieben und in den verschiedenen Aufgüssen wandelbar. Umami war bei einigen zu schmecken und manch einer schmeckte sogar intensiv Schokolade und Heu heraus. Für den einen überhaupt keine Bitterkeit, für den anderen dagegen schon. 

       
      Fazit und Ergebnis:
      Die Tester waren überwiegend recht kritisch, aber im Ganzen auch durchaus fair. Insgesamt bleibt zu sagen, dass der Tee recht unterschiedlich und dann wiederum auch sehr ähnlich wahrgenommen wurde. Dieser Tee scheint geradezu zum Experimentieren mit unterschiedlichen Temperaturen und Ziehzeiten einzuladen und offenbart dabei jedem ein etwas anderes Geschmackserlebnis.
      Als Fazit bleibt, dass dieser Gyokuro Asahi zu einem Gut tendiert und in der Abschlussnote eine bemerkenswerte 2,3 bekommt.

    • Von Amabila
      Hallo liebe Teebegeisterte, speziell Grüntee-Begeisterte!


      Ich bin eine von euch


      Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit euer tolles Forum, wo man sehr viel Interessantes liest und dazulernt!

      Bin durch Zufall darauf gestossen und wollte nun mal selbst eine Frage stellen


      Ich trinke schon seit vielen Jahren Tee, früher war dies eher Schwarztee - bin dann aber nach und nach zum grünen Tee gekommen und hab mich auch schon seit einiger Zeit etwas durchprobiert. Richtig hochwertigen Tee habe ich aber (denke ich zumindest) noch nie getrunken.


      Wohne in Salzburg und hier gibt es leider nicht viel in Sachen Tee zu holen.


      So, nun meine Frage: Bei meinen Beutezügen durch den lokalen Bioladen sind mir mehrere Sorten Grüntee der Marke "nur Natur" in die Hände gefallen.

      Kennt jemand von euch vielleicht diese Marke und hat Erfahrung damit?

      Wenn ja, was haltet ihr davon? Ist das eher schlechtere Qualität oder mittelmäßige?

      Würde das gerne etwas einordnen können, da ich doch noch nicht allzu viel Erfahrung habe!


      Vielen lieben Dank, würde mich sehr über Antworten freuen!


      Eure Amabila



    • Von DuisburgerMarco
      Hallöchen alle zusammen,
      Vor kurzem auf den Tee gekommen, bin ich nun auf der Suche nach einer guten Bezugsquelle. Bis jetzt habe ich meinen Tee bei TeeGschwendner gekauft. Auf einer Entdeckungsreise durch die Teevielfalt bin ich dann bei grünem Tee aus Japan hängen geblieben. Auf meiner Abenteuerreise durchs Internet zu diesem Thema bin ich dann auf die Seite gruenertee.de gestoßen und somit auch sunday.de. 
      Ansich finde ich die Seite recht ansprechend aber ich weiß nach dem hier gelesenen nicht so recht, was ich davon halten soll. Was ich sehr gut finde, sind die zusammengestellten Sets, so das man einfach noch mal ein bisschen mehr probieren kann und man auch eine größere Auswahl zuhause hat.
      Nun zu meiner Frage, was haltet ihr von diesem Anbieter und von dem Komplettset dort oder kennt ihr bessere Bezugsquellen für Tee? 
      Ich bin für jede Information recht dankbar.
      Mit freundlichen Grüßen
      Marco
    • Von kikujirononatsu
      Hallo!
      Nach einer tollen Doku auf Arte heute suche ich eine feine Sorte Grüntee, die gerne auch ein bisschen teurer werden darf.
      Habe gerade nur Sonnentor-Grüntee, Gunpowder. Nicht der feinste. Ich habe das Gefühl, dass da nur Bittergeschmack durchkommt, wenig "Fruchtigkeit" und er ist sofort braun, beim ersten und zweiten Aufguss sowie bei der richtigen Temperatur.
      Kann mir jemand einen Tee empfehlen?
      Hätte gerne einen sattgrünen Tee :-)
  • Neue Themen