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Oh spannend, ich habe mich damals von den Empfehlungen auf http://www.thes-du-japon.com/ inspirieren lassen ... und mir bei Sencha angewöhnt eine relativ große Menge Tee (4g auf 70 ml), bei moderaten Temperaturen (ca 80°)... aufzubrühen... mir schmeckt es sehr... aber man könnte auch mal, dem sehr interessanten Blog Post entsprechend z.B. 1g auf 70 ml bei 95° versuchen ... 

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Interessanter post! Ich selber experimentiere immer wieder mit der Temperaturen. Hatte schon Shincha Sencha der bei 60° C nicht mundete und erst bei 85° C zur Hochform auflief.

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Es scheint in der Teebloggerwelt eine Krankheit umzugehen und es ist die Verallgemeinerung - dabei sollte doch jeder wissen, dass fast jeder der verallgemeinert damit einen Fehler begeht. Wie hier:

Zitat

Mistake number 1 is the temperature. Most people tend to agree that green teas have to be brewed at lower temperatures. This is incorrect.

Das kann man einfach nicht für alle Grüntees sagen. Bei manchen trifft es zu, bei manchen nicht. Dazu kommen lokal unterschiedliche Traditionen, die sehr wohl ihre Berechtigungen haben. Warum soll man jetzt alles gleich machen? Die Vielfalt, auf die unterschiedlichen Traditionen einzugehen ist doch etwas schönes.

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Da hast du sehr Recht, Krötus. Allerdings ist die Krankheit der Verallgemeinerung wohl weiter verbreitet als nur in der Welt der Teeblogger. Natürlich macht fast jede Tee-anfangende Person erstmal den Fehler, Zubereitungstips wie Backrezepte als konkrete Anleitung und nicht als grobe Orientierung zu begreifen. Wenn man sich allerdings die Quelle (http://teamasters.blogspot.de/2017/10/the-2-most-common-green-tea-brewing.html) dieses Zitates anschaut, dann steht kurz darauf folgendes:

Zitat

The quality of the green tea is always key to the quality of your brew. The reason why so many vendors recommend a low temperature is that:
- It's safe. There are fewer risks of over brewing.
- The quality of the tea leaves is low. Such green tea doesn't take the heat well.

Das ist doch eine recht ausgewogene Darstellung, findest du nicht?

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Ich finde es fragwürdig zu sagen, dass Tee, der bei hohen Temperaturen nicht so gut schmeckt, von niedriger Qualität sei.
Ich erinnere mich daran, wie hier früher schonmal behauptet wurde, dass Tee jede Behandlung verzeihen müsse. Das halte ich für ausgemachten Blödsinn.

Warum sollte ich mir die Tees danach aussuchen, dass sie eine bestimmte Methode überstehen, anstatt die Tees nach ihrer jeweils besten Disziplin zu beurteilen?

Ich sehe es natürlich als Nachteil, wenn Tee nur bei 73,48°C für 13,12 Sekunden Ziehzeit bei 20°C Raumtemperatur im 2mm dicken vorgeheizten Tonkännchen bei aufgehenden Vollmond im Frühherbst funktioniert. Aber wenn ich  bei nem Tee nach 2 Sessions den Dreh raushabe ist alles supi.

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Hmm, vielleicht bezieht sich das insbesondere auf chinesische Tees? Ich hab den Eindruck, dass die allermeisten hochwertigen chinesischen Tees, ungeachtet der Kategorie, hohe Temperaturen recht gut wegstecken. Aber ich gieß natürlich gerne fast alles recht heiß auf und bin da somit etwas befangen 9_9

Bei Japan-Tees ist es natürlich nicht so.

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Also ich beziehe mich durchaus auf chinesische Grüntees.

Es wird ja auch darin behauptet, dass Knospentees die besten seien (da herrscht kein Konsens). Dass diese Tees fast kochend eher verzeihen, weil sie langsamer aufgehen, kann ich nachvollziehen, auch wenn ich es dann logischer finde mit Zeit und Dosierung zu arbeiten. Aber dann zu sagen, alle die das nicht können sind doof, ist auch nur ein Synonym für Knospentees sind die besten. Da wird die These mit selbiger These untermauert.

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Gerade eben schrieb Dao:

Ach komm schon, ich bin grad in Argumentierlaune :D

OK :) Welche Tees wären denn für dich Beispiele von "hochwertig, aber nicht hochtemperatur-geeignet" ?

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Ich hatte mal von Teehaus Cöln einen traumhaften Grüntee aus Yunnan, auf der Seite ist der nicht mehr, bis zum nächsten Besuch dort muss ich dir den Namen schuldig bleiben. Bei der richtigen Temperatur kam Würze und fruchtig-blumige Noten zugleich raus, bei zu heiß war es nurnoch Würze und Bitterkeit.

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vor 6 Stunden schrieb Dao:

Ich finde es fragwürdig zu sagen, dass Tee, der bei hohen Temperaturen nicht so gut schmeckt, von niedriger Qualität sei.
Ich erinnere mich daran, wie hier früher schonmal behauptet wurde, dass Tee jede Behandlung verzeihen müsse.

Moment! Das sind mehr oder weniger Teataster Rules - ich habe nie gesagt, dass jeder immer so aufgiessen soll, sondern dass ein wirklich korrekter Tee auch mit kochenden Wasser zurechtkommt, will heissen, noch ein anständiges Resultat in die Schale bringen kann. Das bedeutet aber nicht, dass der Tee gemäss seiner lokalen Tradition aufgegossen nicht noch besser schmeckt!! Mann, das ist gut, dass du das schreibst, haben das noch andere missverstanden damals? Ich hoffe, das ist jetzt geklärt. Bei dem, was ich betreffend korrektem Tee geschrieben habe, geht es lediglich darum, Qualitäten effektiv unterscheiden zu lernen.

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Als Teetaster strebt man natürlich an, dass ein Tee auch bei falscher Behandlung gut ist, damit man keine Kunden enttäuscht. Für mich darf ein guter, sogar exzellenter Tee auch bei kochendem Wasser verkacken. Vielleicht foltere ich morgen mal Atongs Grünen nach Longjing-Art. Ich glaub da hab ich noch was von :D

bearbeitet von Dao

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Ich bin heute den Anregungen des Blogposts gefolgt und war positiv überrascht. Ich habe, da Stéphane ohnehin über Jasmintee sprach, meinen „Sweet Mouse“ von TB der Behandlung mit kochendem Wasser unterzogen (hier mein Bericht zur empfohlenen Zubereitung zum Vergleich).

Der Aufguss war, entgegen meinen Erwartungen nach überhaupt nicht fad, herb oder bitter, sondern sogar deutlich süßer und frischer als bei der von TB empfohlenen Zubereitung. Der Geschmack war dennoch vollmundig und komplex, mit angenehmem Umami und einem schönen Jasminbouquet. Fünf Aufgüsse hat er locker mitgemacht, mehr wollte ich mir jetzt so spät am Abend aber nicht mehr zumuten.

TB empfiehlt 4g/120 ml und 80-90 °C, ich habe 1g/120ml und frisches kochendes Wasser verwendet.

sweet-mouse-brewed-2.jpg.a86a4b2bfb4f883b7c23a18ff728f07e.jpg

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