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wissenschaftl. Cold Brew Methode für grüne Tees in Bezug auf Theanin

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so, ich habs mal wieder getan und Studien durchstudiert, da mich warm zubereiteter Sencha und Gyokuro geschmacklich nicht so überzeugt wie ein Cold Brew.

Allerdings kam es mir hauptsächlich auf das Theanin an bzw. wie ich das Maximum heraushole, ohne dass er auch im Cold Brew bitter/seifig wird, sondern eher umami und süß.

Dabei war einerseits die totale Ziehzeit wegen des Theanins, sowie die Ziehzeit pro Aufguss für den Geschmack entscheidend.

Durchgeführt habe ich das Experiment mit 23 °C kaltem Wasser, also Zimmertemperatur.

 

Entscheidend war für mich diese Studie hier:

"Optimum conditions for the water extraction of L-theanine from green tea", 2011

die von 5 Forschern an der School of Environmental and Life Sciences, University of Newcastle, Ourimbah, NSW,Australia durchgeführt wurde.

https://www.academia.edu/20729940/Optimum_conditions_for_the_water_extraction_of_L-theanine_from_green_tea

 

Hier das Endergebnis:

- das Maximum des Ratios Wasser in mL / g Tee  liegt bei 20 ml Wasser pro Gramm Tee.

D.h. bei mehr Wasser wird nicht mehr Theanin extrahiert, weniger Wasser pro Gramm Tee bietet nicht genug Raum für das Theanin und es wird weniger extrahiert.

ideal z.b. 80ml Wasser für 4g Tee.

 

- Die maximal extrahierbare Menge Theanin liegt in dieser Studie für Grüntee bei etwa 21 mg Theanin / 1 Gramm Tee

Dies kann ganz klar je nach Teesorte variiieren, ob Feinschnitt oder lose machte keinen großen Unterschied.

 

- 23°C kaltes Wasser extrahiert in der selben Zeit (in dieser Studie 30 Minuten) 2/3 der Menge an Theanin wie 80 °C warmes Wasser.

 

- Die maximale Menge an Theanin wird bei 23 °C nach 45 Minuten Ziehzeit erreicht, bei 80 °C nach 30 Minuten Ziehzeit.

 

- Geschmacklich ist die optimale Ziehzeit für den ersten Aufguss mit 23 °C kaltem Wasser bei max. 20 Minuten, weitere Aufgüsse bei 5-10 Minuten.

Ein Beispiel das sicher gut hinkommen sollte, wären z.b. 15 - 5 - 10 - 15 Minuten Ziehzeiten, also vier Aufgüsse mit einer totalen Ziehzeit von 45 Minuten.

 

Je nach Teesorte kann man die einzelnen Aufgusszeiten anpassen, die totale Ziehzeit von 45 Minuten bei 23 °C wird bei jeder Teesorte gleich sein.

 

Fazit:

Um die maximale Menge an Theanin aufzunehmen, ist eine insg. Ziehzeit von 45 Minuten mit Cold Brew wesentlich bekömmlicher und leckerer als 30 Minuten Ziehzeit bei 80°C. ;)

und: Wissenschaft ist, wenn sie richtig verstanden und durchgeführt wird, etwas wundervolles :)

übrigens: L-Theanin ist als Aminosäure (Proteinbaustein) verantwortlich für das Umami Aroma.

bearbeitet von digitalray

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Danke für Deinen Bericht über das Paper. Wenn man es kurz zusammenfaßt, hat der bombastische Aufwant mit HPLC und und und zu der Erkenntnis geführt, daß Theanin gut wasserlöslich ist und daß die Löslichkeit des Theanins wenig davon abhängt, bei welcher Temperatur man aufgießt.

Wenn Du also "kalt" aufgießt, bekommst Du auch das Theanin, aber die von Dir offenbar nicht so geschätzten Catechine bleiben in den Blättern.

Haben wir das nicht schon vorher gewußt?

An der in dem Papier vorgetragenen Behauptung, daß das Theanin wesentlich für den Umami-Geschmack ist, hege ich Zweifel. Theanin schmeckt süß wie Traubenzucker! Ich vermute, dafür ist die - ebenfalls vorhandene - Glutaminsäure verantwortlich. Aber dazu werde ich mehr schreiben, wenn ich ein paar Experimente mit den Aminosäuren gemacht habe.

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Glutaminsäure  und L-Theanin sind wohl beide dafür verantwortlich. 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/24633359/

Und zum Thema catechine : Wenn man das egc : egcg Verhältnis mit ins Spiel bringen mag (egc immunsystem stimulierend, egcg hemmend) sind bei 45 min cold brew deutlich bessere Werte vorhanden als bei 80°C Aufgüssen, auch wenn die Menge geringer ist. 

Was ich noch ergänzen wollte:

Man erhält mit 5 Minuten bei 80°C, sowie 7,5 Minuten bei 23 °C schon 50% des l-theanins, da es sich zügig löst, hätte also bei Zimmertemperatur noch ganze 40 Minuten Restzeit für die restlichen 50%. 

Somit könnte man also auch das Wasser aufteilen falls man den ersten Aufguss nur 7,5 Minuten ziehen lassen würde. Denn dann würden für den ersten Aufguss diesbezüglich auch schon 40ml Wasser für 4g Tee ausreichen. 

Einen 5 Minuten 80°C Aufguss für 50% theanin würde ich mir hingegen des Aromas wegen eher verkneifen. 

Hier siehst du auch, Manfred, wieso es mir um cold brew ging in Bezug auf das theanin, das ja abgesehen vom Aroma auch noch viele weitere positive Auswirkungen haben soll. 

Dass dabei das egc dem egcg überwiegt, könnte man auch positiv auffassen. 

bearbeitet von digitalray

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Aber wer gießt einen guten Sencha oder Gyokuro bei 80 Grad auf? Und dazu noch 5 Minuten lang??? Dazu wären mir meine guten Tees zu schade. Der dabei erhaltene Wert scheint mir eher von akademischem Interesse zu sein.

Ooops, wieder so ein Papier, das ich nur in der Bibliothek und nicht zu Hause lesen kann. Im Abstract sah ich aber einen interessanten Hinweis darauf, wie das L-Theanin der Venusfliegenfalle schmeckt. Ich bin gespannt.

@digitalray: Woher weißt Du etwas über die Löslichkeit der verschiedenen Catechine? Das würde mich interessieren.

bearbeitet von Manfred

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Und weiter geht's.. 

Zu Manfreds Glück habe ich eine entsprechende Studie zu den Catechinen gefunden, die ich heute morgen durchgearbeitet habe und ebenfalls zusammenfassen werde. 

"Study to Promote the Industrial 
Exploitation of Green Tea Polyphenols 
in India", 2003

Von 7 Forschern am University Institute of Pharmaceutical Sciences, Panjab University, Chandigarh, India durchgeführt. 

https://institute.unido.org/wp-content/uploads/2014/11/90.-Study-to-promote-the-industrial-exploitation-of-green-tea-polyphenols-in-India.pdf

- je heißer das Wasser, umso schneller werden die Catechine extrahiert, mit kochendem Wasser sind sie nach 5 Minuten komplett extrahiert, mit 60°C sowie mit 80°C nach 30 Minuten (nach 15 Minuten schon 80%), hier gibt es keine relevanten Unterschiede zwischen 60 und 80 °C. Mit 40°C allerdings wurde auch nach 90 Minuten nur ein Wert von 50 % erreicht, der auch schon nach 45 Minuten vorlag und nicht weiter stieg. Hier wären weitere Studienergebnisse von Vorteil in Bezug auf noch kältere Auszüge und die Menge an Catechinen bei üblichen Ziehzeiten von 10-40sek bei 70 °C, denn hier vermute ich trotz allem ähnliche Werte wie mit 23 °C und 45 Minuten Ziehzeit. 

- der max. Gehalt lag bei ca. 50mg EGCG pro Gramm Grüntee in dieser Studie. 

- wie bei L-Theanin ist auch hier das optimale Wasser:Tee Verhältnis zur Extraktion von EGCG bei 20-25ml Wasser pro Gramm Tee. Mehr Wasser bringt nicht mehr, weniger Wasser extrahiert weniger Catechine. 

- ständiges Umrühren kann bis zu einem Drittel mehr Catechine extrahieren als wenn man nicht umrührt oder schüttelt. 

- loose leaf oder Pulver Größe macht wie beim L-Theanin keinen Unterschied. 

- je nach ph Wert des Wassers verringert sich die Menge an gelöstem EGCG schon nach 1-10 Stunden um 30% und bleibt dann über Tage konstant. Bei sehr niedrigem ph Wert von 2 (unrealistisch) fände im Grund gar keine Verringerung bzw Abbau der Catechine statt. 

 

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Ja, das war qualitativ ja auch vorher klar, daß die Catechine sich in heißem Wasser schneller und besser lösen als in kalten. Aber Du hast gestern etwas Weitergehendes gesagt, daß nämlich bei unterschiedlichen Temperaturen die verschiedenen  Catechine sich ungleich gut lösen und daß sich bei niedrigerer Temperatur das EGC besser löst als das EGCG. Und das interesseirte mich. Da müßte man ja irgendwo für alle im Tee relevanten Catechine Löslichkeitskurven haben, und die für EGC müßte am Anfang steiler sein als die für EGCG.

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vor 3 Minuten schrieb Manfred:

Ja, das war qualitativ ja auch vorher klar, daß die Catechine sich in heißem Wasser schneller und besser lösen als in kalten. Aber Du hast gestern etwas Weitergehendes gesagt, daß nämlich bei unterschiedlichen Temperaturen die verschiedenen  Catechine sich ungleich gut lösen und daß sich bei niedrigerer Temperatur das EGC besser löst als das EGCG. Und das interesseirte mich. Da müßte man ja irgendwo für alle im Tee relevanten Catechine Löslichkeitskurven haben, und die für EGC müßte am Anfang steiler sein als die für EGCG.

du hast ne pm.

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vor einer Stunde schrieb digitalray:

du hast ne pm.

Ist das urheberrechtlich geschütztes Material oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Ich denke das auch andere hier das interessant fänden.

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vor 1 Minute schrieb Cel:

Ist das urheberrechtlich geschütztes Material oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Ich denke das auch andere hier das interessant fänden.

ja, es ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt :D

ansonsten hätte ich es gerne gepostet.

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Das Experiment geht weiter.. 

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8g auf 200ml

5 Minuten Ziehzeit sind aromatisch betrachtet bei dem Ratio schon zu lange für den ersten Aufguss bei 23°C.

Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass im Vergleich zu 80 °C in der selben Zeit 2/3 des L-Theanins übergeht, in dem Fall wären das also schon 45 % des Gesamt Theanins. Andere Stoffe lösen sich teils auch schnell in Kaltem Wasser, andere langsamer (wie Koffein und Catechine). Tannine zb. lösen sich sehr schnell und sollten laut Studie innerhalb von 20 Minuten völlig extrahiert sein bei 23 °C. 

Ich werde mal noch rum feilen am idealen Aroma mit den Ziehzeiten. 

Zweiter Aufguss mit 15 min ist wirklich schön bitter (Tannine -> Adstringenz), umami mit leichter Süße (L-Theanin), sehr kräftig (kräftiger als bei 65 °C Aufgüssen) und gut. 

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Ich habe mir mal bei thés du japon ein paar senchas und einen "echten" uji gyokuro mit viel umami bestellt, bin auf die testreihe gespannt :D

 

Auch der dritte Aufguss mit 25 Minuten Ziehzeit (kürzer war zu schwach) hat noch eine kreative Farbe und astringente umami Noten. 

Mal sehen ob und was nun nach 45 Minuten noch passieren wird.. 

DSC_1918.JPG

* eine kräftige Farbe, kreativ ist die jetzt nich :D

* und es heißt adstringent, nicht astringend, aber leider kann ich nach einer Minute den Beitrag schon nicht mehr bearbeiten..

bearbeitet von digitalray

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Zur Wirkung:

da dieses Experiment ja alleine auf die maximale L-Theanin Extraktion und Wirkung hinauslief, sollte ich mit den 8g Tee nun insg. rund 8 x 20mg = 160mg L-Theanin aufgenommen haben.

L-Theanin wirkt nach 30-60 Minuten im Körper.

Diese 20mg L-Theanin pro Gramm Tee konnte ich auch im Vergleich mit anderen Analysen die auf teachat gepostet wurden gut vergleichen. medium quality sencha 13mg, premium sencha 20mg, medium grade gyokuro 15mg, high grade gyokuro 26mg.

Im Handel erhältliche Kapseln enthalten üblicherweise 150 mg L-Theanin, das entspricht also ca. 7,5g Premium Sencha.

Ich war nun 20 Minuten lang spazieren, etwa 40 Minuten nach dem ersten Aufguss, das entspricht genau dem Wirkungszeitraum.

Ich muss echt sagen, die Wirkung ist da, aber sie ist anders als bei 7,5 ausgiebig aufgegossenem Sheng Puer.

Es fehlt etwas deutliches, und zwar einerseits das Koffein, und andererseits wohl die Wirkung der Catechine.

Dafür wurde mir nun klar, wie L-Theanin wirkt. Ich kam mir vor wie wenn ich schwebe beim gehen (dramatic demonstration), Kälte hat mir nichts ausgemacht, es war wie wenn ich innerlich eine Art beschützende Energie hätte, ich kanns schwer beschreiben. Trotzdem hat dieses allumfassende positive Glücksgefühl gefehlt, das ich bei Heißaufgüssen und besonders Puer empfinde.

Ich war dafür tiefenentspannt, aber meine Sinne waren geschärft. Der Wind in den Blättern klang wie wenn ich Virtual Surround angeschaltet hätte. Auch ansonsten habe ich die Natur präziser wahrgenommen, aber in einer total einfachen, sozusagen kühlen Atmosphäre verglichen mit einem Heißaufguss Puer, der mir eine warme und glückliche innere Wärme dazu gibt.

Es hat irgendwie etwas gefehlt, es war keine "Drogenwirkung" wie beim heißen Puer, ich habe mich eher gefühlt wie wenn ich diesbezüglich gar keinen Tee getrunken hätte, aber trotzdem fühlte ich mich anders. 

Sehr interessant jedenfalls mal die L-Theanin Wirkung eher getrennt von den anderen Inhaltsstoffen zu betrachten, lediglich die Tannine waren beteiligt, dafür Koffein und Catechine eher aussen vor bzw nur in sehr geringen Mengen beteiligt.

Weiter geht es nun mit dem vierten Aufguss, der 60 Minuten dauerte, und nun ausschliesslich etwas Koffein und die doppelte Menge der bisher extrahierten Catechine beinhalten soll.

Farblich kommt er sehr schön grün und klar daher, geschmacklich fehlt nun eindeutig umami und die Süße, was beides nur noch sehr gering, aber noch schmeckbar vorhanden ist.

Es dominiert nun eine angenehm herbe deutlich grasige Bitterkeit, die ganz klar auf die catechine und das Koffein zurückzuführen sind. 

 

DSC_1919.JPG

bearbeitet von digitalray

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vor 1 Minute schrieb Manfred:

@digitalray: Du könntest Dir natürlich auch eine Tüte mit Theanin kaufen, und so viel davon konsumieren, wie Du für gesund hältst.

könnte ich.. allerdings bin ich fester Überzeugung dass solche Stoffe immer mit dem natürlichen Gesamtprodukt aufgenommen werden sollten, da dort noch zig andere Stoffe drin sind die mitspielen (und nicht selten die Wirkung angenehm machen und die Aufnahme verbessern, z.b. durch Öle), und es mir ja um die L-Theanin Wirkung und Extraktion bei Tee geht, da ich auch zukünftig lieber Tee trinken will anstatt Kapseln schlucken.

Ein Versuch wäre natürlich mal interessant um die Wirkung zu vergleichen, aber wie gesagt, das war nicht mein Ziel.

im Grund habe ich oft beobachtet dass die optimale Wirkung eintritt, wenn man die Blätter einfach isst :D

sämtliche Zeiten und Temperaturen stimmen dann mit der Verweildauer und Aufnahme im Magen und Darm und der Körpertemperatur die dafür geeginet ist, überein.

Hat eigtl. schonmal wer versucht, Teeblätter einfach zu essen ? Darüber gibt es selten Studien :D

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So, beim fünften Aufguss mit nochmal 60 Minuten ist nun Schluss. 

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Der geht in die eindeutig herbe bittere, noch leicht grasige Richtung, völlig ohne umami und ohne Süße. Dazu ist er fast zu wässrig um es als Aufguss zu betrachten. Kann man noch machen, aber meine Meinung :

Das muss nicht mehr sein. 

Die aromatisch und inhaltsstofflich optimalen Aufgusszeiten bei 23°C lagen bei diesem Experiment letztendlich bei:

1.   2-4 Minuten

2.   10-15 Minuten 

3.   25 Minuten

in Bezug auf die maximale L-Theanin Extraktion bei idealem Aroma. 

Sowie beim zusätzlichen vierten Aufguss

4.   60 Minuten

für die nochmals verdoppelte Catechin/Polyphenol Extraktion (EGC, EGCG). 

 

kleines Zusatzwissen: die Halbwertszeit von L-Theanin beträgt 3 Stunden. ;)

 

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vor 28 Minuten schrieb digitalray:

kleines Zusatzwissen: die Halbwertszeit von L-Theanin beträgt 3 Stunden. ;)

 

Was bedeutet denn das? Zersetzt es sich in wässriger Lösung?

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vor 10 Minuten schrieb Manfred:

Was bedeutet denn das? Zersetzt es sich in wässriger Lösung?

im Körper. nach 0.8h maximale Konzentration, nach 3 Stunden nur noch 50 %

Kurvendiagramm 

http://jn.nutrition.org/content/142/12/2091/F1.expansion.html

und zugehörige Studie:

http://jn.nutrition.org/content/142/12/2091.long#T3

 

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Am 14.12.2017 um 13:56 schrieb Cel:

Ist das urheberrechtlich geschütztes Material oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Ich denke das auch andere hier das interessant fänden.

Dies hier ist das wesentliche Papier, das die Untersuchungen beschreibt, die sich auf die Löslichkeit der verschiedenen Catechine bei verschiedenen Temperaturen beziehen. Leider ist es für mich nur in der Bibliothek des Forschungszentrums  zugänglich.

Journal of Chromatography, A, 1156 (2007), S. 312–320

Als wichtiges Ergebnis kann ich zusammenfassen, daß sich die nicht gallierten Catechine (C, EC, EGC) schon leicht in kaltem Wasser lösen, während sich die gallierten Catechine (ECG, EGCG)  in kaltem Wasser langsamer lösen, daß sie dagegen beim heißen Aufguß überwiegen.

bearbeitet von Manfred

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ach ja.. bin inzwischen nun auch etwas weiter bzw am Ende der Fahnenstange angekommen.

Fazit: um den besten Gesamt-Cold Brew zu bekommen ohne Gong Fu Methode (das wäre erst umami (süß), dann shibumi (bitter)) lässt man 1g pro 100ml (z.b. eine 0.8L Flasche mit 8g) exakt 60 Minuten im Kühlschrank, schüttelt zwischendrin mal und gießt nach der Stunde ab/um, so erhält man schon nach 40 Min den maximal möglichen Gehalt an L-Theanin und Glutaminsäure (Umami) sowie nach 60 Minuten die maximal mögliche Menge Koffein und Catechine (bitter, Shibumi) (Quelle: Uni Studie vov Monobe et. al.), beides zusammen ergibt erst die gute Mischung aus süß, sauer und bitter.

Bei der klassischen warmen Gyokuro Methode macht man es üblicherweise mit der Gong Fu Methode, 40 Grad 2 Min für süßes umami, 10sek 80 °C für eine ideale Mischung beider Aromen und danach nochmal 45sek 90 °C für reines shibumi (Matcha ähnliche herbe leichte Bitterkeit mit grasigen Noten).

die 1 Std. Coldbrew Methode ist in dem Sinn auch ideal für Gyokuro um alles maximal mögliche in kalten Wasser zu extrahieren (nach einer Stunde löst sich in kaltem Wasser kein Koffein mehr, die maximal mögliche Menge, etwa 30-50% sind erreicht, dafür löst sich das L-Theanin kalt vollständig, man profitiert also von einem eher süßen Cold Brew Gyokuro mit 50 % Koffein und gesunden Catechinen die es interessanter machen).

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      Da ich auch nicht bereit bin jegliche preise zu bezahlen war ich am anfang lange auf der Suche nach einem Geschäft das meiner Meinung nach für angemessene Preise Tee da hat. Fündig wurde ich dann durch ein Forenuser @Stiefelkante , bei dem Shop Teavivre.

      Bestellt wurden 2 Pu Erh probe sets mit insegesmt 10 verschiedene Pu Erh Proben jede ist aber 2x vorhanden. Dann habe ich noch einige mir empfohlene Oolongs bestellt. Diese wurden jeweils in einer Preiskategorie bestellt die ich von Japanischem Tees gewöhnt bin (ca.15€/100g)  und einmal in einer höheren. Damit ich vergleiche ziehen kann wo bei mir der Mehrwert zum Preis aufhört.
      Die zwei Pu Erh Sets
      https://www.teavivre.com/puerh-tea-sample-packs.html
      https://www.teavivre.com/featured-puerh-cake-assortment.html
      Desweiteren wurde folgendes bestellt
      Longjing
      Dong Ding
      Tie Guan Yin
      Lao Cong  (gab es nur in einer Qualität)
      Da Hong Pao  (gab es nur in einer Qualität)
      Außerdem wurde bei @nannuoshan eine bestellung für die Tees 2018 aufgegeben um mal wirklcih hochwertiges zu Kosten. Hier nochmal ein Großes dankeschön für
      die zusammenstellung eines Probesets. So wie dem beiliegenden Zettel wie ich gewisse Tees am besten aufgieße.
       
      Zu Temperatur und Ziehzeiten angeht halte ich mich momentan ziemlich genau an die vorgaben aus den jeweiligen Shops. Da ich es mir momentan noch nicht zu traue das selbst in die Hand zu nehmen. Deswegen werde ich hierzu nicht so viel Schreiben
      Als dann die bestellung von Teavivre da war habe ich als erstes die kostenlos beigelegt Probe probiert das war der Ripende Cube Tuocha Mini Break 2006. Dazu habe ich schonmal was geschrieben.
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      Die ersten Pu Erh verkostungen
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      Fengqing Old Tree Raw Pu Erh 2013
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      Fengqing Arbor Tree Ripened Pu Erh 2010
      Ich muss gestehen ich weis es gar nicht mehr genau. Ich empfand ihn als gut/trinkbar aber nicht herausstechend besonders. Kann mich auch kaum an ihn Erinnern obwohl es nur ein paar tage her ist.
      Also weder im guten noch im schlechten sinne.
       
      Longjing und Oolong
      Longjing
      Diesen Tee habe ich an zwei Tagen in Zwei Qualitäten probiert. Was mich hier sehr erstaunte war das der über doppelt so Teure Tee schlechter Schmeckte wie der Billige.
      Die Tees kosten ca. 18€/100g  und 40€/100g. Der Billige hatte viel mehr tiefe vielfalt und war lange nicht so langweilig und kaum schmeckend wie der Teure. Da ich aber jedes Sampler nochmal habe
      mal schauen was dabei rauskommt. Vielleicht Heißer aufgießen?

      zum Longjing im allgemeinen. Mich hat der Tee sehr positiv überrascht wie ähnlich er einem Japanischem Sencha Schmeckt und gleichzeitig völlig anders mit gefühlt mehr Tiefe. Denke gerade da werde ich mir demnächst mal etwas mehr holen.
      Dong Ding.
      Dieser Tee hat mir in beiden Quälitäten nicht sehr groß gefallen. Es war ziemlich geschmacklos, würde ich sagen. Vielleicht bin ich aber einfach noch nicht da angekommen, um alle herauszuschmecken.
      Da mir häufiger die etwas kräftigeren Tees besser Schmecken. Bei den anderen habe ich oft das gefühl von "ich Trinke heißes Wasser".

      Erst der Dong Ding von Nannuoshan hat mir gezeigt das es auch mit mehr geschmack geht. Aber dieser war mir trotzdem etwas zu leicht. Werde mich wohl mal auf die stärker gerösteten Oolongs fokussieren.
      Da Hong Pao
      Wie war das mit dem stärker geröstet Dann kam gestern nämlich mein bisheriger lieblinge der Oolongs in die Schale. Dieser gab es auch relativ billig auf Teavivre und ich war gespannt was diese Qualität zu bieten hatte. Auch wenn er lang nicht so gut war wie den wo ich mal von diekunstdestees hatte. Hat er mir schon besser geschmeckt wie alle drei Dong Ding. War etwas kräftiger im Geschmack und hatte eine leichte bitterkeit die ich angefangen habe zu mögen. Aber natürlich machte er Geschmacklich nicht so viel her. Nach 3 Runden war dann auch schon gefühlt Schluss.
       
      Respekt an die, die bis hierhin alles gelesen haben und sich für mein Geschreibe interessieren Was gibt es noch zu sagen?

      Ich trinke jetzt das zweite Longjing Sample und zwar die Schlechtere bessere Qulität xD
       
      PS: Bei mir gibt es vom Set Up eher weniger bilder da es immer gleich aussieht. Glasgaiwan mit meiner Schildkröten Schale besitze sonst nur noch eine Kyusu die ich für Sencha nutze so wie eine Matcha Schale für Matcha (Wer hätte es gedacht )
       
    • Von Winkla
      Habe schon sehr viel Japanischen Tee und auch etwas Oolong hinter mir. Jetzt möchte ich mich langsam dem China Grüntee zuwenden.
      In einem anderen Post von mir wurde mir schon einige Sorten vorgeschlagen.
       
      Hier wollte ich jetzt nochmal Konkret nachfragen wo bestellt ihr eure China Grün Tees und was könnt ihr empfehlen?
      Wobei ich sagen muss das ich nicht bereit bin mehr als 15€/100g auszugeben. Mir ist es auch egal ob aus Deutschland oder China direkt bestellt wird.
      Wie stark macht sich das Ernte Jahr bemerkbar. Also würdet ihr jetzt noch 2017er oder gar 2016er Tee kaufen? Wie verfahrt ihr mit Händler wie Tee Kontor Kiel wo kaum Jahresangaben zu finden sind.
      Da dieser Shop wohl doch hier sehr beliebt ist.
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