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Heute habe ich einen Vergleichstest gewagt: Brita gefiltertes Wasser, welches eine Nacht im Filter ruhen durfte, gegen Brita-Wasser, welches 3 Tage in einer unglasierten Mizusashi ruhen durfte.

Die Gaiwane haben beide ein Volumen von 100ml. Der verwendete Tee ist der 19er Bulang von Olivier Schneider. Exakt 3gr habe ich jeweils abgewogen.

Zuerst ein kurzer rinse, dann die Aufgüsse mit 15s, 30s, und 1m, jeweils mit kochendem Wasser.

Zunächst sei gesagt, dass die Unterschiede sehr subtil sind und nur für geübte Gaumen erfassbar sind. Aber, es sind Unterschiede da!

Das im Ton gelagerte Wasser bringt dem Tee mehr Körper und "Energie". Die grundsätzlichen Geschmacksnoten des Tees werden nicht verändert, aber die Präsenz im Mundraum ist doch eine andere. Füllender und intensiver könnte man das Erlebnis beschreiben.

Fazit: Der Unterschied ist subtil, aber doch vorhanden. Für mich in einem solchen Maße, dass die Anschaffung sich gelohnt hat. :)

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Ich lasse das Wasser gerne über Nacht in meinem taiwanesischen Tonwasserkocher stehen - ich könnte aber nicht sagen, dass es dem Tee letztlich mehr Körper gibt o.ä., jedoch aber, dass das Wasser für mich wahrnehmbar weicher wird. Für Sheng empfinde ich das aber nicht als Vorteil, eher für filigrane Hochlandoolongs u.ä.

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Ich habe in letzter Zeit punkto Wasserlagerung / -Beeinflussung mehrere Lobpreisungen hinsichtlich der Bizen Keramik vernommen, welche ja etwa 1 Monat lang gebrannt wird bis der Ton was taugt. ✌

bearbeitet von GoldenTurtle

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Inwieweit das Wasser bei der Beeinflussung des Tees eine Rolle spielt, hängt sicherlich auch vom verwendeten Ton ab. 

Mirka verwendet hierfür sehr eisenhaltigen Ton, der sicherlich eine ganz andere Anreicherung vornimmt, als Dein Tonwasserkessel. Gerade Sheng profitiert von diesem Wasser, nicht zuletzt, weil diesem die Spitzen nicht genommen werden.

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Wunderschönes Mizusashi! 😍
Mit was für einem Utensil schöpfst du das Wasser um - und gelingt das ohne größere Überschwemmung der nähren Umgebung? Nutzt du ein "Zwischengefäß" oder gibst du es direkt in den Wasserkocher/Tetsubin?

Zum Thema: Da stimm ich dir ganz zu - Wasser über Nacht in einem Tongefäß stehen zu lassen hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss! Erst so wird das Ergebnis mit Brita-Wasser wirklich gut :) 

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@doumer, vielen Dank! :)

Zum schöpfen verwende ich diese Kelle, click.

Hochwertiger Edelstahl und es tropft absolut GAR nichts! Der Schöpfer hat eine toll gearbeitete Kante, mit der man das Wasser perfekt und ohne einen Tropfen zu vergießen in den Krug/Wasserkocher bekommt.

Die Mizusashi steht im Schlafzimmer, da dies der kühlste Raum in der Wohnung ist. Deswegen schöpfe ich meist eine Portion in meinen Tonkrug um.

bearbeitet von Anima_Templi

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vor einer Stunde schrieb Anima_Templi:

Die Mizusashi steht im Schlafzimmer, da dies der kühlste Raum in der Wohnung ist. Deswegen schöpfe ich meist eine Portion in meinen Tonkrug um.

lagerst Du Wasser für bestimmte Sessions? Oder für bestimmte Tees, oder Anlässe?

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vor 4 Stunden schrieb Anima_Templi:

Zunächst sei gesagt, dass die Unterschiede sehr subtil sind und nur für geübte Gaumen erfassbar sind. Aber, es sind Unterschiede da!

War das ein Blindtest?

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vor 20 Stunden schrieb Anima_Templi:

Inwieweit das Wasser bei der Beeinflussung des Tees eine Rolle spielt, hängt sicherlich auch vom verwendeten Ton ab. 

Mirka verwendet hierfür sehr eisenhaltigen Ton, der sicherlich eine ganz andere Anreicherung vornimmt, als Dein Tonwasserkessel.

Klar, ja, Yixing wär natürlich cool, ich hab zwei Töpfe, aber da lagern schon seit etwa 4 Jahren Shengs drin und die findens gerade so gemütlich.

Da ist einer drauf, wären schon 2, 3 Liter Volumen ... vielleicht gibts ja mal ne Umfunktionierung:

Am 9.4.2016 um 16:00 schrieb GoldenTurtle:

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Ich gestehe: nach deinem Post war ich sofort in das Misuashi verliebt (vor allem die schmiedeeiserne Ringe haben es mir angetan, auch wenn sie eigentlich keine Funktion haben) - und da die Ton-Krüge von Jiri Lang ja seit Jahren ein unverzichtbarer Teil des Tee-Genusses für mich sind, konnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass der eisenhaltigere Ton von Mirka positive Auswirkungen auf den Tee hat. Als ich dann gesehen habe, dass Mirka noch eins von den Mizusashis im Angebot hatte, hab ich sofort zugeschlagen 😍

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Am 24.2.2020 um 10:56 schrieb GoldenTurtle:

Klar, ja, Yixing wär natürlich cool, ich hab zwei Töpfe, aber da lagern schon seit etwa 4 Jahren Shengs drin und die findens gerade so gemütlich.

Da ist einer drauf, wären schon 2, 3 Liter Volumen ... vielleicht gibts ja mal ne Umfunktionierung:

da hat der große @GoldenTurtle sich doch tatsächlich den yixing-jar aus dem ShuiTang unter den  Nagel gerissen? Ist ja wirklich attraktiv das Teil...
aber als Wassergefäß?

Muss mal wieder aus der Versenkung auftauchen, Zürich ist ja schon eine Weile her und der Besuch war ja auch echt nett... Teechen auch gut 😁

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    • Von Samed
      Hey,
      ich verkaufe folgende Yixing Kanne, die 200ml umfasst.
      Preis: 50€ VHB ink. Versand
      Über weitere Angebote würde ich mich freuen.





    • Von olem
      Hallo ihr Lieben,
      momentan beschäftigt mich, anlässliches einer neuen Kyusu, ein altbekanntes Thema: Die Patina. Ich habe viel im Forum herumgestöbert, aber nicht das Gefühl bedeutend klüger geworden zu sein. Für mich geht es ganz spezifisch um die Patina in Kyusus, ausschließlich innen. Ich lege relativ wenig Wert auf die Optik, sondern betrachte das Thema rein vom geschmacklichen Aspekt aus. Meine bisherige Reinigungsroutine (günstige Kyusu von sunday) sah so aus: Nach dem Aufguss bleiben die Blätter einige Stunden in der Kanne, manchmal (unabsichtlich) auch über Nacht. Dann kommen die Blätter in den Müll, die Kanne wird mit heißem Wasser ausgespült, bis keine Blattteile mehr in der Kanne sind. Kein Trockenwischen. Nach mittlerweile ca. drei Jahren sieht die Kanne echt nicht mehr schön aus innen, und ich konnte mit einem Küchentuch braune Rückstände aus der Kanne wischen. Das hat mich dann dazu gebracht, die Kanne mit Gebissreiniger (Corega-Tabs) und kochendem Wasser zu reinigen. Bilder - nach der Reinigung - sind im Anhang (bitte nicht steinigen), optisch hat sich nicht viel verändert. Das hat mich dazu gebracht, das Konzept Patina/Minimalreinigung ein bisschen in Frage zu stellen.
      Jetzt habe ich eine neue Kyusu: https://www.tokyo-matcha-selection.com/tokoname-kyusu-horyu-330cc-ml-ceramic-mesh-japanese-teapot/ (ich hoffe Links sind in diesem Kontext kein Problem). Soweit ich das beurteilen kann, ist sie innen unglasiert, wie meine vorige. Sinn davon ist ja, dass der Ton mit der Zeit "reift", durch den Kontakt zu den japanischen Grüntees, die ich darin zubereite, und so mit der Zeit positiv auf den Geschmack wirkt. Diesmal möchte ich gerne alles richtig machen, um diese Patina zu erschaffen und erhalten, ohne Verschmutzung zu produzieren. Daher meine Fragen: Wo hört diese Veränderung des Tons auf und wo beginnt Verschmutzung? Oder ist der Effekt bei einer Kanne, die nicht speziell offenporig gebrannt wurde, sowieso zu vernachlässigen? Sieht man die geschmacksbeeinflussende Patina, riecht man sie? Sind braune Rückstände Teile davon? Geht die Patina kaputt, wenn ich mit kochendem Wasser reinige? Wie ist es bei Corega-Tabs? Wie handhabt ihr das?
      Ich hoffe, ihr seid das Thema noch nicht leid, und es gibt eine produktive Diskussion zu Geschmack und Patina im Innenleben.
      Liebe Grüße
      olem


    • Von digitalray
      Aufm Mittelaltermarkt gabs heute nen ganz tollen kleinen Matcha Becher aus Ton, glasiert und mit Holzmaserung, selbstgemacht von ner älteren Frau für nur 8 Euronen, da musste ich zugreifen.
      macht sich echt gut. Testweise mit matcha latte befüllt.
       



    • Von GoldenTurtle
      Wir leben in einer sehr interessanten Zeit.
      Der globale Wissensaustausch ist so gross wie noch nie zuvor, und trotzdem ist nicht alles so leicht zu immitieren.
      Gewisse Dinge implizieren Fehler und Zeit, bis man sie richtig versteht. Ich gestehe hiermit ein, Erzeugnisse gepusht zu haben, die noch nicht vollständig ausgereift waren.
      Sehr berühmte und sehr teuer bezahlte asiatische Töpferhände bemerkten an Gefässen unserer osteuropäischen Töpferfreunde noch gewisse Kinderkrankheiten, u.a. was die Fermentation des Tons anbelangt.
      Und trotzdem können wir uns auch rühmen, für die weitere Entwicklung von nicht gänzlich unentscheidender Bedeutung gewesen zu sein, nämlich auch den Weg bis dahin unterstützt zu haben.
    • Von T-Tester
      Ich möchte das Quartett zusammen lassen. Es handelt sich um 4 Dosen aus verschiedenem Yixing-Ton mit je 1/2 Liter Fassungsvermögen, z.B. um roten Tee aufzubewahren.
      Preisvorstellung: 90 €, oder Tausch gegen andere Teeutensilien, bin ja nicht nur zum Verkaufen hier. 
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